Ketzerische Gedanken zum Forum

…sollten eigentlich bei uns zum Guten Stil gehören.
Gerade bei uns. :grin:

Aber zum Thema.
Seit ich mich mit ADS und ASS auseinandersetze, bin ich gleichzeitig zerrissen, was das Thema angeht.
Nennt es Paranoid, aber ich habe in Ketzerischen Gedanken gerade auch hier das Gefühl, des „ADHS ist Pharmalobbygemacht“ und meine Schwierigkeiten sind nur Folge meiner Depression.
Ein Grund ist sicherlich mein Negativer Hyperfocus auf das Thema und paranoide Zwangsgedanken a la „Du habe ADHS, wolle MPH kaufe? Geh zu ADXS und alles Guuut!“

Das ist jetzt so, als würde ich vor einem Thetan Stufe 5 von Scientology stehen und Zweifel anmelden.
Bestimmt nicht Sinnvoll.
Aber wohin soll ich gehen?
Dabei sage ich zum Thema ADS bei mir Ja, Ja, Ja!! seit ich in Eigenregie, wegen Leidensdruck 10 Jahre alle Quellen nutze, um mal endlich zum Kern „meiner Macke“ zu kommen.
Denn alle Psychologen haben mir nur Depression, Angststörung, Oppositionelles Trotzverhalten, Substanzmissbrauch und „Persönlichkeitsstörung, gemischt“ diagnostiziert und damit allein gelassen.
Seit ich die Seiten von Helga Siemchen gelesen habe, meine Grundschulzeugnisse mal aus anderem Blickwinkel gelesen habe, hat etwas in mir geklingelt.
Aber bah, ist das nicht wie ein Horoskop, wo auch jeder sich irgendwie wieder erkennt?
Und ist das Internet nicht voll von Heilsbringern, die dir nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen?
Und sooo Glücklich sind ja Medikamentierte auch nicht, wie ich hier so lese.
Rebound, Dosis, Wechselwirkungen…
So meine Zweifel.

Sorry, wenn ich mich hier mal im falschen Fanblock wähne und mal die falsche Fahne schwenke.

Stosst ihr mich nun aus dem Nest, oder kennt ihr solche Krisen?

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Ich lese erst seit wenigen Tagen in diesm Forum und ganz unabhängig von den Beiträgen, geistern in mir ähnliche Gedanken rum.

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kennstekennstealles.

Und dann sehe ich, was sich seit Diagnose und Medikation in meinem Leben verändert und zum Guten gewendet hat - also selbst wenns „kein ADHS“ wäre - who cares?
Hat aber lang gedauert, sicher zwei Jahre, bis ich so richtig profitiert habe…

Die Zweifel bleiben. Das ist sicher auch irgendwie wichtig…
Und es ist wichtig, das auch zu äußern.

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Spannender Gedanke…

Ich glaube zwar nicht dass die community hier Sponsored bei Takeda ist, aber bei diversen Honeymoonberichten könnte man vermuten, dass Nirwana ist tatsächlich die Medikation.

Ganz so einfach ist es ja nicht.
Trotz Medikamentierung schleppen die meisten gefühlt zwei Hinkelsteine Last mit sich herum und manches Leben gleicht eher einem Sanierungsbedürftigen Altbau als Wolke 7.

Auch Zweifel an der Diagnose kennen sicher viele, vor allem wenn das Medikament nicht im 1. Anlauf die versprochene Heilung bringt.

Also, ja es ist sicherlich okay und völlig normal solche Gedanken zu haben.
Medis sind bestimmt nicht der heilige Gral, da gehört schonnoch eine Menge mehr dazu (Stichwort Ärmel hochkrempeln und Leben aufräumen, Eigene Baustellen angehen usw)

Meine Erfahrung ist bislang: sie haben mir geholfen. Das ist zumindest etwas was ich ohne Zweifel für mich sagen kann :wink:

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Ich glaube das Problem besteht bei allen Foren.
Die einen nutzen es um Mitleid zu erhaschen und sich die Wunden zu lecken, die anderen fangen Komplimente und lassen sich feiern.
Egal ob es um Krankheiten, Autos oder Kunst geht.

Die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen.
Wenn ein Forum den Besuchern neue Impulse geben kann hat es eine Daseinsberechtigung.

Vielleicht erkennt man aber auch das man im falschen Forum ist und sich nicht mit Pferden sondern mit Briefmarken beschäftigen sollte. Aber auch das ist ein Gewinn.

Und ob man den Bewohnern eines Forums mehr trauen sollte anstelle des Airbus-Servicetechnikers mit Diplom muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich bleibe solange ich lernen kann. Und wenn ich mal genervt bin bleibe ich einfach offline.

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@Hypoborea von wegen Dich wegen „ketzerischer“ Gedanken aus dem Nest stossen.
Selbstverständlich stellt man sich solche Fragen, und ich finde es Super und ausgesprochen mutig so eine interressante Diskussion anzuregen.
:+1::heart::smiley_cat:

P.s. ich muss zwar zugeben, dass ich solche Gedanken gegenüber dem Forum noch nicht hatte.
Aber gegenüber einer Therapeutin, die mir Methylphenidat „auf Lebzeiten“ verschreiben wollte. Allerdings ohne mich vorher darüber genaustens informiert zu haben, dass ich das Zeug aus ihrer Sicht für „den Rest meines Lebens“ schlucken sollte.
Ich habe mich dann aber durchgesetzt und das Zeug abgesetzt als ich Herz Kreislauf Probleme bekam, und ich werde die Medikamente sicher nicht noch einmal einnehmen.
Sorry musste noch mal nachbessern. :sweat:

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Nabend,
ich denke, ADHS ist die Antwort auf unseren mega anstrengenden Versuch, uns in der neuronormalen Welt anzupassen. Wenn wir mit unserem anderen Dopamin-Noradrenalin-Cocktail genauso Anspruch auf Normalität hätten, müsste sich die gesamte Gesellschaftsstruktur ändern- angefangen beim Bildungssystem und im Berufsleben und Alltag hört´s noch nicht auf. Hier geht´s doch eher um die Lobby der Status-Quo-Erhaltungs-Wollenden. Die Pharmaindustrie spielt den Buhmann und entschädigt sich dafür selber mit einem ordentlichen Schmerzensgeld. Und jeder ADHSler, der keine Probleme macht ist ein guter ADHSler… just my two ketzerische cents

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… ist halt ein Gegengewicht zu den Horrorberichten über stillgelegten Zombies :scream::scream::woman_zombie:

Aber aufgrund kritischen Hinterfragens wird hier niemand rausgeworfen.
Man muss halt mit exorzistischen Ritualen rechnen, wir geben keine Seele verloren :joy::rofl:

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Es wird niemand rausgeworfen, aber nachvollziehen kann ich es
eigentlich nicht. Weil meine ADHS ist sowas von real. Und die meiner Kinder noch viel mehr.

Auch die Gedanken an Konstruktion der Pharmalobby usw. erschließen sich mir nicht. Vermutlich weil ich ADHS zuerst aus der Elternperspektive kennengelernt habe und mir dann erst drei Jahre später ein Licht aufging, dass ich auch betroffen sein könnte.

Methylphenidat und Amfetamin ist so viele Jahre nicht mehr patentgeschützt, da gibt es vergleichsweise wenig zu verdienen.

Das Gegenteil ist ja der Fall - konstruiert und lobbygemacht sind die Anti-ADHS-Kampagnen, also seid auf der Hut, wenn irgendwo steht, „statt Ritalin“ - dann will jemand unser Geld haben. Gute Therapien haben es gar nicht nötig, Angst vor anderen Therapien zu machen!

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Hm🤔, ich stelle nicht unbedingt Adhs selbst in Frage, auch die Wirkung von Methylphenidat nicht.
Aber ich frage mich manchmal, ob jede/r wo eine Adhs Diagnose bekommt, wirklich immer 100% Adhs hat.
Weil Adhs unter den Ärzten ja immer noch sehr umstritten ist und immer noch zuwenig untersucht wird, sowie die wenigsten Ärzte*/Psychiater*/Psychologen* tatsächlich „Experten*“ auf dem Gebiet Adhs sind.

Im Prinzip könnte also rein theoretisch nur ein Neurologe* Adhs tatsächlich „nachweisen“, da ja beim Adhs Gehirn bestimmte Regionen für die Hormon Ausschüttung nicht richtig funktionieren.
Und das kann ein Arzt*/Psychiater*/Psychologe* anhand von Tests und der Lebensgeschichte niemals nachweisen, insofern hat man bei der Methode via Tests und Lebensgeschichte sogesehen eigentlich nie wirklich eine Garantie darauf, dass es vielleicht nicht doch etwas anderes sein könnte.

Denn auch bei anderen Erkrankungen werden Symptome aufgezählt die bei Adhs vorkommen.
Wie zum Beispiel bei der Schilddrüsen Unterfunktion, Depressionen oder Borderline und was weiss ich noch, vielleicht weiss jemand anderes noch Beispiele dazu?.
Und Methylphenidat kann helfen, muss aber nicht, und ist auch nicht die Lösung aller Probleme, denn manche Probleme bleiben trotz Methylphenidat weiterhin bestehen, verbessern die Lebensqualität also auch nicht „immer“ und bei „jedem“ zur vollsten Zufriedenheit.

Ganz abgesehen von den Nebenwirkungen die auch nicht gerade „harmlos“ sind.
Und ich persönlich bin froh darüber, dass ich meinen Kindern kein Methylphenidat verabreichen musste.
Ich hätte da ehrlich gesagt kein gutes Gefühl damit gehabt, hätte mir grosse Sorgen um ihre Gesundheit gemacht, da Kinder ja im Wachstum sind und auch ihre Gehirne noch nicht vollständig ausgereift sind, deshalb bin ich wirklich mehr als froh das meine Kinder kein Methylphenidat nehmen mussten.
Jedenfalls ist Methylphenidat kein Wundermittel das alle Beschwerden zum Verschwinden bringt und sollte auch nicht leichtfertig verschrieben werden.
Vor allem nicht bevor nicht andere Erkrankungen vollständig ausgeschlossen werden können.

Was ich persönlich nicht richtig finde ist jemand sofort Methylphenidat zu empfehlen wo bei sich Adhs vermutet obwohl noch nicht mal eine Diagnose vorliegt.
Genauso finde ich es nicht richtig jemand der vielleicht sein Methylphenidat gerne absetzen möchte dies auszureden.

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„Das AD(H)S“ gibt es nicht.
AD(H)S ist ein Syndrom, d.h. eine Gruppe von (teils sehr sehr sehr verschiedenen) Störungsursachen mit gleichartigen bis identischen Symptomen.
Obwohl ich mich inzwischen seit 10 Jahren Woche für Woche tiefer in die neurobiologischen Hintergründe hineinfresse, bin ich immer noch und immer wieder überrascht, wie viele verschiedene Ursachen es für AD(H)S geben kann.
Viele wird man erst in etlichen Jahrzehnten mittels Gentherapie an der Ursache behandeln können. Andere werden wahrscheinlich noch Jahrhunderte ein Rätsel bleiben.
Und dann stehe ich manchmal davor, und frage mich, wie es sein kann, dass all diese unterschiedlichen Ursachen etwas auslösen, was durch eine an ein und derselben Stelle ansetzende Behandlungsmethode gelindert werden kann.
Ja, Medis kurieren (nur) die Symptome. Warum diese trotz der Unzahl von Ursachen alle so ähnlich sind und fast immer auf dieselbe Behandlung ansprechen, ist (mir) ein Rätsel.
Und dennoch: wenn ich sehe, welchen Unterschied Medis bei Betroffenen ausmachen, wie sehr sie die Lebensqualität verbessern, dass sie z.B. das Risiko einer stoffgebundenen Sucht um 30 % verringern, oder behandlungsresistente Depressionen auf einmal eben doch behandelbar machen - dann macht es eben doch sehr viel Sinn, das mitzunehmen.

Ich tauche jede Woche sehr tief, um Ursachen zu finden, die eine sinnvolleren Ansatz für eine Lösung bieten. Manchmal, ganz selten, tauchen plötzlich solche Ursachen auf. Dann können plötzlich ein paar zig Leute ihre Überschrift „Ich habe AD(H)S“ gegen „Ich habe eine Hamartom des Hypothalamus“ tauschen.

Dann wird diese winzige Gruppe aus dem Syndrom AD(H)S ausgegliedert und bekommt eine neue Überschrift. Plöd nur: das ändert nix an den Symptomen und es gibt auch keine besser Behandlung. Nuja, in extrem schweren Fällen bliebe eine Hirn-OP.
Im Moment kaue ich gerade die AD(H)S-Genkandidaten durch. Naiv dachte ich, die haben am Ende doch alle irgendwas mit Dopamin oder Noradrenalin zu tun. Nun, leider nicht. Die meisten sind ganz tief in die Entwicklung von Zellen, der genetischen Entwicklung und anderen neurobiologischen Mechanismen verwickelt, von denen auch versierte Ärzte bis heute kaum mal buchstabieren können, was das bedeutet. Und das heißt, dass es dafür auch nicht mal so eben eine sinnvolle oder erklärbare Lösung geben wird. Nur ab und zu bricht mal an der Kante des unergründeten Kontinents eine kleine Krume ab (siehe Hamartom) und wird erklärbar.

Was bleibt?
Die Gemeinschaft der AD(H)S-Betroffenen kann jammern, dass es keine Lösung für ihre zigtausenden verschiedenen Ursachen gibt. Oder sie kann die Lösungen annehmen, die es bislang gibt.
Wer weiß, vielleicht kommt ja mal einer und stellt fest, dass es nur daran lag, dass man sich nicht die Hände gewaschen hat (wie einst beim Kindbettfieber). Ja, wär schön. Nur nutzt es wenig, bis dahin zu warten, weil das voraussichtlich jenseits der Lebenserwartung der heute Betroffenen liegen wird.
Ich sehe das ein bisschen wie den anstehenden Umbau der Energieversorgung. Muss man wirklich die ganze Welt mit Windrädern verspargeln? Nun, für die nächsten 20 Jahre wäre das jedenfalls mal eine Lösung. Ist das schön? Nö. Ist das notwendig? Nicht, wenn einer ne bessere Idee hätte.
Und dann kommt das große Schweigen…

Was ich sagen will:
Ich verstehe die Zweifel, und ich glaube, sie sind irgendwo auch berechtigt, sogar auf einer Ebene, die neurobiologisch tiefer liegt, als man bis heute überhaupt tauchen kann.
Nur: es gibt derzeit keine bessere Lösung dafür.
Falls jemand eine hätte, würden sich hier viele freuen.

Herzlich

UlBre

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Sehr schön erklärt & zusammengefasst und auch exakt der Wortlaut meines Arztes.
Was sicherlich auch viele von uns so bestätigen können

Danke für die anschauliche Erklärung lieber @UlBre :pray:

Richtig.
Für mich eine sehr gute Lösung, ohne die ich nicht dort wäre wo ich bin.
Ob sie es mir ermöglicht, irgendwann ohne Medikamente zu leben? weiß ich nicht, bisher noch nicht.

Übrigens finde ich, dass man hier nur noch recht wenige Honeymoon-Geschichten liest. Meist eher als Ermutigung, die Flinte nicht gleich ins Korn zu werfen…
Meist liest man von Kämpfen, Ausprobieren, Problemen mit uninformierten Ärzt:innen.
Diejenigen, die einigermaßen zurechtkommen, ziehen sich halt meistens früher oder später hier raus.

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Ich hätte es Ihnen damals auch nicht gegeben.
Wäre aber andererseits rückblickend froh, hätte man mir diese ADHS-Kindheit und vor allem Jugend wenigstens mildern können - und spätermeinen Kindern die Ausraster und sichtbaren Qualen ihrer Mutter.

Letztlich gehöre ich zu den 25% - Das war also sicherlich kein Spaß. Daher verstehe ich bei Verharmlosung von ADHS und Überdramatisierung der Stimulanzien eigentlich auch keinen. Meines Wissens hinterlassen sie keine bleibenden Schäden . im Gegensatz z.B. zu den Kortisontherapien oder Behandlungen mit Reizröntgen, die meine arme Achillessehne bereits erdulden musste…

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Vergiss nicht die fatale Wirkung von Antibiotika auf die Darmflora über die gute Ärzte jetzt langsam anfangen zu informieren.
Oder Medikamente die den Magen angreifen.

Mit unseren Nebenwirkungen während der Einnahmezeit sind wir echt gut bedient.

da sagst du was. Antibiotikum war das, was meine Darmflora zerstört hat. Seitdem vertrage ich keine Fructose mehr…

@Hibbelanna „Überdramatisierung“ von Stimulanzien ist ungerecht gegenüber jeder Person die unangenehme Nebenwirkungen, welcher Art auch immer, bei Stimulanzien erfahren hat.

Und „Verharmlosung“ von Adhs, wer „verharmlost“ denn Adhs?, irgendjemand hier im Forum?, ich glaube das dass niemand hier im Forum macht, denn hier sind doch ehr die Adhs’ler* mit
hohem „Leidensdruck“ anzutreffen, als solche die nur ein schwach ausgeprägtes Adhs haben, oder gut zurecht kommen.

Und die denen es gut geht, würden wahrscheinlich viele beneiden oder misstrauen, aber ziemlich sicher beneiden.

Dabei kann man in jedem „Lehrbuch“ oder „Ratgeber“ nachlesen, dass Adhs unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann, heisst das es demzufolge auch Adhs’ler geben MUSS die weniger unter ihrem Adhs leiden als andere, die sich eigentlich OK fühlen und zufrieden mit sich sind.
.
Ansonsten gibt es natürlich ganz klar hartgesottene Adhs Skeptiker, aber hier im Forum?.
Ich zähle mich jedenfalls nicht zu den Leuten die Adhs, oder auch andere Krankheiten verharmlosen.

P.s. irgendwie ist da anscheinend was dran das sich da zwei Lager mit verhärteten Fronten gegenüber stehen, sozusagen Pro Adhs versus Contra Adhs, aber Ach was weiss ich schon davon, kann und will eigentlich am liebsten nichts mehr davon wissen und nichts mehr dazu schreiben.

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Ich lese keine verhärteten Fronten, lediglich unterschiedliche Ansichten. Das ist legitim.
Im Übrigen liegt zwische Überdramatisierung und Verharmlosung von Stimulanzien doch die eine oder andere Abstufung. Ich denke, ich habe dargelegt, was ich meine…
Verharmlosung von ADHS?
Im Sinne einer Bezeichnung oder eines psychiatrischen Begriffs z.B. aus den ICDs ist in einer derartigen Diagnose der entsprechende Leidensdruck mit berücksichtigt.

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Ich kann nichts mehr hilfreiches beitragen. :wave:

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OK, ich spüre gerade das es an der Zeit ist zu „versuchen“ MEINE ganz PERSÖNLICHEN Erfahrungen bezüglich MEINES Adhs, MEINER PERSÖNLICHEN Erfahrungen mit Methylphenidat, mit euch @allen zu teilen, so wie ich es wahrscheinlich von Anfang an „hätte“ „versuchen“ „sollen“, wie es mir PERSÖNLICH so geht.

OK, neuer Versuch… .

Ich habe an verschiedenen Stellen schon darüber geschrieben, dass ICH Probleme mit MEINEM Blutdruck bekommen habe.

Nun wie fange ich das jetzt richtig an?, damit mich niemand „missversteht“ oder etwas aus meinem Text „heraus liesst“ was ich weder so meine, noch sonstwas?, ein schwieriges Dilemma unter so vielen Adhs’lern: innen!.

OK, ich versuche es mal so…

ICH zweifle Adhs NICHT an.

Ich zweifle die positive Wirkung von Methylphenidat NICHT an.

ABER!: in MEINEM Fall, habe ICH persönlich LEIDER das Problem, dass ICH in Punkto Bluthochdruck genetisch „vorbelastet“ bin.

Heisst: in MEINER Familie sind mir sehr nahestehende Personen, mütterlicherseits als auch väterlicherseits, stark betroffen von Bluthochdruck und den damit verbundenen Risiken.

Heisst: erhöhtes Herzinfarkt oder Hirnschlag Risiko, ist bei MEINER Familie ein ernstzunehmendes Risiko, dass bereits mir sehr nahestehende Familienmitglieder dahingerafft hat.

Um zum Punkt zu kommen, auch ICH habe sehr reale Probleme mit Bluthochdruck!.

Und DESHALB musste ICH in MEINEM ganz PERSÖNLICHEN Fall das Methylphenidat absetzen.

Schlicht und einfach gesagt, wenn ich älter werden will als meine direkten Vorfahren oder Familienmitglieder, und das WILL ich!, dann MUSS ich in meinem EIGENEN Interesse! in Zukunft auf Methylphenidat verzichten.

Das ALLES ist aber MEINE eigene Geschichte.

Ich möchte NIEMAND „Angst“ machen!, ich möchte NIEMAND „Weiss machen“ das Methylphenidat für jemand anderen „NICHT gut“ sei.

Ich kann ja hier im Forum immer nur über MEINE PERSÖNLICHEN Erfahrungswerte sprechen, und nicht mehr oder weniger mache ich.

ALSO BITTE hört auf damit euch wegen MEINER Schilderungen über MEINE PERSÖNLICHEN Erfahrungen womöglich Panik bezüglich Methylphenidat zu machen.

Denn wie gesagt, ich bin genetisch vorbelastet in Punkto Bluthochdruck, ausserdem bin ich 55 und Raucherin!, was natürlich auch nicht gerade „gesund“ oder besonders „schlau“ ist.

ABER BITTE hört @alle miteinander auf euch anzuzweifeln, euch gegenseitig in Streitgespräche zu verwickeln, sondern glaubt trotz allen Widrigkeiten die ihr bereits erfahren habt, und auch in Zukunft leider noch erfahren werdet, weiterhin an euch selbst.

Und ICH muss ohne Methylphenidat zurecht kommen, ob ich das will oder nicht, aber verdammt nochmal, ich gebe mich selbst nicht so schnell auf.

Also Bitte haltet zusammen, helft euch gegenseitig, gebt euch nicht auf, diskutiert freundlich und verständnisvoll miteinander.
Es gibt nicht nur „das“ Adhs, wie es @UlBre richtig angemerkt hat.
JEDE:R macht seine EIGENEN Erfahrungen mit SEINEM Adhs.

„Es“ ist nicht bei ALLEN „gleich“, jeder Mensch, jede Situation ist anders, aber helft euch gegenseitig.
Und unser grossartiger @UlBre hat ein grosses Wissen und Erfahrungsschatz gesammelt von dem sicher jede: r hier etwas für sich mitnehmen kann.

P.s. ICH muss mich anders durchwursteln, aber ich bin inzwischen alt genug, habe lange Erfahrung mit mir selbst, ich schaffe das schon irgendwie, so wie ich es bisher immer irgendwie geschafft habe, um MICH muss sich niemand Sorgen machen.

Ich bin abgehärtet, weiss mir immer irgendwie zu helfen, das Leben ist bis jetzt immer irgendwie weitergegangen.

Nein, im Ernst, es geht mir gut, besser als ich je gedacht hätte, aber ich bin auch schon ein alter Hase, besser gesagt Häsin. :rabbit:

Das Leben steckt voller Überraschungen, ist unergründlich, aber aufgegeben habe ich nie, kann ich einfach nicht, weiss der Geier warum?, weil ich an meinem Leben hänge?, weil es Menschen gibt die ich Liebe?, Ja natürlich! auf jeden Fall!, aber höchstwahrscheinlich einfach auch deshalb weil ich auch nie eine andere Wahl hatte, in MEINEM Fall.

Am Ende muss jeder für sich, seinen eigenen Weg finden und gehen, genug gelabert jetzt und Ciao.

Sorry: musste etwas zuviele Gänsefüsschen entfernen. :wink::sweat_smile:

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