Hilfe! Totaler Gewöhnungseffekt von Elvanse.

Hallo ihr Lieben,

ich brauche unbedingt eure Hilfe bzw. Ratschläge.

Zu mir:
Ich bin der ADS-Typ ohne (H) (unaufmerksame Typ, ohne Hyperaktivität), männlich, 28 J.
Mein Problem ist einfach die Geschwindikeit u. die Konzentrationsproblematik, schon immer.

Ich habe Medikinet u.Ritalin getestet, sowohl retardiert bzw. unretardiert. Alles allerdings ohne ansprechenden Erfolg, da kaum Wirkung, höchstens 30 min. Aber im Grunde war es, als hätte ich nichts genommen. Egal, ob 20, 40 oder 60mg.
Mir wurde nur übel davon (natürlich in längeren Abständen langsam gesteigert).

Mittlerweile , seit Mai 2019 wurde mir von meinem Arzt Elvanse verschrieben.
Es hat auch super geholfen und Ich war sehr zufrieden.
Das Eindosieren hat auch gut funktioniert (dachte ich).

Jetzt kommt das rießengroße Problem:

  • Ich habe nach 2-3 Tagen, direkt einen Wirkverlust, als hätte ich das Medikament nicht genommen u. mein Körper benötigt dann mehr, damit ich eine Wirkung verspüre, also es ist wirklich als hätte ich überhaupt nichts eingenommen.

Ich habe schon alles versucht: (Mein Ablauf beim Finden der richtigen Dosierung):

Habe mit 30 mg. begonnen, nach 3 Tagen Wirkverlust, habe mich dann damit rumgeqüält und in Absprache mit meinem Arzt auf 40 mg. hochdosiert, nach etwa 2 Wochen. Nach 3 bzw.5 Tagen wieder Wirkverlust, somit wieder hochdosiert, etwa nach einem Monat auf 50 mg.
Bei 50 mg. habe ich dasselbe nach 3-5 Tagen.
Habe schon 60 mg. ausgetestet, allerdings sind die Nebenwirkungen schon bei 50 mg. extrem gewesen (heftige Kopfschmerzen, Übelkeit, Zombie-Modus, gefühlskalt).
Nachdem meine Frau gesagt hat, ich hätte mich so sehr verändert, dass sie mich nicht wieder erkennt und Ich total eiskalt geworden wäre. (So ist aber eigentlich überhaupt nicht mein Naturell.) habe ich mich dazu entschieden nach etwa 5 Monaten -Medikamenteneinnahme komplett auszusetzen mit dem Medikament für 3 Wochen und habe nochmal komplett neu angefangen einzudosieren u. habe mir eine Feinwaage gekauft, um in ganz kleinen Schritten hochzudosieren, bis zur optimalen Dosisfindung, natürlich in Absprache mit meinem Arzt.

Ich habe mit 30 mg. angefangen und schrittweise im Rhythmus von 3-5 Tagen in 2,5 mg Schritten nach oben dosiert.

So, nach 3 Tagen hatte ich immer wieder einen Wirkverlust.
Ich bin nach 3 Monaten wieder bei 50 mg (extreme Nebenwirkungen), bis 45 mg war es noch ok mit den Nebenwirkungen und es hilft einfach wieder gar nicht.

Habe die letzten 2 Tage versucht zu splitten, morgens 40 mg und mittags 20 mg. Erst gut, dann keine Wirkung mehr.

Was könnte das sein und warum tritt so schnell ein Gewöhnungseffekt bei mir ein? Was soll ich machen?

Das große Problem ist, im Dezember schreibe ich eine ganz wichtige Prüfung (3 Tage hintereinander) u. momentan geht einfach nichts mehr konzentrationsmäßig.

Vielen Dank für eure Meinungen. Bin für alles dankbar.

Viele Grüße

So was ließt man leider immer mal wieder,.

Was ist mit Stratterra ?

Schon mal probiert immer nach den drei Tagen ein oder zwei Tage Pause zu machen ?
Elvanse bekommt mir aktuell auch besser wenn ich immer mal wieder ein Tag pausiere.

Das mit der Gefühlskälte habe ich auch schon von meinem Arzt gehört, dass das einige davon haben.

und natürlich
:willkommen :winken

Hallo Johnny und herzlich Willkommen :winken

Hallo @Johnny und herzlich willkommen :winken
Vielleicht hilft dir zunächst dieser Thread
<URL url="https://adhs-forum.adxs.org/t/zwaenge-sucht-und-der-strafende-elternmodus/92/1 text=„viewtopic.php?t=474&start=60“>https://adhs-forum.adxs.org/t/zwaenge-sucht-und-der-strafende-elternmodus/92/1
P.S. Super Name

Hallo Johnny,

herzlich willkommen!

Die nächste Möglichkeit, wenn überhaupt noch mit Stimulanzien, wäre unretardiertes Amfetamin auszuprobieren. Das Problem dabei ist leider, dass du das vermutlich selbst bezahlen müsstest.

Denn soweit ich weiß, werden Gewöhnungseffekte v. A. bei Retardmedis beobachtet, seltener bei unretardierten Stimulanzien.

Danke schon mal für die Antworten von Euch.
Auf Straterra möchte ich nicht umstellen. Ich bin froh, mit Elvanse eigentlich ganz gut zu Recht zu kommen.
Elvanse funktioniert bei mir, nur eben nicht konstant genug.

Ich habe früher auch schon kurz wirkendes AMP bekommen, in Form von angemischtem Amphetaminsaft aus der Apotheke… Allerdings war der Rebound bei mir viel zu extrem.

Wenn ich Elvanse immer mal wieder absetze, dann müsste ich mich immer wieder neu einpegeln mit der Dosis, dass möchte ich ungern, wg. der Überdosierungsproblematik.

Vll. noch andere Ideen, weshalb sich eine Gewöhnung bei mir so schnell einstellt?

Auf Ernährung achte ich, und den Kaffee lasse ich auch mittlerweile weg.

Danke für Eure Hilfe.

Viele Grüße

Ich mache nach der nach dem Pausen Tag miterweil mit der gleichen Dosis weiter. Mache die Pause meist am WE, habe immer das Gefühl das die Wirkung zum WE etwas schlechter wird. Aber nur latent , also kann auch leichte Einbildung sein oder normale Gewöhnungseffekt.

Wass meinst du mit Überdosierungeproblematik?

Mein PsychDoc hatte das Gefühl das ein Tag Pause bei Elvanse für mich besser ist, also er hatte das Gefühl das es sonst zu viel des guten wird und dann quasie so was wie überdosierts sein könnte.

Also ich habe schon sämtliche Sachen wie Medikinet, Stratterra und Elvanse genommen und bei allen nach einiger Zeit den Verlust der Wirksamkeit festgestellt oder ich wurde plötzlich müde etc und es schlug ins Gegenteil um.
Ich hab dann Pause gemacht für 2 Wochen etwa und dann ging es wieder.
Bei Elvanse jetzt nehme ich es oft an arbeitsfreien Tagen nicht.
Liebe Grüße

Guten Morgen,

und wenn ihr einen Tag Pause gemacht habt, steigt ihr mit welcher Dosis wieder ein, wenn ich Fragen darf?

Ich habe früher auch am Wochenende ab und zu Pause gemacht von Elvanse, als ich dann allerdings wieder angefangen habe Montags, war ich zwar fokussiert, aber extrem verstimmt, und auch eher aggressiv und wenig kollegial.

Ab dem 2.Tag war das dann weg.
Aber das möchte ich nicht ständig haben bzw. nicht wöchentlich.

Viele Grüße

Ich nehme immer das Gleiche
Hatte schon viel experimentiert mit Dosieren und nun bei 30 mg Elvanse


Aus dem Grund mache ich das auch nicht mehr, sondern nehme es durchgehend. Für die Stimmung sind solche Neurotransmitter-Achterbahnfahrten offenbar nicht zuträglich.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir Elvanse sowieso nicht so stark bei der Fokussierung hilft, sondern mehr gegen innere Unruhe und Gebtriebenheit. Aber das reicht mir völlig.

Hi Johnny, willkommen bei uns!

Es ist bei Elvanse normal, dass die Wirkung nach einer Dosissteigerung in den ersten Tagen stärker wahrgenommen wird und dann in den Hintergrund rutscht. Trotzdem ist, wenn auch subtiler… eine Wirkung da! Im Idealfall merkt man garnicht, ein Medikament eingenommen zu haben und sieht, vielleicht erst nach einer gewissen Zeit rückblickend, wie sehr es einem doch geholfen hat. Wenn deine Frau sagt, es hätte dich zum negativen verändert, ist die Dosis bestimmt zu hoch… probier doch mal aus, wie es sich mit wesentlich weniger verhält. Auch 30mg können schon zu viel sein!

Von Einnahmepausen halte ich wenig, mache ich hin und wieder nur aus Versehen, wenn ich es mal vergessen habe zu nehmen :roll:

LG Andreas


In der Eindosierungsphase bin habe ich nach dem Tag Pause immer um 2,5mg gesteigert.
Nun nach dem Tag Pause/ manchmal zwei einfach selbe Dosis.
Wobei ich mich auch ehr als eine sehe, die schon noch in der Eindosierungsphase ist , also sind meine Erfahrungen bisher noch keine konstanten Dauererfahrungen.

Aber mein Psychdoc wird sich schon was dabei gedacht haben, es ist auch keine Pauschalempfehlung die er macht.

Ich mache auch Pausen und die Empfehlung kam auch von meinem Doc. Ich glaube jeder muss selbst bestimmen, wie er es handhabt.
Mir kommt ein Tag Pause sehr gut, wobei ich an diesem Tag definitiv noch Restwirkung habe.

Ich hatte das am Donnerstag Morgen , dass ich irgendwie das Gefühl hatte, kein Elvanse einnehmen zu wollen. Bin dem Bedürfniss nach und kam auf der Atbeit gut klar, wobei da gerade die Anforderungen nicht so groß sind und ich eine neu Aufgabe übernommen habe, die mich positiv wie immer am Anfang motiviert und ich denke REstwirkung auch noch. Gestern wieder das Gefühl kein Elvanse zu wollen. Hab dann MPH zur Arbeit mitgenommen und dann doch später noch was genommen.
Heute morgen wieder ganz normal mit Elvanse gestartet.

Das finde ich auch sehr interessant! Ich habe auch den unaufmerksamen Typus und ich nehme seit knapp zwei Monaten Dexamphetaminsulfat Tropfen aus der Apotheke.

Ich habe mich recht langsam gesteigert und bin gerade bei umgerechnet 10mg morgens und 5mg mittags. (Ich dachte, das sei schon viel. Wundere mich etwas, wie hoch die Dosierung bei vielen scheinbar ist.)
Ich habe eine ganz ähnliche Empfindung, mache mir auch Sorgen um einen Wirkverlust, da ich es immer weniger spüre, wie die Wirkung eintritt. Von einem Nachlassen der Hyperaktivität kann unsereins ja nicht unbedingt sprechen…

Ich habe mit dem Arzt gesprochen und er meinte, dass sich eben eine gewisse Toleranz einstellt und dann die Dosierung ein/zwei mal erhöht werden kann. Davon, dass die Wirkung mit der Zeit subtiler ausfällt, hatte er nichts gesagt, aber das erklärt schon gut, wie es sich anfühlt.
Vielleicht liegt des Rätsels Lösung tatsächlich in der Richtung.

Um sicher zu gehen, habe ich heute angefangen, mir genau aufzuschreiben, wann und wie viel ich einnehme, wann die Wirkung eintritt und wann wieder nachlässt. Achte dabei dann jetzt auch auf subtilere Anzeichen.

Das mache ich ein paar Wochen und kann es dann hoffentlich besser einschätzen.