"Inoffizielle" Diagnose, bestätigt durch Medikamente.. wo bekomme ich aber jetzt ein Rezept? ;-;

So dolle kenne ich mich in diesem Bereich nicht aus, aber die Klinik muss ein Entlassmanagment haben, damit die Patienten nach Entlassung adäquat weiterversorgt werden.

Also eine Stelle, die sich genau um deine Problematik kümmert.

Viel Erfolg!

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Psychiater und Neurologen abtelefonieren. Meistens wollen die Berichte aus Voruntersuchungen wie eeg, ekg, Blutbild usw. haben. Also, wenn solche Tests vorliegen, sollte das in den Bericht mit rein. Sonst muss der Arzt das nochmal machen und dann dauert es doch wieder lange.

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Es gab bei einer richtigen Diagnostik kaum Anzeichen auf ADHS bzw. hast du dort im Test den Schwellenwert für eine Diagnose nicht erreicht und über deine Kindheit gab es auch keine Informationen?

Diesen Vorgang nennst du abwertend „Diagnostik“ und dann macht jemand mit dir einen Internet-Test mit 12 Fragen und stellt dir eine Diagnose aus weil dir mit Medikinet alles leichter fällt?

Ich hoffe ja ich hab da was komplett falsch verstanden :joy:

Oder hast du eine Verdachtsdiagnose bekommen?

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Der Test ist zwar von der WHO, ist aber höchstens ein Anzeichen dafür ob man in die richtige Diagnostik gehen sollte.

Es gibt zahlreiche Symptome die sich auch mit anderen Ursachen überschneiden.

Mantha, das wäre was, was du auch Sieber überprüfen könntest, wenn du deine Zeugnisse aus der Kindheit noch hast. Oder alternativ Eltern, wenn möglich, oder andere Verwandte/Bekannte/ Frunde die dich GUT als Kind kannten.

In Klasse 1-6 gibt es immer einen kurzen Bericht, wie sich der Schüler verhalten hat. Da sind schon sehr häufig Anzeichen drinnen (stört ständig, unruhig, uninteressiert, lässt sich leicht ablenken, kommt mit der Zeit für Aufgaben nicht zurecht, verträumt, Interesse nur in sehr spezifischen Fächern, häufig Unterrichtsmaterialien oder Hausaufgaben nicht gemacht etc. etc.).

Wenn sich das so durch alle Klassen durchzieht, mit ähnlichem Bild, wird das bei der Diagnostik auch als „Beweis“ gewertet, dass die Symptome auch schon als Kind da waren. Eine ADHS Diagnose bekommt man nur, wenn es seit der Kindheit besteht.

Das könnte vielleicht wenigstens für dich selber Klarheit bringen.

Darf ich fragen wie lange/ wie oft du das genommen hast.

Gerade die ersten Male haben viele Personen eine Art Honeymoon, wo sie genau so drauf sind wie du.

Ich selber auch. Mittlerweile ist dieses tolle Gefühl (leider) dahin, ich komme „nur“ irgendwie einfach besser im Alltag klar.

Nachtrag:

Dass du dich mit Methylphenidat besser fühlst, muss sich nicht heißen, dass du ADHS hast.

Eine gewisse Euphorie kann es auch bei Menschen ohne ADHS auslösen.

Schwierige Lage gerade für dich ohne genaue Gewissheit :grimacing:

Den Test von der WHO hat eine Ärztin in der Tagesklinik mit mir durchgeführt auf den Verdacht ADHS und hat zu mir gesagt, dass das ausreichend ist um mir Medikamente zu verordnen, die mir massivst geholfen haben.

Die Diagnostik hatte ich in Anführungszeichen gesetzt, da ich von Bekannten, die eine richtige Diagnostik gemacht haben weiß, dass diese mehrere Stunden auf zwei Tage aufgeteilt geht. Das was ich damals gemacht hatte war eine kurze Besprechung, warum ich den Verdacht habe und dann wurde ich nach Hause geschickt um von zu Hause aus einen Test zu machen. Den gleichen Test haben meine Mutter und meine Schwester auch beantwortet. Dieser Test war vor allem sehr auf Hyperaktivität und die frühe Kindheit bezogen.

Ich kann mich an meine Kindheit ganz schlecht erinnern, geschweige denn wie ich drauf war zu der Zeit. Wir wurden von unseren Eltern immer sehr gefordert was gute Noten angeht, somit kann ich das anhand der Noten schlecht sagen. Zeugnisse habe ich keine von der Zeit. Dazu muss man auch sagen, dass die Diagnose ja gerade bei Mädchen und Frauen oft wegen nicht vorhandener Hyperaktivität untergeht. Ich finde das ganz schön unfreundlich so abfällig damit umzugehen.

Ich hab mir wirklich viele Gedanken zu dem Thema gemacht und viel recherchiert. Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, sollte man manchmal vielleicht auch einfach gar nichts sagen.

Ich habe nichts aus meiner Kindheit. Keine Zeugnisse, keine Berichte, keine Verwandten die mich GUT als Kind kannten.

Ich nehme es seit ca. einer Woche und es geht nicht um Euphorie. Es geht darum endlich klar denken zu können. Sachen anfangen und zu Ende bringen zu können. Nicht ständig Dinge zu vergessen. Mal länger an etwas als 30 Minuten dranbleiben zu können. Dass der Kopf allgemein leiser geworden ist und ich mich endlich auf einzelne Dinge klar fokussieren kann.

Mir fehlt ein bisschen das Verständnis dafür, so in Frage gestellt zu werden wenn es hier gar nicht darüber geht ob ich es habe oder nicht.

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Fühle dich bitte nicht angegriffen. Mir ging’s eher darum, dass es ja auch für sich eine sehr unklare Situation ist. Ich wollte dir das nicht absprechen oder so!

Und im oberen Post hat sich das für mich etwas so angehört, wie ich mich die ersten Tage gefühlt habe, fast schon etwas zu gut.

Das was du hier beschrieben hast, passt auf jeden Fall sehr gut zu dem, wie Methylphenidat in einem ADHS Gehirn wirken sollte. Hab ich vielleicht einfach falsch interpretiert in deinem Initialpost.

Sorry :grimacing:

Ich hoffe für dich, das du zügig jemanden findest, der dir hier weiter hilft zwecks Einstellung, bzw. „nur“ zum Rezepte ausstellen :four_leaf_clover:

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Danke fürs Aufklären, ich habe vielleicht etwas vorschnell reagiert ;-;

Es ist einfach sehr frustrierend gerade so zwischen Tür und Angel zu stehen. Vor allem weil ich jetzt auch noch die Angst habe, dass ich doch noch eine komplette Diagnostik für viel Geld machen oder mit langer Wartezeit rechnen muss… Oder dass man mir dann vielleicht tatsächlich sagt, nee das ist kein ADHS. Hauptsächlich weil ich ja jetzt weiß, dass mir die Medikamente krass helfen.

Und beim oberen Post wollte ich nicht ganz so viel ausschweifen, weil es mir eher um die Medis ging. ^-^

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Es geht nicht darum, dass ich Dir ADHS absprechen will, es geht darum, dass das was du da als Diagnostik beschreibst eine absolute Frechheit ist und ich nicht verstehe wie jemand, der Medizin studiert hat, dazu kommt so leichtfertig mit Diagnosen umzugehen.

In der Diagnostik werden verschiedene Fragebögen genutzt z.B. zur Abgrenzung zu anderen Diagnosen oder allgemein um zu gucken ob überhaupt Symptome vorliegen welche eine Diagnose rechtfertigen würden.
Im weiteren Verlauf der Diagnostik gibt es meistens noch einen langen ADHS spezifischen welchen auch Angehörige beantworten oder ausfüllen müssen, oft auch im persönlichen Gespräch.

Jemandem ein Diagnose zu stellen, und ein BTM-Rezept auszuhändigen, ohne irgendeine Diagnostik gemacht zu haben,(ein Online-Test, egal auf welcher Seite hat nichts mit Diagnostik zu tun) geht einfach gar nicht.

Die 12 Fragen kann jedes Kind auswendig lernen und rennt dann legal mit Betäubungsmitteln durch die gegend und kann sie zu verkaufen, missbrauchen oder sonst was.

Genau sowas bringt Menschen dazu Dinge zu sagen wie „Modediagnose“ oder „Es werden viel zu viele diagnostiziert, das bedeutet nicht, dass man es auch wirklich hat“ und dein Beispiel ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker und erweist allen betroffenen und seriösen Medizinern einen Bärendienst.

Dafür kannst du natürlich nichts und ich wünsche Dir alles Gute.

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Ich verstehe zwar, was du meinst, aber die Themenerstellerin hat ja ihre Umstände beschrieben und da sie in einer Tagesklinik behandelt wird und die Ärzte und Therapeuten einen dort über eine längere Zeit sehr genau beobachten und einschätzen können, erscheint das hier doch höchst unwahrscheinlich. Außerdem wird das BTM dort ja gar nicht als Packung mitgegeben, die man verkaufen könnte.

Hier würde ich das Vorgehen also eher als gut überwachten Therapieversuch auf Basis einer Verdachtsdiagnose im Kliniksetting sehen. Natürlich wäre es optimal, wenn noch eine vollständige Diagnostik folgen würde, aber ich glaube, die Sorge um Missbrauch o.ä. braucht man in diesem Fall eher nicht haben :slight_smile:

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Ich finde die Formulierungen absolute Frechheit oder leichtfertig unangemessen.

In der Psychiatrie sind alle Diagnosen vorläufig. Es ist im Gegenteil erstaunlich, wie gelegentlich Etiketten wie Psychose oder Depression oder Borderline vergeben und dann durchaus riskantere Medikamente verordnet werden.

Das heißt nicht, dass man nicht genau hin gucken sollte.

Jemand eine ADHS-Diagnose zu verwehren, weil der Punktwert so eben nicht reicht oder weil keine Belege aus der Kindheit vorliegen, das ist wirklich frech.

Wenn man den Eröffnungsbeitrag liest, da steht doch, dass eine Diagnostik gemacht wurde, nicht nur die zwölf Fragen.

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Ja, das stimmt. Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Mit dem, was ich geschrieben hatte, meinte ich auch eher, dass es für Samantha optimal wäre, wenn in der Tagesklinik noch mal eine vollständige Diagnostik gemacht würde. Weniger als Legitimation, dass Medikamente in diesem Fall hilfreich sind, sondern eher, weil man damit bei vielen niedergelassenen Ärzten viel leichter eine Weiterbehandlung bekommen könnte - meiner zumindest wollte die komplette Testung meines vorherigen Arztes sehen.

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Ja, das kann ich verstehen.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich es schwierig finde Angehörige hierzu zu befragen bzw. deren Aussagen so stark zu gewichten. Zumindest war das bei dieser „Diagnostik“ (bei der ich mir nun immer sicherer bin, dass es keine richtige war) der Fall. Also wirklich, dass aufgrund der Antworten meiner Mutter und meiner Schwester gesagt wurde, das gibt keine Diagnose. Was ich sehr fragwürdig finde, zumal es oft ja gerade bei Frauen eher nach innen gekehrt ist und man mit der Zeit lernt gewisse Dinge zu maskieren.

Eine Sache wollte ich noch zu den Medikamenten aufklären - ja ich habe sie anhand des 12-Fragen-Tests der WHO verordnet bekommen, jedoch bekomme ich kein Rezept, sondern jeden Tag in der Klinik morgens eine Kapsel. Dazu muss ich sagen, dass ich dafür sehr dankbar bin, dass es in der Form überhaupt möglich war (da hier eine Ausnahme gemacht wurde, nach Absprache mit dem Chefarzt dort soweit ich weiß). Ich hatte nämlich die Diagnostik erstmal mental abgelegt, da ich dachte ich werde erstmal so schnell keinen Termin bekommen und es mir auch absolut nicht leisten kann es selbst zu bezahlen. Durch die Verdachtsdiagnose habe ich ja vielleicht nun die Chance „einfacher“ an einen Termin zu kommen und die Ärzte werden versuchen mich an deren interne psychiatrische Ambulanz für eine Diagnostik zu vermitteln.

Ich tendiere oft dazu, mich selbst zu sabotieren und Symptome und deren Auswirkung herunterzuspielen, wodurch ich dann eben auch die Sorge hatte, dass bei einer Diagnostik wieder auf die bei mir nicht vorhandenen Symptome fokussiert wird (statt denen, die ich habe) und ich wieder ohne Diagnose gehe. Vor allem gerade da ich ja auf die Medikamente anspringe.

Deswegen kann ich das natürlich nachvollziehen, dass solche heiklen Situationen es erschweren und viele auf den Trend aufspringen. Dennoch erschwert es das für Menschen wie mich, die nicht die klassische Variante von ADHS vorweisen können, weil man halt eben total angezweifelt wird.

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Wenn es klappt, werde ich hoffentlich intern an die psychiatrische Ambulanz vermittelt, wo dann eine vollständige Diagnostik durchgeführt werden kann. In der Tagesklinik haben sie dafür keine Kapazitäten, bzw. keine Fachärzte diesbezüglich.

Das wäre natürlich optimal, dann müsstest du auch nicht alles noch mal von vorne erklären :slight_smile: :four_leaf_clover:

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Also wenn sogar Angehörige befragt wurden, kann ja niemand behaupten, dass keine vollständige Diagnostik stattfand!

Naja, so wurde mir das damals auch dargestellt, aber wenn ich es mit der Diagnostik von Bekannten vergleiche - die hatten außer den Tests/Befragungen teils mehrere stundenlange Gespräche mit einem Psychiater. Das hatte ich nicht, es war wirklich nur die Besprechung darüber was mich zu ihnen geführt hat, den Test online von zuhause aus und die Ergebnisse am Ende.

War bei mir auch so. Und gerade bei dir wäre genau das ja auch relevant gewesen, denn in diesen Gesprächen werden ja im Idealfall auch scheinbare Widersprüche thematisiert und geschaut, was einfach als Symptom nicht vorliegt, was aber vielleicht auch nur durch Kompensation und Maskierung nicht sichtbar ist und wo Angehörige möglicherweise an ihrem Bild von dir festhalten wollen und dich bzw. dein Verhalten (früher wie heute) da nicht ganz realistisch einschätzen. Das auseinander zu pflücken braucht manchmal einfach etwas Zeit und sinnvolles Nachfragen.

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass das jetzt in der Institutsambulanz besser läuft :four_leaf_clover:

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Ich glaube du hast da was falsch verstanden, die Angehörigen wurden befragt und dann wurde entschieden, dass es nicht ausreichend Anzeichen auf ADHS gibt um die Diagnostik komplett zu machen.

Wenn dieser Test der Tagesklinik vorliegen würde dann hätte man bestimmt keinen 12-Fragen-Test im Internet gemacht.

Und mittlerweile hat mantha ja auch geschrieben, dass es eine Verdachtsdiagnose ist, somit sieht das ganze schon wieder anders aus.
Hätte mich auch schwer gewundert wenn da eine Psychiaterin in der Tagesklinik eine gesicherte Diagnose vergibt mit Grundlage „12 Fragen im Internet beantwortet“.
Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass jemand sowas macht.

Ich hoffe mit der Verdachtsdiagnose kann mantha da intern schnell in die richtige Diagnostik gehen und die Zeit dazwischen, evtl. dann ohne Medikamente, ist nicht zu lang.