Ich habe keine Energie mehr

Hi Leute,

ich fürchte ich bin einmal zu oft gestürzt und nun finde ich keine Kraft mehr aufzustehen. Leider musste ich hinnehmen, das ich für eine aktiven Dienst im THW wohl nicht geeignet bin. Ursache dafür ist im Kern mein schlechtes Gedächtnis, dass dazu führt das ich immer wieder angelernte Techniken vergesse, da diese mit unter monatelang nicht genutzt werden. Dies führt dazu, das ich nach wie vor nicht wirklich einsatzfähig bin. Da sich daran trotz aller Bemühungen nichts grundsätzliches geändert hat musste ich leider meinen Hut nehmen. Das habe ich zwar im einvernehmen mit meine Vorgesetzten gemacht und es ist auch nicht so, dass sie mich durchweg kritisiert hätten aber nichts desto Trotz fühlt sich das wie ein Aufschlag auf dem Boden an.

Und nun habe ich keine Kraft mehr mich wieder aufzuraffen. Das war einfach eine Niederlage zu viel. Ich fühle mich Erschöpft und egal wie lange ich mich ausruhe dieser (mentale) Erschöpfungszustand bleibt bisher bestehen. Das ist wieder mal ein Punkt an dem ich mich frage wozu ich eigentlich zu gebrauchen bin. Wann immer ich mich an irgendetwas schwierigem oder wichtigem versuche kommt nur bestenfalls etwas halbgares heraus mit dem nicht wirklich jemand etwas anfangen kann.

Ich weiß nicht so richtig woran das liegt aber ich glaube das liegt einfach daran, dass ich einfach zu dumm bin. Wobei es mir ehrlich gesagt relativ wurscht ist was genau zu dieser Dummheit führt. Ob es nun das ADHS ist was meine (kognitiven) Fähigkeiten soweit herabsetzt, dass mir kaum etwas schwieriges gelingt oder ich einfach einen kellertiefen IQ habe ist zweitrangig. So wie die Dinge liegen kann ich daran nichts grundsätzliches ändern. Damit kann ich auch mein Selbstbewusst sein/Selbstvertrauen gleich mit in die Tonne zu werfen. Was soll auch als Grundlage dafür herhalten?

Das ist einfach nur noch zu kotzen, ich habe nicht mal mehr die Kraft mich darüber aufzuregen. Ihr braucht nicht zu Antworten, das hätte wohl auch keinen Sinn. Ich wollte mir das einfach mal von der Seele schreiben.

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Hallo, ich kann dir leider keine Tipps geben, möchte dir aber wenigstens sagen, dass ich dich verstehe. Zusammengefasst: Für alles wofür ich mich interessiere, bin ich leider nicht gesegnet genug und für die Dinge, die mich nicht interessieren, kann ich sowieso keine Kraft aufbringen.

Das ist eine Frage, die ich mir selbst auch immer stelle…

Ich denke aber das hat nichts mit Dummheit zutun. Ich hoffe jedenfalls immer noch, dass das bei mir alles durch AD(H)S bedingt ist. (Bin noch in der Diagnostik…) Glaub mir, ich habe auch viele Probleme, die andere Menschen nicht haben. Und da denke ich mir auch immer „Wieso? Ich dürfte der und der Person doch gar nicht SOOOO unterlegen sein. Warum ist das so?“

Wie gesagt, deine Frustration kann ich absolut verstehen. Ich bin leider auch in einem Tief und hoffe meine Kraft bündeln zu können und der Vergangenheit und alles was AD(H)S verursacht hat bald eine reinzuhauen :slight_smile:

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Moin @Herausforderer

Ich kenne deine Problematik leider sehr genau.
Den Frust, die Verzweiflung, die Selbstzweifel…

Das hat mit Intelligenz in erster Linie nichts zu tun. Eher mit dem Arbeitsgedächtnis.

Jedoch habe ich für mich (in gewissem Rahmen) eine Lösung dafür gefunden.
In gewissen Bereichen (vmtl könnte das beim THW ähnlich sein) hilft es mir, die Handgriffe immer und immer wieder zu trainieren. Und das nicht nur alle paar Wochen oder Monate sondern alle paar Tage.
Grade am Anfang muss ich das im Idealfall sogar mehrfach am Tag durchgehen, das ganze nochmals auf Papier vor mir haben um die Vorgänge dann zusätzlich nochmal im Kopf durchzugehen.

Damit ist es mir gelungen, dass ich jetzt noch Handgriffe blind ausführen kann, die ich vor 15 Jahren bis zum umfallen trainiert habe. Und das obwohl ich die seit mehreren Jahren nicht mehr aktiv ausgeführt habe :wink:

Vielleicht gibt es für dich ja die Möglichkeit es erneut zu versuchen oder beim THW im Beschaffungswesen / der Verwaltung anzufangen?

Drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen!

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Lieber @Herausforderer
Ich fühle ganz doll mit dir. Sowas tut sehr weh, das können hier sicher viele nachvollziehen. Lass mich dich mal ganz fest und lieb umarmen :hugs:

Due Müdigkeit, die nicht weichen will, könnte auf eine depressive Episode hindeuten, zum einen viell. ausgelöst durch die ständige Anpassung im Beruf, die Angst zu versagen und eine nicht ideal behandelte Adhs (nur Vermutungen von mir, bitte nicht als Diagnose verstehen!).

Ich mutmaße deshalb in diese Richtung, weil ich das auch aus der Vergangenheit kenne. Enttäuschungen, Trauer, Ängste…das ist nur verständlich, dass ein Mensch dann erschöpft.

Ich selbst bin auch oft enttäuscht worden und gefühlt am meisten (vermeintlich!) durch mich selbst, da ich mir immer zum Vorwurf gemacht habe, nicht so funktional zu sein wie andere. Das war sehr schlimm…

Darf ich dir einmal Mut machen? Es gibt nicht immer nur einen Weg, sonderen viele Abzweigungen. Klar, die siehst du heute noch nicht, aber du wirst sie sehen! Wenn deine Trauerphase vorbei ist (auch das wird passieren!), dann kannst du weiter sehen und auch entferntere Wege erkennen!

Schau mal, ich habe selbst auch oft an mir gezweifelt, warum ich, warum funktioniert mein Kopf nicht so wie bei anderen, warum stehe ich mir selbst im Weg, wie kann ich es nur ein Leben lang mit mir selbst aushalten?
Die Antworten bekommt man nicht, aber man lernt damit zu leben, anders zu sein.
Und das Beste daraus zu machen!

Das Gute (das sage ich bewusst so): dir kann geholfen werden!
Es gibt für uns Medikamente, die auch dir sehr helfen werden (btw, nimmst du welche?)
Insoweit haben wir Glück, Adhs ist behandelbar, viele andere Einschränkungen nicht.

Du wirst du sehen, sobald du eine für dich passende Behandlung erhältst, dass du ein glückliches normales Leben führen kannst, wie alle anderen auch!

Ich bitte dich: lass dir helfen, sollte das nicht der Fall gewesen sein bislang. Sprich zunächst mit deinem Hausarzt, vertraue dich an. Du wirst sehen, es wird dir bald besser gehen!

Und ja, THW ist vll keine Option für dich, aber wir haben Fachkräfte Mangel und du hast alle Möglichkeiten der Welt eine für dich schöne Alternative zu finden, die dich glücklich macht (ging mir auch so, wer hätte das früher gedacht;-))

Alles Liebe für dich und bitte schreib hier weiter, danit wir wissen dass es dir gut geht :adxs_wink:

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Das Arbeitsgedächtnis wird auch durch Stress belastet. Und Furcht und Selbstzweifel.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass Beiträge am Boden mit „wie befürchtet“ und „ich fürchte“ anfangen…

Vor ein paar Jahren habe ich mich mal um ein - technisch weit weniger anspruchsvolles - Ehrenamt beworben und der Leiter bat mich, nochmal zu überlegen, ob ich „nicht was überspringe“.

Ein Teil von mir ging da auch nach Hause und dachte „Nicht mal umsonst wollen sie Dich.“ Aber am Ende hat der Teil gesiegt (und später andere Ehrenämter gefunden…), der das annehmen konnte.

Denn ich wollte wirklich was „überspringen“. Will ich auch heute oft noch, manchmal sicher auch mit Forenbeiträgen.

Ich vermute, das liegt daran, dass beim gemeinsamen Einsatz im Team für andere mehr Dopamin abfällt.

Trotzdem gibt es wohl Phasen, die so herausforderungsreich sind, dass man dringend erstmal der eigene Katastrophenschutz sein muss, um „nichts zu überspringen“ und später dann auch wieder für andere da sein zu können. Und die Aussicht darauf, dass in Zukunft dann vielleicht wieder mehr möglich ist, kann vielleicht auch in dieser Zwischenphase ein Antrieb sein.

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Hallo Herausforderer!
Ich kann dir nur den Tipp geben, nicht gleich gegen den nächsten Berg zu rennen. Wenn dein Selbstwertgefühl am Boden ist, bau es langsam wieder auf. Nimm dir Sachen vor, die du schaffen kannst (im Haushalt oder auch in der Freizeit), und lobe dich dafür, wenn sie erledigt sind. Das kann was ganz banales wie Wäschewaschen oder Küche aufräumen sein. Vielleicht hast du ja auch in der Nachbarschaft Leute, denen du bei alltäglichen Dingen helfen kannst (einkaufen für Ältere Personen) um wieder das Gefühl zu bekommen, gebraucht zu werden. Ich hab damals während meiner Arbeitslosigkeit auch das Gefühl gehabt, vollkommen nutzlos zu sein. Kam mir vor wie wie ein Schmarotzer, der nur anderen auf der Tasche liegt - während meine Freunde von Ihrer Arbeit erzählten, wo sie mit ihren Steuern etc. meine Leben finanzierten, (das wurde mir aber nie vorgeworfen!) hatte ich nur vom nächsten gescheiterten Bewerbungsversuch zu berichten.

Da hab ich dann angefangen, unentgeltlich im Pflegeheim zu arbeiten. Richtige Arbeit war das nichtmal, ich hab die Bewohner durch den Park geschoben, aus der Zeitung vorgelesen, bin mit ihnen zum Arzt gegangen, hab sie getröstet, wenn was passiert ist (war immer heftig, wenn andere Bewohner gestorben sind, mit denen sie befreundet waren) oder sie Schmerzen hatten, hab bei der Vorbereitung des Sommerfestes geholfen etc., lauter so Kleinigkeiten, die ích aber gut bewältigen konnte - und die teils enorme Effekte auf die Bewohner hatten.

Bevor jetzt einer kommt - nein, ich war nicht der barmherzige Samariter, das hatte mit Nächstenliebe nicht viel zu tun, es war reiner Selbsterhaltungstrieb vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit des eigenen Lebens. (Nebenbei hatte ich jetzt auch im Freundeskreis wieder was über „meine Arbeit“ zu berichten).

Jedenfalls habe ich dort wieder sowas wie Dankbarkeit (die wollte ich gar nicht) und Anerkennung (schon eher) erfahren, das baut einen ganz schön wieder auf, ein tolles Ergebnis für 3 - 4 Stunden höchstens am Tag, und man gibt der Gesellschaft was zurück. Man glaubt gar nicht, das eine Partie „Mensch ärgere dich nicht“ im Heimalltag der Höhepunkt des Tages sein kann.

Aus deinem Beruf entnehme ich, dass du gerne anderen Leuten hilfst. Vielleicht kannst du erstmal wieder so „klein“ anfangen.

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All die erbaulichen Kommentare grad kann ich 100%ig so unterschreiben.

Ich stand bei einem Thema im Studium immer wieder an und kam nicht weiter. Massive Scham, Versagensangst, Mindfog, Gefühl dumm zu sein, alles.
Dieses ziemlich relevante Thema kam nämlich nur alle paar Semester dran und wurde natürlich immer komplexer - bis zum nächsten Mal hatte ich aber alles vergessen, weil es in der Zwischenzeit überhaupt nicht gebraucht wurde. Ich hab zusehen können wie die meisten Mitstudierenden da einfach wieder anknüpften (oder so taten) während ich - maskiert zunächst, versteht sich - aus allen Wolken fiel, hinein in einen tiefen Keller, weil ich jedes Mal einen größeren Brocken wiederholen musste und mir einfach nur maaaassiv dämlich vorkam.
Was Blödsinn war.
Das Thema war überhaupt nicht meins, egal wie gern ich es gewollt hätte und wie viel Leid es mir dann darum bescherte. Auf Krampf geht es nicht. Und manche Krämpfe werden mit der Zeit größer.
Eine Falle liegt darin, sich zu vergleichen mit dem was doch sein müsste/ was andere ja auch schaffen/ was man doch schon mal wusste oder konnte. Wurde manchen von uns ja leider von kleinauf eingetrichtert, so giftig es auch ist, sich mit Anderen oder einem eigenen früheren Optimalzustand zu vergleichen. Aus diesem Vergleichen muss man sich dann immer wieder raus holen, freundlich an die Hand nehmen und gut zu reden.

So, the upside:
Wir können mit AD(H)S vieles kognitiv super, wenn auch anders.

a. manche Themen(bereiche) sind total unsere und wir merken uns alles, andere sind nicht so unsere, bleiben viel schlechter hängen und das ist einfach ganz individuell * und
b. ist es irgendwo unsere eigene verkorkste AD(H)S-„Effizienz“, ungenutztes Wissen wunderbar auszusieben. Kenn ma nich (mehr), brauch ma nich, fott damit. Zack, Platz für vermeintlich Relevantes/ Aktuelles/ Interessantes da (oder die peinliche Erinnerung von anno dazumal kann mal wieder aufpoppen).

Und ja, klar, es ist bitter wenn das in einem Feld passiert, der einem ansonsten Spaß macht.

Drum: Wunden lecken, versuchen nachsichtig mit sich zu sein, sich Schritt für Schritt wieder aufbauen mit Sachen die einem gut tun und vllt nicht sofort mit Leistung zu tun haben müssen. Und mit der Zeit versuchen gut zu sich zu sein. Dann zu finden, wo die ganz persönliche und individuell gut passende Nische für einen ist.
Gib dir Zeit.

** Zu lernen welche Themen dann abzuhaken sind und bei welchen es sich lohnt sich nochmal reinzuknien - das könnte nochmal ein eigener Thread sein. Da ist viel feines reinspüren angesagt und je nachdem landet man irgendwo zwischen Radikaler Akzeptanz, Umsatteln oder einem nochmal Anpacken, mit angepassten Stellschrauben (s. @ZappelPhilipp).
Da gibt’s jedenfalls Möglichkeiten und neue Welten/ Nischen!

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Wow, liebe @AWOL! Ganz vesonders stark geschrieben! Danke dafür :pray:

Ich packe deine Worte in meine persönliche Werkzeug-Cloud… :hammer_and_wrench:
Sehr hilfreich für mich und ab sofort immer dabei :yellow_heart:

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Ich kann mich hier allen Vorrednern* nur anschliessen die sehr mitfühlend geschrieben haben und sogar den ein oder anderen Tipp gegeben haben.
Ratschläge kann ich Dir keine erteilen, denn ich verstehe Dich zu gut, kenne Deine Gefühle, kann Dich verstehen, weiss wie es ist wenn man ganz unten ist, sich nichts mehr zutraut und nicht mehr weiter weiss, einem alles sinnlos erscheint.
Aber gerade deshalb weil ich Dich so gut verstehe, weil ich auch ein schweres Berufsleben hinter mir habe, würde ich Dir so gerne helfen, wenn ich doch nur könnte, wüsste wie.
Denn ich will Dich auf keinen Fall entmutigen, sondern das genaue Gegenteil.
Deshalb würde ich mich sehr freuen wenn Du wieder schreibst, wenn Du uns von Dir erzählst, und vielleicht hat dann der ein oder andere hier plötzlich doch noch eine Idee die Dir weiter helfen kann mit diesem beruflichen Dilemma.
Nur eines möchte ich Dir noch sagen, glaube nicht Du seist dumm, tu Dir das nicht selbst an, werte Dich nicht selbst ab, denn Du bist auf keinen Fall dumm, denke daran wieviel Du schon geleistet hast, denn das ist eine grosse Leistung, vergiss das bitte nicht.

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Anmerkung: Das mit dem THW mache ich ehrenamtlich. Bei meinem echten Beruf läuft es aktuell einigermaßen. Trotzdem bin ich gerade auf einem Tiefpunkt und das wirkt sich auch auf die Motivation für meinen echten Job aus.

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Ja das ist verständlich, kurze Frage: was ist THW?, ich weiss nicht ob Du das schon erwähnt hast und ich es nur vergessen habe.

Technisches Hilfs-Werk. So’ne Art Feuerwehr, die bei Autounfällen etc. hilft.

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An diesen Punkt gelange ich auch öfter als mir lieb ist. Natürlich rafft man sich irgendwann wieder auf aber es wird mal zu mal schwieriger wieder hochzukommen. Auch wenn ich mittlerweile weiß, bzw. mir denken kann, woran es immer gehapert hat und ich eigentlich nichts dafür kann, bleibt trotzdem dieses Versagensgefühl oder eben das Gefühl zu dumm zu etwas zu sein. Mein Kopf ist oft wie ein Sieb, manches kann ich mir merken aber manches überhaupt nicht. Hier hilft mir nur wirklich immer alles zu notieren aber dazu hat man ja auch immer die Möglichkeit oder vergisst dann, dass man sich etwas notiert hatte. Es gehört auch dazu, dass man sich mit alldem nicht zufriedenstellen kann. Die Gewissheit AD(H)S zu haben, löst ja nicht die Probleme von jetzt auf gleich, sondern all das benötigt Zeit, Therapie oder sogar Medikamente. Ich gehöre wie du auch zu denen, die extrem unter diesen Symptomen leiden. Vieles hat sich einfach über die Jahre einfach sehr gefestigt, vor allem das mangelnde Selbstvertrauen und das man schnell und gleich extrem das Handtuch wirft und glaubt, dass alles einfach keinen Sinn mehr macht. Wenn ich ehrlich bin, glaube ich auch, dass wenn man so große Probleme bereits hat im Umgang mit dem Job usw, dass es auch gar keinen großen Sinn macht, es weiter und weiter zu versuchen, da man ja letztlich wieder an den selben Problemen scheitert, egal wie sehr man sich anstrengend. Das Gehirn lässt sich da nicht auf wundersame Weise verändern. Ich denke, wie bei mir, wird es der Fall sein, dass du dir erstmal professionelle Hilfe suchen musst, um dir das zu ergänzen was dir fehlt. Aber ja, auch da muss man erstmal genug Kraft aufbringen können aber ich bin sicher, dass es sich lohnen wird und uns auf Dauer das Leben wieder einfacher macht.

LG Sarinchen

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Das Technische Hilfswerk ist der Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland. Das hat mit Feuerwehr nur bedingt etwas zu tun. Die fordern zwar unsere Unterstützung an, wenn es groß wird und länger dauert aber Löschen von Bränden ist zum Beispiel eine spezifische Aufgabe der Feuerwehr.

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Ah okay also Quasi Zivildienst?, ich kenne das nur vom hören sagen, einer meiner Brüder hat das vor langer Zeit mal in der Schweiz gemacht, obwohl das natürlich wieder anders ist, habe sowieso keine Ahnung wie solche Sachen in D geregelt sind.
Ich weiss nur, dass es mein Bruder damals im Zivildienst auch nicht einfach hatte, und er hatte keine Wahl, musste es anstatt Militärdienst machen.
Jedenfalls war es aber so, dass auch er Pausen dazwischen hatte, im Prinzip wie beim WK, (militärischer Wiederholungs Kurs in CH), jedenfalls war er oft gefrustet, dass weiss ich noch.
Musst Du diesen Dienst leisten, oder ist das freiwillig?.

Wenn es immer noch „unsere Unterstützung“ ist, hängt Dein Herz doch noch dran… Und das ist doch die perfekte Motivation, es noch nicht aufzugeben, sondern jetzt so für Dich selbst zu sorgen, dass Du es bald wieder aus der Energie-Fülle heraus für andere kannst. Für einen Leuchtturm am Horizont reicht das.

Gerade, wenn Du im Einvernehmen mit Deinen Teamleitern den Hut genommen hast, ist ein Schritt zurück vielleicht nur Anlauf nehmen.

Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass Du der einzige THWler mit dieser Herausforderung bist. Die ADHS-Quote dort dürfte eher noch über dem normalen Durchschnitt liegen.

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@Herausforderer eines meiner Kinder steht derzeit vor der Frage, ob die anfänglich eingeschlagene Berufsrichtung wirklich die richtige Entscheidung war, damals als diese Entscheidung getroffen wurde, war es die vermeintlich beste Option, doch mit der Zeit stellte sich für mein Kind heraus, dass es sich nach der Abschluss des Studiums tatsächlich schwierger gestaltet dann in den Beruf einzusteigen, als ursprünglich gedacht, oder geplant, denn Theorie und Praxis sind bekanntlich nicht das selbe.

Dann hast du sowohl deine Berufsausbildung als auch die Ausbildung beim THW ja bestanden. Also kannst du gar nicht dumm sein, denn du hast ja jeweils verstanden, was zu tun ist und warum. Du hast Lücken im Langzeitgedächtnis, das hat mit Dummheit aber Mal so 0,0 zu tun.

Es ist im übrigen auch klug, wenn man das Ende der Sackgasse sieht, umzudrehen, statt bis zum bitteren Ende zu laufen. Wenn du mit Arbeit und THW überfordert warst, hast du die richtige Entscheidung getroffen.

Ihr habt mir so viel zu lesen gegeben, dass ich damit wohl erst morgen durch bin.

Oh nein, dass war wieder mal meine Schuld, bin vom Thema abgeschweift, wollte Dir mit meiner Geschichte eigentlich nur aufzeigen, dass Du nicht alleine bist, dass sich auch andere damit schwer tun um im Berufsleben bestehen zu können.
Jedenfalls habe ich den oberen Text gekürzt, denn ich wollte Dich auf keinen Fall mit zuviel Lesestoff erschlagen, tut mir leid. :frowning:

Wie gesagt, Du hast ja bereits viel erreicht, und darauf darfst Du stolz sein, gib nicht auf auch wenn es jetzt schwierig ist und ausweglos erscheint, hier im Forum gibt es so viele Menschen die Dir vielleicht auch weiterhin Kraft spenden können, Dir Mut zusprechen können, aufgrund ihrer Erfahrungen vielleicht weiter helfen können, aber ich bin sowieso keine gute Ratgeberin, habe selbst genug Baustellen an denen ich noch arbeiten muss. :exploding_head:

Jedenfalls verstehe ich Deine Gedanken, nur helfen kann ich Dir leider nicht, ich wünsche Dir einen schönen Abend und gute Nacht, schlaf gut. :sleeping: