Liebe Leser, ich bin zutiefst traurig und auch überfordert.
Seit einem halben Jahr Date ich einen Mann mit ADHS. Er war von Anfang an offen. Die Monate sahen eher so aus: spontane Treffen, lange und gute Gespräche, kochen, lachen , und das alles stets mit einer gewissen Distanz. Ich selbst hab da auch so meine Probleme mit zu viel Nähe, daher wusste ich das er mir in dieser Hinsicht keinen Druck machen wird.
Irgendwann jedoch wurde mir das alles zu wenig. Wir beide gingen stets emotionalen Gesprächen aus dem Weg. Ich genoss die gemeinsame Zeit. Letzte Woche war ich 3 Tage bei ihm . An seinem Geburtstag hat er mich höflich ausgeladen und kam am folgetag zu mir und blieb über Nacht. Danach kurzfristig wieder verabredet und plötzliche absage seinerseits, ich war mega enttäuscht. Das ständige warten auf eine Nachricht, jedes analysieren seiner Worte etc. Und immer das Gefühl das er es nicht ernst meint. Dann bin ich durchgedreht .
Ich habe es am Montag beendet. Er schrieb noch das es wichtig ist das ich bei ihm bin. Und ich dachte mir nur … und warum fühle ich mich so unwichtig?
Nun, er hat noch wichtige Dokumente von mir die ich benötige.
Ich kann nicht abschließen, wenn ich das alles noch im Kopf habe. Also hab ich ihn gestern kontaktiert und sagte ihm auch das er mir fehlt. Mein Verhalten auch verletzend war, das es mir leid tut.
Ich habe mich im übrigen 3x in den 6 Monaten zurückgezogen. Aus Angst.
Er hat sich immer wieder gemeldet und ich hab mich immer wieder eingelassen. Es passt zwischen uns. Leider hab ich Ängste und er spiegelt mir stets mit seinem Verhalten wenn ich nicht bei ihm war, das ich keine große Priorität in seinem Leben habe.
Naja, er hat sofort auf meine Nachricht geantwortet. Kurz und knapp, lösungsorientiert. Natürlich ist er auf meine emotionalität nicht eingegangen. Das war schlimm.
Ich bereue es und spüre die Konsequenzen meiner Entscheidung. Kennt das jemand?