Gibt es ADHS wirklich? - Beweise

Hallo Zusammen,

Ich weiß gaanz grob, dass ADHS neurologische Unterschiede zu neurotypischen Gehirnen hat. Dopamin- Noradrenalinmangel, unterversorgte Gehirnareale etc…
Aber was, wenn diese Unterschiede mit Verhaltenstherapie, Mentaltrainings, Meditation etc… zu 100% auszugleichen wären? (Wenn man nur genug macht und sich nicht in die Placebo-Falle „ich hab ADHS, ich kann das eh nicht“ führt)
Bzw: Gibt es Belege dafür, dass das nicht möglich ist?
Beispielsweise kann Meditation den linken Hippocampus und die Amygdala verkleinern.
Warum soll dies nicht auch mit ADHS spezifischen Gehirnarealen/-funktionen möglich sein??

Ich habe Angst, wenn ich vollständig akzeptiere, ADHS zu haben, dass ich mir damit die Chance nehme, mental so intensiv an mir zu arbeiten, bis ich „neurotypisch trainiert“ bin… oder dass ich mir sogar etwas Einrede (placebo), was sonst gar nicht so dramatisch wäre…

Hat jemand Quellen zu wissenschaftlichen Fakten hierzu??

Ich freue mich auch über jede Meinung/Anregung!

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JA, die gibt es!!!
Nämlich dieses Forum!

Wäre dieser Ausgleich „so einfach“ möglich, wäre dieses Forum überflüssig!

Es tut mir leid, dass ich etwas direkter als sonst werden muss, aber deine Frage wird wahrscheinlich nicht nur mich triggern.
Es ist vollkommen legitim, die eigene Diagnose anzuzweifeln, aber dann in einem Forum wie diesem den anderen Foristi lantent zu unterstellen, sie würden nicht hart genug an sich arbeiten, ist schon starker Tobak!

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N’abend @ich

wissenschaftliche Belege habe ich nicht, aber ich habe meinen Arzt so verstanden, als liegt ein Mangel an u.a. Dopamin vor, der ausgeglichen werden muss, um „normal“ zu funktionieren.
Ausgleichen kann man ihn mit allem was die Dopaminausschüttung forciert, das kann (bis auf Sport in Maßen) aber übelst nach hinten los gehen (Stichwort Süchte, gefährliches Verhalten usw).

Medikamente gleichen diesen Mangel gezielt aus. Ob Meditation das kann, weiss ich nicht. Ich kann nur von mir berichten, dass Meditation bei mir nicht funktioniert. Ich bin sehr unruhig und kann mich nicht runterfahren und still sitzen, das macht mich kirre, körperlich ist das schlimm für mich. Aber nur meine Erfahrung :wink:

Schau mal hier ist die Ursache gut beschrieben Hirnforschung: Die Transmitterchemie stimmt nicht - Spektrum der Wissenschaft

Ein Zitat aus dem Artikel
„… Mehrere Wissenschaftlerteams haben mit Hilfe von aufwändigen bildgebenden Verfahren Hinweise gefunden, dass Dopamintransporter bei ADHS-Patienten in Regionen des Gehirns häufiger sind, die für Aufmerksamkeit, Motorik und Impulskontrolle verantwortlich zeichnen. Bei ADHS-Kranken fallen diese Arealen oft kleiner aus und sind elektrisch weniger aktiv. Naheliegend, dass dies alles mit den typischen Verhaltensweisen wie der auffälligen Hyperaktivität der Betroffenen zu tun hat …“

Und hier ist es auch gut erklärt:
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/aufmerksamkeitsdefizit-hyperaktivitaets-stoerung-adhs/ursachen

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Hmm… kann beim besten Willen keine Unterstellung finden, noch nicht mal unterschwellig scratch_one-s_head
@ich stellt doch nur eine Frage mit theoretischen Überlegungen…

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Naja. Probiers halt, ob dus schaffst. Die Frage ist halt, wie alt du werden möchtest, ehe du zu dem Schluss kommst, dass dein Leben nur aus Selbstoptimierung besteht. Ich wäre dankbar gewesen, wenn ich ein paar Jahrzehnte früher gewusst hätte, dass mein Hirn anders strukturiert ist und ich meine Kraft und Zeit verschwende. Ich wusste es halt nicht besser, und frag nicht, was ich alles getan habe… Nichts davon war unnütz - aber es behebt die Grundprobleme nicht, es mildert nur das miese Gefühl etwas ab. Aber jedes davon kostet sehr viel Zeit, und macht auch mit täglichem mehrstündigem Einsatz nicht mehr als Wellness.
Mir zumindest reicht meine jahrzehntelange Selbsterfahrung als Beweis, dass zumindest meine Störungen nicht von mir wegmeditiert, -gejoggt-, -therapiert, -angestrengt, -hypnotisiert, -… werden können, sondern sehr real sind.
Keine Ahnung, was du für Beweise für dich brauchst :thinking:

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Du kannst keine Unterstellung finden? Ich schon:

Die ADHS-Diagnose sollte nicht der Punkt sein, an dem man aufhört, Verantwortung für sich zu übernehmen, sondern an dem man anfängt.

Ich habe Angst, wenn ich vollständig akzeptiere, ADHS zu haben, dass ich mir damit die Chance nehme, mental so intensiv an mir zu arbeiten, bis ich „neurotypisch trainiert“ bin

Es soll auch Leute geben, die keine Brille haben möchten und lieber ihre Augen trainieren. Bis sie vor die Straßenbahn laufen.

Hat jemand Quellen zu wissenschaftlichen Fakten hierzu??

Fakten sind in diesem Zusammenhang nicht so wichtig. Es ist interessant zu wissen ob die Erde rund ist oder flach, aber dieses Wissen beeinflusst unser tägliches Leben nicht so sehr wie ob ich möchte, dass die Erde rund oder flach ist.

Anders gesagt, ob du deine ADHS annimmst oder nicht ist deine Entscheidung, unabhängig von wissenschaftlichen Wahrheiten. Und durch diese Stadien gehen wir alle kürzer oder länger.

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Wieso? Wenn es dir Spaß macht, kannst du dich doch auch mit ADHS mental so viel trainieren, wie du Zeit und Lust hast in deiner Freizeit? Das Problem verstehe ich nicht so recht…
Und wieso redest du dir Dramatik ein? Du wirst deine Probleme und Einschränkungen doch sehr genau beschreiben können, sonst hättest du ja keine Diagnose bekommen. Oder hast du die nur erfunden und „aufgeblasen“? Zwischen Drama und Inexistenz gibt es doch noch diverse Graustufen. Und irgendwo da befindest du dich.

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Dann scheint es in der Tat ein guter Plan, erstmal das eigene Wissen zu den neurobiologischen Zusammenhängen zu vertiefen. Wer so rational und reflektiert „den Defiziten schon vor 4 Jahren den Kampf angesagt“ hat, der will und sollte doch einen seiner vielleicht wichtigsten Kontrahenten im Leben ganz genau - und nicht nur ganz grob - kennenlernen, damit sich all die Mühe lohnt. Den Antrieb dazu kann ich so gut verstehen wie die Ängste, die Du geschildert hast.

Adxs.org will und kann Dir m.E. genau so eine „systematische Darstellung der für das Verständnis von AD(H)S relevanten medizinischen und neurobiologischen Zusammenhänge“ sein.

Andrew Huberman mit seinem Podcast „Huberman Lab“ ist ein weiterer sehr wertvoller Lotse zu neuesten neurobiologischen Zusammenhängen:

Um Minute 30 benutzt er übrigens tolle Bilder mit Dopamin als Dirigent und den Gehirn-Arealen als Orchester. Vielleicht spricht Dich das an durch den Musik-Background. Kann ein Orchester ohne oder mit schlechtem Dirigenten klarkommen? Ist es dann evtl. so konfus, dass es Ersatzlösungen sucht und den Hausmeister vorne hinstellt, um die Einsätze zu geben?

Auf der Basis kannst Du Dir dann ein @Ich-Lab bauen mit wechselnden Versuchsanordnungen zwischen inneren Antreibern und radikaler Selbstakzeptanz, je nach aktuellen Laborbedingungen.

Das Forum ist m.E. in mancher Hinsicht noch wertvoller als das: Wenn hier sehr viele Leute berichten, dass sie lange, lange mit vielen Methoden kompensiert haben und das entweder mit 40+ nicht mehr konnten oder das ggf. sogar im Rückblick körperlich sehr negative Folgen für sie hatte… Dann erspart Dir das vielleicht die eine oder andere bittere eigene Erfahrung. Dabei wäre dann evtl. eine Grundhaltung hilfreich, dass die anderen Betroffenen sich auf ihre Weise auch bemüht haben werden, genug und sogar mehr zu machen, um ihre Unterschiede so gut wie ihnen möglich auszugleichen. Dann profitierst Du von deren An- und Einsichten am meisten.

Interessanterweise haben die meisten der älteren Foristen sogar unfreiwillig lange auf der Basis operiert, dass es ADHS im Zweifel eben nicht gebe und sie sich nur nicht genug anstrengen und ihre Trainings und Bemühungen verstärken sollten. Der Versuchsaufbau ist also eigentlich sogar der Klassiker und muss nicht neu erfunden werden. Progressiv ist eher die andere Haltung.

So oder so vermitteln die Lebensläufe hier durchaus ein Gefühl von Dringlichkeit für den Kampf, den Du gerade führst.

Was Du davon mit kritischem Geist in Dein Leben übernimmst, bleibt ja ganz Dir überlassen. Und es ist in der Tat Deine Verantwortung.

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@Anders
In der Frage liegt die Unterstellung.

Wenn jemand die Frage stellt, ob es Belege dafür gibt, dass ETWAS nicht möglich ist, dann unterstellt er damit latent, dass ES möglich sein könnte.
Und damit unterstellt er allen, die ohne Erfolg gegen ihre Sypmtome ankämpfen, dass sie nicht genug tun, sondern sich der [quote=„ich, post:1, topic:7951“]
Placebo-Falle „ich hab ADHS, ich kann das eh nicht“
[/quote] ergeben.

Das ist schon ziemlich deutlich!

Ist vielleicht mit Mitte 20 auch noch ein von der Natur ganz gut eingerichteter Selbstschutz, oder?

Ich muss gestehen, dass ich z.B. in beruflichen Zusammenhängen noch bis Anfang 30 und länger dachte, dass alles Mögliche selbst in der Hand hat, wer sich nur bemüht. Wir fühlten uns unfair behandelt von den etwas Gebeutelten Mitte 40, die ihre Verbitterung auf uns Einsteiger richteten. Viele meiner Freunde klingen heute genau wie die, die wir damals für selbstverschuldet frustriert hielten. War in der Generation meines Vaters aber angeblich schon genau dasselbe Spiel. Ewiger Kreis, dreht sich gefühlt nur immer schneller…

VIelleicht musstest Du schon früher erwachsen werden, weil Du es ja schon sehr früh im Leben besonders schwer hattest.

Wer noch etwas länger die eigene maximale Selbstwirksamkeit für möglich hält, dem gönnen wir das aber sicher alle.

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Ja, so ist es!
Aber es nützt nichts, wenn man auf den Spiegel einschlägt, weil einem das Spiegelbild nicht gefällt.

Ja, man könnte es auch so herauslesen… aber ich bezweifle doch stark, dass @ich das damit sagen wollte. Wir sind doch ein Forum, in dem Fragen gestellt werden und auch über eigene Ängste diskutiert werden darf… deswegen wäre ich dafür, sich darauf zu konzentrieren. good

In einer Verhaltenstherapie wird, wie der Name schon sagt, das eigene Verhalten hinterfragt und wenn möglich, zum positiven verändert… an der Gehirnchemie ändert sich dadurch nichts. Nicht ohne Grund sollte deswegen multimodal behandelt werden, weil durch die Medikation (in den meisten Fällen) eine erfolgreiche Verhaltenstherapie erst möglich wird.

Mentaltraining… joa, kann man mal machen… wer es sich zB in seiner Opferrolle ‚bequem‘ gemacht hat und jeden persönlichen Fortschritt vom vornherein im Keim erstickt, sollte definitiv an seinem Mindset arbeiten. Mehr kann man davon allerdings nicht erwarten… wobei auch das sicherlich ein Baustein sein kann

Meditation hat schon einen Effekt, genauso wie bzw noch mehr, Ausdauersport… aber vielleicht liest Du besser erstmal den Abschnitt zu nichtmedikamentösen Behandlungsmöglichkeiten auf adxs.org !? Da findest Du übrigens auch haufenweise Quellen zu wissenschaftlichen Studien etc… wink

Liebe Grüße, Andreas hi

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@ich

Ich kann deine Sorge nachvollziehen.
Ich entdecke mich auch manchmal bei dem Gedanken: lass das mal lieber, das solltest du nicht machen, du hast ADHS…
Oder: das schaff ich nicht mit ADHS.

Bullshit. Niemals denken. Wie viele Menschen mit ADHS Konstitution laufen da draußen rum, die es geschafft haben sich zu managen und ihren Lebensweg gehen. Und die sind idR nicht hier angemeldet, weil sie keinen Leidensdruck haben.

Sollte die Diagnose jemals so einschneidend für mich sein, dann will ich sie nicht.

Aber: die Diagnose bringt eine ganze Palette Arbeit mit sich. Was ich an mir bis dato umgestellt habe ist enorm. Und das ging nur, weil es so zielgerichtet war. Dank des Wissens um ADHS…

Ebenfalls weiß ich inzwischen um ein paar Bereiche, die ich absolut meiden muss. Das wusste ich vorher auch schon intuitiv, aber jetzt wurde es nochmal unterstrichen.
Das wären zB laute Arbeitsplätze.

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Das ist aber ein Widerspruch!
Nur weil andere ADHSler bestimmte Dinge schaffen, muss das bei mir selbst nicht genauso sein. Es kommt immer auf die individuelle Konstitution an und die sollte man kennen und sich mit ihr auseinandersetzen. Nur so kann man die eigenen Fähigkeiten einschätzen und wissen, was geht und was nicht.

An den Stellschrauben, an denen man drehen kann, sollte man das selbstverständlich tun, aber man sollte sich an den Stellen verzeihen, wo man erkennen muss, dass dort die individuelle Konstitution leider doch bestimmte Jobs und bestimmte Vorhaben nicht zulässt.

Gestern ging es im Radiosender DasDing um ADHS und die selbst betroffene Journalistin hat einen sehr treffenden Satz gesagt:
"ADHS ist nicht NUR Struggle. Einige Sachen können wir sogar besser als Neurotypische.°
ABER AUCH:
„Zwischen Menschen, die den Weg in das Berufsleben nicht schaffen und Leuten, die 7stellig verdienen ist bei ADHSlern alles drin.“ Und damit hat sie recht!

Ich finde es extrem kontraproduktiv hier immer wieder Betroffene zu trösten und ihnen zu raten, sich die eigenen Macken und Unzulänglichkeiten zu verzeihen, dann aber wieder aus reinem Selbstschutz solche Bemerkungen zu machen, wie z.B., dass grundsätzlich alles möglich ist.
Das mag grundsätzlich und allgemein wohl so sein, in vielen individuellen Fällen aber leider eben nicht. Und das können wir hier täglich miterleben.

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Sorry Ich,

aber hätte ich von meinem Adhs schon vor Jahren gewußt , hätte ich 54 nicht so einen langen Leidensweg hinter mir!
Seit einem Jahr werde ich medikamentös behandelt und habe keine Depressionen mehr ganz zu schweigen von dem Gedankenkarussel das mich mein Leben lang begleitet hat!.

Mit Medikamenten kann ich konzentrierter Auto fahren und mur vor allen Dingen besser meine Termine merken und diese auch organisieren!
Ich habe es vor einem Jahr versucht mein damals noch nicht nachgewiesenes Adhs mit Meditation und Achtsamkeitsübungen in den Griff zu bekommen!Da mein Psychotherapeut der Meinung war das würde ich schaffen
!
Manch einer mag das ja schaffen aber ich hatte damals starke Depressionen und Panikatacken wenn ich meime Beruflichen Ziele nicht erreicht habe.
Ich bin kläglich gescheitert.
Aber wie gesagt es ist bestimmt möglich

Gruß

Ratte

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Wenn du dem 'bestimmt" noch „bei einigen“ hinzufügst, dann bin ich bei dir.

Vorneweg: Ich kann Deine Befürchtungen voll und ganz nachvollziehen - wenn auch nicht mehr in Bezug auf die ADHS-Medikation. Ich hätte sie vor 20 Jahren auch nicht genommen - aber da wusste ich ja noch nicht, dass ich sie brauche bzw. dass es „da was von Ratiopharm“ gibt. Und ich wusste auch nicht, dass man sich mit viel Selbstoptimierung mit vollem Schwung an die Wand fahren kann - und wie hart die Wand ist …
Ich habe z.B. nie Drogen genommen - weil ich ein großes „Glückspotential“ und jede Menge körpereigener „Drogen“ habe - und die Befürchtung hatte, mich nicht mehr freuen zu können.
Ich würde allerdings die ADHS-Medikation so aber nicht einordnen, weil sie mir ja letztlich etwas zuführt, was mir fehlt. Eher vergleichbar mit Insulin: ist nicht da, muss zugeführt werden.

Möchte mich an dieser Stelle einfach vollumfänglich anschließen.
Du kriegst auch einen Beinbruch ohne Gips weg, wenn Du Dich nur lang genug in der richtigen Position platzierst - und wirklich nicht bewegst…

Vor allem sehe ich hier im Forum, dass eigentlich kaum mal jemand nicht sehr viel oder alles probiert hat - solange - Achtung, wichtig: er oder sie dazu in der Lage war, s. auch:

Fass das mal zusammen und werte es wissenschaftlich aus, dass wäre schon ein „Beweis“.

Ich kann nur für mich sprechen - aber ohne Medikation bzw. „Medikatation“ bin ich überhaupt nicht (mehr) in der Lage, an „mir“ zu arbeiten. Letztlich brauche ich alles:

  • Die Diagnose als Basis um überhaupt einen Ansatz für ein Verständnis für mich zu entwickeln.
  • Die Medikamente, um überhaupt in einen Zustand zu kommen der es mir erlaubt, Sport zu machen und zu meditieren
  • Sport und Meditation um die Medikamente so zu verstoffwechseln (weiß nicht, wie ich das sonst ausdrücken kann), dass sie mit den anderen Komponenten zusammenwirken.

Ja, und Medikation kann dafür sorgen, dass mein Hirn etwas strukturierter funktioniert, womit sich dieses plastische Organ besser „aufstellen“ kann. Vieles entwickelt sich dann von selbst.

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Hört sich alles toll an ich
Dazu mußt Du aber bestimmt 3 x täglich mindetens 10 min. meditieren.
Und als Beispiel als mein Psychotherapeut mir zur Meditation und Achsamkeitsübungen geraten hat, die Achsamkeitsübungen haben z.b.beim Wäsche aufhängen und kochen gut funktioniert!

Beim Zähneputzen am morgen habe ich aber an so ziemlich alles gedacht, z.b daran was ich noch kochen und einkaufen will , das ich noch Wäsche waschen muß, da die Maschine und der Wäschekorb im Bad steht und an alle Termine die an diesem Tag noch hatte!

Danach habe ich mich dann völlig schlecht gefühlt und war entäuscht von mir das ich mich nicht voll auf so langweilige Dinge eie Zähneputzen oder Geschirrspühler ausräumen konzentrieren konnte.

Ich war mein leben lang für einen Adhsler sehr strukturiert!
Brauchte aber immer einen festen Tagesplan den ich akriebisch eingehalten habe , sonst kam ich nicht klar.
Konnte auch durchaus mehrere Dinge auf einmal machen, nur am abend war ich dann an 20:00 völlig erledigt.

Ich habe mich 20 Jahre lang total überlastet um dann schließlich mit 53 einen Burn Out mit Depressione, Konzentrationsstörungen und Panikatacken zu bekommen als nicht mehr alles so perfekt lief wie damals!

Kurz und gut ich bin froh dass es due Medis gibt.

Die Rentenversicherung hat mir eine LTA bewilligt.

Und ich bin zuversichtlich das ich einen Beruf finde in dem ich noch bis zur Rente arbeiten kann

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@Ratte
Ja, auf die Burnout-Gefahr durch das Bestreben, beim neurotypischen Selbstoptimierungswahn mithalten zu können, kann man nicht oft genug hinweisen!

Unsere "Selbstoptimierung’ besteht ja darin, überhaupt einigermaßen zu funktionieren und mithalten zu können.

Ich spreche da ebenfalls aus Erfahrung. Mich hat es mit Mitte 40 erwischt und ich habe lange gebraucht, um mich davon zu erholen und mein Haus und damit meine Altersvorsorge verloren.

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Kennst du den komischen Typ, der im Buchladen in der Esoterik/Selbstoptimierungsecke steht?

Das war höchstwahrscheinlich ich. :sunglasses:

Gebracht hat es mir vielleicht schon was, aber nicht so viel, dass es ausgereicht hätte um auch nur kurz innerlich ruhig zu sein.

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