Kaffee während der Ritalin-Einstellung

Hallo Zusammen,

ich hoffe der Beitrag ist im richtigen Forum.

Ich wurde gestern diagnostiziert und habe mit der Einnahme von Ritalin Adult (10 mg) begonnen.

Jetzt habe ich mich gefragt, ob mein Kaffeekonsum für die Einstellungszeit oder generell während der Einnahme von Stimulanzien ein Problem sein könnte.

Ich merke von der Startdosis nichts bzw. so wenig, dass ich es mir durchaus einbilden könnte. Ich schrecke auch ein Bisschen davor zurück jetzt mit Kaffee aufzuhören, weil ich dann die nächsten 3 Tage sicher nicht so angenehm werden würden (Entzugserscheinungne etc.).

Hat da jemand von Euch Erfahrungen?

Hallo erstmal, willkommen an Bord :slight_smile:

Also, ich habe vor einigen Wochen mit Medikinet Adult angefangen. Auch 10 mg. Die sind ja von der Wirkkurve durchaus anders.

Ich habe mir da nichts bei gedacht, und am zweiten Tag normal einen Kaffee getrunken (wobei, retroskektiv, nicht normal, es war schon 10 oder 11 beim ersten Kaffee). Und ey, der hat „reinbebatscht“. Nun bin ich seit einigen Wochen ohne Kaffee (und ich kam von 8 Tassen minimum am Tag, und dazu Grüntee). Und ich habe kaum einen Run auf Kaffee - außer wenn ich nach der Wirkstoffzeit bin. Neulich habe ich es nochmal probiert, ich dachte ich bin eh am Ende der Wirkstoffzeit, ich habe ihn nur halb getrunken - das hat mir gereicht.

Daher lasse ich meinen Körper nun mit den Stimulanzien alleine erstmal. Und es macht mir nichts aus.

Vor Entzugserscheinungen brauchst du dich nicht fürchten, die hast du bei Kaffee nicht. Aber bei mir mekt mein Hirn, dass es nun echte Medis bekommt, und sich nicht mit Zucker und Kaffee über Wasser halten muss - so fühlt es sich für mich an :smiley:

Ich hab von dem Kaffee jetzt erstmal nicht mehr gemerkt als sonst. Beobachte mich aber weiter und lasse es, falls es zu schlimm werden sollte.

Die Entzugserscheinungen habe ich in der Vergangenheit am eigenen Körper ertragen müssen, als ich mal testweise für ein paar Tage weggelassen habe. Hatte üble Kopfschmerzen.

Ja, lustig was uns unser Hirn vorgaukelt…

Ich würde es nur gut beobachten, das beinflusst sich ja gegenseitig… Nicht, dass du vom MPH enttäuscht bist, dabei war es das Zusammenspiel mit Kaffee, was nicht gepasst hat.

Das „merhr als sonst“ erstaunt mich, ich habe eigentlich nie was gemerkt von Kaffee…

Kannst dich auch gerne vorstellen (im eignene Forenbereich) und uns etwas mehr über dich verraten :slight_smile: Ist immer interessant… Also ob du die DIagnose nun erst bekommen hast und dich das „überrascht“ hat, oder ob es dir vorher schon klar war etc… :slight_smile:

Mach ich gerne. In welchen Bereich soll ich das posten?

Edit: Es verwirrt mich immer noch, das manche Bereiche versteckt sind, wenn man nicht eingeloggt ist. Hab’s jetzt.

Wenn du MPH nimmst, brauchst du keinen Kaffee mehr. Ich würde ihn erstmal weglassen, um die Wirkung des MPHs nicht zu verfälschen.

Solltest du das Ritual des Kaffeetrinkens/den Geschmack des Kaffees nicht missen wollen: es gibt ja koffeinfreien.

Auch ein moderates Wiedereinsteigen nach der Einstellung geht natürlich…

100% Zustimmung. Wenn ich merke, dass ich einen Kaffee vertragen könnte, weiß ich dass ich mit der zweiten Dosis zu lange gewartet habe, oder es Nachmittag wird… Echt verrückt unser Hirn!

Und ja, teilweise trinke ich Koffeinfrei, aber auch eher selten… So als Ritual vor dem langen Call sich nen Kaffee rauszulassen habe ich das öfter noch drin :slight_smile:

@Thorsten Danke für die PN. Kann leider (noch) nicht antworten, aber hab mal einen Beitrag in den Vorstellungsbereich gepostet. Werde sicher öfter mal vorbeischauen.

Hallo JFK,

herzlich willkommen im Forum!

Ich würde sagen, es macht ja keinen Schaden, es drauf ankommen zu lassen. Solange du weder eine große Veränderung vom MPH spürst noch die Wirkung vom Kaffee anders ist als sonst, passiert ja nichts.

Das kann aber in der nächsten Stufe anders aussehen, und dann weißt du ja Bescheid. :wink:

Wichtig ist eben: Die richtige Dosis sicher wissen tust du erst ohne Kaffee. Und: Bevor du MPH absetzt, weil es scheinbar mehr schadet als nutzt, denk daran es auch ohne Kaffee zu probieren.

Ich bevorzuge eher Malz- bzw. Getreidekaffee mit viel Milch. Koffeinfreier (aber auch koffeinhaltiger) Kaffee kann auch mal ganz schön sauer sein, und Gerste kommt aus heimischem Anbau. Aber ich war auch nie so der Kaffeetrinker.

Viele Grüße
Falschparker

Hi JFK und willkommen!
Ich nehme seit genau 2 Monaten Elvanse und war zu Beginn etwas vorsichtiger mit Kaffee.

Mittlerweile verzichte ich meistens immer noch auf den Kaffee morgens zur Pille und wenn trinke ich dann entkoffeinierten Kaffee.
Unter der Woche im Büro trinke ich dann aber schon noch meine 2-3 Kaffee am Tag, weil ich festgestellt habe, dass es keinen Unterschied macht und der Gang zum Kaffeeautomaten irgendwie Bewegung bringt, weil ich ja jetzt kaum abgelenkt werde. Und ich will hier auch nicht die Extrawurst mimen.

Von 10 Tassen auf 0 am Tag hatte ich Entzugserscheinungen. Jetzt trinke ich zwischen 0 und 3 und alles ist gut.

Ich BRAUCHE den Kaffee jetzt nicht mehr so wie vor 2 Monaten.

Hallo,

der Trick ist ganz einfach:Wenn du Koffein oder Thein zusätzlich zu Stimulanzien nimmst, solltest du darauf achten, dass, wenn Du meinst, durch die Stimulanzien hibbelig oder zittrig zu werden, das ganz primär erst einmal durch Koffein oder Thein kommen kann und eben nicht von den Stimulanzien.
Die Wirkung von Koffein oder Thein verändert sich, wenn Stimulanzien dazukommen. Das ist nicht die Schuld von Stimulanzien, sondern es liegt am Koffein oder Thein.

Wie so viele hier wirst Du dann wahrscheinlich feststellen, dass es Dir besser geht, wenn Du Stimulanzien nimmst und Koffein/Thein lässt.

Viele Grüße,

UlBre

Ich trinke (eigentlich, da wir anfangs den Kaffee vertauscht haben und mein Mann dann in den Genuss kam :smiley: - edit: da war ich allerdings auch zittrig und „komisch drauf“) koffeinfreien Kaffee am Morgen, weil Ritual …
Habe zwischenzeitlich aber mal Coke Zero getrunken und nichts von Zittrigkeit gemerkt und auch das Schlafen war kein Problem.

Es macht mir nichts aus, auf Kaffee zu verzichten - früher war das ganz anders, aber mein Magen spinnt seit geraumer Zeit und ich hab eh schon auf nur eine, allerhöchstens zwei, große Tasse(n) reduziert gehabt.
Im Laufe des Tages kommt irgendwann ein Punkt, an dem ich unsäglich müde werde - ich vermute, da lässt die Wirkung nach - und ich mich am Liebsten hinlegen würde. Da denke ich dann, dass ich jetzt einen Kaffee trinken könnte und das werde ich demnächst wahrscheinlich auch mal ausprobieren.

Ja, verrückt… Ich habe echt immer und viel Kaffee getrunken.

Und nun haben wir uns vor ~8 Wochen einen neuen Vollautomat gekauft, ich war Feuer&Flamme… Und nun benutze ich ihn eigentlich nicht mehr :smiley: Meine Frau kanns nicht verstehen, aber ich brauche den Kaffee einfach nicht mehr. Und er fehlt mir auch nicht.

Ich trinke noch so ~1 Koffeeinfrei am Tag, und manchmal abends - wenn die Wirkung weg kommt der Run wieder…

@Schusselchen
Soweit ich weiß ist Kaffee eine ganz andere Nummer als Cola - vom koffeingehalt her.

Danke @Addy_Haller - das werde ich mir mal näher zu Gemüte führen. :slight_smile:

Für mich gehört Kaffeetrinken morgens auch zum Ritual, ich mag auch den Geschmack sehr. Durch Elvanse habe ich leider nicht weniger verlangen danach, so dass ich heute 3 große Tassen getrunken habe und im Moment das Gefühl habe, ich könnte vom Stuhl fliegen. Es ist wirklich ein sehr unangenehmes Gefühl, dazu auch eine innere Unruhe und wackelige Beine. Man ich lerne nie :cry:

@Addy_Haller @Schusselchen Die Tabelle hab ich über google gefunden. Denke mal als groben Anhaltspunkt sollte das reichen:

https://imgur.com/knTf5Av

Da ich nicht genau weiß wie Kaffee sich mit Elvanse bei mir verträgt, bin ich auf Koffeeinfrei umgestiegen, aber ich mag den nicht und mir fehlte was.

Morgens hatte ich mir immer meinen Kaffee für eine Tasse frisch gemahlen. Nun nehme ich die Hälfte an Bohnen und mahle dazu dann einen gehäuften Löffel koffeinfreien Kaffe mit. Ist für mich ein Kompromiss. Ne volle Ladung Kaffee habe ich mich noch nicht getraut.
Hab Mittags wohl ein kleines Bedürfniss nach Kaffee und dann gibt es wieder den HalbHalb und es ist ok.

Wie ich schon in nem anderem Thread erst geschrieben hatte: Gerade die ersten Stunde nach Einnahme ist Kaffee bei mir leider nicht möglich, sowohl bei Medikinet und jetzt auch beim Elvanse sehr stark. Höchstens dann zu den Abendstunden scheints dann möglich. :roll:
Beim Ritalin konnte ich nach einer gewissen Eingewöhnung auch einen leichten Milchkaffee riskieren.
Und koffeinfreien Kaffee gibts auch Prinzip nicht bzw mag ich net :smiley:

Hi,

ich habe mich nach 6 Monaten nun durchgerungen Ritaln zu nehmen.

Seit gestern 2x täglich 10 mg.

Und ich habe nicht mal mit dem Gedanken gespielt kein Kaffee mehr zu trinken.
Ich muss dazu sagen ich trinke nicht viel.2 Pott am Tag.Bzw. Morgens ein Pott und auf Arbeit 1-2 kleine Kaffeetassen.

Alkohol ok…das ist klar…aber Kaffee? hab davon weder was gelsen noch hat der Doc was gesagt. Ich merke auch NULL. Ich trink mein Käffchen, esse was und dann nehm ich die Ritalin bevor ich zur Arbeit gehe. Ich trinke aber auch sehr viel Wasser und Tee.

Grüße