Elvanse und der Zyklus - Dosis anpassen? Erfahrungen?

Hi! Willkommen im Forum! :smiling_face:

Hier heisst du reagierst auf meine Frage ob jemand noch regelmäßige Zyklen hat? :smiley:

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ja, genau. hab mittlerweile den perfekten 28 tage zyklus etabliert :face_holding_back_tears:

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@LaBatti
Die aktuelle Eindosierungshilfetabelle kann jetzt auch unregelmässige Zyklen abbilden.
Wäre es dir als extrem detailliert Beobachtende möglich, die mal ein paar Wochen zu testen, wie gut das Ergebnis passt? Oder deine Vergangenheitsdaten einzutragen, ob das stimmt?
Mich würde auch interessieren, ob die Benutzbarkeit einfach genug ist.

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Natürlich! Mach ich gern!

Niiice!
Verhütest du hormonell?

Ich muss das weiter am Laptop schreiben. Damit ich dir erklären kann was ich genau meine. Ich schreibe dir dann in deine Mailbox.

Toll das du dir vorstellen kannst mitzumachen! :kissing_heart:

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oh mein gott, nein. habe (wie die meisten leider) die pille viel zu früh verschrieben erhalten, nur stress damit gehabt und sie immer mal wieder abgesetzt, bis ich es dann vor ca. 6 jahren ganz gelassen habe. und ja, schreib mir gerne!

Ich kann auch dabei sein. Ich find die Frage völlig spannend aber halte mich selber irgendwie davon zurück zu ADHS fragen in den hyperdrive zu schalten. Bei mir ist Selbstbeobachtung oft sehr eng mit Depression und selbstabwertung verbunden, ich glaube ich versuche mich da zu schützen. In eurer Gemeinschaft klappt es bestimmt besser, mit einem Element von für andere dabei und nicht selbst alleine drauf kommen müssen.
Mein Zyklus ist regelmäßig 27-30 tage, meine frauenärztin feiert den jährlich, aber die hat ja auch nicht mein pms alle 4 Wochen dadurch… Wobei ich bei medikinet im Nachhinein betrachtet bisschen weniger Probleme hatte, aber ich hab auch mehr genommen sobald ich gemerkt hab dass es losgeht.
Die neue Tabelle muss ich mir nach dem Urlaub gleich mal angucken. vor einem Jahr fand ich das sehr umständlich, aber da hab ich auch Grade frisch angefangen mit Diagnose und eindosieren, vielleicht hab ich ja auch was dazugelernt.

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Die Tabelle hab ich mir vorhin angesehen. Finde auch auf den ersten blick etwas irritierend. Finds aber toll das @UlBre da aktiv geworden ist.

Ich hab zwei ansätze;

1: wirkung ab PMS- xx, vermindert? = mehr wirkstoff nötig?

2: Kältegefühl, vasokonstriktion und raynaud syndrom ab Abfallen des Östrogens und Anstieg Progesteron etc. Stärker ausgeprägt und was trägt dee Wirkstoff im Stimulans dazu bei? Bzw. Potenziert sich das eine mit dem andern und welche Hormone/botenstoffe interagieren hier.

Kältegefühl und Raynaud habe ich schon immer, hab’s aber noch nie mit Zyklus in Verbindung gebracht, ob das „mal doller Mal weniger“ eine zyklusabhängige Schwanking sein könnte. War bisher eins von den Unannehmlichkeiten die ich von meiner Mutter geerbt habe, wie ständiges hibbeln , normalerweise mit mir einem Auge gucken und Blutpunkte etc

Aaah Raynaud, Zyklus und Stimulanzien. Dazu hatte ich hier auch mal was geschrieben aber leider keine hilfreichen Antworten bekommen.

Kann nur aus meiner Erfahrung sagen: Ja, seitdem ich Stimulanzien nehme ist das zyklusbedingte Raynaud schlimmer als vorher.
Ich nehme aber MPH, also scheint es nicht nur bei einer Art Stimulanz aufzutreten.

Ich passe meine Dosis in der Regel (pun intended) an. Aber egal, ob ich etwas mehr oder weniger (Tagesform) nehme, die Durchblutungsprobleme verändern sich nicht signifikant.

Achtung nächste Variable: ich nehme nun aber die Minipille durch und erlebe dennoch einen Zyklus. Allerdings sind die Beschwerden durch die Pille zumindest abgeschwächt.
Gleichzeitig brauche ich seitdem konstant etwas mehr Stimulanzien und nehme meine „Lutealphasendosis“ quasi jetzt den ganzen Monat.

Und auch nochmal von mir ein großes Lob für die tollen Grafiken @LaBatti

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Ich würde auch mitmachen! (Wenn ich in die „Studie“ passe, siehe Beschreibung Gesundheitsprofil unten)

An dieser Stelle möchte ich aber auch nochmal andersherum fragen: Hat eine von euch die Erfahrung gemacht, dass sich Elvanse auf den Zyklus oder andere Hormone auswirkt?

Kontext: Letzte Woche war ich bei meiner Endokrinologin zum Check-up und als sie erfuhr, dass ich seit ein paar Monaten Elvanse nehme, meinte sie, dass wir das L-Thyroxin senken sollten. Ich habe Hashimoto und hatte vor zwanzig Jahren mal PCOS (aber schon lange keine Zysten mehr, nie Probleme mit der Zyklusdauer oder Schwangerwerden gehabt, keine Anzeichen für Insulinresistenz und durch bioidentisches Progesteron eine reguläre hormonelle Balance). Sie behandelt diesen Symptomkomplex, ganz knapp zusammengefasst, seit fast zehn Jahren ganzheitlich als entregelte Hypophyse-Schilddrüse-Nebennieren-Eierstock-Achse und geht nun davon aus, dass die noch bestehende Dysbalance positiv durch die entstressende Wirkung des Elvanse beeinflusst (werden) wird, also weniger andere Medikamente nötig sind (sein werden). Diesen Ansatz fand ich schlüssig und werde das mit ihr ausprobieren, wollte es aber auch gerne mit euch teilen und nach euren Erfahrungen fragen.

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Hallo,

dass ADHS mit erhöhtem Stress einhergeht bzw. dass die Symptome auch über die Stresssyteme vermittelt werden, glaube ich auch. (Lediglich fürsorglichkeitshalber: Trotzdem ist ADHS was anderes als Stress. Stress geht mit dem Stressor, ADHS beleibt).
Insofern kann ich deine Endokrinologin vollkommen nachvollziehen.

Könntest du mir mal Kontakt zu ihr verschaffen?
Würde mich gerne mit ihr dazu austauschen. Eine Adresse per PN wäre super.

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Hi! @theunfedmind

Oooooh das ist spannend! Gut das du wieder auf das Thema zurück gekommen bist.
Danke für deine Beschreibung und fürs Kompliment :smile:
Welche minipille nimmst du denn?

ICH WILL AUCH ZU DIESER ÄRZTIIIIIN! :heart_eyes:

Achtung: ich bin Leihe, ich mach das aus Interesse, also keine professionelle Studie. :grimacing:

Deine Frage war teil meiner Frage. Grundsätzlich hat sich bei mir der Zyklus NICHT verändert. Allerdings empfinde ich die PMS als weniger intensiv.
Ich nehme auch seit 2 Jahren progesteron 100 über den ganzen Zyklus. Da hat sich die PMS schon merklich gemindert.
Jetzt mit Elvanse nochmal besser.

Deine Aussage:
Hypophyse-Schilddrüse-Nebennieren-Eierstock-Achse - ist für mich der KNALLER. Denn genau da vermutete ich den Ansatzpunkt für all die Beobachtungen wie: Kältegefühl, vasokonstriktion, raynauld, wirkveränderung, Einfluss auf den Zyklus, Stimmung. Ich grabe ich mich gerade rein, wie eine Verrückte.

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen wie wir alle unsere Daten zusammen tragen und dokumentieren. :face_with_monocle:

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Zustimmung! Bei mir ist es tatsächlich so. Elvanse hat mir geholfen dass ich überhaupt keine Migräne mehr habe, mein Blutdruck ist schön gesund und Muskelverspannungen sind verschwunden. Für Kopfschmerzen habe ich oft IBUs genommen, die kann ich mir sparen.

Ist zwar ein wenig OT, aber wollte ich euch trotzdem mal über Zaun werfen :blush:

Und: passt bloss mit HET auf. Die Gyn’s sind da schnell mit dem Verschreiben von Hormonen. In der Uniklinik hat man mir gesagt dass das langfristig cardiovaskuläre Risiko oft dominiert, vor allem wenn Frau schon das halbe Leben die Pille genommen hat.

Happy Easter euch allen :rabbit: :hatching_chick:

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Stimmt! Kopfschmerzen hab ich kaum noch! Und ich hab immer Hammer Kopfschmerzen gehabt.

Hormon ersatz therapie ist nicht gleich Hormon ersatz therpaie.
Die Cardiovaskuläre seite ist ein parameter der ebenfalls negativ druch das fehlen der hormone beeinflusst wird.

Aus der US-amerikanischen Nurses Health Study wurde 2006 berichtet,
dass Frauen, die eine Hormontherapie innerhalb von 4 Jahren nach Eintritt der Menopause begonnen hatten, ein um 34 % signifikant vermindertes Koronarrisiko bei alleiniger Östrogenanwendung aufwiesen;
bei kombinierter Östrogen-Gestagen-Anwendung war die signifikante Risikoreduktion ähnlich (–28 %)21.

https://www.hormonspezialisten.de/indikationen/wechseljahresbeschwerden/kardiovaskulaere-erkrankungen

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Das Problem sind Schlaganfälle Thrombosen etc. Die Studie v 2006 ist da nicht mehr ganz aktuell…

man muss engmaschig prüfen ob LDL, Homocystein und wichtig (!) Lipoprotein (a) erhöht ist. Das kann sonst problematisch werden.

Eine Östrogen Dominanz kann zudem langfristig krebserregend sein (Brust, Eierstöcke Darm…). Ich bin in der Uniklinik einer Studie angeschlossen und dadurch gut in dem Thema drin. Es muss jeder Mensch natürlich selbst entscheiden und jeder ist auch biologisch anders aufgestellt.

Ich möchte euch nur sensibilisieren. Menopause ist ja keine Krankheit und muss nicht behandelt werden, das wird leider aber oft suggeriert. Wie gesagt, lasst euch auf Herz und Nieren checken bevor ihr hormone einwerft, vor allem wenn ihr die Pille früher genommen habt. Wenn alles save ist, dann go for it :blush:

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Die ist tatsächlich nicht die neueste. Aber hier ist ein Bericht vom letzten Jahr.

Nein die Wechseljahre sind keine Krankheit und trotzdem birgt diese Zeit Risiken und bietet einem aber auch die Chance (window of opportunity) sich für die Zeit in der Menopause gut vorzubereiten und einzustellen.

Ich weiss nicht ob du in den Wechseljahren bist, ich bin es.
Ich dachte wohl ähnlich wie du.
Für mich war klar hormone sind gefährlich! und ich predigte auch überall „böse Hormone“!
Nun da ich seit 3 Jahren lese, recherchiere, mit menschen und ärzten des einen und ärzten des anderen lagers spreche, und sich mir so langsam aus all den Informationen ein roter Faden zeigte, hatte ich mein Aha Erlebnis.
Genau so wie nicht für jede eine HRT das eichtige ist und für einige unter bestimmten Bedingungen sogar gefährlich sein kann…
Genau so wenig ist es für jede Gefährlich eine HRT zu machen.

Auch hier gilt: nicht jeder der sich „Spezialist“ nennt ist es auch.
So a la- schönheitschirurg :stuck_out_tongue_closed_eyes:

Im kurzen- nö ist keine Krankheit. Da stimme ich zu 100% mit dir überein.
HRT ist weder nur gut noch nur schlecht.

Dahingehend gab es in den letzten Jahren viel Forschung. Und das war bitter nötig.

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(03)14596-5/fulltext

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Vielen Dank für diesen Thread. Ich bin 42 und frage mich mittlerweile auch, ob ich in der Perimenopause bin.
Vor 2 Monaten im Zyklus habe ich Medikinet adult und Bupropion genommen und hatte noch nie so wenig PMS Beschwerden.
Mit Medikinet wurden allerdings meine Sinne noch mehr geschärft anstatt Entspannung zu bringen, so dass ich nicht mehr raus gehen wollte. Vermutlich liegt es an meinem diagnostizierten ASS. So dass ich Medikinet schon bei der kleinsten Dosis nach 6 Wochen abgesetzt habe.

Nun starte ich mit 20 mg Elvanse und bin gespannt auf meine PMS Phase :woozy_face:

Sonnigen Tag an alle hier :slight_smile:

Ich würde nun gerne auch mal meine Erfahrungen zum Thema „Elvanse und Zyklus“ mit Euch teilen und bin auch an Euren Interpretationen interessiert. Kurz zu meiner Person, ich bin w35 J und vor ca. 1.5 Jahren mit ADHS Mischtyp diagnostiziert, nachdem ich viele viele Jahre durch sämtlich Arzthände gelaufen bin und niemand mir helfen konnte (ADHS liegt in der Familie, aber hey…).

Fakt, ich nehme seit August 2023 Elvanse und habe mir mit der Eindosierung SEHR lange Zeit gelassen, sodass ich ca. seit Dezember/Januar 30 mg nehme und damit auch sehr gut zurechtkomme - in der ersten Zyklushälfte.

Seit Anfang des Jahres tracke ich meine Daten etwas vermehrt (durch regelmäßiges Tragen einer Smartwatch) und beobachte auch meinen Zyklus besser, auch bezogen auf Elvanse. Ich muss sagen, dass ich schon immer SEHR STARK mit PM(D)S zu kämpfen habe. Ich bin ein komplett anderer Mensch, Zyklusstörungen zusätzlich on top.

Meine Beobachtungen sind wie folgt:

  1. Zyklushälfte bis zum Eisprung fahre ich mit den 30 mg sehr gut; kurz vor/während des Eisprung habe ich das Gefühl, dass ich unkonzentrierter, fahriger, gereizter (Impulsivität ist ein Thema) werde und den Eindruck habe das Elvanse nicht mehr so wirkt, wie am Anfang des Zyklus. Ich bin mir unsicher, ob es zuviel oder zu wenig ist, tendiere aber dazu, dass es zuviel ist.

Kurz nach dem Eisprung fahre ich mit den 30 mg wieder ganz gut, vielleicht miminal weniger gute Wirkung, sodass ich in diesem Zyklus überlegt habe, die Dosis DIREKT nach den fruchtbaren Tagen auf 35 mg zu erhöhen, was auch subjektiv gut geklappt hat.

JETZT nähere ich mich aber langsam meiner Menstruation (heute Tag 5-6 VOR Periode) und ich merke das die 35 mg auch nicht mehr so gut wirken wie die Tage zuvor. Würdet ihr hier nochmal für die letzten Tage eine Anpassung auff 40 mg vornehmen? Ich tendiere dazu…

Meine Ärztin lässt mir diesbezüglich freie Hand und vertraut mir, da ich Krankenschwester bin und sie mir medizinische Kompetenz und verantwortungsbewussten Umgang mit Medikamenten zutraut.

Freue mich auf Impulse! Herzliche Grüße die Anne :slight_smile: :slight_smile:

PS: Gerade noch die oberen Beiträge gelesen und von MIGRÄNE kann ich auch ein Lied siegen. Ganz heftig bis in meine späten 20-er Jahre gehabt; jetzt deutlich weniger bis kaum noch vorhanden, hat sich allerdings schon bemerkbar gemacht, seit ich die Pille nicht mehr nehme. Mit Absetzen der Pille kamen aber die krassesten PM(D)S und Menstruationsbeschwerden zurück. Seit ich Elvanse nehme, sind sie weniger doll, nicht deutlich weg, aber ich muss keinen Jahresvorrat Schmerzmittel mehr einwerfen :smiley:

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