Ich hab mir jetzt die ersten 3 Minuten angeschaut und komm da locker mit.
Er spricht in Metaphern die für mich schlüssig sind.
Habe aber auch schon eine Depersonalisierung selber an mir erlebt.
Demnach kann ich das mit dem Lastabwurf und dem Stromnetz gut verstehen.
Und es ist wirklich so. Emotional geht das Licht aus. Aber ich habe IMMER hervorragend Funktioniert.
Und auch heute ist es noch so, das ich befürchte da noch drin zu stecken.
Meine Freude am Leben war nicht mehr vorhanden. Aber auch keine Trauer, Wut etc. Diese Emotionen waren nicht fassbar. Zum Tot meines Vaters habe ich nicht geweint. Da war einfach nichts…
Das Licht auf der Straße war aus. Ich bin zur Arbeit gegangen, habe funktioniert. Ironischerweise bin ich Krankenschwester. Das Krankenhaus lief also wie gewohnt weiter. Ich wusste nie wie es mir geht. Wenn mir wer gefragt hat war die gewohnte Antwort. „Gut“. Aber nichts war gut. Ich war völlig am Ende. Und ich habe mich zu der zeit selber gefragt wie ich das alles packe. Überschwemmung, Haus kaputt und immer noch nicht wieder hergestellt, Bruder darüber Obdachlos geworden, Corona, mein eigenes Haus zu der zeit Großbaustelle durch Sanierung, ich war in der Fachweiterbildung zur Intensivpflegekraft, auf Intensivstation Highend Medizin, Papa unheilbar an Krens erkrankt, selber 2 mal Corona gehabt mit Pneumonie und kurz vor selbst im Krankenhaus liegen, meine Freundin mit Skepsis auf intensiv… und so vieles mehr… und das ist alles binnen einen Jahres passiert. Da ist noch viel mehr passiert in dem Jahr an das ich mich gar nicht erinnern kann.
Ich hab mich so sehr von meiner eigenen Person verabschiedet… währst du mit dem Auto über mich drüber gefahren. Ich hätte das nicht gemerkt. Ich wäre weiter arbeiten gegangen.
Bis zu dem Tag an dem absolut nichts mehr ging. Und das hatte kaum einer kommen sehen. Ich war von jetzt auf gleich 1,5 Jahre weg vom Fenster und deale immer noch damit. 2 Jahre später.
Und warum ist das alles ein Problem. Wenn Emotional die Straßenbeleuchtung ausgeht. Weil wir unsere Emotionen brauchen um uns zu erholen und Erfahrungen zu machen. Das Leben ist ein Expander zwischen gut und böse. Also Gut, Freude, Entspannung, liebe, Glücksgefühle. Böse Trauer, Wut, Erschöpfung etc. Wenn nur ein Anteil dieser Emotionen vorhanden ist, ist das nicht gut. Es muß ausgeglichen sein. Immer nur Glücklich, fröhlich etc. macht gleichgültig, oder manisch. Und immer nur Böse depressiv, Depersonalisiert. Die Emotionen spalten sich vom Geist ab. Weil man sich sonst Iwo aufhängen würde. Es ist ein Schutzmechanismus. Sieht man bei menschen in dauerhaft ausweglosen Situationen. Wie diese Dauerbelastung die ich hatte, aber auch bei Misbrauchsopfern, Kriegsgefangene, Folter, KZ Insassen etc. die sind alle Depersonalisiert. NUR deswegen halten die solche Strapazen überhaupt aus.
Mir ist das erst um die Ohren geflogen als die Strapazen aufhörten und ruhe einkehrte… Da konnte ich nämlich nichts damit anfangen und wunderte mich, warum ich immer noch so gleichgültig war. Das leben hätte doch besser werden müssen. Wurde es nicht. Es wurde schlagartig schlechter. Mit 3 Monaten Psychiatrie und 2 Monate Reha.