Ist ja zum Glück Ansichtssache- meine eigene Erfahrung ist leider mehr als negativ.
Das ist allerdings keine ADHS spezifische Reaktion.
@Nelumba_Nucifera Das du dir so viel Mühe gibst, kann ich zwar verstehen. Aber eigentlich ist Diskretion in einer Apotheke eine Selbstverständlichkeit. Wer Antiepileptika abholt oder Potenzmittel, will ja auch nicht dass alle es wissen.
Aber selbst wenn andere Kund/innen mithören - je weniger man Aufhebens drum macht, desto weniger Leute bekommen überhaupt mit, dass es sich um etwas Spektakuläres handeln könnte.
@Hummelbienchen Die Leute sehen, dass du ein Medikament nimmst, aber doch nicht welches?
Das war mir gar nicht mehr bewußt, dass in Deutschland ja jeder mitkriegt, was für Medikamente man kriegt!
Ich lebe in Irland, hier schickt der Arzt das Rezept direkt an die Apotheke, und bei Wiederholungsrezepten ruft man vorher an oder schickt einen Text. Die Medikamente sind dann in einer Tüte mit Namen drauf.
Danke fürs Kompliment!![]()
Aber es ist nunmal nicht die Pille .
Ich habe meine Gründe (vor allem beruflich) warum ich das so mache und habe das für mich gut abgewägt.
Es weiß so gut wie keiner von meiner Diagnose auch das habe ich bewusst so abgewägt.
Wenn ich in die Apotheke nicht hier vor Ort sondern direkt neben meinem Psychiater gehe ist mir das egal und genieße es dass es unkomplizierter ist.
Ich vermeide es immer, dass einer die Einnahme mitbekommt, damit es garnicht erst zu Fragen kommt.
Diskretion ist ja bis zu einem gewissen Grad auch da , aber dass sind ja Medikamente wo nicht im vornherein klar ist , dass jemand Diskretion möchte .
Die Packung landet dann ja normal auf dem Tresen und ist sichtbar.
Da ich weiss wen
ich in welcher Apotheke treffen kann und da da ein Personenkreis dabei ist , der diese Medikamente kennt , der Aufwand mit der Diskretion .
Zum Glück bekomme ich ja jetzt meist meine Medis zugeschickt oder hole sie direkt beim Arzt vor Ort.
Wenn die Leute die Diskretion / Abstand einhalten dann bekommt man nicht so viel mit , aber wenn alle Schalter belegt sind kann man schon sehen was jemand bekommt.
Also ich persönlich bin in der Apotheke, aber auch "wo auch immer ich an irgend einer Kasse anstehen muss, GENERELL eigentlich ehr UNFREUNDLICH gegenüber fremden Menschen, und vor allenDingen, „wenn mir diese zu dicht auf die Pelle rücken“.
Und von daher ist es dann meistens so das sich eh fast niemand in meine Nähe wagt.
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Von daher, vielleicht bist Du Liebe @Froni ja auch generell gegenüber Hunz und Kunz zu freundlich?, weil Du nie gelernt hast wie man Grenzen zieht?.
P.s.
Jedenfalls genügt es meistens schon wenn ich jemand einen „gewissen Blick“ zusende um „die Grenzen abzustecken“, so das ich meistens nichts mehr sagen muss um klar zu machen, dass es besser ist sich nicht mit mir anlegen zu wollen.
Und vielleicht musst Du daran noch ein bisschen arbeiten, um Dir genügend Respekt zu verschaffen.
Aber jetzt gute Nacht.
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Liebe Nelumba,
ich erinnere mich an eine Erzählung meiner Mutter, die in den 60ern Camelia Damenbinden „verschämt“ nutzte und sie in einer „diskreten“ Verpackung in einer Apotheke ausgehändigt bekam. Damals erhielt man sie noch nicht in Drogerien, Supermärkte oder Drogeriediscounter gab es noch lange nicht. Das Thema „Intimhygiene“, weiblicher Körper galt noch als Tabu, war „schmutzig“.
Stichwort Kirche: Frauen durften in der katholischen Kirche während ihrer Periode keine Kirche betreten, oder nach einer Geburt solange, bis sie nicht mehr bluteten und „ausgesegnet“ waren. Da stellen sich die Nackenhaare ob dieses misogynen Weltbildes hoch, gell? In meiner Jugend (80er) war das natürlich schon deutlich gelockert, aber noch weit davon entfernt, wie es heute ist. Ein langer Weg, der noch lange nicht beendet ist.
Mir ist trotz allen theoretischem Wissens, seitdem ich diese Geschichte von meiner Mutter hörte, erst so richtig bewusst geworden, was das bedeutet. Und ging von da an ganz betont offen mit dem Thema um. So manchem Menschen trat die Schamesröte ins Gesicht, wenn ich zum Beispiel nur über Menstruationsbeschwerden sprach. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Noch in den 80ern. Und auch später noch.
Und heute wird damit deutlich offener umgegangen, trotzdem gibt es teilweise immer noch eine demütigende Haltung, die besagt, dass betroffene Frauen, die unter Dysmenorrhoen oder PMS leiden, entweder hysterisch seien, oder eine Ausrede bräuchten. Ich gerate dabei regelmäßig in Harnisch. Was ich damit sagen will, ist klar, nicht wahr? -
Zum Thema Stimulantien, das Muster der gesellschaftlichen Vorurteile ist vergleichbar. Ich nehme selbst Elvanse, bekomme selbst, und auch in meiner beruflichen Tätigkeit als Schulkrankenschwester in einem Internat, wo ich unter anderem sehr viele SchülerInnen mit medikamentöser Therapie, sowohl aus dem Stimulantien, als auch Nicht Stimulantien Bereich betreue. Ich bin seit 3,5 Jahren dort und schätze die bisherige Gesamtzahl auf etwa 60.
Das heißt, ich erlebe sehr unterschiedliche Reaktionen von außen. Sie sind sehr unterschiedlich, Ablehnung oder Abwertung aufgrund fehlendem Wissens, Vorurteile, oder schlicht Überlastung. Aber auch Neugierde, Mitgefühl, Interesse, positive Hilfsbereitschaft, Verständnis. Als ich meine Tätigkeit aufnahm, war die grundsätzliche Stimmung unter den betroffenen SchülerInnen gedrückt, ängstlich, massiv darauf bedacht, ihre Problemstellungen (sie betrachten sie als Solche), sowie Medikation verschwiegen zu behandeln. Sogar untereinander.
Sie kommen zu mir, um ihre Medikamente einzunehmen, meist morgens im Pulk. Sie wollten mein Sprechzimmer häufig getrennt einnehmen, damit Niemand etwas erfährt. Sie fürchteten Mobbing oder Verlust ihres Ansehens. Furchtbar. Tat mir in der Seele weh.
Aus Schweigepflichtsgründen/Wahrung der Privatsphäre war da erst einmal nichts zu machen. Manchmal drehte sich mir der Magen um, denn wenn auf Schweigepflicht oder Einhaltung der Privatsphäre bestanden wird, weil Scham und Angst vor Ausgrenzung die Ursachen sind, und dadurch die Erarbeitung eines entspannten Umgangs blockiert wird, dann ist das nicht hilfreich. Zumindest nicht in diesem Kontext.
Das ist im Arbeitsleben mitunter anders. Aus verschiedenen Gründen, die man jeweils abwägen muss. Darauf gehe ich jetzt nicht näher ein, es würde den Rahmen sprengen. Ich habe mir also überlegt, wie ich vorgehen könnte. Die Daumenschrauben der Schweigepflicht lassen nicht viel Raum. Ich bin zunächst einmal dazu übergegangen, meine Haltung, meine positiv/neutrale Einstellung und Offenheit durch Körpersprache und verbal durch eine Art „Small Talk“ Stimme zu vermitteln, ohne etwas konkret anzusprechen. Im Lauf der Zeit gewöhnten sich die SchülerInnen daran.
Dann, als ich den Eindruck bekam, dass die Zeit und das Vertrauen allmählich Boden gaben, begann ich, mit einzelnen SchülerInnen über ihre Gefühle zu sprechen. Ihre Erlebnisse, ihre Kümmernisse. Zunächst reagierten sie zaghaft, zurückhaltend. Und allmählich immer mehr, inzwischen kommen sie selbst zu mir, wenn es drückt. Ich höre, wie sie sich im Wartezimmer oder im Flur vor dem Sprechzimmer ganz locker über ihre Themen sprechen. Sie kommen auch nicht mehr einzeln, sondern stürmen regelrecht das Sprechzimmer, oft kommt es zum lustigen Plausch, oder es wird etwas thematisiert. Mancher Schüler bittet, bleiben zu können, um noch etwas los zu werden.
Ich habe irgendwann einmal eingeführt, eine Kerze anzuzünden, wenn ein Schüler eine für ihn schwierige Klausur schreibt. Inzwischen brauche ich nicht mehr zu fragen, sie fordern es ein. Und dann kommen sie später, um zu berichten. Oder, um sich ein Duplo, Kinder Country oder die „Glutenler“ Kinder Riegel abzuholen
. Lieben sie geradezu. Und so bekomme ich auch mit, dass die Stimmung sich auch in den Häusern/Klassen verändert hat. Es hat sich ein offener Umgang etabliert.
Mobbing habe ich in diesem Kontext nur einmal erlebt seit etwa 3 Jahren. Konflikte natürlich, wenn Grenzen überschritten wurden, aber kein Mobbing. Es ging gelegentlich in eine diesbezügliche Richtung, aber durch offene Gespräche konnte ihm gut begegnet werden. Ich bekomme diese deutliche Entspannung auch von Hauserwachsenen, Mentoren rückgespiegelt, was mich unendlich glücklich macht. Nur einmal musste eine verständnislose Schülerin die Schule verlassen, weil sie eine betroffene Mitschülerin nicht respektierte, sie ziemlich übel mobbte und sich auch nicht davon abbringen ließ.
Was ich mit meinem Roman sagen will ist, dass es sich lohnt, gegen Ignoranz, Vorurteile, Abwertung anzugehen. Verstehe das bitte nicht als Aufforderung. Gemeint sind meine Erfahrungen als Aufmunterung. Vielleicht änderst du ja irgendwann einmal deine Meinung und erinnerst dich dann an diesen „Roman“. Selbst meine verschämteste Schülerin, die schon bei der einfachen Frage, wie es ihr gehe, verschämt empört von Schweigepflichtsbruch und Ignorieren der Privatsphäre höchst emotional zornig sprach, hat sich so entspannt, dass ihre Vorstellung von Privatsphäre absolut als im Bereich eines gesunden, emotional gefestigten Menschen zu sehen ist. Es ist eine pure Freude, sie heute lachen zu sehen und in gutem Kontakt zu ihren Mitschülern.
Da waren zwar noch Lösungen anderer innerer Konflikte beteiligt, aber Offenheit mit ihren eigenen Baustellen, auch ADHS und der Medikation waren ein wichtiger Bestandteil. Letztens habe ich ihr meine große Freude mitgeteilt. Da drehte sie sich um, sah mir tief in die Augen, lächelte und sagte: Wow, Sr. Mechthild. Wenn gerade Sie das sagen, bedeutet es mir unendlich viel. Und lief mit fröhlichem, ganz hellen Gesicht zum Unterricht. Sowas gibt mir (ich zweifle ganz oft daran, dass ich den richtigen Weg gewählt habe) die Sicherheit, gut für meine Schutzbefohlenen zu sein und die richtige Haltung zu transportieren.
Wer weiß, wie lange sich meine Schüler sonst noch mit Scham und Selbstrücknahme quälen müssten.
Meine Mutter hat damals wenn sie mir Binden mitgebracht hat immer eine großes Ding daraus gemacht. Sie hat die Binden extra bei sich im Schrank versteckt wo ich mir die dann rausholen durft …. Aber bloß
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Danke für deine Bemühungen mir „Mut“ zusprechen zu wollen. ![]()
Aber nochmal „Ich habe es ganz bewusst aus meinen Erfahrungen so entschieden und abgewägt“ für mich ist das besser so.
Das hat nichts damit zu tun ob ich ansonsten in meinem Leben offen für das Thema bin und dafür einstehe und auch sehr deutlich Position beziehe.
Natürlich könnte ich aus eigenen Erfahrungsberichten noch authentischer Position beziehen und vielleicht den ein oder andern damit besser auf den Weg bringen. Aber ich bin nicht Mutter Theresa und ich bin nicht bereit die Konsequenz zu tragen, die dann aus meiner Offenheit resultiert.
Wenn es mir schon Jahre gelingt es für mich zu behalten, weil in den Situationen wo ich es auch mal gerne erzählen würde mein Verstand und Bauchgefühl sofort ein Stop setzt, dann sollte ich besser darauf hören. Normalerweise ist ja mein Mundwerk oft schneller wie der Verstand😅
Einen Benefit hätte ich eh nicht dadurch. Die Verantwortung mein ADHS zu Händeln liegt eh bei mir selbst und ob ich nun mit oder ohne ADHS zu spät komme , der Stress für die Wartenden bleibt gleich und die Konsequenz für mich auch.
Es ist relativ einfach . Wenn ich irgendwann meine , jetzt möchte ich es offen machen, dann werde ich es tun.
Es gibt da auch kein Patentrezept. Die Diskussion (offen machen oder nicht) hatten wir hier im Forum schon öfter . Die Erfahrungen sind da auch sehr unterschiedlich. Man muss es für sich abwägen .
Hallo Mechthild,
mich verunsichert das gerade, weil ich mich frage, wie ich als Schüler damit umginge, wenn mir die Entscheidung, wie diskret ich mein Medikament nähme, von der Schulschwester abgenommen werden würde.
Wieso musst überhaupt du das Medikament geben? Bei kleineren Schülern okay, aber alle ab 10 oder 11 Jahren aufwärts machen das doch bestimmt lieber selbst?
Ja, es gibt immer dieses Spannungsverhältnis zwischen offenem Umgang und damit Entstigmatisierung und eigenen Nachteilen auf der anderen Seite. Ich bin in einem Beruf, wo ich Verantwortung für anderer Leute Geld übernehme, und ich kann mir überhaupt nicht leisten, wenn meine Fähigkeit dazu von irgendjemand in Frage gestellt würde, weil ich eine psychische Störung habe, und dann noch eine, die sich bekanntlich in Nachlässigkeit und Verschusseln äußert.
Hallo @Mechthild2912
ich sehe eine nicht unerheblichen Unterschied zwischen Schüler- und Arbeitsleben bzgl. der Veröffentlichung der eigenen Diagnose, nicht nur “mitunter anders”. Kann mich da @Falschparker nur anschließen. Würde ich hier näher darauf eingehen, würde der Rahmen gesprengt.
Vorurteile und Unwissen gibt es in vielen Bereichen. Ich habe ja quasi nur Ausreden: Migräne, Endometriose, ADHS…
Mit Migräne und Endometriose gehe ich offen um. Ja, da hat es auch schon manchem die Schamesröte ins Gesicht getrieben, wenn ich von abartigen Schmerzen während der Menstruation sprach. Nicht mein Problem. Soll sich schämen, wer will.
Bei Migräne gehen mir die 100.000 gut gemeinten Tipps auf den Senkel. Jeder meint zu wissen, was mir gut tut, nur weil er auch mal Kopfschmerzen hatte… Da blocke ich inzwischen alles ab mit „Danke, ich fühle mich bei meiner Fachärztin sehr gut aufgehoben. Ich kann das ja mal mit ihr besprechen.“
Über ADHS und meine psychischen Erkrankungen rede ich im Kollegenkreis gar nicht. Ich lasse mir auch keine AU vom Psychiater ausstellen. Dafür gehe ich dann zu meiner Hausärztin. Die weiß Bescheid und macht das problemlos. Ich wurde schon zum Amtsarzt geschickt, weil ich länger krank war und man mich los werden wollte. Mein Glück war, dass ich noch keine F-Diagnose hatte. So konnte man keine psychiatrische Begutachtung anordnen. Heute sähe das anders aus und das Risiko kann und will ich nicht eingehen.
Und um den Bogen zum Ausgangsthema zu spannen:
Das Verhalten der Kundin in der Apotheke geht gar nicht. Die hat niemandem auf den Pelz zu krauchen und erst Recht nicht die Medikamente zu kommentieren. Jetzt vom Sofa aus hätte ich wohl gesagt „Das geht sie überhaupt nichts an, können Sie bitte Abstand halten!“ und sie mit meinem Todesblick angeschaut. In echt hätte ich wahrscheinlich gar nichts gesagt…
Und generell zu Diskretion in der Apotheke und Verhalten von Apothekern:
Ich habe die Apotheke gewechselt, weil man mir in meiner Stammapotheke total blöd gekommen ist, als ich dort das erste Mal mit meinem BTM-Rezept aufgetaucht bin. War halt Lieferenpass und man hat man mich abgefrühstückt mit „Hamma nicht. Tschüß“. Ein paar Monate vorher, bei einem anderen Medikament waren sie sehr zuvorkommend, haben sogar rumtelefoniert und mir das dann im Ausland bestellt. Nee, so muss ich mich nicht behandeln lassen.
Ich lasse alle 3 Monate einen 4-Stelligen Betrag in der Apotheke - der geht jetzt halt woanders hin. Dort bekomme ich die Medis „offen“, aber wenn es um den Preis geht, den ich zu bezahlen habe, wird mir ganz diskret und wortlos das Kartenlesegerät rüberschoben. ![]()
Neulich war die Apothekerin etwas verpeilt und meinte, nachdem sie die ersten Medis auf den Tisch gepackt hatte, dass sie noch zum Tresor muss. Nach kurzem Blick auf die Medis auf dem Tresen habe ich noch hinterhergerufen „…und zum Kühlschrank!“.
Da hat sie sich sogar noch für bedankt, weil sie nicht nochmal losziehen musste. ![]()
Hallo Falschparker, Was ist daran verwunderlich? Das Internat betreut fast ausschließlich minderjährige Schüler, d.h. es besteht eine Fürsorgepflicht, in Vertretung der Eltern, was wiederum bedeutet, dass erstens die Einnahme überwacht werden muss, denn nicht wenige Schüler vergessen die Einnahme, oder hadern damit, was aber ein weites Feld ist. Zweitens geht es darum, eventuelle Probleme mit Erkrankung bzw. Wirksamkeit/Nebenwirkungen zu erkennen, und entsprechend zu reagieren, drittens Mißbrauch/Diebstahl/nicht sachgerechte Lagerung zu vermeiden, was durchaus nicht selten vorkam. Wie Eltern im Privatbereich mit Lagerung verfahren, ist Privatsache. Aber in einem öffentlichen Internat, bestehen Sicherheitsvorgaben, auch um Mitschüler zu schützen. Konkretes Beispiel: ein Schüler liest im Internet über Wirkung und Vergleich mit „Normalos“. Ein Mitschüler hat ein Stimulanz im Zimmer. Unterschätzt Gefahren und bietet an, es auszuprobieren. Keine gute Idee. Das kann so richtig nach hinten losgehen. Und die Eltern wären mit Recht höchst beunruhigt sehen ihr Kind nicht ausreichend betreut.
Und ja, ich erwähnte ja klar, dass im Arbeitsleben abgewogen werden muss. Da sind viele Faktoren zu berücksichtigen.
Hallo @connected , das hatte ich auch erwähnt in meinem Beitrag.
Guten Morgen,
du schilderst eine vollkommen zurecht von dir als empörend und zumutend empfundene Situation - mir helfen mein ADHS-Medikament und meine Verhaltenstherapie dabei, solche Situationen eben nicht mehr SO nah und vor allem SO lange Zeit gedanklich mit mir herumzutragen und nachträglich nach noch geeigneteren Entgegnungen in meinem Hirn zu suchen! ![]()
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Du hast die Freiheit, dich dagegen zu entscheiden, dass solche Ereignisse dich derart beschäftigen und dir Energie rauben, die du für deutlich wichtigere Dinge verwenden kannst!
Viele Grüße - May the source be with you ![]()
Antwortvorschlag: Das ist nicht für mein Kind, sondern für mein Enkelkind, das kriegt es in den Babybrei, damit die Eltern Ruhe haben!
Inzwischen alt genug, lasse ich mich von solchen Situationen nicht mehr aus der Fassung bringen. Will im Gegenteil gar insgeheim dankbar sein, weil mir gezeigt wurde wo meine Toleranzgrenze ist, was mich noch grundlos, wegen unbedachter Geschwätzigkeit anderer, aus der Ruhe bringt. Aus Erfahrung weiss ich, dass sich solche Momente immer gerne wiederholen, bis man seinen eigenen Wert erkennt und nur so frei sein kann. Als Kind und Jugendliche bin ich öfter angeeckt, weil unbedacht was ausgesprochen, worüber MAN nicht redet, weil für mich die Ungewissheit schwerer wog, als sich selbst ins schlechte Licht zu rücken. Es wird etwas ausgesprochen, vermeintlich Unpassendes(Unwissendes), um selbst weitere Erkenntnisse zu erlangen. Je älter man wird und sich selbst immer mehr schätzen und lieben lernt, ohne wenn und aber, was Voraussetzung ist, klärt man den anderen liebevoll, der Wahrheit entsprechend auf. Das Blatt wird sich wenden, nichts und niemand wird dann die in jedem Menschen innewohnende Kraft zerstören können und alle im Umfeld werden davon profitieren, wir ganz besonders ![]()
Oder … „das ist für Meine Mutter!“ ![]()