Fragen zur Eindosierung mit Ritalin Adult

Hallo zusammen,

ich hoffe ich habe anständig gesucht und somit eine 1000x gestellte Frage zum 1001x gestellt :wink:

Ich nehme seit zwei Wochen Ritalin Adult (Ich frühstücke nicht, daher kein Medikinet). Angefangen mit 10mg Morgens und nun 20mg Morgens. Nun haben sich die ersten Fragen aufgetan.

  • Nach 3-4 Stunden spüre ich eine Unruhe und bin ich wieder anfälliger für Reize/Geräusche. Ich denke hier hat der erste Teil nachgelassen und es kommt der Übergang zum zweiten Teil des Wirkstoffes?

  • Gegen Spätnachmittag habe ich immer mit roten/heißen „Backen“ zu kämpfen → Nebenwirkung mit der ich Leben kann :slight_smile: Wollte nur wissen ob ich allein mit diesen Effekt bin.

  • So wie ich gelesen habe, empfiehlt es sich in der Regel für den Nachmittag nach 5-6 Stunden „nachzulegen“? Achtet ihr hierbei auf bestimmte „Zeichen“ des Körpers? Habe Nachmittags/Abends noch Probleme und werde dies zukünftig mal versuchen damit in den Griff zu bekommen.

Ansonsten kaum Nebenwirkungen (trockener Mund, vor allem Abends) und bin daher schon mal positiv gestimmt :slight_smile: Rebound hält sich anscheinend auch in Grenzen.

Grüße,

bernard

@bernard Grüß Dich!

Ich kann Dir nur meine Erfahrung mit Medikinet mitteilen…
Rotbäckchen mit Hitze hatte ich auch eine zeitlang, ging aber nach ein paar Wochen wieder weg. Wann genau, nach der ersten Einnahme damals, kann ich Dir leider nicht mehr sagen. Ich erinnere mich nur daran, weil Du es jetzt erwähnt hast.
Wenn bei mir die Wirkung des Medikinet retard ging, war es mehr als deutlich: ich wurde so extrem müde, das ich mich hinlegen musste oder das dringende Bedürfnis hatte, mich hinzulegen…egal wo ich ging oder stand, ich wollte einfach nur auf die Couch oder ins Bett.

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Müdigkeit verspüre ich keine besondere - ich werde mal gezielter darauf achten.

Ansonsten lese ich mich noch etwas (beansprucht leider viel Zeit sämtliche Foren/Gruppen zu durchforsten. Vor allem finde ich wenig zu Ritalin. Aber da Medikinet ja ähnlich ist werde ich in der Richtung auch noch lesen. Parallel habe ich natürlich bei meiner Ärztin angefragt :wink:

Ich werde evtl. eine Woche nochmals nur 10mg Morgens versuchen um zu sehen, wie es dort auf längeren Zeitraum ist. Die 2-3 Tage waren nicht so repräsentativ.

Ja wir sind hier nicht so extrem streng bezüglich der Einhaltung der Topics. Aber oft lernt man auch was aus den Abschweifungen… kann ja trotzdem relevant sein…

Nebenwirkungen können sich im Laufe der Zeit geben. Wenn man Nebenwirkungen vermeiden möchte, kann es hilfreich sein, erstmal die Dosis zu reduzieren und ggf Kapseln zu teilen. Meist ist es kein Dauerzustand sondern der komfortablere Weg zum Ziel.

Ich bin damals nach einem Tag wieder von 20mg Medikinet auf 10 zurückgegangen, gefühlt war ich überdosiert, auch Zittern, Unruhe, totale Hibbeligkeit…zum Schluß war ich bei 5mg morgens, aber dafür bei weitem kürzere Abstände, da ich immer wieder in Müdigkeitslöcher gefallen bin. Schlußendlich bin ich dann auf Elvanse umgestiegen, aber das hatte andere Gründe.
Die richtige Dosis bei Stimulanzien zu finden, kann etwas dauern…ich möchte Dich da gewiss nicht entmutigen, etwas Geduld ist eben nötig, aber dann wird der Alltag besser, bei weitem!

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Du entmutigst mich in keiner Weise. Es ist ein Geduldsspiel und man sollte einfach nicht zu viele Versuche mit unterschiedlichster Dosis in kürzerer Zeit machen. Da dreht man sich nur irgendwann verzweifelt im Kreis :slight_smile: Ich achte mehr auf die Zeichen und notiere nun auch des öfteren etwas. So lässt sich sicher einfacher etwas „ableiten“.

Es ist nun wieder einige Zeit vergangen und ich habe nun wieder neue Erkenntnisse.

  • Immer wenn die Wirkung nachlässt bekomme ich Hunger
  • Müdigkeit ist nun auch plötzlich vorhanden.

Dies nehme ich mal als Anzeichen für das Wirkungsende und eintretenden Rebound. Hunger kommt auch dazwischen mal. Denke wenn bei Ritalin Adult der „erste Teil“ weg ist und es an die zweite Ladung geht. Hier bin ich auch kurzzeitig geräuschempfindlich und schnell überfordert.

Hatte es wohl auch geschafft mich irgendwie über zu dosieren. Bin später aufgestanden und habe wohl die Mittagsdosis zu früh genommen, da hat sich wohl die Wirkung etwas überlagert und es ging mir überhaupt nicht gut. Ich sah auch laut Augenzeugenberichten nicht so gut aus :smiley:

Ich denke mal ich komme so auf 4-5 Stunden mit einer Kapsel (20mg) und lege nun lieber etwas später 10mg nach.

Für mich heisst es weiterhin beobachten, beobachten und beobachten :slight_smile: Ist eben alles schwer zu beurteilen.

Nach 30 Tagen gebe ich mal wieder ein Update - es hat sich wohl etwas verändert (gefühlt).

Aktuelle Dosierung: 20/20/0 Ritalin Adult.

Ich nehme nun seit Wochen verstärkt ein Rauschen in den Ohren war. Eine Art Tinnitus. Verstärkt beim Einschlafen und Morgens. Auch wenn scheinbar die Wirkung abflacht. Lt. Arzt kommt es nicht vom Ritalin. Werde also mal beim HNO vorbeischauen. Vor Diagnose/Medikation ist mir ein solches Rauschen nicht aufgefallen.

Wie wichtig ist der Schlaf? Ich komme teilweise sehr schlecht aus dem Bett und bin irgendwie noch mehr Morgenmuffel als sonst :frowning: Frau und Kinder sind dann natürlich die Leidtragenden.

Verdauung hat sich auch geändert. Anfangs eher Verstopfung - nun habe ich meistens Durchfall bzw. dünneren Stuhlgang.

Manche Situationen/Dinge ziehen mich aktuell etwas leichter runter, da muss ich unbedingt aufpassen.

Grüße,

Bernard

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@bernard
Mess mal bitte Deinen Blutdruck wenn es rauscht. :wink:
Und könnte da Kaffee mit im Spiel sein, oder andere stimulierende Lebensmittel?

Und sprich mit Deinem Doc über unretardiertes MPH für den Abend.
(Musst Du aus der eigenen Tasche bezahlen, aber es entspannt die häusliche Situation wenn du quasi den Fokus wieder zuschalten kannst. Gerade Frauen neigen ja dazu schwere Themen auf den Abend zu legen und wenn Du dann verpeilt zuhörst endet das meist in Verdruss).

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Haha… ja… ganz richtig… insbesondere wenn erstmal die Kinder im Bett sein müssen…

Blutdruck behalte ich im Auge - bisher nicht auffällig gewesen. Kaffee versuche ich soweit wie möglich zu vermeiden. Meistens 1-2 Tassen nach dem Aufstehen und somit vor Einnahme der Medikamente. Dann gäbe es da noch Nikotin, also Rauchen, als Stimulanz. Seit MPH rauche ich mehr…

Das mit dem unretardierten MPH werde ich beim nächsten Termin ansprechen. Immer gut ein kleines Notfallmittel zu Hause zu haben. Kommt ja dann doch manchmal vor, dass ich die zweite Dosis vergesse zu nehmen (weil doch länger unterwegs als gedacht) und somit kann man die Probleme mit Abendessen, Bett bringen usw. gut abfangen ohne im Bett zu stehen.

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Ich mache mir jetzt am Wochenende wieder Notizen bzgl. Dosierung und Empfinden. Bis zum nächsten Arzttermin habe ich dann wieder ein bisschen Infos zusammen. Vielleicht ergibt sich das ein oder andere Indiz und Erfahrungswert. Habe bei der Eindosierung schon mal angefangen eine Art Meditagebuch zu führen aber irgendwie dann aufgehört :sweat_smile:

Ich bleibe jetzt jedenfalls im Bereich von 20mg Morgens und teste die optimale Nachmittagsdosis. (10 oder 20 mg). Zur Verteidigung: Ich habe einen Spielraum von max. 40 mg täglich seitens der Ärtzin.

Letztens war der Termin beim Arzt und ich kann wiedermal ein „Update“ oder wie auch immer liefern :smiley:

Unverändert: Aktuelle Dosis (Ritalin Adult) 20-20-0. Da es gefühlt soweit gut läuft (bis auf den Abend) soll ich jedoch zusehen, dass ich die Nachmittagsdosis reduziere. (lt. Arzt). Mir waren bisher aber 10mg Nachmittags zu wenig. Es gab nun den Vorschlag Morgens weniger als Nachmittags zu nehmen, also 10-20-0. Eine derartige Konstellation ist mir noch nicht untergekommen und ich bin daher etwas skeptisch.

Hatte über eine Woche 30-10-0 anstatt 20-20-0 versucht, der Rebound fiel heftiger aus und gefühlt sind die 10mg ganz schnell verpufft… Das war auch nicht das wahre.

Unretadiertes MPH (für den Abend) habe ich angesprochen und ist prinzipiell möglich. Aber evtl. erst zum nächsten Termin.

Nun die Fragen: Ist es wirklich nicht optimal, wenn die zweite Dosis nicht geringer ausfällt als die Erste? Was ist von dem Vorschlag 10-20-0 zu halten?

Grüße,

bernard

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Morgens 10 - das habe ich jetzt nicht verstanden. Aber ich bin ja nicht dein Arzt. :adxs_gruebel:

Wenn du unretardiertes MPH dazu kriegst, könntest du ja auch mittags eine 10-er Ritalin Adult und gleichzeitig 5 mg unretardiert nehmen, das wäre dann wie eine 20-er-Kapsel in der ersten Phase und wie eine 10-er-Kapsel in der zweiten Phase, verstehst du was ich meine?

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Wie wäre es mit 30/20/0? Ich finde es aus meiner Sicht komisch, wenn die erste Dosis niedriger als die zweite ist und habe es so noch nie gehört. Aber wenn es für dich so die Lösung ist, lass uns bitte wissen.

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@Falschparker Ich finde den Vorschlag ja selber komisch, morgens weniger zu nehmen. Er resultiert daraus, dass gefühlt Familienalltag fordernder ist als die Arbeit.

@allmighty 30/20/0 müsste ich mit dem Arzt absprechen - würde mir eventuell eher einleuchten, aber ich darf/soll aktuell nicht über 40mg am Tag.

Ich kann es ja mal für eine Woche versuchen - das „schadet“ ja nicht. Komisch bleibt es trotzdem :slight_smile:

Mit dem Unretardiertem würdest Du aber zwangsläufig über die 40mg kommen… :face_with_raised_eyebrow: Aber eine Grenze bei 40mg zu setzen halte ich generell für Willkür.

Lass Dir beim nächsten mal einfach eine 100er Schachtel MPH 10mg aufschreiben.
Meine Packung habe ich seit ~November und da ich es immer nur bei Bedarf nehme (wichtige Gespräche ausserhalb der Wirkzeit vom Ritalin adult, nächtliches Autofahren, Ablage von Unterlagen, etc.) sind noch gut 70Tabletten da. Es ist der Gürtel zu den Hosenträgern, dein Fangnetz und doppelter Boden.
Vielleicht stellt sich damit aber heraus das für dich ein 20/10/10-Schema funktioniert.
(Dein Arzt hat schon recht wenn er sagt das Arbeit und Familienalltag unterschiedlich belasten).
Oder das es dich komplett zerscheppert und du weißt das Du dann nicht einschlafen kannst.
(Bei mir eher das Gegenteil, wenn ich wegen dem Gedankenkarussel nicht einschlafen kann wirkt eine zusätzliche Einnahme wahre Wunder).

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Verstehe ich auch nicht warum ich weiterhin nicht über 40mg soll/darf. Evtl. weil es ja soweit gut läuft (Außer Abends - was ja klar ist, irgendwann ist die Wirkung weg aber der Tag mit drei Kindern länger als der eines Singles ;)) Vermutlich habe ich mich einfach falsch ausgedrückt :face_with_raised_eyebrow: und zu wenig gejammert.

Am unretardiertem werde ich dranbleiben und festhalten. Hier lassen sich Prima Lücken überbrücken oder mal eben spontan eine Wirkung erzielen, wenn benötigt.

Ich habe jetzt noch bis Ende März Zeit für einen Telefontermin (Quartal wegen KV Karte…) und kann nochmals Rücksprache halten. Habe 10mg und 20mg von Ritalin Adult zu Hause und bin damit sehr variabel.

Die Nachmittags 10mg retardiert fangen leider die Spitzen nicht ab, vor allem gegen Wirkende. Mit Spitzen meine ich Situationen, welche mich im Alltag überfordern und dann mal schnell entgleisen lassen. Davon ist immer was geboten, wenn es z.B. Bettgehzeit bei den Kindern ist :wink: Teilweise war auch das Einkaufen unter 10mg schon wieder recht überfordernd. Das mal als Beispiele.

Ich komme ja maximal bis 19 Uhr - aber da ist dann schon gut Schluss. Zeitlich fällt das Wirkende immer unpassend :smiley: Da ich im Homeoffice bin fange ich zwischen 8:30 und 9:30 mit der ersten Kapsel an und dann gibt es eben zwischen 13:30 und 14:30 den Nachschlag. Wenn ich wieder im Büro wäre käme ich gar nicht um eine Dritte Dosis rum, da sich alles nach vorne verschieben würde. (z.B. 6:30 11:30 15:30 → versorgt bis 20:30)

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Ich hab nun ein bisschen überlegt und „rumgerechnet“ und werde nun folgende Vorschlag beim Arzt besprechen.

Das Wirkende fällt des öfteren immer in eine „kritische“ Situation bei mir. Dann wäre es ja eigentlich das Beste dieses zu verschieben bzw. die „Hauptwirkung“ in dem Zeitrahmen zu haben. Es ergibt sich folgende Möglichkeit: (Ritalin Adult) 20 mg um 7:00 - 10 mg um 12 Uhr und nochmals 10 mg um 17:00 Uhr. Somit bin ich bis 22 Uhr versorgt und ich decke den Zeitrahmen 17:30 bis 20:30 (größer gehalten, da variabel) mit einer Wirkung ab.

Wäre das ein/e sinnvoller Kompromiss/Idee?

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OK vom Arzt ist da. Werde nun beide Varianten (10/20/0 und 20/10/10) für einen längeren Zeitraum probieren und mich für die (vorerst) bessere Lösung entscheiden :+1:

Ist eine dreimalige Gabe von retadierten MPH wirklich so außergewöhnlich? :face_with_raised_eyebrow:

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