Mein neuer Psychiater verschreibt mir Elvanse leider nicht in zwei Dosen sondern als eine und hat mir gesagt, ich soll die Kapseln aufteilen, weil alles andere ein Antrag der Krankenkasse voraussetzt.
Ich habe das Gefühl, deutlich weniger Wirkung zu haben, seitdem ich selber die Dosis splitte. Das wundert mich, weil ja eigentlich die Kapsel auch direkt im Magen aufgelöst wird afaik.
Ich löse den Kapselinhalt immer in einer angemessenen Menge Wasser und splitte dann entsprechend mach Volumen.
Kennt eine* von euch das Problem?
Zusätzlich funktioniert diese Variante für mich Kapazitätenmäßig einfach Überhaupt nicht…
Gibt es außerdem Erfahrungen, wie ich wirder zwei verschiedene Dosen gleichzeitig verschrieben bekommen kann?
Entweder du kannst ihm das sehr plausibel erklären, daß er sich dazu bereit erklärt oder würdest die zweite Dosis selbst zahlen.
Jede Praxis handelt das sehr, sehr verschieden und individuell. Ich bin in einer Advs Schwerpunktpraxis da ist bisher alles nie ein Problem gewesen selbst komische und unübliche Kombinationen von Stimulanzien. ich kenne aber auch genug die schon mit der Dosis, Dosisfindung und dem Wirkstoff in einer sehr leidlichen Lage weil sie weder erhöhen noch weglassen oder absetzen dürfen. Das gibt da immer ein mega riesen Donnerwetter, teils durften sie nach 4 Monaten immer noch nicht erhöhen, anderen wurde gesagt es gibt nur Medikinet weil alle MPH Medikamente doch sowieso gleich wirken würden… und solche Dinge und manche fangen mit Elvanse an, andere Psychiater verschreiben von Lisdexamfetamin nur das Rabattvertraggenerikum und andere lassen vom ersten Tag wünsche zu.
Wie teils du denn Elvanse? Nimmst bei 70 mg 1 Spritze misst 70 ml Wasser ab öffnest die Kapsel leerst sie ins Glas und rührst durch und nimmst dir dann für 40 mg 40ml Flüssigkeit aus dem Glas??
Vielleicht stört dich das es gleich schon im Magen flutet und nicht so „intensiv“ empfunden wird wie eine sich im Magen an gewohnter Stelle öffnenden Kapsel??
Ggf. fühlt sich nur der erste Moment anders an?
Beim Aufteilen in Flüssigkeit fand ich das es aufgelöst schneller und direkter wirkte als mit Kapsel
Wenn ich das morgens aufteile dauert das oft 20-25 Minuten, weil ich immer irgendwas anderes dann anfange aufzuräumen oder einfach vergesse, was ich am tun war.
Und ansonsten bin ich mehrfach chronisch Erkrankt und so eine “Kleinigkeit” ist oft zu viel und dafür ist keine Energie mehr da. Zusätzlich der ganze Mental Load mit immer dran denken un planen, was ich unterwegs mache etc.
Kapseln hab ich in meiner Beintasche immer in einer Dose dabei gehabt und war da mehr als einmal dankbar für, weil ich es total vercheckt hatte
Ich habe 60mg, löse die in 6ml wasser und nehme morgens 4ml und mittags 2ml. (Ekelig schmeckt es auch find ich XD)
Vielleicht fühlt sich das einfach nach weniger & kürzer an, weil es so schnell wirkt. Kapsel hatte irgendwie immer perfekt gepasst und gewirkt sobald ich dann auch halbwegs wach geworden war.
Aber gut, werde das beim nächsten Besuch beim Psychiater nochmal ansprechen. Bei der alten Psychiaterin war es auch nie ein Thema, aber da darf ich aufgrund dummer Bürokratierichtlinien nicht mehr hin…
Das Problem ist, dass ich mir dafür Spritzen und Messbecher kaufen müsste und es momentan bei mir finanziell echt schwierig ist. (Bin immerhin zumindest zuzahlungsbefreit bei der Krankenkasse)
Was spricht denn gegen den Antrag bei der Krankenkasse, wenn Psychiater das wünscht? Oder wechsel des Behandlers?
Der Psychiater, mit dem ich die Eindosierung gemacht hatte, hat mir zuerst freie Hand gelassen, dann die Aufteilung in zwei Dosen nicht unterstützt. Ich habe dann wie du mit Wasser und Spritzen rumgeeiert (habe mir aber kleine Messbecher gegönnt), war mir dennoch zu überfordernd morgens, so dass ich dann notgedrungen wieder auf einmalige Dosis umgestellt habe.
Meine neue Psychiaterin fragte, wie ich damit zurecht käme und als ich ihr erzählte, dass es in zwei Dosen besser und länger wirkt, verschrieb Sie mir wieder 30/20mg *luckyme freu
Ging mir in erster Linie um Erfahrungsberichte und so. Weil ich eben für 90 Tage die 60mg verschrieben bekommen habe und die jetzt erstmal bewältigen muss
Aber ja, besonders Behandlerwechsel werde ich mir wirklich überlegen.
Ich die Spritzen auch schon mal so in der Apotheke bekommen . Ich glaube sind nur ein paar Cent Beträge . Du benötigst keinen Messbecher, die Menge kannst du ja auch mit der Spritze abmessen .
Ansonsten soll dir dein Psychiater ausreichen 20mg Elvanse verschreiben , weil dann kannst du es direkt passend mit den Kapseln dosieren .
Ich würde nicht sagen, dass das Ausreden sind. Ich habe ja auch schon bereits gesagt, dass ich das ja irgendwie auch hinkriege und mache derzeit. Für meinen Kopf jst das tatsächlich aber eben viel zusätzlicher Aufwand. Meine anderen Medis stelle ich 1x/Monat und die Dose liegt veim Aufwachen direkt im Sichtbereich. Das ist schon ein Unterschied von, es liegt eigentlich immer griffbereit und macht nichts, wenn ich das Zuhause vergessen hab, weil ist immer in der Tasche
Zu: ich muss es einmal am Tag in der Küche zubereiten und danach versteckt es sich im Kühlschrank
Und nochmal: ich krieg es derzeit ja auch iwie hin. Und am Ende nehme ich jeden Tag eine Kapsel, also ist die Tagesdosis ja gleich. Dass es bei meiner Technik Unterschiede geben könnte, wie gut es wirkt, sehe ich auch . Aber irgendwie wirkt es seitdem ich das auflöse bisher jeden Tag (2 wochen bisher) schlechter als zuvor.
Du machst das schon richtig , nach einer möglichst passenden Lösung zu suchen, die du am besten in deinen Alltag integrieren kannst.
Mein Arzt hatte damals bei der Eindosierung auf Elvanse das Problem, dass es keine niedrige Dosis gab. Seine Lösung war , wie ein Junki einen Strich zu ziehen und 30mg dritteln um auf ca. +/- 10mg zu kommen. Die Möglichkeit des Auflösens kannte er da noch nicht und war dankbar als ich von dieser Möglichkeit aus dem Forum berichtete.
Meine Apotheke hätte es mir gerne auf Kapseln aufgeteilt durften es aber rechtlich nicht.
Ist schon lange her , frag doch trotzdem mal in deiner Apotheke ob die sowas machen können ???
In den Tiefen des Forums gibt es auch Berichte wie sich jemand mit Feinwaage und Vorrichtung für Leerkapseln die passenden Kapseln gebaut hat .
Vielleicht kannst du dir irgendwo ne Feinwaage leihen. Ansonsten sammel mal deine leeren Kapseln, die könntest du verwenden falls du irgendwann die andere Methode nutzen möchtest .
Das mit den Spritzen habe ich auch schnell wieder aufgegeben. Bis ich da irgendwas abgezogen habe, hat sich die Hälfte des Wirkstoffs schon wieder am Boden des Behälters abgesetzt. Ist mir ein Rätsel, wie andere das präzise hinbekommen.
Einfacher geht es mMn so: Ich habe ein kleines wiederverschließbares Plastikfläschchen genommen (von diesen Ingwer-Shots, die es bei Aldi gibt), und dieses bei halber Höhe mit einem Tesa-Streifen markiert. Wieviel Milliliter-Volumen da drin ist, ist dann gar nicht wichtig - um 10mg zu nehmen kippe ich den Inhalt einer 20mg-Kapsel rein, verschließe und schüttel das Fläschchen und trinke dann bis zu dem Tesa-Streifen ab. Der Rest kommt mit Deckel drauf in den Kühlschrank. Könnte man aber auch mitnehmen für eine zweite Dosis.
Genau so hab ich das auch eine Zeit lang gemacht, einfach eine kleine Shot-Flasche nehmen und bei 50% eine Markierung machen.
Zu dem, was sich unten in der Flasche absetzt: das ist nicht der Wirkstoff, sondern das sind Bindemittel. Der Wirkstoff hat sich innerhalb weniger Sekunden im Wasser aufgelöst. Es macht natürlich Sinn die Flasche zu schütteln, bevor man daraus trinkt, aber man muss keine Angst haben, dass der Wirkstoff nicht gleichmäßig im Wasser verteilt ist.
Füllstoffe sind für die Wirkstoffverteilung der Maschinenabfüllung Irgendwie muß ja genug Gewicht vorhanden sein das Maschinen fein genug wiegen und abfüllen könnenund nicht zu großen Schwankungen der Wirkung kpmmt da einge gewisse Wiegetolleranz für die Anlagen benötigt wird