Frage zu Elvanse

Danke euch.
Dann hoffe ich mal, dass es gut laufen wird.

Wie ist es eigentlich mit Geräuschen? Mein Sohn scheint da sehr empfindlich zu sein. Wird man mit Medikamenten weniger empfindlich? Elvanse hat ihm anscheinend diesbezüglich nicht geholfen.

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Bei mir haben sowohl Medikinet wie auch Elvanse sehr deutlich geholfen.

Hallo,

heute bei 5 mg Attentin hatte unser Sohn einen Rebound nach ca 5,5 Stunden.
Bei 1/2 und 3/4 Tablette hatte er keinen. Da habe ich den Beginn und das Ende der Wirkung kaum gemerkt.

Das Problem ist, dass morgen Schule ist, wäre gar nicht gut mit dem Rebound.

Jetzt haben wir überlegt, ihm nach 4,5 Stunden noch 2,5 mg zu geben (würde er in der Pause nehmen), um die Wirkung etwas zu verlängern und den Rebound zu vermeiden. Das müsste doch gehen von der Wirkung her, oder?

hallo @grübeln,
kannst du sagen, wann in etwa die Wirkung morgens eingesetzt hat? Also wie lang nach der Einnahme?

@Daydreamer
Kann ich nicht genau sagen, nach 3/4 - 1 Stunde. Einnahme nach einer großen Portion Müsli, falls es eine Rolle spielt.

ich frage nur, weil ich nehme ja auch Attentin. Die Wirkung kommt sehr sanft, deshalb merkt man es kaum. Ich würde sagen, die Wirkung fängt (bei mir) nach etwa einer halben Stunde ungefähr an, so richtig da ist sie nach einer Stunde. Sie wirkt ungefähr 5h und 30 Minuten oder 5h und 45 Minuten. Ich nehme immer nach 5h und 15 Minuten die nächste, um kein Wirkungsloch zu bekommen.

Die Frage ist halt, wie lang wirkt es bei ihm tatsächlich? Sind es diese 5,5h? Oder lässt da die Wirkung langsam nach…? Denn Attentin wirkt schneller als Elvanse zum Beispiel. Wenn er jetzt nach 4,5h nachnimmt, besteht halt die Gefahr, dass er dann eine Zeit lang überdosiert ist - und das finde ich (hab es bei mir auch schon erlebt) ganz und gar nicht cool. Nicht zu empfehlen, wenn er nicht daheim ist…

Schwierige Situation. Hast du denn das Gefühl gehabt, dass die 5mg besser wirken als 2,5mg bzw. 3,75mg ? Wie hat sich der Rebound gezeigt/ausgewirkt?

Das ist ja das Schwierige bei einem Kind. Er kann es nicht sagen, von außen sieht man es nicht.
Bei 3/4 Tablette haben wir wie gesagt, kein Beginn und kein Ende gemerkt. Heute ganze Tablette, nach 5,5 Stunden Geschrei, Türen knallen, konnte man gar nicht mit ihm reden. (Die Schule würde mich bei sowas gleich anrufen) Wann die Wirkung tatsächlich nachlässt kann ich nicht sagen.

Zur Wirkung an sich:
Bei 3/4 habe ich die Wirkung kaum gemerkt, erst danach als er wieder fordernd, übergriffig wurde, dachte ich: am Vormittag war es doch entspannter.

Bei 5 mg habe ich keinen großen Unterschied zu 3/4 gemerkt. Wir hatten eine Auseinandersetzung, konnten es aber klären. Also lässt mit sich reden, dafür hat es anschließend geknallt.

Schwierig.

Laut Arzt sollen wir sogar bis 7,5 mg hochgehen. Bis jetzt hat er aber die empfohlenen Mengen vom Arzt nie vertragen.

Und das halte ich für das große Problem in der Eindosierungsphase. Wenn das in der Schule passiert…
Ich meine, ich kann nur von mir selbst sprechen, wie es bei mir war (mit 30). Aber bei einem Kind ist das sicher nochmal etwas anders - da habe ich aber leider keine Erfahrungswerte.
Wie lang hat er denn die jeweilige Dosis immer genommen? Also wie viele Tage eine 1/2 Tablette? Und wie viele eine 3/4? Habe ich das richtig verstanden, dass er heute das erste Mal eine ganze bekommen hat?

Ich weiß nicht - wie laufen solche Situationen denn ab, wenn er keine Medis genommen hat? Könnt ihr solche Auseinandersetzungen dann auch so gut klären?
Denn wenn nicht, dann könnte man vielleicht annehmen, dass die Wirkung schon da ist…

Vielleicht können @Falschparker oder @Nono noch etwas dazu sagen?

1/2 Tablette Sa + So
3/4 Tablette Mo - Fr
Ganze Samstag + Sonntag, sollten und wollten jetzt eine Woche lang geben, nun habe ich Zweifel.

Am Samstag war hier ähnlich schwierig gegen Mittag. Ich dachte er war gestresst nach dem Einkaufen. Anscheinend war es auch ein Rebound.

Wie macht sich das bemerkbar?

Das Problem ist, man kann ja nicht das Kind ewig zum Eindosieren zu Hause lassen. Wir sind schon seit drei Monaten dabei und finden nicht das richtige.

Ich fange dann an innerlich zu zittern, manchmal auch nach aussen hin, einem Arbeitskollegen ist es letztens aufgefallen, er weiß aber nicht über meine Störung Bescheid. Ich fühle mich einfach überdreht, kann es aber einordnen und regulieren, ich weiß ja wo es herkommt. Ich denke, das ist der große Unterschied zu einem Kind, er agiert eben einfach so, wie es ihm gerade geht und fertig. Ich nehme zwar Elvanse, das weißt Du ja, aber ich denke die Symptome bei einer Überdosierung sind zumindest ähnlich. Wie ich Dir bereits geschrieben habe, fange ich bei einer Unterdosierung ganz leicht an, Grimassen zu ziehen oder ich habe zumindest wieder diesen angestrengten Gesichtsausdruck, wo andere zu mir sagen: warum schaust du so grimmig? Dabei ist dem gar nicht so, sondern es sind einfach verspannte Gesichtszüge, weil ich Probleme mit meiner Unkonzentriertheit habe.

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ich fürchte, damit wird es noch schwieriger einzuschätzen. Möglicherweise muss der Körper sich auch erst einmal daran gewöhnen? Jemand sagte einmal „Stimulanzien sind wie eine Brille fürs Gehirn“. Dieses Bild finde ich sehr gut um es zu veranschaulichen: wenn man eine neue Brille bekommt, ist es die erste Zeit auch komisch, weil man auf einmal klarer sieht. Bekommt man Stimulanzien, ist es ähnlich (also meiner Erfahrung nach). Man merkt, dass es „anders sein kann“ und das ist eventuell die ersten Tage ungewohnt… weißt du was ich meine?

Und wenn man jetzt zu schnell aufdosiert, dann kann es halt passieren, dass der Körper sich an die „aktuelle“ Dosis noch nicht richtig gewöhnt hat und man die richtige Dosis verpasst… und wenn er die 3/4 Tablette nur von Montag bis Freitag bekommen hat, könnt ihr dann wirklich beurteilen, wie es gewirkt hat? Ich meine, wenn er aus der Schule kam, war die Wirkung doch schon weg - oder hatte er schulfrei?
Was, wenn die 3/4 Tablette schon eine gute Dosierung war? Ich bin natürlich kein Experte, das sollen jetzt nur Denkanstöße sein, die euch vielleicht (hoffentlich) irgendwie weiter helfen…

Naja, also ich bin ja eher der unaufmerksame Typus, also „der Träumer“. Bei mir wirkt sich das ADxS auch auf die Wachheit aus. Sprich: ohne Medikamente könnte ich theoretisch deutlich mehr schlafen. Und wenn ich überdosiert bin, dann kommt diese Müdigkeit zurück. Und zwar so krass, dass ich dann zu nichts mehr in der Lage bin und im Stehen einschlafen könnte… (das ist mir einmal beim Auto fahren passiert: ich hatte mich verrechnet, die Attentin eine halbe Stunde zu früh eingenommen - somit hatte ich statt der 5mg eine halbe bis dreiviertel Stunde 10mg intus, was für mich viel zu viel ist. In dem Fall half nur noch laut Musik hören und im Rhythmus kräftig auf meine Oberschenkel zu klopfen, bis ich den nächsten Rastplatz erreicht hatte um zu warten, bis die Überdosierung nachlässt :see_no_evil:).
Es ist dann so, als hätte ich Watte im Kopf, klar denken ist dann für mich nicht möglich und selbst anständig sprechen fällt mir dann schwer - also gar nicht cool. Und wenn ich mir vorstelle, das würde mitten im Unterricht passieren (vor allem, wenn man das nicht kennt) … ich meine, das wirkt sich bei jedem anders aus, aber schön wird das sicher keiner finden…

Montag und Dienstag war er in der Schule mit 3/4 gereizt und impulsiv.

Mittwoch bis Freitag war er zuhause.
Die Wirkung war kaum zu merken (im Vergleich zu MPH und elvanse, da war er irgendwie ruhiger, hat viel gemalt), er war er selber und wir hatten einfach angenehme Zeit. Am Nachmittag habe ich wieder das negative gemerkt und gedacht, dass es mit der 3/4 Tablette entspannter war.

Bei 5 mg war es gut. Er war aber mehr für sich selber, weniger aktiv, hat in seinem Zimmer mit den Autos gespielt. Also hat sich etwas zurückgezogen, sonst keine Veränderungen.

Das mit Grimassen hat er jetzt permanent. Oder erst am Nachmittag? Bin jetzt unsicher. Abends auf jeden Fall noch mehr. Bei elvanse hat er nur sein Gesicht verzogen, jetzt verzieht er auch seine Schultern und bewegt seine Arme so eigenartig.

Danke euch @Daydreamer @MaSc

Schwierig, egal wie man es macht. Muss mir bis morgen früh was überlegen, vielleicht erstmal bei 3/4 Tablette belassen.

Also so ganz leichte Tic-artige Anwandlungen oder auch Aggressionen hatte mein Sohn auch manchmal bei einem Medikamentenwechsel oder einer Steigerung. Ging nach ein paar Tagen weg.

Ich würde auf jeden Fall auch sagen lieber langsamer steigern als zu schnell.

also ich würde halt entweder bei der 3/4 bleiben und schauen, wie es die nächsten Tage ist, oder eben doch die 5mg probieren (dann aber eher nicht eine zweite Dosis nehmen lassen). Die Frage ist halt, was ist in der Schule schlimmer (das kann ich nicht beurteilen):
dass er gereizt und impulsiv ist, oder dass er einen Rebound bekommt? Solang man nicht weiß, wie lang es wirkt ist es halt echt schwierig zu sagen, wann er nachnehmen sollte. Und: müsste er das dann selbständig tun oder gäbe es in der Schule jemanden, der ihm die zweite Dosis geben kann?

Puh, alles nicht so einfach. Ich wünschte, es gäbe da ein Patentrezept dass man sagen kann so und so funktioniert es… aber leider ist es nicht so einfach.
Ich halte euch aber alle Daumen, dass es gut wird. Ihr schafft das, da bin ich mir sicher :slight_smile:

Ist ja schon schwierig bei sich selber zu erkennen, was richtig ist - und wie dann bei einem anderen Menschen, wenn man die Medikamente selber gar noch nie genommen hat…

Elvanse ist besonders schwer und Attentin einfach auch recht subtil…