Elvanse 20mg unterdosiert?

Hey, da bin ich wieder :grinning_face_with_smiling_eyes:

Ich muss euch nochmal nerven.

Ich habe vorher Medikinet genommen, erst 10mg und dann 20mg. Da hatte ich zu viele Nebenwirkungen.

Jetzt nehme ich seit 4 Tagen Elvanse 20mg.

Der erste Tag war super. Ich war sehr motiviert und glücklich über das Medikament. Ich konnte abends auch easy einschlafen. Das war bei Medikinet nicht der Fall. Was mir jetzt bei Elvanse fehlt, ist der Antrieb. Mein Kopf ist zwar ruhig und ich bin entspannt aber das war’s :face_with_peeking_eye::smiling_face_with_tear:

Ich bin auch nicht konzentriert oder habe einen Fokus. Das war bei Medikinet so.

Irgendwie schade :frowning:

Wird das besser, wenn ich 30mg oder 40mg nehme?

Meint ihr, ich kann morgen schon die Praxis anrufen und die Nerven?:joy:

Ich weiß, man soll Geduld habe, aber ich bin ungeduldig. Ich habe am 03.08 meine Fahrprüfung.

Ist leider die zweite schon und habe Angst, mich wieder nicht gut konzentrieren zu können. :face_with_peeking_eye:

Am liebsten würde ich morgen schon mal 30mg testen, aber man soll es ja nicht eigenständig erhöhen. Bisschen Spielraum wäre schon cool.

Meine Psychiaterin hatte mir leider nicht gesagt, wann ich wiederkommen soll und ich habe vergessen zu fragen. Online steht manche erhöhen ab 5. Tage und manche erst ab 7. Tage

wie war das bei euch?

Danke schon mal :slight_smile:

elvanse hat einen Steady-state von 5 Tagen heißt vereinfacht
elvanse braucht q 1/4 Tage nos es abgebaut ist und weil alle 24 std neuer Wirkstoff kommt baut sich so Wirkstoff auf und deshalb lann sich auch die Wirkung gefühlt täglich verändern

Meine Erfahrung auch 6. und 7. Zah hat sich was in der Wirkung getan weil sie sich gesetzelt hat ich fand auch 3 Wochen nach Tag der letzten Dosiserhöhung hat sich viel getan sofern die Dosis nicht völlig falsch war, wahrscheinlich weil auch der Körper mit einem Umbau startet und dad Gehirn Zeit hat neuronale Verbindung ausbauen kann etc.

der Körper hat für mich bei Elvanse viel mehr bewußt gearbeitet und sich verändert das ist mir mit Ritalin irgendwann aufgefallen weil sich dann einfach „sehr viel“ geändert hatte

Lass dich einfach drauf ein, ist zu Beginn etwas komisch aber interessant

Elvanse wirkt sehr sehr unterschiedlich und du solltest mal versuchen zu schauen ob du das später nur empfundest (schlecht arbeiten etc) aber objektiv gemessen am Ergebnis der Arbeitsleistung das es besser ist als du empfindest

Elvanse ist völlig anders wie Methylfinidat und besonders zu Medikinet

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Hm, also sollte ich warten mit der Erhöhung?

Kann es besser werden?

Eigentlich hätte dir deine Ärztin sagen sollen, wann du erhöhen darfst. Mehrere Wochen bei 20 mg bleiben hat eigentlich wenig Sinn.

Bin ja morgen erst bei Tag 4. :face_with_peeking_eye:

Hab mich oben im Post vertan. Upsi (ja konzentration ist nicht da​:cry:)

  1. Amfetamin via Lisdexamfetamin braucht 5 Tage, um einen stabilen Spiegel aufzubauen (Steady State). Daher Lisdexamfetamin frühestens alle 7 Tage ändern.
    1. Niemals einzelne Tage alleine bewerten. Immer einen 3-Tages-Durchschnitt bewerten.
  2. Ungeduld ist ein ADHS-Symptom. Du managst dein ADHS, du bist nicht sein Sklave :wink:
  3. Geduldig (!) hochdosieren bis 70 mg. Also frühestens alle 7 Tage, und auch nur dann so schnell, wenn du nichts merkst. EDIT: Und immer nach Maßgabe des Arztes.
  4. Bei deiner Führerscheinprüfung wirst du dankbar sein, wenn du nicht unerwartet überdosiert bist… Zumal Prüfungen eine Stresserfahrung sind, die akut Dopamin erhöhend wirken.

Hier noch ein paar allgemeine Infos zur Eindosierung von Stimulanzien bei ADHS.

1. Koffein komplett vermeiden
Wirklich wichtig: kein Koffein bei der Eindosierung von Stimulanzien. Nicht nur weniger, sondern ganz konsequent: Gar keines.

Koffein ist ein Adenosinantagonist, d.h. es hemmt Adenosin. Und Adenosin hemmt Dopamin. Im Ergebnis fördert Koffein Dopamin.
Oft werden Koffein und Stimulanzien jeweils allein gut vertragen, führen aber bei gemeinsamer Einnahme zu Kreuzwirkungen (z.B. einer Zittrigkeit wie bei einer Stimulanzienüberdosierung und/oder anderen gravierenden Nebenwirkungen).

Nach der Stimulanzien-Eindosierung, also wenn das passende Medikament und die passende Dosis gefunden wurden, kannst du bei neuem Koffeinkonsum problemlos erkennen, falls Nebenwirkungen aus diesem resultieren und nicht aus den Medikamenten.

Koffein findet sich in Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Cola, Energydrinks; verwandte Stoffe finden sich in dunklem Kakao.

2. Eindosierungsleitfaden lesen

3. Eindosierungshilfetabelle verwenden
Besonders wichtig für Frauen aufgrund des Monatszyklus.
Download hier:

https://adhs-forum.adxs.org/t/ein-dosierungshilfetabelle/7270

Dokumentiere deine Einnahme, Symptome und Nebenwirkungen täglich.
Bewerte immer nur den Durchschnitt von 3 Tagen und frühestens ab dem 5. Tag auf derselben Dosishöhe.
Bitte sieh von Anfragen im Forum zur Wirkung von Medikamenten ab, wenn du die aktuelle Dosis noch keine 5 Tage nimmst.

4. Arzt ist der Maßstab
Und klar: Alle Hinweise und Informationen hier im Forum und bei ADxS.org dürfen nie dazu führen, ärztliche Anweisungen zu missachten, sondern dienen stets nur dazu, mit dem Arzt besser kommunizieren zu können.

ganz nebenbei und extrem wichtig

Essen bzw. zu selten und zu wenig essen gerade unter Elvanse kann sich anfühlen wie null Wirkung, Unterdosierung, Verstärkung der Adhs Symptome etc.stark unkonzentriert etc.

Im Zweifel immer mal 2 bis 3 Bissen von einem Brot abbeißen und schauen ob die Probleme besser werden, Beschwerden, Nebenwirkungen, Unkonzentriertheit sich bessert oder gar verschwindet

Gerade in der Eindosierung merkt man das nicht bzw. kann das auch alles noch nicht zuordnen, verstehen oder richtig bewerten, denn die meisten „komischen Gefühle“ komische Nebenwirkungen etc. kennt man so nicht und braucht darin genauso Zeit, Geduld und so ein offenes "wer oder was bist du de n? Bist du eine Nebenwirkung? (Bitte Packungsbeilage mit sehr häufig und häufig beachten tritt irgendwie fast immer in einer Form auf und legt sich mit der Zeit) oder bist du komisches Gefühl ein Signal meines Körpers, der mir etwas mitteilen möchte?

Zu wenig trinken kann zu leichter Dehydration führen, was dann bischen unkonzentriert, nervös, bisschen matschig oder vergleichbar zeigen kann. Zu lange Essenspausen können auch unruhig und unkonzentriert machen und mit ein paar Bissen legt sich das, entsprechend wird es besser weißt du das dann fehlendes Essen (leichte Unterzuckerung) für das unkonzentriert sein verantwortlich war…

Getriebensein, Unwohlsein, ungeduldig sein haben bei mir, aber auch bei vielen in einem gewissen Maß zur Eindosierung gehört sowie ich auch fand das sich das Zeitgefühl sehr verändert wahrgenommen und abgespeichert angefühlt hatten und auch dadurch noch etwas ungeduldiger haben werden lassen.

Vielleicht versuchst du das mal auch so ein bisschen mit „Ich entdecke mich und die Welt noch mal ganz neu und freue mich drauf, mich nochmal völlig neu und anders kennenzulernen“, weil letztendlich ist es nichts anderes.

Gerade zu beginn beschleunigt sich der Stoffwechsel, die Körperwahrnehmung und das Körpergefühl verändern sich etwas, denn zumindest ein Teil der Adhs Symptome sind ruhig/ weg und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit das du jedes mini Fisselchen wahrnimmst, was vorher im „Synapsensonnensturm“ vielleicht nicht durch kam, unter ging oder was auch immer.

Dieser fehlende „Synapsensonnensturm“ könnte auch dazu zu Beginn das dich an schlechten Tagen einige Dinge nerven die du im Bus, bei Festen oder anderes wahrnehmen könntest. Sowas muß halt nicht, kann aber passieren, vielleicht auch im Zyklus, nach dem Eisprung, weil du irgendwann vielleicht schlecht und wenig schläfst. Sowas ist zumindest bei mir in den ersten 4 bis 5 Monaten mit dem schlecht und wenig Schlafen dann auch deutlicher aufgefallen, in der Zeit war ich auch aufgekratzter und überdrehter. Das sollte aber alles keine Angst machen Stimulanzien können gerade den Schlaf in der Eindosierung beeinflussen und verschlechtern, doch irgendwann mit der „Verweildosis/Zieldosis“ wird sich das aber geben und legen.

Es hat ein ganz neuer Abschnitt im Leben begonnen, der eher Gewöhnung braucht und bei dem man lernen/ verstehen muß das eben "nicht mit Einnahme einer ‚Pille‘ sofort anders ist sondern es eher ein längerer und dynamischerer Weg ist, an dessen Abschnitt, wo das richtige Medikament in der richtigen Dosierung mit ggf. mehreren Einnahmen (je nach Stimulanz) dann deutlich mehr Lebensqualität für dich vorhanden ist und wahrscheinlich vieles leichter/angenehmer ist und du dann mit dem passenden Medikament auch deinen Körper dann wieder gut kennst

Es ist normal das viele beeindruckt, teilweise stört, manchmal irgendwie etwas ängstigt oder verunsichert, gera weil sich einige umfänglich ändert und man das manchmal auch nicht gleich so umfassend begreifen kann - ist aber völlig normal und auch das gibt sich :smiley: Wirst sehen mit etwas Geduld und Ruhe wird alles gut :nerd_face::smiling_cat_with_heart_eyes::shortcake::candy::beverage_box::zany_face:

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Dankeschön :smiling_face: ich habe den Fehler gemacht und einen Proteinkaffee getrunken am 2. Tag. Danach war mir viele Stunden übel :joy:

Dankeschön :slight_smile:

Heute ist Tag 5. und ich merke gar nichts mehr :roll_eyes:

Ich bin total unmotiviert und bekomme generell seit Tagen nicht wirklich viel hin. Ich achte auf meine Ernährung, trinke keinen Kaffee.

Langsam bin ich verzweifelt :weary_face:

Erhöhen kann ich wohl erst ab 10-14 Tage.

Total blöd :frowning:

Erhöhen kann man theoretisch alle 7 Tage. Als nächstes wären dann 30mg dran

Hab in der Praxis angerufen heute und die meinten erst ab den 10 Tag, besser 14. :roll_eyes:

Deine Geduld wird sich langfristig auszahlen. Dein Körper muss sich erst dran gewöhnen, auch wenn du davon nichts merkst. Zu schnell hochdosiert führt oft genug zu „ich vertrage es nicht“, obwohl es die Rettung wäre. Rechne in den Lebensjahren, die du noch hast, nicht in den Tagen, die du jetzt dafür investierst…

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Hallo Sarah96!

Ungeduld kenne ich sehr gut, hab aber tatsächlich beim Eindosieren (wie ICH finde) reichlich Geduld aufgebracht. Habe auch mit Medikinet begonnen, zweiwöchentlich um 10mg bis auf 30mg erhöht. Bei 30mg hat sich das ADHS gefreut, da ging das richtig übel los! Ganz klar überdosiert, war furchtbar! Hab mich selbst in den Schatten gestellt mit dem was ich in der Zeit „angestellt“ habe!

Den Arzt hat das nicht beeindruckt, wollte so weitermachen. Also Arztwechsel. Ich bekam Methylphenidat Zentiva, morgens 20mg und - nach Bedarf - nachm. nochmal 10mg. Topp! Dann Klinik und dort bekam ich morgens und nachmittags. je 10mg Medikinet - für Kinder!

Mich gabs zwei Wochen lang gar nicht!! Wie betäubt!!

Damit will ich nur sagen: Die Einfosierungs- und Ausprobierzeit ist wichtig! Ggf. noch mal in der Praxis anrufen oder rinrn Dringlichkeitstermin ausmachen und diese Fragen klären!! Und ICH würde ggf. lieber die Fahrprüfung nochmal verschieben, bis ich weiß dass der Kopf jetzt mit dem Medik. gut funktioniert!

Das ist echt ne wichtige Phase, bis du dich unterstützt und sicher fühlst! Nicht etwa aufgeputscht oder gar betäubt.
Liebe Grüße!