Elvanse wirkt bei mir mit der Zeit immer spezieller

Hallo,

Elvanse hat bei mir schon von anbeginn zu unregelmäßigkeiten in der Wirkung geführt. Ich habe mich allerdings nach einer Zeit und inzwischen mit Höchstdosierung damit arrangieren können.

Inzwischen ist es allerdings so, das es die ersten Stunden mit Schwankungen ganz ok wirkt und dann werde ich echt ziemlich müde und ein Gefühl der Unzufriedenheit und innerlicher Anspannung stellt sich ein. Im Prinzip ein Teil der normalen Symptome die ich kenne ohne Medikation.

Ich bin nur dann den restlichen Tag echt müde und gegen Abend bin ich so müde, dass ich Schwierigkeiten habe meine Augen offen zu halten, dies war früher eher andersherum und gleichzeitig kommen die anderen Symptome mit voller Ausprägung zurück und zweitweise ist es zwischendurch sogar so, dass ich das Gefühl bekomme fast sowas wie ne bipolare Störung zu entwickeln. Mit extremen Stimmungsschwankungen.

Stimmungsschwankungen sind mir auch sonst nicht unbekannt, allerdings haben diese ein anderes Ausmaß.

Kennt das noch irgend jemand von Elvanse?

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Same here!
Ich habe das Thema bereits in diversen Beiträgen hier erörtert. Es ist bei mir genauso wie du es beschreibst.
Stimmungsschwankungen gegen Wirkende vom Feinsten. Ich will keinen sehen und hören. Oft ist das leider am Nachmittag während ich noch arbeite und meinen Kollegen fällt das auf. Ich sehe dann auch anders aus! (In mich gekehrt, völlig inaktiv, verhaspel mich oft, mir fallendie Worte nicht mehr ein, bin unsicher)…es behindert mich massiv!

Ich bin bis 70mg gegangen, je höher desto mehr „Absturz“. Ich war garnicht mehr leistungsfähig und ich selbst, war mir fremd. Unglaublich!

Die ganze Symtomebandbreite begann nach ca 1 Jahr mit 50mg einschleichend und ich habe alle Variationen des Medikamentes innerhalb eines weiteren Jahres durch.

Als ich völlig entnervt Elvanse gestoppt habe, sind die Lebensgeister zurück gekehrt! Ich war glücklich, stabil, ausgeglichen, fröhlich, nicht mehr blass und introvertiert sondern offen und herzlich mit rosigem gesundem Gesicht.

Somit habe ich für mich folgende Entscheidung getroffen, die sehr gut funktioniert: ich nehme Elvanse nur bei Bedarf und dann auch nur 30mg. Die 50mg nehme ich bei extrem langen Arbeitstagen und ich splitte nicht mehr! Das hat alles durcheinander gebracht. Mein Arzt sagte auch, dass es Gründe gibt warum das Medi nur 1x täglich genommen werden sollte. Diese Gründe habe ich erlebt, es war sehr unangenehm.

Ganz verzichten möchte ich auf Elvanse nicht aber ich möchte es nicht als Dauermedikation. Mit Pausen läuft es bislang sehr gut :blush:

Es ist mein Weg, der sicher einzigartig ist und den ich niemandem empfehle, der dies nicht mit dem Arzt abgesprochen hat. Denn für manche Menschen ist die regelmäßige Einnahme einfach unabdingbar.

Liebe Grüße v Lea

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Danke dir für deine Rückmeldung. Es scheint zumindest nicht nur bei mir so zu sein. Was schonmal beruhigend ist.

Ich habe schon länger vermutet, dass auch meine, diesmal wirklich langanhaltende depressive Stimmung vom Elvanse mit verursacht wird.

Das komische ist nur, dass ich fast Angst habe es abzusetzten, da es die ersten Stunden in manchen Bereichen hilft.

Ich frage mich jetzt, ob diese Angst vorm Absetzen schon sowas wie Suchtentwicklung ist. Ich habe halt das Gefühl eine Alternative zu brauchen.

Ritalin habe ich bereits einen Monat probiert. Das war auch super gut von der Wirkung, besser als Elvanse. Ich konnte mich viel besser Konzentrieren und fokussieren. Auch bei Aufgaben die ich normalerweise Ewigkeiten vor mir her schiebe.

Nur leider wollte ich dann fast schon zwanghaft bei den Aufgaben bleiben und wurde ungehalten, wenn mich jmd meinte dabei unterbrechen zu müssen. Ich wurde nicht aggressiv oder so aber ich fühlte mich einfach extrem von anderen Gestört.

Ich traue mich jetzt nicht wirklich meinem Psychiater davon zu erzählen, da er dann nachher sagt, dass er mir nichts mehr verschreibt, auch wenn ich dann wieder Medikamente möchte. Ich habe mich schließlich nicht ohne Grund für Medikamente entschieden.

Ja, verstehe ich sehr gut. Hab ich trotz aller Nebenwirkungen auch so gehabt, weil die ersten Stunden des Tages mit Elvanse top waren. Und ich möchte auch nicht auf das Medikament ganz verzichten.
Dennoch sind die Nebenwirkungen ja keine Einbildung und tw schwer zu ertragen.

Ich würde dem Arzt sagen, dass das Medi super wirkt, aber nicht am ganzen Tag. Vielleicht verschreibt er dir eine höhere Dosis oder gibt dir etwas Unretardiertes für den Nachmittag

Nee, würde ich auch nicht. Eher in Richtung der fehlenden WirkLänge argumentieren

Bin gespannt wie es bei dir weitergeht!
Drücke dir fest die Daumen :slight_smile:

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Hallo Lea, älterer Beitrag aber trotzdem sehr interessant für mich :slight_smile:

Ich stelle für mich auch immer wieder fest, dass dauerhaft mit, aber auch dauerhaft ohne nicht so richtig gut geht. Deshalb bin ich froh deinen Beitrag zu lesen.

Kannst du mir grob sagen wie dein Schema so aussieht? Wirklich nach Bedarf oder gibt es ein grobes Schema?

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Hey @JuliOs
Momentan hab ich wieder was umgestellt und bin - weiterhin mit Pausen - mit ca 30-50mg unterwegs.

Aktuell zB beim Fussball, am See, im Urlaub, da will ich mal 'n Bierchen trinken, da nehme ich garnichts. Da stresst mich Elvanse sogar.

Im Job hat sich tatsächlich 2x30 mg bewährt. Kommt immer auf die Anforderung des Tages an. Die Freigabe vom Arzt habe ich hierbei zu variieren.

Anfangs habe ich jede Reaktion genau beobachtet und alles für mich exakt ausgewertet bzw bewertet. Das hat mich enorm gestresst. Dazu dieser extreme Rückzugswunsch bei nachlassender Wirkung.

Aktuell nehme ich Elvanse wenn ich es brauche und an sonnigen Tsgen wie heute garnicht. Da liebe ich den Adhs Flow und auch mal ein Energiebündel zu sein :grin:

Ich glaube, wirklich hilfreich für andere ist mein „Anwendungsplan“ vermutlich nicht, da ich schon sehr oft nichts nehme und mich wohl fühle. Das rate ich natürlich niemandem. Bei den meisten ist die regelmäßige Anwendung einfach am besten.

Ich wünsche dir ein schönes sonniges Rest-Wochenende :yellow_heart:

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Einspruch, ganz leise, aber trotzdem…

Gerade so Erfahrungen zu lesen, empfinde ich als lehrreich. Wie oft stellt sich die Frage, was wäre wenn?

Und dann lese ich, es wurde bereits probiert mit diesem oder jenem Ergebnis.

Mir hilft sowas zur Entscheidungsfindung. Ob es ebenso funktioniert, da ist immer ein wenig Roulette dabei, aber das ist die erste Medi Gabe ja auch.

Ich bin jedenfalls Dankbar für jede Erfahrung, die hier geteilt wird, die guten sowieso, aber auch die schlechten…

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Das freut mich sehr liebe @Silberlocke und ich stimme dir zu.
Danke für dein wertvolles Feedback :hugs:

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da ich ja mittlerweile auch pausen einlege, Sonntags, kann ich z.B von heute berichten. ich bin irgendwie „gleich schwankend?“ den ganzen tag über, werd dann mittags auch erschöpft, wenn ich was für mich anstrengendes mit viel menschen ( markt, spazieren), reizüberflutung gemacht habe, esse halt wesentlich mehr (jede möglichkeit die sich bietet) und die konzentration ist sowieso nicht da und ohweh, motiviert bekomme ich mich kaum noch zu was worauf ich null bock habe. ach ja die reizüberflutung merk ich anfangs noch und dann auf magische weiße nicht mehr und das alles an einem tag ohne elvanse.

habs aber jetzt auch 1 1/2 Jahre ohne Pause durchgenommen, da muss ja dann auch mal eine veränderung eintreten, zum positiven für mich, zumindest empfinde ich das so.

Edit: ich frag mich grad was passiert wenn ich jetzt 1 1/2 Jahre anfang mph zu nehmen, werd ich dann normal? wer weiß. ist ein scherz :joy:

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Hm, ist da jetzt viel von beidem, angenehm & unangenehm, oder lese ich da was verkehrt verwirrt guckt sorry @schlingelprinz

ich nehme das zeug doch um so viel wie möglich im hier und jetzt zu sein und so langsam meine ich, dass es auch außerhalb der Wirkzeit passiert. Wird aber noch Zeit brauchen denke ich.

Unter unangenehm verstehe ich z.B. Reinsteigern in Wut, Sachen kaputt schlagen, letzte Woche der Alkohol Vorfall, gar nichts tun, seinen Körper mit allem mögliche zusätzlich schädigen, die Liste ist lang, ist aber schon weniger geworden. Ach ja ich fühle sogar mittlerweile mehr, halt auf meine Art, keine Ahnung ob das in Verbindung mit Therapie und Medi kommt oder nur durchs Medi, ich glaube es liegt an der Kombi.

Dieser „Ich bekomme gar nichts mehr mit Modus“ ist auch weniger geworden, ich glaube dass ist das aller beste. So stumpf zu sein ist schon scheiße, so Roboter Zombie mäßig.

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Das finde ich eine spannende Beobachtung, Danke, das du auf meine Nachfrage eingegangen bist.

Weiterhin viel Erfolg bei deinen Tests am Sonntag :four_leaf_clover:

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adhs kommt selten allein oder wie sagt man und sobald die komorbiditäten wegtherapiert sind, dann mal weiter schauen, was so übrigbleibt.
ich denke aber ich bin auf einem dicken grünen zweig mittlerweile
mein umfeld das mich jahrelang kennt drückt das zumindest so aus und ich merke es ja auch selber, manchmal zumindest. :grin: :+1:

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Ist man nicht immer irgenwie was am ändenr nach der Zeit weil man was neu haben möchte? :smiley:

Ich bin momentan tatsächlich auch an dem Punkt. Ich stress mich damit die ideal Dosierung zu finden und die finde ich auf Dauer nicht. Zudem fehlt mir was bei längerer Einnahme am Stück.

Also ich scheine auch mit Elvanse das plötzliche Absetzen und das Nehmen bei Bedarf gut zu vertragen. Stand heute :smile:

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