Ich habe den Eindruck, dass sie, warum auch immer, entweder starke negative Vorurteile oder Ängste - oder beides - hat, wenn es um diese Medis geht.
Du erkennst ja hier schon durchaus korrekterweise an, dass sie vielleicht einfach Ängste hat - weil der Umgang mit BtM sie vielleicht überfordert. Vielleicht wurde sie auch schon abgemahnt, weil sie einmal einen schwerwiegenden Fehler, der üble Folgen haben kann, bei der Dokumentation oder Herausgabe (4-Augen-Prinzip) von BtM gemacht hat?!
Die Frage ist nur, warum du dich dann trotzdem auf diesen Hass-Film einschießt, der ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit üble Motive unterstellt?!?
Nein, eine Apothekerin im fortgeschrittenen Alter wehrt sich!
Du hast üble Vorurteile, haben wir jetzt begriffen.
Und fährst dann einen Film, in dem du - aufgrund deiner Vorurteile - angebliche Denkweisen und Vorurteile in die andere Person hinein projizierst und ihr diese unterstellst.
Kann man sich echt nicht ausdenken…
Sondern, sie könne es halt nicht lesen. (Aha.)
Liegt jetzt nicht sooo fern. Und sei es nur, weil sie im “fortgeschrittenen Alter” vielleicht nicht mehr die besten Augen hat und bei BtM auf Nummer sicher gehen möchte (und auch muss, laut Gesetz!).
Nehme den raus und zeige den ihr - da steht ja auch der Name des Medikaments drauf. Und das zeigt ja, dass es das gibt und ich es bei mir führen darf.
Inwiefern soll die Tatsache, dass du den Blister eines BtM-Medikaments in deinem Rucksack hast ein Beweis dafür sein, dass du es legal erhalten hast und legal besitzt?
Diese Logik ist genauso schlecht wie der Rest der Story.
(Zur Not hätte ich auch noch den Medikamentenplan auf meinem Handy gehabt und der hätte es DEFINITIV zweifelsohne belegt!)
Was soll ein Medikamentenplan auf deinem Handy (!) belegen gegenüber einer Apothekerin bei der Herausgabe von BtM?
Sorry, aber das belegt gar nichts!
Deine Anspruchsdenken bei gleichzeitiger völliger Ignoranz finde ich einfach nur erschreckend ehrlich gesagt.
Sie verschwand für den Bruchteil einer Sekunde und sagte dann, das Medikament sei unauffindbar.
(…)
Und da wurde sie dann sehr, SEHR nervös. Fing an sehr demonstrativ zu suchen, und sprach plötzlich voller Angst davon, dass sie nun ins Gefängnis käme (WTF?!)
Was heißt hier WTF - sie ist bei der Herausgabe und beim Nicht-Auffinden nervös, weil bei BtM-Medikamenten tatsächlich für den Umgang in der Apotheke Pflichten bestehen, die sie einfach den Job kosten können und strafrechtliche Folgen haben können.
Dass du hier deine Story so aufbauscht, aber dich nicht Mal 2 Minuten informiert hast, ob sie vielleicht recht hat und ihre Angst und Sorgen berechtigt sind, wenn sie das Medikament unter ihrer Aufsicht verliert zeugt schon von wahnsinniger Ignoranz in meinen Augen.
Eine Kollegin setzt sich nun mit mehr Nachdruck für mich ein. Erklärt, dass dies wirklich meine Medis sind. Zeigt, wie man die richtige Produktnummer eingibt.
Ach, verrückt. Ist die Apothekerin im “fortgeschrittenen Alter” a.k.a. “Boomer:In” vielleicht wirklich einfach noch nicht so lange in der Apotheke angestellt und daher sehr vorsichtig nichts falsch zu machen? Oder technisch einfach wenig bewandert?!
Friss oder stirb. Alles muss “ihre” Ordnung haben. So kommt es mir vor.
Dass du Paranoid bist, heißt nicht, dass sie nicht hinter dir her sind 
Anscheinend richtig stolz auf ihre “sehr genaue” Arbeit.
Ist erstens ihre Pflicht und zweitens passt es dazu, dass sie einfach angespannt war, weil sie keinen Fehler machen wollte. Logisch, dass sich nach Klärung der Situation Lockerheit einstellt und dass sie Smalltalk hält zeigt dass sie vielleicht NICHT die böse Anti-Medikamenten-Apothekerin ist die persönlich etwas gegen dich und deine Medikation hat.
So als ob sie, als Apothekerin, die mich überhaupt NICHT kennt, ein Anrecht darauf hat, zu entscheiden, welche Medikamente jetzt für mich optimal sind und welche nicht! Und es gleichzeitig auch noch schafft, dass ich mich schlecht dafür fühle, dass ich überhaupt eine kleine Menge mitnehmen darf. Dass ich es wage, Hilfe anzunehmen. Denn die gab es früher ja schließlich auch nicht!
Deine eigenen Komplexe solltest du wirklich Mal bearbeiten.
Und zur Info: Ritalin war bereits in den 80ern und 90ern weitverbreitet und verbreitet bei auffälligen (ADHS-)Kindern.
Auch hier hätte etwas Bildung und Nachforschung schon geholfen um von dem Trip runterzukommen.
Ich wünsche eine gute Besserung.