Elvanse + Paroxetin Einnahme trotz Wechselwirkungen?

Sind Ärzte eigentlich nicht in der Lage google zu benutzen?

Bericht über Wirkstoffwechselwirkungen: Lisdexamfetamin, Paroxetin

Zitat:
" Paroxetin kann die Wirkung von Lisdexamfetamin verstärken, und Nebenwirkungen wie Nervosität, Unruhe und rasche Gedanken wurden berichtet. Die Kombination dieser Medikamente kann auch das Risiko einer seltenen, aber ernsten Erkrankung namens Serotonin-Syndrom erhöhen, die Symptome wie Verwirrung, Halluzinationen, Krampfanfälle, extreme Blutdruckschwankungen, erhöhte Herzfrequenz, Fieber, übermäßiges Schwitzen, Zittern, verschwommenes Sehen, Muskelkrampf, Koordinationsstörungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall umfassen kann..
Schwere Fälle können zu einem Koma und sogar zum Tod führen. Sie sollten sofort Ihren Arzt kontaktieren, wenn Sie diese Symptome während der Einnahme der Medikamente bemerken. Es ist wichtig, Ihrem Arzt von allen anderen Medikamenten zu erzählen, die Sie verwenden, einschließlich Vitaminen und Kräutern. Setzen Sie keine Medikamente ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben."

Wie hoch war die Dosis von Paroxetin?

Paroxetin hat eine Halbwertszeit von 12-44 Stunden - das heißt, nach 12 bis 44 Stunden ist die Hälfte (!) des Medikaments abgebaut. Nach weiteren 12-44 Stunden ist nicht etwas alles abgebaut, sondern nur eine weitere Hälfte von der verbliebenen Hälfte, usw. Es dauert also mehrere Tage bis der Wirkstoff komplett aus dem Körper und dementsprechend auch mehrere Tage bis eventuelle Nebenwirkungen vollständig abgeklungen sind.

Bei den Nebenwirkungen würde ich Paroxetin nicht mehr anfassen - geschweige denn einnehmen - zumindest in dieser Dosis. Die Neurologin finde ich mehr als fahrlässig. Der Hausarzt hat ja wenigstens zugegeben, dass er keine Ahnung hat. Muss er ja auch nicht - ist schließlich nicht sein Fachgebiet.

Ich reagiere auch sehr empfindlich auf viele Medikamente (vertrage teilweise nicht mal die Kinderdosis) und nehme trotzdem derzeit Elvanse + Escitalopram. Aber mein Psychiater hat mich wirklich auf Nebenwirkungen hingewiesen und er hat mir (auf meinen Wunsch) Escitalopram als Tropfen verschrieben, damit ich in Mini-Mini-Mini-Dosen ganz langsam eindosieren kann.

Ich habe tatsächlich mit 1 Tropfen (=1 mg) für 3 Tage angefangen und dann alle 3 Tage um 1 Tropfen gesteigert. Dann mehrere Wochen 5 mg genommen und danach wieder sehr langsam, milligrammweise auf 10 mg gesteigert, die ich bis heute nehme. Hätte ich direkt mit 5 oder 10 mg angefangen, wie es eigentlich vorgesehen ist, wäre es mir wahrscheinlich genau so gegangen wie Dir und ich hätte es direkt wieder abgesetzt. Heute hilft es mir jedoch sehr gut und bis auf eine schleichende Gewichtszunahme (an der ich aber arbeiten kann), habe ich keine Nebenwirkungen.

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