Herausgabe verweigert - trotz Rezept. Negative Vorurteile der Apothekerin führten zu unnötiger Gängelung

Liebe/r SalatKopf,

Dir braucht nichts leid zu tun und das ist auch sehr lieb von Dir, mich ermuntern zu wollen! Ich bin recht neu hier (erst von 2 Monaten diagnostiziert :upside_down_face:, erst zwei Mal mit dem Thema ADHS-Medi-Rezept in der Apotheke “konfrontiert”:wink: ) und habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Bzw. meine Anmerkung wg. dem “Alter”, “altem Schlag” unter den falschen Post gesetzt… Sorry meinerseits. Ich bezog mich auf Deine Antwort an Ciri. Und auf andere Posts, Stichwort “Oma”… Ich bin nur der Meinung, dass die Nutzung von bestimmten Begrifflichkeiten leicht in nicht beabsichtigte Richtungen/Verallgemeinerungen führen können. Negative Gefühle bzgl. meines persönlichen Alters sind nicht aufgekommen. Im Gegenteil, meinem Alter und der Tatsache, dass ich trotz/mit AD(H)S bis hierhin undiagnostiziert/untherapiert überlebt habe, ist eine gewisse Standfestigkeit zu verdanken. Ich lasse mich von niemandem (egal welchen Alters, Geschlechts, Berufsgruppe etc. :laughing: ) ins Bockshorn jagen und rufe Dir zu: bleibe selbstbewußt und hartnäckig! LG

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Für mich klingt es einfach nach einer pendantischen, überforderten und übergenauen Apothekerin und einem ADHSler mit starken Zügen von Paranoia, der/die aus einer m.E. verpeilten und überkorrekten, vielleicht auch überforderten Apothekerin irgendwelche übertrieben Verschwörunstheorien bildet. Nimm mir das gerne übel, aber das ist meine Meinung.

BtM sind vom Handling her halt ein Sonderfall in der Apotheke, bei dem sie tatsächlich bei der Ausgabe Dinge wie das 4-Augen-Prinzip, Dokumentation, Gültigkeit des Rezepts etc. sehr genau prüfen MUSS.

Deine Implikationen ergeben aus meiner Sicht bei näherer Betrachtung keinen wirklichen Sinn, sorry.

Will ihr nicht die Genugtuung geben, dass sie mal wieder ihren Willen kriegt.

Dass sie dir irgendwie das Medikament nicht rausgeben will, weil sie persönlich kein Verständnis dafür hat und es dir schwer machen will ist eine abgefahrene Idee.

Du steigerst dich aus meiner Sicht wirklich sehr extrem rein. Mache ich auch manchmal, aber dagegen gibt es ja eigentlich Medikamente…

Denn ihre Haltung ist ja - egal wodurch sie begründet ist - wirklich scheiße.

Dass da irgendeine tiefergehende Haltung dahintersteckt ist eine Unterstellung und Fantasie von dir. Nicht mehr und nicht weniger.

Hier ist aber auch die Frage ob man einen Menschen ändern kann, der sich nicht ändern will,

Noch mehr Implikationen und alles basierend auf deiner Annahme, dass deine Interpretation der Situation genau zutrifft.

Fakt ist: für ihr Verhalten gibt es zig mögliche Gründe und Ursachen. Und eine Anti-Haltung und der Versuch dir deine Medikamente vorenthalten zu wollen die du da als absolut sichere Annahme hineininterpretierst sagen mehr über dich aus als über sie.

Ja, sie kriegt dann was sie will.

Ist wohl besser für alle Beteiligten.

ABER nicht alle älteren und nicht alle Boomer in meinem Umfeld sind so

Warum muss man überhaupt Menschen in solche Kategorien und Schubladen unterteilen?

Gehöre zwar nicht in diese Kategorie, aber während man über die Apothekerin nur spekulieren kann, ist es für mich erwiesener Fakt, dass ich dein Verhalten und deine Denkweise absolut unterirdisch und widerlich finde.

Egal wie alt oder jung du bist oder welches Geschlecht du hast (habe nicht nachgeschaut und ist mir auch egal).

Es sind in meinem Umfeld auch junge Leute dabei, die leider mit sehr negativen Vorurteilen glänzen. ZB solche, die als Kinder nicht gut betreut wurden und deshalb jetzt leider Anti Medikamente sind.

Achso, wer also Vorurteile gegen Medikamente hat (was ich bei einer Apothekerin eher weniger annehme…) ist also deswegen so, weil er/sie als Kind nicht gut betreut wurde?

Mensch, wieder was gelernt. So einfach kann die Welt sein.

Das sind alles Fälle, wo jetzt nicht sofort das Jugendamt kommen würde, die Kinder - und in manchen Fällen auch Eltern - aber massiv darunter leiden, dass sich gegen eine Diagnose gewehrt wird.

Ist trotzdem nicht deine Baustelle. Du unterstellst und implizierst gerne Dinge und weißt es doch auch selbst immer am besten, offensichtlich.

Dass man dich in der Apotheke nicht bedienen möchte, kann ich auch aus ganz anderen Gründen durchaus nachvollziehen.

Und Spoiler: es hat nichts damit zu tun, dass irgendeine Apothekerin(!!) “Anti-Medikamente” ist und dir deine daher vorenthalten möchte, weil sie “in der Kindheit nicht gut betreut” wurde.

Ich habe den Eindruck, dass sie, warum auch immer, entweder starke negative Vorurteile oder Ängste - oder beides - hat, wenn es um diese Medis geht.

Du erkennst ja hier schon durchaus korrekterweise an, dass sie vielleicht einfach Ängste hat - weil der Umgang mit BtM sie vielleicht überfordert. Vielleicht wurde sie auch schon abgemahnt, weil sie einmal einen schwerwiegenden Fehler, der üble Folgen haben kann, bei der Dokumentation oder Herausgabe (4-Augen-Prinzip) von BtM gemacht hat?!

Die Frage ist nur, warum du dich dann trotzdem auf diesen Hass-Film einschießt, der ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit üble Motive unterstellt?!?

Nein, eine Apothekerin im fortgeschrittenen Alter wehrt sich!

Du hast üble Vorurteile, haben wir jetzt begriffen.

Und fährst dann einen Film, in dem du - aufgrund deiner Vorurteile - angebliche Denkweisen und Vorurteile in die andere Person hinein projizierst und ihr diese unterstellst.

Kann man sich echt nicht ausdenken…

Sondern, sie könne es halt nicht lesen. (Aha.)

Liegt jetzt nicht sooo fern. Und sei es nur, weil sie im “fortgeschrittenen Alter” vielleicht nicht mehr die besten Augen hat und bei BtM auf Nummer sicher gehen möchte (und auch muss, laut Gesetz!).

Nehme den raus und zeige den ihr - da steht ja auch der Name des Medikaments drauf. Und das zeigt ja, dass es das gibt und ich es bei mir führen darf.

Inwiefern soll die Tatsache, dass du den Blister eines BtM-Medikaments in deinem Rucksack hast ein Beweis dafür sein, dass du es legal erhalten hast und legal besitzt?

Diese Logik ist genauso schlecht wie der Rest der Story.

(Zur Not hätte ich auch noch den Medikamentenplan auf meinem Handy gehabt und der hätte es DEFINITIV zweifelsohne belegt!)

Was soll ein Medikamentenplan auf deinem Handy (!) belegen gegenüber einer Apothekerin bei der Herausgabe von BtM?

Sorry, aber das belegt gar nichts!

Deine Anspruchsdenken bei gleichzeitiger völliger Ignoranz finde ich einfach nur erschreckend ehrlich gesagt.

Sie verschwand für den Bruchteil einer Sekunde und sagte dann, das Medikament sei unauffindbar.

(…)

Und da wurde sie dann sehr, SEHR nervös. Fing an sehr demonstrativ zu suchen, und sprach plötzlich voller Angst davon, dass sie nun ins Gefängnis käme (WTF?!)

Was heißt hier WTF - sie ist bei der Herausgabe und beim Nicht-Auffinden nervös, weil bei BtM-Medikamenten tatsächlich für den Umgang in der Apotheke Pflichten bestehen, die sie einfach den Job kosten können und strafrechtliche Folgen haben können.

Dass du hier deine Story so aufbauscht, aber dich nicht Mal 2 Minuten informiert hast, ob sie vielleicht recht hat und ihre Angst und Sorgen berechtigt sind, wenn sie das Medikament unter ihrer Aufsicht verliert zeugt schon von wahnsinniger Ignoranz in meinen Augen.

Eine Kollegin setzt sich nun mit mehr Nachdruck für mich ein. Erklärt, dass dies wirklich meine Medis sind. Zeigt, wie man die richtige Produktnummer eingibt.

Ach, verrückt. Ist die Apothekerin im “fortgeschrittenen Alter” a.k.a. “Boomer:In” vielleicht wirklich einfach noch nicht so lange in der Apotheke angestellt und daher sehr vorsichtig nichts falsch zu machen? Oder technisch einfach wenig bewandert?!

Friss oder stirb. Alles muss “ihre” Ordnung haben. So kommt es mir vor.

Dass du Paranoid bist, heißt nicht, dass sie nicht hinter dir her sind :wink:

Anscheinend richtig stolz auf ihre “sehr genaue” Arbeit.

Ist erstens ihre Pflicht und zweitens passt es dazu, dass sie einfach angespannt war, weil sie keinen Fehler machen wollte. Logisch, dass sich nach Klärung der Situation Lockerheit einstellt und dass sie Smalltalk hält zeigt dass sie vielleicht NICHT die böse Anti-Medikamenten-Apothekerin ist die persönlich etwas gegen dich und deine Medikation hat.

So als ob sie, als Apothekerin, die mich überhaupt NICHT kennt, ein Anrecht darauf hat, zu entscheiden, welche Medikamente jetzt für mich optimal sind und welche nicht! Und es gleichzeitig auch noch schafft, dass ich mich schlecht dafür fühle, dass ich überhaupt eine kleine Menge mitnehmen darf. Dass ich es wage, Hilfe anzunehmen. Denn die gab es früher ja schließlich auch nicht!

Deine eigenen Komplexe solltest du wirklich Mal bearbeiten.

Und zur Info: Ritalin war bereits in den 80ern und 90ern weitverbreitet und verbreitet bei auffälligen (ADHS-)Kindern.

Auch hier hätte etwas Bildung und Nachforschung schon geholfen um von dem Trip runterzukommen.

Ich wünsche eine gute Besserung.

Ich ging davon aus, dass gemeint war, die Personen waren bezüglich der Medikamente / des ADHS nicht gut betreut (überdosiert, „ruhiggestellt“) und sind deswegen heute gegen ADHS-Medis. Im Sinne von „ich weiss wovon ich spreche“. Gibts leider noch recht häufig.

Zum Rest möchte ich mich nicht äussern, der Ton gefällt mir gar nicht… schade.

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Hallo @BesserWisser ,

eine bemerkenswerte Deutung.

Aber es kommt auf die Motive der Apothekerin überhaupt nicht an. Ob vorurteilsbeladen oder überfordert, das Verhalten geht so nicht. Weil: Wer BTM-Medikamente einnimmt, sollte nicht im Geringsten das Gefühl vermittelt bekommen, abgewertet zu werden.

Hier ist Sensibilität und Empathie gefragt, und die Apothekerin vermittelte das Gegenteil.

Wenn Apothekerinnen und Apotheker hier unprofessionell handeln, ist der Weggang der Kunden logische Konsequenz.

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Ich hab leider auch unter meinen Bekannten jemanden mit ADHS, diagnostiziert, der so von kindern denkt, bzw. Dass es nur an den Eltern liegt. Dass diese vllt auch adhs haben können, akzeptiert er nicht als Argument. Und er sollte es besser wissen, weil er auch spätdiagnostiziert ist…

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Kleines Update von mir zum Thema:

Ich habe heute ein neues Rezept bekommen, und weil ich umzugshalber (ganz eigenes Thema…!) Urlaub habe, ist meine Standard-Apotheke bei der Arbeit zu weit weg.

Habe ich also gleich vor der Praxis (um ca. 9:30 Uhr) in der hiesigen Apotheke angerufen, und es hat auch da geklappt: Telefonisch besprochen, was verordnet ist, und welches Präparat ich sonst krankenkassenmäßig bekommen habe, und kann ich heute ab 16 Uhr abholen! :smiley::+1:

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