Fehldiagnose ADHS?

Moin,

mir (M/19) wurde vor rund 2-3 Monaten ADHS diagnostiziert innerhalb von einer Stunde mit einem Fragebogen und ein paar generellen Fragen (In meiner Region einfache, schnelle Möglichkeit für Diagnose, Ziel war mehr Klarheit und Medikamente testen). Ich mache mir seitdem extrem oft Gedanken darüber, ob ich es wirklich habe oder nicht, weswegen ich einfach mal ein paar Impulse/Empfehlungen/Fragen hören wollte, was ihr denkt oder wie ich weiter vorgehen könnte (Ich weiß ich sollte ich mich nochmal richtig diagnostizieren lassen, aber ich möchte nicht Plätze wegnehmen, da ich doch relativ gut klar komme mit meinem aktuellen Leben). Vielleicht hat auch einfach jemand Bock mal eine etwas andere Lebensgeschichte zu hören, die vielleicht gar nichts mit ADHS zu tun hat aber ähnliche Auffälligkeiten zeigt.

Ich kann mich nur sehr wenig an die Vergangenheit erinnern, für mich ist meine Kindheit und auch die Mittel/Oberstufe nur sehr vereinzelt anhand von bestimmten Ereignissen in meiner Erinnerung, weswegen ich auch Schwierigkeiten damit habe, bspw. ADHS-Fragebögen auszufüllen (könnte auch daran liegen, dass ich mit etwa 15-16 angefangen habe zu kiffen, im Durchschnitt seitdem so 5 mal im Monat, mal mehr mal weniger, im Moment täglich). Ich habe einfach keine Ahnung, ob ich die Symptome schon früher hatte. Meine Mutter hat gesagt, sie hat in meiner Kindheit nie gesagt bekommen dass ich Schwierigkeiten damit habe, mich zu konzentrieren (anders als bei meiner Schwester), jedoch wurde ihr relativ regelmäßig über mein Sozialverhalten berichtet, im Kindergarten vor allem in Richtung Impulsivität, in der Grundschule dann weiterhin, vermehrt aber auch Schlechter Umgang mit Arbeitsmaterial, vergessene Hausaufgaben, ab und zu Sozialverhalten, viel Kippeln im Unterricht, usw., jedoch nie etwas zu meiner Konzentration. Das einzige was dahingehend (zumindest in meinen Zeugnissen) erwähnt wurde, war dass ich teilweise etwas flüchtig Aufgaben bearbeite und mir gerne Dinge „zwei mal“ erklären lassen. Zuhause war ich immer sehr aktiv, hatte extrem viele Hobbies, habe mich sehr sehr viel selbst beschäftigt stundenlang, Hausaufgaben haben mir oft spaß gemacht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich sehr sehr viel Motivation hatte meine Aufgaben zu machen, weil ich es sehr gerne gemocht habe, Komplimente zu bekommen von Lehrern für meine (schnellen) Leistungen. Klassenarbeiten lagen immer zwischen 1 und 3, vor Klausuren habe ich meines Wissens nach nicht sehr viel gelernt, bzw. deutlich weniger als andere in meiner Klasse.

Das Muster hat sich eigentlich so die Jahre durchgezogen, bin eigentlich bis jetzt glücklicherweise immer durch die Schule „geschlendert“, habe 1-2 Tage vor den Klausuren gelernt und hatte meistens Erfolg. Organisatorisch zwar viel verplant, Hausaufgaben ab der 8. Klasse ungefähr gar nicht mehr gemacht, aber immer ganz gut durchgekommen würd ich sagen. Auch im Abitur habe ich höchstens ein paar Tage vorher für die Klausuren gelernt, unter sehr sehr viel Druck und bestanden. Generell hatte ich schon immer starke Probleme mit dem Prokrastinieren, vor allem beim Lernen von Klausuren, aber auch in Sachen Haushalt machen etc. Mein Vater hatte damals immer Druck gemacht und rumgemotzt und dann habe ich erst angefangen. Privat hat mir meine Mutter sehr vieles abgenommen, hat Jahrelang hinter mir hergeputzt, für mich organisiert und geplant usw., sodass ich einfach das Gefühl habe dass ich das gar nicht gelernt habe, für sich selbst zu sorgen, zu planen und zu organisieren.

Der Grund weswegen ich an der Diagnose zweifle, sind (abgesehen von der schlechten Diagnose) vor allem ein paar Vergangene Erfahrungen und Erlebnisse, darunter auch dass mir meine Eltern sehr sehr viel abgenommen haben (Meine Mutter im Haushalt, und mein Vater mit Stress & Druck von außen). Ich hatte in der Kindheit und auch jetzt noch, immer Probleme damit, nichts zu tun zu haben. Schon im frühen Alter, ging es bei mir los, dass ich Depressionssymptome in Phasen hatte, wo mich nichts begeistert hat. Ich begründe das ganze vor allem damit, dass ich in der Kindheit (vielleicht) viele Ängste/Muster entwickelt habe, vor allem aufgrund von meinen Eltern die EXTREM viel gestritten haben und meinem Vater, der extrem impulsiv war, wahrscheinlich auch Borderline hatte und stark Opioid Abhängig war (mit sehr regelmäßigen Krampfanfällen wegen einer versehentlich doppelten eingenommenen dosis / Kombination mit anderen Medikamenten, Benzos teilweise usw.). Ich habe mich meistens mit irgendwelchen Hobbies von dem Stress zuhause abgelenkt und habe einfach in den Tag hineingelebt. Evtl. habe ich es auch in der Kindheit gelernt, nur unter Druck mich konzentrieren zu können, weil mein Vater immer Stress gemacht hat und ich erst dann mit Zimmer aufräumen, lernen etc. angefangen habe.

Jetzt, wo ich mehr auf mich allein gestellt bin (im Studium, kein Druck mehr vom Vater, da vor 2 Jahren verstorben), kommen die Symptome etwas stärker hervor, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass die Symptome aufgrund von dem Erlebten & Mustern gekommen sind und nicht durch eine grundlegende, angeborene veränderter Hirnstruktur (Wie bei ADHS), da die Symptome dann doch nicht so „nervig“ sind. Hier die präsentesten (ADHS-) Symptome der letzten Jahre und was ich glaube woher sie kommen.

  • Hyperfous: Tritt bei mir am auffälligsten beim Programmieren auf, aber auch weil ich das schon Jahrelang mache und damals schon extrem lange an Projekten gesessen habe, schon mit 10 bis in die Morgnestunden rein teilweise - Kann genauso bei Neurotypischen auftreten

  • Organisationsprobleme: Ich habe oft Dinge, die in der Zukunft liegen, nicht vor Augen, d.h. ich lebe stark im Moment. Bis heute basiert meine Organisation daraus, dass ich wenn es mir zufällig einfällt, auf meinen Kalender gucke (und direkt Sachen eintrage, wenn ich sie gesagt bekomme) und das klappt bis jetzt auch ganz okay. Auf der Arbeit hatte ich ab und zu Probleme damit, dass ich Dinge verlegt oder verloren habe, verschlafen habe, Dinge nicht rechtzeitig abgegeben habe usw. - Einfach in der Vergangenheit nie gelernt sich selbst zu organisieren, da viel abgenommen wurde, hohe Vergesslichkeit auf Grund vom Kiffen, kein Bock-Einstellung

  • Konzentrationsprobleme: Ich habe eigentlich relativ selten Konzentrationsprobleme, mir macht auch das meiste was ich mache Spaß. Da wo ich es heute merke sind teilweise Vorlesungen und halt alles worauf ich keine Lust habe. Mit Elvanse, was ich verschrieben bekomme geht es schon deutlich besser, aber Ampehtamine haben ja generell eine Konzentrationssteigernde Wirkung - Extrem viel Medienkonsum (Netflix, Reels, Pornos, Youtube) seitdem ich etwa 9 Jahre alt bin, seitdem ich 16 bin ziemlich viel Vapen, teilweise kiffen, jahrelang nur das gemacht, was mir spaß macht → antrainiert mich nur auf das zu konzentrieren, bzw. nur das zu machen, was mir spaß macht.

  • Prokrastination: Ich prokrastiniere fast alles, Pflichten, Haushalt, Hobbies die mir Spaß machen, Toilettengänge, Vapen, Essen&Trinken, Hygiene, ALLES. - Jahrelang antrainiert, da kurzzeitige Befriedigung.

  • Impulsivität: Nicht mehr so häufig, ab und zu wütend, kann mich aber mittlerweile gut zusammenreißen, beim Zocken teilweise immer noch starke Ausraster - Mit der Zeit gelernt zu handeln, früher Verhalten abgeguckt von meinem Vater.

  • Hyperaktivität: Bein Wackeln, krumme Positionen auf dem Stuhl, stuhlkippeln, häufige Sitzungswechsel, extrem Starkes Fingernägelkauen seitdem ich 5 bin - Generell angewöhnt um mit Stresssituationen besser umzugehen, Stresssituationen = Ich muss x machen, aber habe kein Bock; ich freue mich auf X, habe aber kein Bock; ich warte auf X, kann die Zeit aber nicht beschleunigen; Ich habe Angst vor X; Evtl. Angststörung

  • Weitere nicht so nennenswerte Symptome: Limerenz, Starke Müdigkeit, depressionen diagnostiziert in Psychotherapie, Mehrfaches Wiederholen von Sätzen im Kopf, damit ich sie nicht vergesse beim Reden mit jemanden, leichte Schwierigkeiten nicht jemanden zu unterbrechen, Probleme morgens aus dem Bett kommen, aber in Vergangenheit nur selten Probleme mit dem Einschlafen (Da am Abend immer sehr tot und kaputt, im Grundschulalter soweit ich weiß stärkere Einschlafprobleme)

Mich regt das einfach Todes auf, dass ich mir nicht im klaren darüber bin, ob ich bis jetzt einfach nur „Glück“ hatte dass ich trotz ADHS noch ganz gut durchs Leben gekommen bin oder ob ich gar kein ADHS habe und mir jedes der einzelnen Symptome einfach nur angewöhnt habe über die Jahre. Beides erfordert dann natürlich auch unterschiedliche Behandlung. Wie schon gesagt, ich möchte einfach nur eure Meinung oder Impulse hören. Ich erwarte keine Fundierte Antwort ob ich ADHS habe oder nicht.

Ich kann dir nach dem durchlesen deines Textes nur sagen, dass ich erstmal so keine Zweifel an deiner ADHS Diagnose hätte.
Im Gegenteil, ich kriege beim lesen hin und wieder leichte hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störung Vibes, inkl. Hochbegabung.
Andererseits widerspricht dem gleichzeitig auch vieles, also ASS.
Hast du dich dahingehend mal informiert, oder ist das komplett abwegig?

Jedenfalls klingt es, als hättest du einige Traumata durchlebt und Verhaltensstörungen, Depressionen und/ oder sowas wie erlernte Hilflosigkeit entwickelt - als Laienhafte Einschätzung.
Ich bin kein Arzt oder Psychologe, bloß beschäftige ich mich selbst sehr stark mit dem Thema Gesundheit, Psyche, Gehirn, Psychologie etc. pp.
Du solltest dich definitiv über kurz oder lang um psychotherapeutische Hilfe kümmern.
Zur Behandlung von ADHS gehört auch Verhaltenstherapie und Lebensgestaltung, die Medikamente sind nur ein (wichtiger) Baustein, um die andere Bausteine zu erreichen, die dein Leben verbessern.

Elvanse würde ich weiternehmen, wenn du der Meinung bist, es hilft dir.
In einem anderen Thread hast du ja von deiner Eindosierung erzählt.
Da liest es sich so, als hättest du bei Dosen bis 40 mg kaum Wirkung gehabt und anscheinend mit Dosen ab 50 bis 70 mg dann schon.
Die Frage die ich mir Stelle ist, hast du eigentlich mit Kiffen vollständig aufgehört und vor Start mit Elvanse circa 3 Monate Abstinenz durchgezogen?
Weil generell hört sich deine Geschichte meiner Meinung nach schon schwer nach ADHS aus dem Bilderbuch an, andererseits verursacht chronischer Cannabis Konsum ebenfalls Symptome die einer ADHS gleichen, die von dir erwähnte Prokrastinantion könnte genau so gut auch von Cannabis ausgelöst sein von der Symptomatik her.
Wenn das Gehirn, das Endocannabinoid System umgepolt ist, killt es 1.) akut und 2.) noch Wochen nach dem letzten chronischen Konsum die Wirkung von Elvanse.
Und auch bei bestehender ADHS, kann Cannabiskonsum die Symptome noch mehr verstärken.
Nicht jede ADHS ist gleich, das ist ein Spektrum. Bei manchen ist es stark ausgeprägt, bei anderen nur sehr wenig.
Es könnte also sein, dass du ADHS hast aber eigentlich nur „wenig“, aber genug um gewisse Verhaltensweisen von ADHS zu haben, dann dadurch zum Cannabis zu greifen als Selbstmedikation, durch diese die ADHS Symptone noch weiter zu verstärken, wo dann der akute Einsatz von Stimulanzien kaum noch Wirkung zeigt, weil der Körper durch den chronischen Konsum auf einem eingeschläferten Level hängt, welcher sich erst nach ~3 Monaten abstinenz normalisiert bei diesem Muster.

Ich find es interessant, wie die Diagnostik abgelaufen ist.
Weil, es klingt nach diesen Startups die jetzt im großen Stil auf Privat/ Selbstzahlerleistung die Leute auf ADHS diagnostizieren, aber als hätte man dir irgendwie dabei gar keine Fragen gestellt.
Viele Dinge über die du dich wunderst, also Thema Konzentration zum Beispiel oder wie du tickst, lebst, fühlst, sind ja Teil der Fragebögen.
Hat dir da keiner was zu der Diagnose erklärt oder zu deinen Symptomen?
Weil die passen halt wie Arsch auf Eimer.

Aber da du selbst zweifelst und berechtigte Einwände aufzeigst, sowie das Cannabis erwähnst, der einhergehende Lebensstil etc., klingt das irgendwie, als hätte das alles miteinander zu tun.
Cannabis ist zwar oft auch die Selbstmedikation von vielen ADHSlern bis zur Diagnose, aber da du selbst sagst, dass die Diagnostik unzureichend war und du auch von vielen anderen Problemen erzählt die sich von der Symptomatik überschneiden, kann die Diagnose auch falsch sein.

ADHS ist eine Ausschlussdiagnose, es gibt keinen Biomarker.
Wenn die Diagnostik „lari-fari“ war (was mich irgendwie wundert denn eigentlich ist das Diagnostik-Verfahren ja vorgesschrieben) und keine anderen akuten Ursachen ausgeschlossen wurden wie z.B. 1.) Cannabiskonsum oder 2.) andere psychische/ somatische Erkrankungen, dann kann sie falsch sein.

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Hallo,

um eine Idee zu bekommen, ob, wie stark und mit welcher Ausprägung du ADHS haben könntest, kannst du den ADHS-Symptomtest auf ADxS.org machen. Es handelt sich um ein Onlinescreening. Eine richtige Diagnostik kann immer nur ein erfahrener Arzt oder Therapeut machen.
Viele User hier im Forum kennen den Test, sodass das Ergebnis hilft, deine Beschreibung besser einzuordnen.

Viele Grüße

Hast du hier nal die Symptome die möglich sind im Forum alle durchgelesen und im Internet mehrere freie Test statt hier so theatralisch?

Ich habe nicht verstanden was refertigt dem Arzt bzw. der Ärztin die Testung als Fehldiagnose => hat keine Ahnung und würfelt Diagnosen weils praktisch ist. .

Weil negative Testungen bringen dem Arzt ja das gleiche Geld wieso sollte er interesse an Fehldiagnosen haben? Oder hast du dort alles manipuliert??? Das deine Zweifel gerechtfertigt wären???

Warst du in einer Hinterhofpraxis, die man nur durch Empfehlungen komischer Menschen bekommt???

Falls nicht würde ich grundsätzlich dem Arzt glauben gibt für mich sonst ja keinen Sinn…

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Seit wann dann soll man hier sein Anliegen nicht mehr so äußern können wie einem danach ist . Da wollte sich jemand was von der Seele schreiben . Ich empfinde alles als wichtige Gedankengänge und da war nichts von überflüssig.

Liebe Kathy es fällt mir in letzter Zeit auf , das du in deinen Antworten oft mit einer kritisierenden Fragestellung einsteigst, die etwas vor den Kopf stoßend wirken.

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Ich finde die Art der Äußerung absolut problematisch als wäre das ein Dchalatan, dann hätte das dem Arzt ins Gesicht gesagt werden müssen und die Diagnose niemals mitgenommen wrtden dürfen.

Ich bin bei Ärzten auch mit voelem nicht einverstanden aber mit Praxis oder Facharzt ist er dazu befugt und da kann man nicht einfach behaupten das die Arbeit und die Begutachtung nicht in Ordnung ist.

Es macht einen Unterschied sich mit einer Diagnose nicht identifizieren zu können und diese auch nicht annehmen, doch dem Arzt zu unterstellen finde ich schon ziemlich unverschämt zumal diese Unterschrift und die Praxis wohl so viel Kompetenz aufweisen das da nichts getauschte in Hinterhöfen vollzogen wurde und ich finde einem Arzt in einer Praxis abzusprechen eine Begutachtung und Diagnose zu stellen etwas ganz anderes als die Diagnose nicht a nehmen zu können und sich nicht darin zu sehen und vieles mehr.

Ich finde das schon respektlos und genau solche Äußerungen im Netz können und wahrscheinlich führen auch dazu das genug Ärzte sich mit vielen Krankheiten und deren Behandlung nicht beschäftigen möchten, wahrscheinlich auch weil es sie verletzen würde und ich habe nirgends gelesen das der Arzt übergriffig oder unethisch oder respektlos war, entsprechend darf man so bitte auch nicht über andere Menschen verurteilend sich äußern.

Wir sollten uns alle etwas mehr vor Augen führen, daß nicht jede Art der eigenen Ausdrucksweise über dritte respektvoll oder in Ordnung ist, gerade bitte dann nicht wenn damit unbescholtene Menschen die man um Hilfe bitte in so einer Art abstempelt und andere das dann auch mitbekommen.

Dabei geht es mir nicht darum mit einer Diagnose sich zu identifizieren oder zurecht kommen zu können, trotzdem bildet die Aussage hier wie sie über den Arzt und die Anzweifelung im Grundsatz einer schweren Beleidigung und das in Misskredit ziehen einer Person, die in einer Praxis sich der Herausforderung stellt Menschen helfen zu wollen, die Ursachen und Möglichkeiten von krankheitsbedingten Problemen in eine Diagnose zu kleiden, die durch einen expliziten Begutachtungstermin auch sehr deutlich eingegrenzt ist weil es wohl ausschließlich um Adhs oder eben nicht ging.

Wie gesagt es geht nicht darum ob jemand das abnehmen kann oder mit der Diagnose für sich umgehen kann, doch wenn eine Testung angestrebt wurde ist auch der positive Ausgang ja nun nichts was von vorne herein als unmöglich galt.

Ich möchte, das man in seinen Äußerungen etwas bedachter ist anderen nichts abzusprechen und damit respektlos und unverschämt zu sein sondern viel mehr dann doch das auf sich und die Fassungslosigkeit mit etwas konfrontiert sieht, in dem sich zumindest im Moment aus eigener Sicht die Diagnose überraschend und für sich falsch fühlend überrumpelt wurde.

Ich weiß nicht was er beruflich macht, aber was wäre wenn ihm/ ihr das absolut abgesprochen wird in der Öffentlichkeit- das ist mein einziges Problem und ich finde es wichtig sich das zu vergegenwärtigen denn vergleichsweise wurde nichts im Ansatz ähnliches beim Arzt verlautbaren lassen und das hinter nem Rücken wenn sich jemand nicht wehren oder erklären kann schwierig, weil sich auch solch eine Art des Umgangs bei stillen Lesern festsetzen könnte und wenns ganz blöde lief dann auch durch Respektlosigkeiten auf Dauer gegen Ärzte richten wenn jemand dann real auch was nicht gefällt.

Deshalb haben wir ja schon solch ein Problem mit Verhalten und Angriffe gegen Rettungskräfte und Feuerwehrleute, dich sich extrem viel gefallen lassen müssen.

Sowas hat wahrscheinlich auch mal „nur“ mit denken und Äußerungen in so viel Respektlosigkeit niedergeschlagen das sie angegriffen, das sie beim Reanimieren und vielem mehr bepöbelt und schlimmeres werden.

Gedanken und Worte werden schneller zu Taten als es uns manchmal lieb ist und dann können wir das eindach nicht mehr umkehren…

Wie gesagt seine Zweifel und Probleme sind damit nicht gemeint aber die Arzt nen Arzt mit Praxis solch verbale Gewalt, Übergriffigkeit und auch Respektlosigkeit gegenüber zu bringen und er kann sich nicht mal dazu äußern.

**
ich habe immer schon gesagt das mir was nichtpasstund auch die Ärztedaraufangesprochenund gebeten das wir da dringenddrüberreden müssen, weil ich in Berichten Dingewie z.B. COPD lass in einer aktut schwern Allergiephase.
Die Ärztinwar damals sehr offen und zugewand, gerade weil ich nicht beleidigend aber kritischprotestiered war und auch äußerte es nichtnachvollziehen zu können und sie glücklich mir ihre Sicht erklären zu können.

Im ZweifelTerminmachen mit der Bitte warum war "so kurzeZeit ausreichen, daßist fürmich nicht nachvollziehbarund macht mir bauchschmerzen/ ich komme damitso nicht zurecht und dann bitten erklärtzu bekommen, warum das so alles ausreichendwar, gerneauch mit der eigenenAussagedas es sich wesentlich umfangreicer und wesentlichzeitintensiver vorgestellt wurde und aktuellauch irgendwiedas eigeneGefühldie Diagnoseals unpassendempfinden läßt. Ich denkeder Arzt erklärtes gerne ggf. hat er auch eine Erklärung warum das so sich teils bei Patienten wie das Impostor Syndrom (Hochstaplersyndrom) anfühlt**

Willkommen, du solltest differenzialdiagnostisch unbedingt eine Borderline-PS berücksichtigen.

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Weil Patienten, die ihre gewünschte/erwartete Diagnose nicht bekommen, sich gerne mal beschweren und schlechte Bewertungen ins Internet schreiben. Wird die gewünschte Diagnose gegeben, dann war der Arzt einfühlsam und kompetent. Ansonsten inkompetent.

Nicht alle Patienten haben eine Wunschdiagnose, aber schon viele. Ich würde auch nicht allgemein unterstellen, dass Ärzte wegen drohender schlechter Bewertungen eher eine Diagnose geben als sie nicht zu geben, aber es mag welche geben, die das tun. Es mag auch welche geben, die glauben, dass Patienten sowieso ihre eigene Wahrheit haben und die Diagnose letztendlich nicht so wichtig sei (ich sehe das anders), oder dass es wichtiger wäre, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, was eher gelingt, wenn man den Patienten bestätigt. Usw.

(Mal ganz zu schweigen von allgegenwärtigen Problemen mit Zeitmangel und fehlender Aufmerksamkeit/Gründlichkeit/Fachwissen in den Arztpraxen.)

Könntest du denn mal gezielt ärztlich oder therapeutisch abklären lassen, ob diese Vorgeschichte eventuell die Probleme verursacht haben könnte?

Generell ist es halt schon so, dass gleiche Symptome verschiedene Ursachen haben können, und nicht alles, was rein symptomatisch wie ADHS oder Autimus aussieht, ist es auch. Deswegen sollen Ärzte ja auch immer die Vorgeschichte anschauen und alternative Erklärungen (Differenzialdiagnosen) prüfen.

Vielleicht hilft es auch weiter, zu schauen, welche Therapie wirkt. Also mal das Cannabis weglassen um zu sehen, wie das Gehirn ohne funktioniert und was sich verändert. Dann mal ein ADHS-Medikament probieren und schauen, ob es wirkt.

Das sind dann alles nur Indizien, wie Puzzlestücke, und am Ende muss man sich sein eigenes Bild daraus machen, so wie es am besten passt. Ich glaube, wenn man sich das Bild gründlich anschaut (also über sich nachdenkt), dann merkt man im Lauf der Zeit, welche Erklärung stimmig ist. Oder man entscheidet sich, einem Arzt zu vertrauen, den man für vertrauenswürdig hält. Auch das kann stimmig sein, aber das Vertrauen muss sich halt auch ergeben, man kann nicht grundsätzlich jedem Arzt vertrauen, nur weil er Arzt ist.

@Kathy
Ich finde deine Reaktion nicht angemessen.
Er hat über den Arzt lediglich geäußert

Das ist keine Herabwürdigung eines Arztes, sondern der sachliche Bericht einer Tatsache.
Ansonsten erzählt er lediglich von sich und dass er sich Fragen stellt.
Wenn das nicht mehr legitim ist, wofür haben wir dann das Forum?

Oder gehts um was anderes, was ich überlesen habe?

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Da es doch relativ Missverständnisse gibt, aufgrund meiner Formulierung zu der Diagnostik ansich: Der Psychater, ausschließlich für privat-zahler, der mich diagnostiziert hat, war mMn durchaus kompetent (abgesehen davon dass 1,5h normalerweise nicht genug sind um sowas zu diagnostizieren). Die Diagnostik bestand aus 1-2 typischen ADHS-Fragebögen, er hat sich meine Zeugnisse durchgelesen, meinen Stammbaum angeguckt und ich sollte sagen, wer in meiner Familie ähnliche Auffälligkeiten zeigt, einen ASS-Test machen (Internet) und noch ein paar Fragen basierend auf den Ergebnissen/Meinen Aussagen.

ADHS Fragebögen waren alle auffällig bis auf einen Punkt zu wenig in der Hyperaktivität. Zeugnisse zeigten kleine Auffälligkeiten (wie oben im Text genannt), Stammbaum ist bei mir sowieso sehr kaputt, da könnte man ohne richtige Differenzialdiagnostik wahrscheinlich bei jedem ADHS-ähnliche Auffälligkeiten feststellen, ASS-Test war sehr unauffällig. Vor allem sozial habe ich dann doch zu wenige Probleme mMn, um einen Hinweis auf ASS zu haben.

Ich denke so eine Diagnostik kann durchaus valide sein, jedoch wurde ich mir erst im Nachhinein, und auch in der Psychotherapie darüber bewusst, dass für mich persönlich eine detaillierte Differenzialdiagnostik nötiger ist als bei anderen, weil ich die Herkunft der einzelnen Symptome vorher nur auf ADHS bezogen habe und nicht auf andere Angewohnheiten/Erkrankungen, etc.

Die Ungewissheit habe ich nicht aufgrund von Mangelnder Kompetenz des Psychaters, sondern aufgrund von Erkenntnissen in den Monaten nach der Diagnostik, auch durch Psychotherapie, die mir erst etwas mehr Klarheit gegeben haben und mich hinterfragen haben lassen, ob die Symptome wirklich durch ADHS kommen.

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In meiner Verwandschaft mütterlicher-seits gibt es viele mit Autismus-Tendenzen, jedoch habe ich bei mir bisher keine Feststellen können. Ich fühle mich normalerweise nicht unwohl in sozialen Situationen, lerne gerne neue Leute kennen und bin relativ extrovertiert. Ich kann auch sehr schnell die Emotionen und Gedanken meiner Mitmenschen einschätzen, auch wenn ich nicht immer basierend dadrauf handle (bspw. merke ich, dass jemand gerade keine Lust hat über ein bestimmtes Thema zu sprechen und wechsel dann das Thema, früher hatte ich aber damit deutlich mehr Probleme). Sprachentwicklung war bei mir immer Altersgemäß und Feste Routinen habe ich absolut gar nicht, bzw. zumindest merke ich nicht wirklich dass ich sie habe, oder dass es sich schlecht anfühlt, wenn ich sie nicht habe. Der einzige Starke Indikator dafür bei mir ist, dass ich nur sehr sehr selten Personen in die Augen gucke beim Reden mit ihnen, und dass ich (wenn ich gerade nicht mit jemanden Rede oder eine Aktivität habe, sehr hilflos durch die Gegend gucke und mich etwas unwohl fühle).

Ich würde jetzt einfach mal nochmal den Autismus Test hier im Forum machen und gucken, wie die Ergebnisse da aussehen.

Ja, vor Start von Elvanse habe ich (in meiner ersten und letzten Beziehung), sehr wenig bzw. gar nicht gekifft. Auch danach habe ich erst langsam wieder angefangen (1 mal die Woche → 2 mal die Woche usw.). Prokrastinationssymptome habe ich schon seitdem ich klein bin, lange vor dem Cannabiskonsum. Meine Vergesslichkeit hatte ich auch schon davor, nur etwas geringer Ausgeprägt.

Wirklich regelmäßig kiffen (jeden Abend), tue ich seit etwa einem Monat, davor im Durchschnitt 2-5 mal im Monat, mit teilweise Pausen von ein paar Monaten.

Den Test habe ich bereits gemacht, und dieser zeigte deutliche Auffälligkeiten, aber wie schon gesagt, der Test berücksichtigt ja nicht die Differenzialdiagnostik, deswegen wurde ich daraus auch nicht schlauer als aus der Diagnostik.

Nochmal: Meine Symptome sind was Fragebögen angeht, fast immer im Stark Auffälligen bereich, nur die Herkunft der Symptome ist das was ich hinterfrage, und ob hier die Antwort ADHS ist. Ich schätze das ganze bekomme ich nur durch eine richtige Diagnostik raus (die hier aber in meiner Region unglaublich schlecht zu machen ist).

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Leider wird die ADHS Diagnostik hierzulande oft sehr unvollständig/oberflächlich durchgeführt. Ich bin auch sehr unzufrieden mit der knappen testpsychologischen Durchführung bei meiner Diagnostik. Psychologen und Psychiater wollen schnelle Abfertigung, schnelle Ergebnisse, schnelles Geld, begreifen jedoch nicht, dass es manchmal um viel mehr geht.

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Mach den Test auf jeden Fall mal.
Ich muss dir ehrlich sagen, ich sehe mich fast 1:1 in deinem Text wieder, also wirklich bei safe 90% sehe ich mich wieder.
Von Verhaltensweisen, über Laster, Umfeld, aufwachsen, Freizeitbeschäftigung etc.
Bei mir ist nur ADHS diagnostiziert und ich bin sehr ähnlich in der menschlichen Interaktion, wie du dich selbst beschrieben hast.
Also auch im sozialen Umgang etc. pp., bloß in die Augen schauen ist bei mir auch absolut Endgegner und noch ein paar andere Sachen, vor allem Rückblickend in die Kindheit.
Beim Autismus Test von adxs.org hab ich 46 von 57 Fragen so beantwortet, wie es für ASS typisch ist.

Daher vermute ich, weil es bei mir auch keine Entwicklungsstörungen gab, ich ziemlich fit in der Birne bin wodurch ich regelmäßig mein Umfeld an die Grenzen bringe (was öfter mal für Terz sorgt) und ich schon eh und je gefühlt zwei Persönlichkeiten in mir drin hatte, dass ich womöglich hochfunktionalen Autismus (oder wohl veraltet Asperger Autismus) habe, in Verbindung mit ADHS Combined Type.
Also AuDHS, wie man es öfter nennt.

Wenn ADHS Symptome die Oberhand haben, konnte ich mit diesen vielen, mutmaßlich autistischen Problemen gut überspielen und masken, generell einfach mehr Stimming betrieben.
Im privaten wars dann meist das autistische Verhalten, mit dem ich Dinge anders gemacht hab, weil ich wusste dass das Verhalten komisch ist, aber außer meiner Familie es eh keiner mitbekommt.
Seit Kindheit habe ich also immer diese zwei Persönlichkeiten in mir gespürt, die fast genau gegenteilig ticken und beide Parts mal mehr, mal weniger aus mir rauskommen.
Gleichzeitig fühle ich auch innerlich seit jeher einen Kampf der Gedanken und Verhaltensweisen im Kopf.

Bzgl. Cannabis hört sich das Muster nicht allzu besorgniserregend an.
Musst halt nur aufpassen, dass die Abstände zwischen beiden Einnahmen groß genug sind und nicht so regelmäßig exzessiv.
Einnahme von Amphetaminen und Cannabis gehen an sich schon mit einem erhöhten Psychose-Risiko einher, die gemeinsame Einnahme ist nochmal kritischer, speziell dann wenn beides hochdosiert eingenommen wird + kein Abstand.
Z.B. morgens 8 uhr Elvanse, dann abends 22 Uhr frühstens Cannabis zum schlafen gehen wäre jetzt nicht das erste mal ärztlich verordnet/ abgesegnet worden.

Da aber all around deine Frage ist, woher die Symptome kommen.
Gute Frage, lässt sich wissenschaftlich wohl noch nicht 100% sicher beantworten.
Es wird ja davon ausgegangen, dass es eine angeborene Entwicklungsstörung ist, die ggf. mit hoher wahrscheinlichkeit auch weitervererbt wird.
Gibt z.B. auch eine Doku die bei 3sat lief, in der unteranderem Niktoin-tests mit Mäusen gemacht wurden und die dadurch ADHS Symptome entwickelt haben und auch die Nachkommen alle ADHS Symptome hatten.
Ich denke, die Forschung hat gar nicht auf dem Schirm, wie verherrend das Ausmaß in Wirklichkeit ist.
Es gibt keine Biomarker, die Forschung von ADHS steckt an sich noch in den Kinderschuhen und die Wissenschaft hat noch nicht auf dem Schirm, was unsere digitale Welt mit dem Gehirn, welches evolutionär noch in der Steinzeit hängt, alles anstellt. Ob jung oder alt, aber gerade die jungen.

Meine ganz persönliche, unwissenschaftliche, quellen-lose Meinung ist:

Ich glaube, das ADHS in erster Linie erstmal eine Entwicklungsstörung ist inkl. Veranlagung durch die Familie, die einfach entsteht oder halt nicht. Es wird niemand nach 30 Jahren einfach ADHS bekommen, davon bin ich überzeugt und ich glaube auch nicht, dass man das bei jedem Kind auslösen kann, vor allem wenn keine Veranlagung in der Familie bestand.
Aber ich mir schon vorstellen kann, dass man diese Entwicklungsstörung womöglich „triggern“ kann, wenn generell eine Veranlagung besteht, wodurch sich das Gehirn dann mit höherer Wahrscheinlichkeit anders entwickelt.

Meine Logik dahinter basiert einfach auf der Annahme, wie Gehirne an sich von Geburt an bis ins höhere Erwachsenenalter reifen und entwickeln.
Vieles, was man dem Gehirn von klein auf beibringt, zeigt, zuführt, vorlegt etc. hat ja maßgeblich Auswirkung auf die weitere Entwicklung.
Seien es nun Verhaltensweisen, Ansichten, Denkweisen, Erwartungshaltungen die vorgelebt werden oder Dinge die man von außen zugeführt bekommt wie Drogen, Umweltgifte, Medienkonsum etc.
Man weiß ja, wie das Belohnungssystem umgekrempelt werden kann durch Drogen, vor allem vor dem 25. Lebensjahr. Nicht nur bei harten Drogen, sondern auch bei sowas wie Cannabis im jungen Alter.
Da denke ich mir … wenn man als Kleinkind bereits am Smartphone oder Tablet hängt und sich diese heutige Reizüberflutung des Internets reinzieht weil die Eltern das zulassen.
Die Dopaminausschüttung die da getriggert wird, mit geringem Aufwand in seiner billigsten Form inklusive Brainrot, in unendlichen Dosen auf Knopfdruck verfügbar.
Auf natürliche Weise würde das erstmal niemals in dieser Form passieren, das ist ja klar.
Aber auch die Reize, die wir bis mitte der 2000er hatten, waren trotz ähnlicher Quellen einfach andere Intensität, und bis dahin gabs ja erstmal eine Steigerung über Jahre.

Kommt ja auch immer drauf an, was man konsumiert.
Die Sendung mit der Maus war auch schon immer bildender als sich Spongebob reinzufahren, obwohl beide vor dem gleichen Konsum-Endgerät sitzen würden.
Die Highlights der 80 und 90er sind ja nix mehr gegen das, was heute abgeht.Da denke ich, als ob da bei gesunden Kindern keine Entwicklungsveränderungen im Gehirn stattfinden KÖNNEN, die die allgemeine Gehirnentwicklung beinflussen, was am Ende einer ADHS-Symptomatik gleiche, auch wenn es keine „echte“ ADHS wäre.
Im Endeffekt wäre sie aber dann doch genau so echt ist, weil es eben keinen Biomarker gibt sondern nur Fragebögen, Anamnese und ein paar Tests.
Oder das eine bestehende Veranlagung einer ADHS Entwicklungsstörung befeuert wird und die Wahrscheinlichkeit stark erhöht ist, ADHS zu entwickeln.
So ähnlich wie bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen, bei der erstmal eine Immunreaktion vorangehen muss, die dann im Ablauf schiefgeht und eine Autoimmunreaktion triggert.

Wenn ich drüber nachdenke, was einem z.B. beim Thema Zigaretten & rauchen vor einigen Jahrzehnten noch eingequatscht wurde, wie toll, cool, gut, gesundheitsfördernd und unschädlich die sein sollen für groß & klein.
Wo es doch so logisch erscheint, dass das nicht sein kann, aber gab halt keine Beweise dagegen bis dahin.
Da kann mir doch nieeemand erzählen, dass das ausgeschlossen ist, was ich hier niedergeschrieben habe.
Die Forschung steckt bei ADHS an sich ja noch in den Kinderschühchen, die haben doch niemals auf dem Schirm, was die Technik und Medien von heute mit einem machen, welche Auswirkungen dahinter stecken.
Studien und Forschung kommen ja jetzt erst die letzten Jahre ganz überraschend darauf, wie stark die psychischen Auswirkungen von Social Media, Internet etc. auf Kinder und Jugendliche sind.
Das hat doch jeder, der sein Gehirn kurz einschaltet, schon vor 15, 20 Jahren gewusst und kommen sehen. Aber es ist erst dann offiziell auf dem Radar, wenns eine Studie gab, die das logische nochmal bestätigt.

Man musste erst durch Studien bestätigen, dass Internet und Smartphone abhängig macht, als sich einfach zu hinterfragen, umzuschauen und auszutauschen..
Heißt nicht, dass da eine Kausalität dahintersteckt.
Aber eine Korrelation ist, finde ich, sichtbar.

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So detailliert und ausführlich wie du schreibst sehe ich das oft bei Menschen mit ADHS.

Wenn du ADHS hast und die Diagnose fragwürdig war hast du ja trotzdem ADHS.

Und wenn ADHs nicht alles erklärt kann man ja trotzdem parallel weiter schauen , man kann sich Läuse und Flöhe und Krätze haben.

Ich hatte eine kurze Zeit zwei Therapien einmal Psychotherapie /ADHS und einmal Traumatherapie. Das half mir nach und nach Symptome voneinander abzugrenzen.

Vielleicht macht es mehr Sinn die Diagnose als solches erstmal zu halten und separat die anderen Them zu beleuchten um mehr Klarheit zu bekommen.

Meine Traumatherapeutin hat ADHS nicht weiter thematisiert aber mögliche Auswirkungen auf die Therapie im Blick gehalten .

Hey!

Vieles deiner Bio liest sich wie bei mir. Durch die Schule geschlendert, nie gelernt, 1er Abi.

Da fiel dann unter den Tisch, dass ich ständig gestört/geredet/was nebenbei gemacht habe. Ich war sehr umtriebig als Kind, habe 150 Seitrn Bücher an einem Tag gelesen, unfassbar viel geredet und bin sozial immer wieder angeeckt, war sehr emotional. Hatte ab Grundschule immer das Gefühl „mit mir stimmt was nicht“

Beide Studienabschlüsse von den Leistungen mit Bestnoten abgeschlossen. Also vermeintlich alles traumhaft und bestens.

Allerdings tauchten mit dem Jugendalter bis in meine 30er endlose psychische Erkrankungen auf: Essstörungen, Selbstverletzendes Verhalten, extremes Klauen in Geschäften, Drogen, Ängste, Burnout, Depressionen. Zweimal ist das in monatelangen Psychiatrieaufenthalten geendet.

Habe mehrfach Borderline diagnostiziert bekommen, weil alles Symptome gepasst haben, mehrere Therapeutinnen aber unabhängig voneinander feststellten, dass die darunter liegende Persönlichkeisstruktur nicht dazu passt.

Da es in meiner Familie einige schwierige Grundvorraussetzungen gab, habe ich diese in jahrelanger Psychotherapie aufgearbeitet. Zusätzlich sehr viele Antidepressiva ausprobiert. Nichts half, bis auf Elontril.

Die Therapien haben mir viel gebracht, aber es blieb immer ein Rest. Ich war weiter dauer gestresst, brauchte extrem lange Regeneration nach vielen Reizen, hatte immer 100 Gedanken gleichzeitig im Kopf, …

Eher durch Zufall kam ich mit 38 auf ADHS. Meine erste Diagnostik war noch weniger umfangreich als deine. Der habe ich nicht getraut und eine zweite gemacht, die war seeeeeehr genau, weil sie zu Forschungszwecken genutzt wird - und am Ende kam dasselbe raus.

Was ich dir am Ende sagen will: Die Diagnose kann richtig sein, du kannst trotzdem gut durchs Leben gekommen sein und dennoch Bereiche haben, wo dir eine Psychotherapie sehr helfen kann, weil es um Dinge geht, die nicht (nur) durch dein Adhs kommen. Man ist ja immer mehr als nur eine Neurodivergenz :slight_smile:

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Mir fällt noch ein, dass es nicht ungewöhnlich ist die Diagnose zu hinterfragen.

Bekommt denn wirklich jeder dort eine AdHs Diagnose ? Manchmal kürzen auch erfahrene Fachmenschen die Diagnostik ab, weil es so offensichtlich ist .

Was steht denn im Diagnosebericht?

Da ich meine Diagnose auch schon mal angezweifelt habe , füllte ich erneut die Bögen aus und hab alles so weit geschönigt und positiv gedeutet , wie es noch so eben der Warheit entsprach und war erschrocken , dass ich immer noch auf ADHS scorte . :cry:

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Herzlich willkommen, @audrey45 !

Ich habe auch mit fast 38 meine Diagnose bekommen.

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