Elvanse 50mg seit 3 Wochen - Dosis noch mehr erhöhen?

Gibt es hier Erfahrungen mit relativ hohen Dosen von Elvanse? Für viele scheinen ja 30mg schon krass zu wirken, ich merke positive Effekte allerdings erst, wenn ich mehr als 50mg nehme (z.B. 60mg, in Form von 2 x 30mg, die ich noch aus den Wochen zuvor habe). Etwas zu ruhig werde ich erst bei 80mg (50mg + 30mg, ich hab Respekt vor dem Selber-Mischen und nehme ganze Tabletten). 30mg hatte ich von November bis Februar, auf die 50mg habe ich zusammen mit der Neurologin vor 3 Wochen erhöht.

Ich muss dazu sagen, dass ich seit über einem Jahr Buprupion (erst 150mg, Sept - Feb 300mg, seit 3 Wochen wieder 150mg) gegen die mittelschwere depressive Episode nehme in der ich seit Okt 22 stecke, sowie Risperidon 0,5mg Früh und Abends gegen Gedankenkreisen.

Nach Bedarf habe ich noch Quietapin 25mg, aber das macht mich voll müde und matschig, deshalb habe ich gedacht, dass lieber die höhere Dosierung von Elvanse versuche und das ist richtig gut - ich ruhe in mir selbst und der Kopf gibt endlich phasenweise Ruhe. Also wenn ich 60mg+ nehme. Ich würde übernächste Woche gerne die 70mg ausprobieren, weil ich glaube, dass das der Sweetspot sein könnte.

Irgendwie hab ich jetzt das Gefühl, dass das echt viel ist und mit mir etwas nicht stimmt, weil viele schon bei 30mg krasse Wirkung haben. :sweat_smile: Gibt es hier andere, die mit hoher Dosis gut fahren? Und die damit vielleicht ihre Depressionen in den Griff bekommen haben?

Hey 30mg hat nicht bei mir gewirkt da waren die Symptome nich recht staff hab dann nochmal runterdosiert
Da war es aber kaum merkbar sollte dann bei 50mg gehen und 3 tage ausprobieren war ok aber auch nicht das richtige
Hab es abgeklärt wieder runterdosiert auf 40 war dann so wie auf 30
Bin jetz auf 70mg morgens 50 und 4h später 20 damit ich auf 10stunden fahre damit gut
Besser als mph
Kopf ist bei der sache
Aber körperantrieb ist nicht so auf der welle
Kopf sagt so aufstehen und der körper so boar ne aber komm ich muss
Das hatte bei mph nicht
Aber da war halt die wirkzeit zugering
War da schon überdosiert vom tages bedarf und der artz hat mir nicht empfehlen über die 80mg zugehen

Jetz am 19 gespräch mit ihm ob es da ein spiegelmedikament gibt

Weil mit elvanse bin ich echt zufrieden sonst

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MPH hat halt gar nichts bei mir gemacht, da war ich am Ende bei 60mg und einfach keine Wirkung. :melting_face:

Ich habe auch 3 Tage lang 50mg Elvanse morgens und 3h später 30mg versucht, aber da konnte ich Abends schlecht einschlafen. Die 60mg sind gefühlt einen Tacken zu wenig. Ich habe viel im Forum über Unterdosierung nachgelesen und den Verdacht, das gewisse Symptome meiner Depression verstärkt wurden, jetzt aber besser werden, wenn ich einfach mehr Elvanse nehme. Ich bin auch am 19. bei der Neurologin, da frage ich mal wegen 70mg.

Hatte elvanse den gewirkt ?
Also kopf und körper bei dir ?

Also kopf her bin ich eindosiert aber körperträge

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Ja, Elvanse macht mich sehr sehr ruhig. So eine Ruhe im Kopf kenne ich nicht. Ein bisschen wie betäubt. :sweat_smile: Da ich zuvor über 40 Jahre im Kopf immer auf Highspeed gelaufen bin, genieße ich das sehr. Stimmt schon, dass der Körper auch etwas träger wird, weil ja der Kopf so still ist, aber noch kann ich mich aufraffen. Ich versuche durch Bewegung im Alltag dagegen zu halten, also nicht zu lange rumsitzen/liegen.

Hab grade sehr interessantes gelesen
Metabolisierung von Arzneimittel
Merke schon nach 3 stunden wenn die wirkung da ist ein harndrang
Der dann soch häuft und die wirkung lässt dann nach
Hab jetz zb von 70mg elvanse eine wirkung von 8h
Merke auch jetz langsam lässt es ziemlich nach unkonzentriert kommt langsam
Schläfrigkeit
Muss ich mal mit dem doc besprechen

Ich liebe dieses forum da bin ich vorher nicht drauf gekommen

Hey du

Ich bin nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe was die Auf und Abdosierung betrifft.

In welchen Zeiträumen has du wieviel mg genommen. Also zb. Alle 3 tage auf und ab?

Ich wurde Stationär in der Neurologie eindosiert weil ich auch Epilepsie habe. Bei mir (ich bin jetzt im der 6ten Woche Elvanse)
War es so: 20mg 4 Tage lang, 30mg 5 Tage (da danach nicht lieferbar), 40mg 4 Wochen dann nicht lieferbar und nun seit 3 Tagen 50mg).

Die 4 wochen 40mg haben gut getan. Denn in dieser Zeit hat sich einiges angepasst/verändert, was das empfinden und die Nebenwirkungen betrifft. Ich wollte zwischenzeitlich hinschmeissen.
Das Forum hat mir geholfen durchzuhalten und mir Zeit zugeben. Zu Dokumentiere und meinen Lifestyle anzupassen.
Also, essen, trinken, schlafen.
Z.B. null Kaffee während der Eindosierung.

Ich bin bald 45 und disgnostiziert seit Dezember 2023 mit sehr ausgeprägtem ADHS, komplexe Posttraumatische Belastungsstörung und war im Januar 23 in ein Burnout gerutscht.
Die Abgrenzung con K- Ptbs zu ADHS ist schwierig und erfordert einen Profi auf dem Gebiet.
Bei mir ist die Hyperaktive und Impulsive seite von ADHS im Vordergrund.

Die Hyperaktive Seite Profitiert von Elvanse nicht sehr viel. Die Impulsive und Aufmerksamkeits Seite aber sehr!

Hast du ADS?

Hi du

Ich bin in den Wechseljahren seit ich 40ig bin und beobachte eine schwankende Wirkung von elvanse während dem Zyklus.

Wie ist das bei dir?

In den Wechseljahren bin ich noch nicht, das hatte ich abklären lassen, da ich vor meiner ADHS-Diagnose im letzten Jahr dachte, dass einige der Symptome davon kommen. Nachdem was ich hier im Forum gelesen habe, „freue“ ich mich schon auf die Zeit. :sweat_smile:

Ich tracke meinen Zyklus sehr genau, merke keine Veränderung der zyklus-bedingten Gefühlswelt seit ich Elvanse nehme. Will sagen, dass ich zwar in gewissen Phasen gereizt bin oder auch nah am Wasser und dass sich das nicht geändert hat, im Vergleich zu davor, auch nicht in der Intensität. Die dunklen, schweren Gedanken und das Gedankenkreisen tauchen immer auf, an diversen Phasen im Zyklus. Eine höhere Dosis Elvanse hat immer einen positiven Einfluss bisher.

Hat bei dir Elvanse auch geholfen dich emotional zu stabilisieren? Meine Hoffnung ist, dass ich mit 70mg die Dosis finde, die meinen Kopf in gewissen Bereichen so ruhig stellt, dass die Gedanken der Sinnlosigkeit und der Verzweiflung nicht mehr entstehen, ohne dass ich dabei so müde werde wie mit Quietapin. Ich kann ja nicht jedesmal ein Nickerchen machen, wenn Gedankenkreisen auftaucht. Das geht rein logistisch gar nicht.

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Also ich bin im Bezug auf die Impulsivität sehr viel besser unterwegs.
Das merke ich bei den Kindern. Ich bin weniger schnell getriggert und reagiere dadurch auch nicht so schnell/stark auf trigger.
Ich flippte zwar vorher auch nicht so
Schnell aus, aber man merkte mir sehr gut an wenn mich was stresste- und sei es nur das laaangsaaame anziehen von Schuhen wenns darum geht JETZT das Haus zu verlassen damit sie rechtzeitig in der Schule sind.

Sind die negativen Gedanken bei dir auf Rejection sensitivity bezogen? Denn das wär ja auch ein Thema bei ADHS.

Ich bin mit Elvanse Kopf gut aber Hyperaktivität noch viel zu präsent.

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Nein, das sind Gedanken zur Sinnlosigkeit des Lebens, ein Gefühl der absoluten Leere, ganz ganz gruselig. Also das Leben in Frage stellen und zu dem Schluss kommen, dass es einfach keinen Sinn hat. DIE will ich nicht mehr haben, weil ich da in eine Spirale falle, die mich stundenlang lähmt, bzw mein Gehirn da dermaßen feuert, dass ich es einfach zum Schweigen bringen will. Damit Platz für etwas Schönes, etwas Luftig-Leichtes ist.

Rejection Dysphoria benennen zu können war natürlich auch ein Gamechanger, im „kleinteiligen“ Bereich. Nur steht über allem momentan die oben genannte Gedankenwelt und die muss ich weg bekommen. Da scheint Elvanse grad so ein Hoffnungsstreif am Horizont zu sein, alles andere (selbst ein Klinikaufenthalt als Ultima Ratio) hat keine nachhaltige Besserung gebracht.

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Diese Sinnlosigkeit hält nir stunden an oder über Tage? Und hat die Episode dann einen klaren Auslöser oder kommt die out of nowhere?

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Diese Gedankenstrudel kommen Out of Nowhere, zu jeder Tageszeit, in sämtlichen Situationen. Sie halten über mehrere Stunden an und länger als ein paar Tage habe ich seit Monaten keine wirkliche Pause. Das ist bisher die längste depressive Episode, die ich kenne.

Depressionen gehören seit über 10 Jahren zu meinem Leben, wahrscheinlich ausgelöst durch das undiagnostizierte ADHS. Ich hatte immer eine sehr hohe innere Unruhe, also Gehirn auf Oberdrive. Das hat mich zwar zu einer sehr kreativen, empathischen Macherin mit vielen Begabungen gemacht, mich aber auch ausgebrannt. Rückblickend betrachtet hat mein Gehirn vor circa 2 Jahren beschlossen, dass jetzt mal gut ist und Schluss mit dem Ganzen und es sich nicht mehr dazu bewegen lässt, eine positive Richtung einzuschlagen. Mein Ziel ist es, dagegen eine gute Medikamenten-Dosierung zu finden, in Kombination mit dem üblichen Kram wie Therapie, gesunde Verhaltensweisen etc. (die alleine helfen nicht nachhaltig).

Je höher die Dosis an Elvanse, desto besser scheint das zu gelingen. Ruhe zu schaffen im Kopf. Und somit Platz für das Schöne, Luftig-Leichte, das ich so sehr vermisse…

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Omg ich kann nicht sagen ob ich jemals etwas gelesen habe das so sehr zu 100% dem entspricht was ich empfinde.

Insgesamt kann ich dir bei sehrvielen punkten nur zustimmen und ich muss sagen es tut gut zu sehen, dass man nicht allein ist mit diesen Dingen.
Ich bin im gleichen Alter (42) wie du, wurde im November 23 diagnostiziert und befinde mich noch in der Eindosierung. Ich kenne das schreckliche Gefühl von leere und Sinnlosigkeit und die damit verbundenen Gedanken, die man einfach nicht los wird, sehrgut. Sie sind mein ständiger Begleiter, bei dem man nie weiss wann er mal wieder die Führung übernimmt und den Alltag und jede einzelne Tätigkeit zu einem riesigen Hindernis werden lässt, dessen Überwindung schier unmöglich erscheint. …und auch bei mir ist es so dass Elvanse in höheren Dosen (60mg +) diese symptome erstmalig verbessert und mir das Gefühl gibt, dass doch die Möglichkeit besteht, dass ich irgendwann wieder Glück und Leichtigkeit im Leben geniessen darf.

Für mich ist allerdings auch die Rejection Sensitivity Dysphoria ein grosses Problem. Ich fühle mich immerzu wie Störfaktor für meine Mitmenschen und habe Tage an denen ich glaube von jedem abgelehnt zu werden, der mich etwas besser kennenlernt. Ich glaube niemand versteht mich und ausser meinen Mann kann ich an solchen Tagen die Anwesenheit anderer Menschen nur schwer ertragen. Ich verstelle mich dann konsequent und das ist auf dauer extrem anstrengend und zermürbend, da ich dann nicht mehr zu mir selbst stehen kann, was die depressiven Gefühle wieder verstärkt.

Mich interessiert auf jeden Fall wie es bei dir mit 70mg klappt und ob das die einzige dosis am tag ist und bleiben soll. Ich habe nämlich das Gefühl dass mir auch 70mg nicht über den gesamten tag helfen können sondern befürchte nachmittahs nochmal 30mg nehmen zu müssen. Wie ich das alles meiner Neurologin beibringen soll weiss ich leider gar nicht. Sie ist sehr vorsichtig und langsam bei der eindosierung, möchte immer 4 wochen dieselbe Dosis beibehalten und ist zuddm telefonisch niemals zu erreichen (56 Anrufe an einem Tag waren mein Rekord) .

Liebe Grüsse
Sandra