Tag 7 und 8 waren um Welten besser, ohne extremen Emotionen.
Sohn hat gestern sogar freiwillig seine Hilfe angeboten und heute früh ist er zum Bäcker gegangen. Sensation
Ich habe wieder Hoffnung, dass es was wird.
Atomoxetin haben wir erstmal nicht erhöht und bleiben noch eine Woche bei 18 mg. Er hat noch ab und an kurzzeitig Kopf- und/oder Bauchschmerzen sowie trockenen Hals.
Die zweite Woche mit dreifach Medikation verging ruhiger.
diese Woche wurden keine Türen geknallt.
Die Mitmachbereitschaft ist etwas besser, es dauert aber alles noch ewig lange bis er überhaupt was anfängt und vorankommt. Immerhin deutlich weniger Verweigerung.
emotionale Ebene ist noch schwierig, aber ohne extreme Aus-/Zusammenbrüche.
mit irgendwas aufhören und z.B. zum essen kommen ist weiterhin sehr schwer.
Appetit ist ganz schlecht und hat manchmal Kopfschmerzen am Nachmittag, vielleicht von der Unterzuckerung?
morgens ist er besser gelaunt. Ich weiß aber nicht, ob es an Medikamenten liegt oder weil es jetzt morgens hell ist und es ihm einfacher fällt aufzustehen.
Auffällig ist, dass er öfter sagt, dass er an allem Schuld wäre.
Ich weiß noch nicht, wie ich es deuten soll. Versteht er jetzt, was alles schief läuft und sagt es oder fühlt es sich angegriffen. Das zweite kenne ich auf jeden Fall von ihm.
So wie es mit dem Arzt abgestimmt ist.
Ich meinte nur, ih könnt jetzt innerlich gelassener werden
Wenn es grundsätzlich wirkt, ist es nur noch eine Frage von Zeit und Geduld bis zur richtigen Einstellung und Wirkung…
Unser Arzt verschreibt gleich die maximale Dosierung nach Gewicht und wir sollen wöchentlich erhöhen.
Bis jetzt hat unser Sohn nur die niedrigsten Dosierungen vertragen, deswegen bin ich vorsichtiger und erhöhe ganz langsam. Gerade jetzt bei Atomoxetin weiß man ja nicht, ob sich noch was tun wird nach 1-2 Wochen.
Die Sache mit „ich bin an allem Schuld“ bereitet mir Sorgen.
Gehört sowas dazu wenn man Medikamente nimmt und muss man durch oder könnte es eine Nebenwirkung von Atomoxetin sein?
Es ist ein auf und ab. Mal ist hier landunter, mal ein komplett anderes Kind, was mitmacht und gut gelaunt ist.
Am Wochenende hatten wir 4 Leute zu Besuch, seitdem ist es wieder schwierig, er ist genervt, gereizt, leicht aggressiv. Er meinte, es war ihm zu laut.
Heute sagte, er wüsste auch nicht, warum er so drauf ist.
Nun weiß ich nicht, ob es vom Besuch kommt oder von Atomoxetin. Es bleibt wohl wieder abzuwarten und zu beobachten.
Er hat nach dem Besuch noch 2 Tage gebraucht, um sich zu erholen.
Ingesamt finde ich, dass er mit Atomoxetin besser drauf ist und etwas besser mitmacht. Die Nachmittage sind schwieriger als die Vormittage.
Er ist aber auch irgendwie aufgedrehter und aktiver geworden, als ob er mehr Energie hätte. Wackelt ständig den Stuhl oder irgendwas, was in der Nähe ist, ich sage mal „typisch adhs“, was früher nicht so war. Vielleicht war er früher permanent erschöpft und deswegen schlecht drauf und aggressiv.
Es gibt ca alle 2 Wochen extreme Eskalation wegen den Medien. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass es ein zusätzliches Thema ist. Er steigert sich da so sehr rein bis es knallt.
Kopf- und Bauchschmerzen scheinen jetzt weg zu sein.
Atomoxetin hat bezgl der ADHS-Symptome ja nicht so eine starke Wirkung wie MPH…
Zum Rest kann ich auch nichts Qualifiziertes oder Hilfreiches oder Allgemeingültiges sagen… wir ringen Tag für Tag…
Bei unserem Sohn sehe ich verschiedene Aspekte, darunter auch den, dass unser Sohn sich von seinen schlechten Gefühlen und Gedanken ablenken will. Er hat ja eine Angststörung und offenbar auch Zwänge.
Es gibt beim Zocken ja auch den Aspekt, dass man beim Zocken sein Gehirn endlich mal als auf eine Sache fokussiert erleben kann.
So kann das Zocken einen sogar auf eine bestimmte Weise „beruhigen“, obwohl es ja meist auch schnelles Handeln und Reaktionen erfordert…
Was es bei wem jeweils grade immer ist, und ob dann auch noch irgendwelche Freunde mit online sind - das ist wirklich hoch individuell.
Dies wurde mir auch schon gesagt und empfohlen, ihn einfach zocken zu lassen, wieviel er will.
Ich mache mal dazu ein neues Thema in der Kategorie Kinder auf.
Im Moment ist es extrem. Ich weiß noch nicht, ob die Ausbrüche mit Atomoxetin zu tun haben (passt zeitlich ungefähr dazu) oder ein zusätzliches Problem ist. Ich tippe auf zweite.
Naja unser Sohn kommt manchmal heimlich auf enorme Zeiten - er macht immer soviel wie es geht. Das können auch mal 5 Stunden sein oder mehr… mich graust es immer, wenn ich das in der Bildschirmzeit entdecke.
Es scheint manchmal da Störungen zu geben… er hackt auch und findet Lösungen, sich über das Handy meines Mannes selber was frei zu geben. Das ist wirklich grausig, wenn es solche Auswüchse nimmt.
Also in dem Fall ist das dann mehr eine Sucht, das sich Betäuben… es ist auch ein anderes Alter… 13…
Wir haben vor 5 Tagen Atomoxetin auf 25 mg erhöht (vorher 6 Wochen 18 mg gehabt)
Es es weiterhin sehr durchwachsen.
Sohn macht phasenweise besser mit. Heute hat er gesagt, dass er 15 min Ruhe braucht, weil er schlecht drauf ist (ganz neu). Er kann jetzt seine Bedürfnisse besser äußern. Es geht aber weiterhin sehr emotional zu.
Können sich die Aggressionen durch Atomoxetin verschlechtern? Wenn ja, würde sich das jeden Tag bemerkbar machen?
Manchmal gibt es hier Ausraster, wie schon lange nicht mehr.
Einerseits macht er besser mit, andererseits nervt ihn alles und macht aggressiv (falsches Wort, zu leise gesprochen, etc.)
Ich finde es schwierig zu unterscheiden, was wovon kommt. Einerseits steht bei allen Medikamenten Aggression als Nebenwirkung, andererseits sollen sie ja bei Aggressionen helfen.
@Nono du hast ja auch schon von Atomoxetin und Aggression berichtet, ich finde es aber nicht.
Hier sind die Ausraster meist am Nachmittag, wobei er in der Schule auch von einem Kind extrem genervt ist und sich provoziert fühlt. (Hatten wir aber auch solche Phasen vor der Medikation)
Es ist so schwer das richtige zu finden und ein auf und ab
Also bei unserem Sohn, damals 14 und jetzt fast 16, scheint die große Reizbarkeit bis Aggression wohl doch mehr von der Pubertät zu kommen.
Sie trat auf, nachdem er gut zwei Monate lang die Dosis von 60mg Atomoxetin genommen hatte.
Aber dann trat sie sich dann auf, als Elvanse aufhörte zu wirken.
Dann haben wir auf Concerta plus Intuniv/Guanfacin umgestellt. Morgens Concerta, nachmittags Intuniv… und nachmittags/abends gibt es auch weiterhin Ausbrüche.
Allerdings war es heute vielleicht auch eine Dehydrierung… das war mal wieder heftig, der Türrahmen seiner Zimmertür ist mal wieder zwei Zentimeter gewandert, letztens hatten wir schon mal bemerkt, dass er „wandert“ und ihn zurückgeschoben. Heute ist aber zusätzlich die Tapete längs von oben bis unten ein-/abgerissen…
Zum Glück ist es meistens verbale Aggression, aber eben nicht immer.
Er nimmt jetzt Concerta 18 und 3mg Intuniv. Bei 4mg kann er uns aggressiver vor… der Arzt wollte das nicht glauben, aber hat uns gewähren lassen und wieder 3mg verschrieben.
Habt ihr denn vielleicht mal darüber nachgedacht ein paar Tage ganz ohne Medikation auszuprobieren, um erstmal wieder ein Gefühl dafür zu bekommen wie es ihm ohne geht?
Habe das Gefühl durch die dich schnellen Wechsel usw. ist es gerade recht schwierig genau herauszufinden was hilft und was nicht.