Keine Medikamente weil ich Arzt nicht erreichen kann

Hallo

Ich bins wieder..
Ich nehme jetzt seit 2 Wochen Elvanse. Es hilft mir auch richtig gut und die Nebenwirkungen sind sehr mild, kaum der Rede wert.
Angefangen habe ich mit 20 mg, diese musste ich schon nach ca einer Woche erhöhen, da ich Unterdosierungssymptome bekommen habe.
Ich war extrem müde, Konzentration war -100, ich war richtig krass genervt und leicht reizbar und ich hatte den ganzen Tag Fressanfälle.
Nachdem ich dann mit Erlaubnis meiner Ärztin auf 40 mg hoch gegangen bin war alles wieder super, nur anfangs kamen die Nebenwirkungen wieder aber wieder kaum der Rede wert, also alles genauso wie es sein soll.

Jetzt habe ich nur folgendes Problem:
In der Dose waren 30 Kapseln. Die die noch da sind reichen jetzt noch bis zum 2. September. Ich hab aber erst am 23. September meinen Termin bei der Neurologin. Ich versuche seit letzter Woche dort Jemanden zu erreichen und bin total gestresst weil ich keine Lust hab über 2 Wochen ohne Medikamente da zu stehen wo doch jetzt endlich alles geklappt hat.. Ich habe schon 2 E Mails geschrieben und gestern den ganzen Tag versucht dort an zu rufen, bestimmt insgesamt 10 mal. Man kommt nur jedes Mal in eine Warteschlange wo eine Stimme ab und zu sagt dass man alternativ auch eine Mail schreiben kann und egal wie lang man wartet, es geht einfach Niemand ans Telefon.
Durch Bewertungen bei Google weiß ich dass das anscheinend ein allgemeines Problem dort ist. Mir ist auch aufgefallen dass ich nie das Telefon gehört oder auch nur gesehen habe wenn ich dort war. Vielleicht ist es einfach lautlos und sie bekommen es nicht mit..
Meine Hausärztin bei der ich gestern zum Blutdruck messen war meinte im äußersten Notfall macht sie eine Ausnahme und verschreibt mir noch mal eine kleine Packung. Das Problem ist wenn es wieder die 20 mg mit 30 Kapseln sind reicht es ja trotzdem nur für 15 Tage und ich bräuchte Kapseln für ca 17 Tage.
Dazu kommt noch, dass ich glaube, dass auch die 40 mg langsam zu wenig werden und ich eigentlich vllt bald erhöhen müsste aber das müsste (und möchte) ich ja mit der Ärztin absprechen..

Dass die viel zutun haben weiß ich, und dass man vielleicht Tage hat wo man Niemanden erreicht aber seit einer ganzen Woche? Das ist doch schon ein bisschen krass.. Vor allem hab ich Angst dass das jetzt jedes Mal passiert und ich jedes Mal diesen Stress haben werde wenn ich ein neues Rezept brauche. Ich kann doch nicht die Einzige Person sein die dort Medikamente bekommt. Im Urlaub kann sie nicht sein weil sie ja erst aus dem Urlaub zurück kam..
Andere Praxen die ich schon in der Hoffnung einen neuen Platz zu bekommen kontaktiert habe, haben leider keine Plätze mehr frei..

Ich bin grade ein bisschen verzweifelt.

Ich weiß nicht, wie es in deiner psychiatrischen Praxis läuft, aber in meiner braucht man für ein Folgerezept keinen separaten Termin.

Da fährt man morgens zwischen 9-10 Uhr hin und holt ab.

Termine gibts in meiner Praxis auch immer erst wieder alle Jubelmonate, ans Telefon geht irgendwie auch keiner und auf Emails wird oft erst nach mehrmaligen Versuchen reagiert.

Also, fahr vielleicht mal morgens persönlich vorbei :slight_smile:

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Hatte eben wieder versucht an zu rufen, war dann in der Warteschleife und es wurde einfach aufgelegt.. Die Leute am Empfang sind leider auch nicht so toll..

Ja, dann werde ich morgen einfach hin fahren und denen das Problem persönlich schildern, weil dann können die mich auch nicht ghosten oder einfach auflegen. Was nur massiv nervt ist dass der Hin und Rückweg jeweils anderthalb Stunden dauert aber dann muss ich da jetzt durch.

Den Weg müsstest du bei einem Termin ja leider auch auf dich nehmen.

Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man dich abweisen würde. Dann müssten ja alle Stammpatienten regelmäßig ohne Rezept dastehen.

Man könnte dann gleich mal freundlich fragen, wie da die genauen Abläufe sind und wie du es in Zukunft handhaben sollst.

Ich denke auch nicht, dass es an der Praxishilfe selbst liegt.

Das mit dem Telefon ist in meiner zumindest auch so, aber die sind da alle voll lieb und hilfsbereit.

Würde eher auf Unterbesetzung / Überlastung tippen, oder vielleicht auch, um keine Fragen alá „Nehmen Sie noch Patienten auf?“ etc. beantworten zu müssen.

In meiner Praxis wird z.B. selbst die Terminvergabe ausschließlich über Doctolib oder die Homepage geregelt. Danach kann man die Warteliste aktivieren und muss schnell sein, sollte ein früherer Termin frei werden.

Wer eine Bescheinigung oder ähnliches braucht, kann das direkt über die Homepage anfragen.

Alles nicht so ideal (vor allem für technisch weniger versierte Menschen), aber das scheint da normal zu sein :confused:

Die Rezepte sind da sogar schon vor-unterschrieben.
Da wird nur noch gedruckt und Tschüssikowski :face_with_hand_over_mouth:

Da löppt keiner erst zum Doc rein und holt sich die Unterschrift (bei Folgerezepten wohlgemerkt - für Erstrezepte gibt der Doc vorne was ab).

Ist doch echt ätzend sowas . Es würde ja schon helfen wenn man vorab mitgeteilt bekommt wie man sich für ein Folgerezept verhalten soll und wie das Kommunikationsprozedre dort abläuft .
So eine Situation wie bei dir bringt doch Patienten nur in unnötigen Stress.
Irgdwie finde ich gehört es auch dazu klare Sicherheit und Orientierung zu geben vor allem wenn Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt.

Vielleicht ist da aber grade auch ein hoher Krankenstand und keiner kommt der Arbeit mehr hinterher?

Die Idee mit dem hinfahren ist das eine oder du greifst wirklich auf die Hausärztin zurück und lässt dir 40mg verschreiben und versuchst weiterhin dort jemanden bezüglich Erhöhung zu erreichen .

Auf jeden Fall erfrage im nächsten Termin genau ab wie es da abläuft, damit du dich rechtzeitig kümmern kannst.

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Ja, das ist wirklich mega ätzend.
Ich wurde aber damals auch nicht über die Medikamente aufgeklärt. Also dass man Koffein meiden sollte, wie sie wirken oder überhaupt was für Nebenwirkungen normal sind. Also eigentlich alles was Pflicht wäre wie ich finde.

Ich werde auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit nachfragen wie ich da in Zukunft vorgehen soll.
Ich weiß gar nicht ob meine Hausärztin mir dann direkt 40 mg verschreibt aber eigentlich weiß sie was ich nehme und wieviel. Bin mir nur unsicher weil ich ja vorher nur 20 mg Kapseln hatte.

Dann lass deine Hausärztin entscheiden und mit ggf. 20mg hast du ja auch einen Puffer um dich noch weiter zu kümmern.

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Hab es heute nicht geschafft zur Neurologin zu fahren.

Ich hab meiner Hausärztin bescheid gegeben und die stellen mir dann einmalig ein Rezept erstmal aus.
Ich hab über verschiedenste Wege weiterhin versucht Jemanden zu erreichen.. Über Online Rezeptanforderung, über Online Kontaktformular und noch mal per Mail. Ich hab auch schon eben 7 Mal hintereinander versucht dort an zu rufen, jedes Mal Warteschleife und dann wurde aufgelegt..

Hab auch inzwischen schon bei 8 anderen Praxen angefragt ob die mich übernehmen würden, aber alles ist überfüllt.. Ich bin langsam echt am Ende und überlege es mit den Medikamenten komplett sein zu lassen. Es ist aber das einzige was mir wirklich hilft. Bloß ich hab es so satt dauernd für alles so hart kämpfen zu müssen. Ich musste schon dafür kämpfen dass man mich ernst nimmt als ich meinte dass ich glaube dass ich keine Depressionen habe sondern etwas anderes. Und dann nochmal für die Diagnostik und selbst als ich die Diagnose hatte wurde ich immer noch nicht richtig ernst genommen bis ich endlich Medikamente ausprobieren durfte und dann jetzt wieder sowas.. Und das nicht nur bei Ärzten, das zieht sich durch mein gesamtes Leben und manchmal hab ich das Gefühl, ich darf keine Hilfe haben.

Du bekommst ja jetzt was von deiner Hausärztin und dann schaust du an deinem Termin was da für ein Problem hinter steckte.
Aber suche trotzdem unbedingt weiter.

Deine Hausärztin könnte ja mal eine Mail schreiben, mal sehen ob dann jemand reagiert. ?

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Es ist echt unglaublich.. ich verstehe das alles nicht mehr.

Ich war beim Hausarzt, hab das Rezept geholt und bin damit zur Apotheke gegangen. Dann meinte die Apothekerin dass das Datum fehlt und ich bitte noch einmal zum Arzt gehen müsse. Hab ich dann sofort gemacht. Also ich wieder kam und ihr das Rezept mit Datum drauf gezeigt habe hat sie es an gesehen und gesagt “Seien sie ehrlich, sie waren nicht beim Arzt oder? Sie haben das selbst rauf geschrieben.” Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte weil ich in dem Moment so baff war dass sie mir jetzt sowas an den Kopf knallt, auch noch nach dem ganzen blöden Stress mit der Neurologin und überhaupt an ein Rezept zu kommen… sie fragte mich dann bis wann mein Medikament denn noch reicht und ich meinte bis Samstag und sie versucht jetzt bei meiner Ärztin an zu rufen und das zu klären.. die Apothekerin hat meine Nummer auch, die rufen mich dann an. Hab auch der Hausärztin per Mail geschrieben dass die Apothekerin versucht die zu erreichen, damit die bescheid wissen.

Das kann doch alles nicht wahr sein. Vorallem als das Datum fehlte konnte sie mir nicht noch sagen dass da noch was anderes fehlt? Das kriege ich dann erst heraus nachdem ich nochmal zum Arzt gefahren bin? Und mir dann noch vorwerfen dass ich das gefälscht hätte.. unglaublich.

Ich bin auch schon seit 8 Uhr dabei von Arzt zu Arzt zu rennen. Hab meinen Partner begleitet weil er beim Fußball umgeknickt ist und eine Verletzung hat. Und dachte ich könnte ihn begleiten, mein Rezept abholen + mich um Nachschub kümmern und damit alles quasi in einem Rutsch erledigen.. naja. Irgendwas ist ja immer.

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Oh man du arme, du nimmst aber auch alles mit was schief gehen kann.
Leider erlebt der ein oder andere rund um die Medikation die ein oder andere skurrile Story.:cry:

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Ich hab gestern gar nicht mehr damit gerechnet dass noch was kommt, da meine Hausärztin 13 Uhr zu gemacht hat und das mit der Apotheke ca ne halbe Stunde vorher war. Aber 15 Uhr hatte mich eine andere Apothekerin angerufen, dass ich mein Medikament abholen könne. Hab auch extra nochmal nachgefragt ob sie sich sicher ist. Hab es dann endlich bekommen. Wenigstens das hat jetzt geklappt.

Und eben habe ich auch eine Antwort von meiner Neurologie Praxis bekommen. Eine sehr passiv aggressive Mail in der steht, dass mich die Ärztin ja sogar schonmal angerufen hat vor ein paar Wochen und das ja nicht üblich ist und die mir ja schon sehr entgegen kommen würden. Und sie schrieben wohlgemerkt einen Tag bevor mein Medikament alle gegangen wäre wenn ich jetzt das Notfallrezept nicht gehabt hätte, dass ich auch ohne Termin vorbei kommen kann. Einen Tag bevor es alle gegangen wäre und eine Stunde vor Feierabend an nem Freitag. Ehe ich jetzt da gewesen wäre hätten die schon zu.. Dann hieß es noch dass ja viele Leute dort anrufen und ich bei einem Facharzt nicht erwarten kann dass die sofort ran gehen. Hab ich doch auch gar nicht.. Ich habe 2 Wochen bevor mein Medikament leer gewesen wäre per Mail ganz normal gefragt wie das dort abläuft. Ich habe über eine Woche lang insgesamt 15 mal versucht dort an zu rufen, war jedes Mal was weiß ich wie lange in der Warteschlange und habe wirklich all meine Geduld zusammen genommen und wurde aber jedes Mal aus der Warteschlange rausgeworfen.. Natürlich ist man dann irgendwann frustriert. Und ich hab ja noch andere Termine usw. Bei nem Fahrtweg von fast 2 Stunden müsste ich mir quasi nen ganzen Tag nur dafür frei halten. (hatte mir diesen Montag dafür frei gehalten)

Dazu kommt ja noch dass es auf deren Webseite ein Formular gibt bei dem man ein Folgerezept beantragen kann. Deshalb dachte ich dass es dann vielleicht darüber läuft. Die meinten auch dass sie eine Facharztpraxis sind und kein Hausarzt. Und Termine gibt es eben immer erst in ein paar Monaten.. Aber ich finde genau deshalb, weil es ein Facharzt ist, sollte man doch dort Jemanden zumindest erreichen können wenn irgendetwas ist. Meine Hausärztin kann mir da ja auch nicht weiter helfen weil sie eben eine Hausärztin ist..
Ich fühle mich bei der Neuro Praxis überhaupt nicht wohl und suche schon nebenbei nach einer anderen..

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Diese Praxis noch nutzen, und sobald du was neues hast macht du , tschüss.

Und beim nächsten Termin fragst du „strategisch höflich“ :wink: was du machen kannst , damit die Kommunikation in deren Sinne läuft und wie du dich wann genau über welchen Weg bezüglich eines neuen Medikaments melden sollst.

Vielleicht ist auch nur die Praxismitarbeiterin doof ? Ich hatte bei meinem ersten Arzt nie Problem plötzlich gab es ne andere alte Mitarbeiterin mit der ich kommunizieren musste und es gab plötzlich Probleme auf allen Ebenen. Auch ihre „erzieherische“ belehrende Art und Weise war echt zum :face_vomiting:. Medikamente die ich schon seid Jahren in der Dosis dort bekam hat sie gar hinterfragt ob dem wohl so sein könnte. :zany_face:

Dann war die eigentliche Mitarbeiterin wieder da und es gab dann keine Probleme mehr.
Einmal hatte ich beide am Tresen und die blöde Kuh nahm das Zepter in die Hand und ich bekam wieder ne Predigt. Ich spürte deutlich das die andere auch nicht gut fand . Der Arzt war auch in der Nähe und wirkte auch nicht glücklich darüber. Da wusste ich irgendwie das ich einfach ein auf „brav“ mache um des lieben Friedens Willens für alle Beteiligten. :rofl:

Ich mag gar nicht erzählen wie es auch positiv ablaufen kann.
Mein jetziger Arzt hat sich glaube ich mit den Komunikationsproblemen von Menschen mit ADHS und vermutlich allem anderen auseinandergesetzt.

Ich weiß genau was ich wann und wie mit wem kommunizieren muss. Es gibt in der Regel immer zeitnah eine Rückmeldung.
Es gibt auch eine klare Ansage was er von seinen Patienten erwartet aber auch von dem was er in welchem Umfang leisten kann und möchte.
Information dazu findet man auch auf der Homepage inc. Rechtzeitiger Ankündigung von Praxisurlaub , Vertretungsdienst oder krankheitsbedingt veränderte Abläufe.
Ich glaube damit reduziert er sehr viel Stress für alle.

Viele Ärzte wissen glaube ich gar nicht das sie selbst was für einen guten Ablauf tun können und sie vergessen das es nicht nur um das verschieben von Medikamenten geht sonder das die Kommunikation und vor allem Orientierung auch zur Gesundheit beitragen kann.

Eigentlich müsste es eine Pflicht sein, das Praxen dafür sorgen müssen , das Patienten sich nicht hilflos fühlen und dass Sie verpflichtet sind möglichst Situationen zu vermeiden die triggernd sein könnten .

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Ja, sobald ich irgendwo einen Platz finde sehen die mich nicht wieder.

Ich hab mir mal die Rezensionen durch gelesen und die scheinen wohl schon seit mindesten 7 Jahren diese Probleme dort zu haben. Viele berichten ähnliches wie ich und die meisten meinten dass es wohl echt an den Leuten am Empfang liegt. Die wechseln wohl auch ständig weil oft gekündigt wird und Chaos ist da an der Tagesordnung.

Dein Arzt klingt echt super. Ich hatte damals als meine im Urlaub war nur durch Zufall davon erfahren. Vertretung gab es anscheinend nicht weil man mir nur sagte dass sie im Urlaub sei und ich halt warten muss bis sie wieder da ist. Wurde auch über nichts aufgeklärt was die Medikamente angeht. quasi “Hier ist das Rezept, wenn sie Schmerzen in der Brust haben gehen sie ins Krankenhaus”. Musste dann selbst heraus finden welche Nebenwirkungen normal sind, was man vermeiden sollte usw. Das Forum hier hat mir dabei auch sehr geholfen, ich bin sehr dankbar dass es das hier gibt!

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Nochmal n Update wegen meiner Neurologie Praxis..

Hatte eben einen Termin dort wegen Erhöhung von Elvanse, da ich Symptome habe die ich klar einer Unterdosierung zuordnen würde. Kann mich nicht mehr richtig konzentrieren, bin noch vergesslicher geworden, oft Durcheinander, kaum Antrieb, leicht reizbar, unregelmäßige Heißhunger Attacken auch während der Wirkzeit und frage mich generell oft ob die Dosis überhaupt noch passt. Dazu öfter emotionale Verstimmungen und Müdigkeit.

Ich hatte eine Vertretungsärztin weil meine kurzfristig ausgefallen ist. Diese Frau hatte aber anscheinend gar keine Ahnung und ich bin umsonst 2 Stunden dort hin gefahren. Sie hat mich erstmal ermahnt dass ich angeblich unabgesprochen auf 40 mg erhöht hätte obwohl es am Telefon abgesprochen und mir ausdrücklich erlaubt wurde. Aber es stabd nicht in meiner Akte. Ab da hatte ich schon das Gefühl, dass sie mich verurteilt. Dann meinte sie dass sie nicht erhöhen würde weil sie sieht keine Notwendigkeit. Und dass man ja schauen müsste inwiefern andere Erkrankungen da eine Rolle spielen. Weil das alles ja wohl eher von anderen Erkrankungen kommen würde..

Ich war erstmal komplett verwirrt weil ich nicht wusste was sie mir sagen will. Hab gefragt welche anderen Erkrankungen denn? Und sie meinte nur “Na zum Beispiel Borderline”. Ich meinte ich habe kein Borderline und war total verwirrt wie sie jetzt darauf kam. Ich hatte mal eine Diagnose bekommen für Borderline aber es wurde mir im Nachhinein von 2 Therapeuten unabhängig voneinander abgesprochen und versichert, dass ich kein Borderline hätte. Das habe ich ihr auch etwas lauter bzw bestimmter gesagt. Sie meinte dann “Woher kommen dann die Narben auf ihren Armen?” (Ich habe mich tatsächlich früher selbst verletzt und man sieht es leider noch und das wird auch immer sichtbar bleiben.) Ich habs damit begründet dass ich eben früher von meinen Eltern misshandelt wurde und ein Ventil brauchte. Halt kurz runter gebrochen. Und sie meinte dann in einem schnippischen Ton “Na, das ist doch Borderline.”

Ich bin total sprachlos. Wenn sie Ahnung hätte, wüsste sie dass es bei ADHS auch zu Selbstverletzendem Verhalten kommen kann und daher Borderline oft eine Fehldiagnose ist! Sie meinte dann dass ich einen Termin bei meiner Neurologin machen soll und die soll das dann entscheiden. Ja, toll. Mit der Vertretung will ich auch nicht mehr reden! Ich bin es so satt ständig auf meine Narben und irgendwelche Vorurteile reduziert zu werden. Vorallem von Leuten die eigentlich Ahnung davon haben sollten. Ich komme mir total verarscht vor. Hab jetzt auch schon Angst vor dem nächsten Termin.

Der am 23. Ist erstmal geblieben obwohl ich dachte dass der auf heute vorgezogen wurde aber anscheinend hat man mich noch drin stehen lassen und so muss ich zum Glück nicht so lange warten.. unfassbar.

Trage demnächst bei solchen Terminen lieber lange Ärmel um dich vor diesem Bullshit zu schützen. Andersherum weißt du bei sichtbaren Narben jedoch sofort wie dein Gegenüber reagiert und wo du dran bist.

Manchmal hat man das Gefühl Ärzte denken dass Borderline ne ansteckend Krankheit ist , oder nehmen sich heraus diese Patienten irgendwie anders zu behandeln.

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Ich war heute bei meiner richtigen Neurologin und sie meinte dass mir bei denen kein Elvanse mehr verschrieben wird. Die Vertretungsärztin hat anscheinend da was in die Wege geleitet weil sie sich wohl so Sorgen wegen meinen “schlimmen Verletzungen” gemacht hatte.. (die “schlimmen Verletzungen” sind 10 Jahre alte Narben…) und der Chefarzt hatte dann wohl entschieden dass ich keine Medikation mehr bekomme und in eine Klinik zur Diagnostik gehen soll und dort auf Borderline getestet werden soll..

Meine Neurologin fand das auch total unnötig weil sie ja gesehen hat dass ich Elvanse gut vertragen habe und sie meinte auch dass das mit den Narben eigentlich total unnötig ist weil man eindeutig sieht dass die alt sind. Sie meinte sie findet es falsch mich jetzt zur Diagnostik zu zwingen und hat mir einen Befundbericht mit gegeben auf dem nochmal ausdrücklich steht dass meine ADHS Diagnose gesichert ist und ich dort Elvanse bekommen habe. Sie meinte dass ich damit auch zu einer anderen Praxis gehen kann.

Bin grad total am Boden weil Elvanse das einzige war was mir überhaupt geholfen hat. Ich hab so viele Therapieen für irgendwelche Sachen gemacht die alle nichts gebracht haben. Mir wurde 2 mal von Therapeuten gesagt dass sie bei mir kein Borderline sehen aber ich habe leider nichts schriftliches bekommen wo das ausdrücklich drauf steht..

Ich werde Zuhause versuchen den einen Psychologen zu kontaktieren und erfragen ob der meine Akte noch hat und mir da noch irgendwas schriftlich geben kann. Aber zu der Neurologie will ich eigentlich nicht zurück. Fühle mich da komplett schikaniert und nicht ernst genommen.. selbst meine Neurologin hat mir eher zu einem Wechsel geraten. Aber falls der Psychologe mir was geben kann hätte ich es wenigstens schonmal in der Hand falls sowas nochmal passiert..

Ich bin komplett sprachlos..

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Ich war tatsächlich gestern bei einer ambulanten Diagnostik. Die hab ich sehr kurzfristig bekommen, da anscheinend irgendwer abgesagt hat. Habe jetzt von dem Therapeuten schriftlich, dass keine Borderline Symptomatik besteht und hab es heute per Mail an die Neurologie Praxis geschickt..

Leider habe ich wohl keine andere Wahl als erstmal doch weiter dort hin zu gehen wo man mich so blöd behandelt hat.. sämtliche andere Praxen die ich angefragt habe, haben keine Kapazität mehr..

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Guten Morgen :smiling_face:

Nach dem Lesen deines Berichts könnte man einen Megaherpes bekommen :enraged_face:

Am schlimmsten finde ich persönlich, dass man immer “taktisch brav” sein muss, um an sein Ziel zu kommen.

Ich habe tatsächlich auch so eine merkwürdige Ärztin. Nach 50 Jahren bekam ich die ADHS-Diagnose mitgeteilt und dann nur ganz schnell ein Rezept - nix mit Aufklärung oder “Wenn was ist, melden Sie sich!”

Auf Mails hat sie allerdings reagiert, aber für mich blieb zunächst alles wuselig, und ich fand mich nicht zurecht. Ich hatte 6 Medikamentenwechsel in 6 Wochen - immer unbegleitet. Ich sollte einfach ausprobieren.

Nach den ersten beiden Terminen alleine, habe ich meinen Mann mitgenommen. Beim letzten Termin habe ich ihr dann gesagt, ich müsste da mal was loswerden! Joar, und dann habe ich freundlich, aber bestimmt mal die “Irritationen” aufgezählt.

Der absolute Knaller: Ich brauchte ein Attest vom Gesundheitsamt für Lisdex-Aristo für den Urlaub. Hat sie mir sogar zugeschickt - allerdings mit 13 anstatt 15 Tagen. Als ich sie darauf angesprochen habe, kramte sie ihren Kalender raus und meinte nur, bei ihr wäre der Zeitraum immer noch 13 Tage! Da hat mein Mann seine Finger zur Hilfe genommen und ihr das vorgerechnet. :laughing:

Ich habe ihr gesagt, dass ich mich unbegleitet fühle, und wie sie denn meint, wie ich an Medikamente kommen soll, wenn sie mich eingestellt hat? Ein “Tja” und Schulterzucken waren ihre Antwort! Dazu muss man wissen, dass ich eine langjährige Psychiaterin habe, die aber keine BTM-Rezepte ausstellt - beide Ärztinnen arbeiten für denselben Träger. Angeblich darf es keine Doppelüberweisungen geben. Die Krankenkasse hat das Gegenteil bestätigt. “Die andere Ärztin kann sich ja eine Zulassung erstellen lassen!”

Jau, da musste ich dann tief einatmen und habe dann auch ganz direkt gesagt, dass das doch so nicht geht. Dass sie mich doch nicht hilflos im Regen stehenlassen kann. “Ja, neee, noch sind wir ja nicht am Ende der Einstellung! Telefonieren Sie derweil rum, und notfalls haben Sie ja die Hausärztin!”

Mein Mann hat ihr dann mal von den letzten 8 Wochen erzählt, hatte wohl Wirkung.

Ich hatte sie u.a. um eine weitere Autismus-Diagnostik gebeten. Geht nicht, man sei überfüllt, ich soll es außerhalb probieren! In diesem Jahr würde das sowieso bei denen nix mehr. Ich nur: ich warte auch, aber die Diagnostik ist wichtig, auch um zu verstehen, warum ich so schwer einzudosieren bin.

Ich blieb hartnäckig, direkt, aber ohne sie in die Enge zu treiben.

Was ich furchtbar fand: Sie hat versucht, mir wegen der Wechsel in so kurzer Zeit den schwarzen Peter zuzuschieben. Da meinte mein Mann nur: Wer ist denn hier die Ärztin?

Sie ging die ganze Zeit in die Rechtfertigung. Für manchen ist das Eingeständnis eigener Fehler wohl unmachbar.

Dieses ständige “Vorsicht, was du sagst, sonst hast du verk@ckt” nervt.

Am Ende des Gesprächs hat sie mir einen Termin für den 3.11. zur Testung, einen Platz auf der Warteliste der ADHS-Gruppe, eine Broschüre, ein neues Rezept und einen Buchtipp gegeben. :laughing:Da dachte ich nur: Wer von uns beiden hat hier die Probleme? :see_no_evil_monkey:

Vielleicht darfst auch du mal sagen, dass das so nicht geht. Nimm deinen Mann mit, damit du Zeugen hast. Ruf bei der Krankenkasse an, schildere die Geschichte und lass dir von ihnen helfen, einen anderen Arzt zu finden. Vielleicht können sie auch etwas wegen der Hausärztin regeln, damit sie das Medikament weiter verordnen kann. Notfalls leg eine Liste der Stellen vor, bei denen du eine Absage bekommen hast und frage, ob sie die Kosten für eine privatärztliche Behandlung übernehmen.

Sprich in Ruhe mit der Hausärztin, ob sie die Verordnung auf lange Sicht übernehmen kann.

Ich drücke dir die Daumen, dass der Albtraum bald ein Ende hat.

Liebe Grüße :smiling_face_with_three_hearts:

Das ist echt gruselig, was Du von „Deiner“ Praxis erzählst. :adxs_streichel:

Hast Du es auch bei Psychiatern versucht?
Da AHDS eine F-Diagnose ist, sind die eigentlich eher die richtigen Ansprechpartner als Neurologen.

Ärzte, die noch als „Facharzt für Psychiatrie und Neurologie“ praktizieren, sind eine aussterbende Spezies. Die kannst Du meist vergessen, was ADHS angeht, weil sie zu alt sind und sich damit nicht mehr beschäftigen wollen.

Der „Doppelarzt“ wurde schon vor geraumer Zeit abgeschafft und die Fachrichtungen getrennt. Seitdem wird nur noch der „Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie“ oder der „Facharzt für Neurologie“ ausgebildet. Und von denen ist eigentlich der Psychiater (Facharzt für Psychiatrie), der „ADHS-Mensch“. Meine „Nur-Neurologin“ behandelt kein ADHS, das macht mein „Nur-Psychiater“.

Es gibt zwar auch „Nur-Neurologen“, die eine Zusatzausbildung in Psychiatrie gemacht haben und ADHS behandeln, aber das sind bei weitem nicht so viele, wie „Nur-Psychiater“ (die allein aufgrund ihrer Facharztausbildung ADHS behandeln dürfen).

Ich drücke die Daumen, dass Du schnell jemanden findest, bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst. :four_leaf_clover:

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