Erhöhter Muskeltonus / Skelettmuskelverspannung

Hallo zusammen,

auch ich bin fast seit ich denken kann verspannt, ich habe viele sehr empfindliche Punkte an der gesamten Wirbelsäule entlang, dennoch mag ich Massagen und/ oder Faszienbälle etc. (Es ist schön, wenn der Schmerz nachlässt :winking_face_with_tongue: )
In den letzten 1 - 11/2 Jahren kamen aber noch heftige Verspannungen der Kiefermuskulatur dazu und vor Kurzem wurde ein degeneratives HWS-Syndrom diagnostiziert. Ich habe jetzt eine Schiene für die Zähne, die ich dauerhaft tragen soll und die den Kiefer entspannen soll, für die HWS bekam ich Physio, die anfänglich in Massagen bestand. Was mir aber aufgefallen ist: Ich hatte den Eindruck, dass die Verspannungen schlimmer waren in Zusammenhang mit Medikinet, spätestens ab 30mg am Tag. Meist tauchten fiese Schmerzen (z.B. Hinterkopf, Nacken, Arm) allerdings ab dem späten Nachmittag auf, wenn ja die Wirkung eigentlich nachlässt. Deshalb glaubte ich zunächst nicht an einen Zusammenhang. Auch blieben die Schmerzen bestehen, wenn ich wegen anderer Erkrankungen eine Medikamentenpause einlegen musste. Nun nehme ich allerdings ein Genericum von Ritalin und auch nur 10 mg (leider keine Wirkung in Bezug auf ADHS) und die Muskelverspannungen am Hinterkopf und Nacken sind wieder deutlich besser, also für meine Verhältnisse „nomal“. Kann da wirklich ein Zusammenhang bestehen? Kennt das noch jemand von Euch?

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Ich hab das im Rebound, wenn meine Ritalin-Dosis zu hoch ist. Das sind dann nicht so sehr die fiesen Schmerzen als eine allgemeine Anspannung, die sich aber natürlich auch in der Muskulatur niederschlägt.
Elvanse ging gar nicht. Da hab ich schon während der Wirkung deutlich stärkere Probleme mit der Muskelanspannung gehabt und auch nachts mit den Zähnen geknirscht.

Hat schon mal jemand von euch Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation getestet?

Hi zusammen,

Was mir enorm geholfen hat waren die Besuche beim Osteopathen.

Nach Schilderung meiner Probleme und Vorgeschichte hat die Osteopathie mein Fasziensystem durch Aktivierung des Parasympathischen Nervensystems aktiviert. Ich war in meinem Leben noch nie!!! So entspannt wie nach der Behandlung.
Ich kann das wirklich nur empfehlen. Psychischer Stress wird im Körper gespeichert, die Aufarbeitung wird durch das einbeziehen des Körpers verbessert.

Falls ihr hingeht, würde ich nicht nur sagen, dass Schmerz XY vorliegt, sondern dass dieser stressbedingt ist und etwas auf die psychische Ebene gehen

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Hier mein Update bezüglich des Muskeltonus und der schmerzhaften Verspannungen: seit meiner Reha nehme ich keine ADHS Medikamente mehr und treibe extrem viel Sport. Joggen, Wandern, angeleiteter Muskelaufbau, Schwimmen, Sauna und Dehnen. Seitdem habe ich keine Schmerzen mehr und fühle mich fit und entspannt. Allerdings sind die ADHS Symptome natürlich wieder da, allerdings in wirklich abgeschwächter Form. Jetzt heißt es nur noch Zucker reduzieren und dranbleiben…

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Bei mir ist es auch so, dass ich mit ADHS Medikamenten meine Anspannung sich ab mittags erhöhte und auch unterschiedliche Schmerzen hinzukamen. Entweder Spannungskopfschmerz, Ichias-Schmerz usw.
Ich vermute, dass es das Nachlassen der Wirkung ist. Warum es dann so extrem wirkt, keine Ahnung.

Aber mein Neurologe meinte, ich solle mal einen Monat keine Medikamente nehmen und mir ging es besser. Ich bin immer noch verspannt und meine ADHS erschöpft mich. Aber diese extremen Schmerzen an unterschiedlichen Stellen des Rückens sind weg.
Ich hatte auch das Gefühl, dass ich mit ADHS Medikamenten abends noch erschöpfter bin.

Als wäre es vormittags geliehene Energie, die mir nachmittags und abends fehlt.
Ich wiege 52 kg und habe es auch mit 50 mg Elvanse getestet.
Damit hatte ich kontinuierlich 12 Uhr Kopfschmerzen.

Ich suche noch nach einer Lösung gegen die Anspannung. Sport hilft immer nur für den Moment.

Auch Verhaltenstherapie soll helfen, hat Dr. Martin Winkler mal in einem Vortrag gesagt.

Lies doch mal nach hier und weiter über die Unterschiede der Präparate mit MPH. Die Wirkdauer kann sehr unterschiedlich sein. Auch ich habe gerade mit Medikinet adult 20mg morgens und 10mg mittags, zwar in den ersten 3-4 Stunden weniger Spannung in den Muskeln, aber beim Rebound und wenn ich es nicht schaffe, genug zu essen bei der Einnahme und wenn die 2.Welle des Retards kommt, bekomme ich starke Schmerzen in den Knien und Beinen, der Lendenwirbelsäule und im Nacken. Wenn ich den Rebound vermeide, indem ich nach 6,5h die 10mg nehme, habe ich viel weniger Schmerzen und auch kein Unruhegefühl. Und ich muss sehr eiweißreich essen, viel Wasser trinken, grünen Tee und Gemüsesaft, dann sind die Schmerzen auch besser.
Ich will jetzt meine Neurologin nach Concerta fragen, weil da das Essen keine Rolle spielt.

@UlBre Bei den Links unter " 22. Wirkstoffspiegelverlaufskurven verschiedener MPH-Präparate" auf der von Merry verlinkten Seite sind leider eine Reihe von Websites nicht mehr erreichbar. Würdest du mal danach gucken? :slightly_smiling_face: