Lektüre, Bücher und Ratgeber

Weiß jemand, ob es für Audiobooks die man auch bei spotify findet Inhaltsverzeichnisse findet? :thinking:

Du könntest im Kontextmenü des Players nach einer Option wie „Inhaltsverzeichnis“ oder „Kapitelübersicht“ suchen. Dort solltest du eine Liste der Kapitel und deren Anfangszeiten finden.

Hab ich da nie gefunden, auf spotify. Vielleicht mal woanders suchen.

Seitdem ich meine Diagnose gestellt bekommen habe, habe ich quasi alles verschlungen was an Literatur zum Thema irgendwie greifbar war.

Was mir aber besonders gut gefallen hat (u.a weil mir die Autorin auch sehr sympathisch war) war das Nummer - Magazin von Denise Linke. Leider gab es nur ein paar Ausgaben davon, aber die waren unheimlich bereichernd und motivierend. Und auch ihr Buch „Nicht normal, aber das richtig gut“ hab ich in einem Rutsch gelesen.

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Kannte ich gar nicht. Voll das schöne Layout :smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts:

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Mega! Und zu der Zeit tat es mir auch sehr gut, ihre Artikel zu lesen. Das gab mir einen unheimlichen Drive dafür a) die Diagnose anzunehmen und b) auch gewisse Dinge einfach zu akzeptieren bzw. mich selbst anders zu betrachten.

Es ist so traurig, dass das Magazin eingestellt wurde.

Kennt das jemand und kann eventuell eine Empfehlung aussprechen? Mich schrecken die eher reißerischen Titel ab.

Adult ADHD - How to Succeed as a Hunter in a Farmer’s World von Thom Hartmann

und

Konzentriert lernen mit ADHS von Sara Dörwald

Das habe ich auf deutsch - gibt zwei Teile. Hab’s schon vor langer Zeit gelesen und ich mag die Hypothese von Thom Hartmann sehr, da es auch eine positive Sichtweise ist!

Auch Astrid Neuy nutzt diese Sichtweise teilweise. Im Internet findet man auch einiges an Text dazu.

Ich habe The ADHD effect on marriage von Melissa Orlov angefangen und bin bisher sehr angetan.
Melissa Orlov habe ich das erste mal in einem Webinar von ADDitude gesehen und fand es sehr interessant.

Das Tolle ist auch, dass es den Nicht-ADHSler der Beziehung mit ins Boot holt.

Ebenso The mindfulness prescription for adult ADHD von Lidia Zylowska.
Bisher auch gut, für mich ist Mindfulness/Achtsamkeit ein grosses Thema und wenn es dann noch ADHS freundlich ist, umso besser.

Ich hatte Achtsamkeit bisher auch immer fälschlicherweise viel zu sehr mit Meditation gleichgesetzt (Meditation, finde ich ultraschwierig und langweilig :smiley: )

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Ich hab grad ein Buch runtergeladen, dass ich zum Einstieg ganz gut finde:

Leider krieg ich es nicht verlinkt, ich hab es über Amazon Kindle unlimited gelesen

Mir gefällt besonders, dass es auch ein bisschen auf Themen eingeht, die ich bisher noch nicht so gefunden habe: unter anderem Sexualität oder Wut
Auch ist es sehr einfach und gut lesbar geschrieben, keine Schachtelsätze, dafür viele Aufzählungen

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https://www.amazon.de/STILLE-KAMPF-Leistungsstarke-Neurodiversität-Selbstakzeptanz/dp/1803614714

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Habe gerade adhs bei erwachsenen von Svenja Hold als hörbuch angefangen und innerhalb 10 Minuten wieder zurück gegeben (bibliothek).
Dieses Buch ist dermaßen überflächlich, anmaßend und einfach schlecht geschrieben und vorgelesen, dass es einen im rage versetzt.
Ich möchte eindringlich von dieses Buch abraten. Auf dieses Forum würde - von den Verlag? - übrigens eine Umfrage gehalten wegen der Gestaltung des buchumschlags. Einen solchen Mangel an Kreativität kann man also auch bei der Inhalt erwarten. Ich lese zeit einigen Monaten fast alles über ADHS und Autismus, was ich unter die Finger bekommen kann, hauptsächlich Sachbücher. Daher bilde ich mich ein, schon eine recht differenzierte Aussage machen zu können. Klar ist dieses Buch einen Ratgeber, keinen Sachbuch, aber ist auch darin vollkommen gescheitert.

Hi @Judy
Das Hörbuch ist auch bei Spotify dabei: https://open.spotify.com/intl-de/album/6N6taWCknbOsKGbIvDU0SS

Ich hab das Hörbuch von „The ADHD Effect on Marriage“ fast durch und bin auch sehr angetan. Ich finde mich darin leider sehr stark wieder. Es tut trotzdem gut zu hören, dass das offensichtlich vielen Paaren mit einem ADHS-Partner so geht, man Muster erkennen und diese durchbrechen kann.
Es gibt wirklich nur sehr wenige Stellen, wo ich dachte, dass das jetzt zuviel des Guten ist (in wahrsten Sinne des Wortes). Positive Seiten von ADHS werden manchmal etwas zu rosarot gezeichnet, aber es ist eben auch ein Ratgeber; ist vermutlich meine persönliche Wahrnehmung, aber ADHS ist für mich primär eine negative Pathologie, auch wenn ich ohne diese wohl nicht der Mensch wäre, der ich bin.

Keine Ahnung, ob es hier schon irgendwo geschrieben wurde, aber ich bin in meiner städtischen Bibliothek fündig geworden. Dort gibt es ein recht großes Fundament an medizinischen Ratgebern, alleine zum Thema ADHS fünfzehn Bücher oder so… Lohnt sich immer, mal in der Onlinesuche der Stadtbibliothek zu schauen. Die gängigen Klassiker sind dort alle zu finden.

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Das ist ganz ganz gefährliches Halbwissen, das der orange Mann im Weißen Haus und seine Kumpane als wahre Schauergeschichte ja auch gerne verbreiten. Man könnte auch Panikmache dazu sagen. Korrelation ist NICHT Kausalität. Paracetamol gilt als sehr sicheres Schmerzmittel für Schwangere, es ist NICHT BEWIESEN, dass es Autismus auslöst.

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Hallo @Lalupa , ja natürlich damit hast Du absolut Recht!, und ich Danke Dir von ganzem Herzen das Du jetzt hier darauf hingewiesen hast. :+1::heart::+1:

Hi CQ + alle anderen, die ein gutes Buch mit hilfreichen Infos suchen habe ich mit dieser Neuerscheinung einen Tipp. Ich weiß allerdings nicht genau, wo und wie man das am besten postet (und bin zu ungeduldig, es herauszufinden). Also wenn es woanders besser passt, gerne reposten:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1077078344?ProvID=15326505&gad_source=1&gad_campaignid=23447062986&gbraid=0AAAAADwkCX5Wt__dua7lTvs4AFJcuX50g&gclid=EAIaIQobChMIqefS747clAMVMZGDBx02cThqEAQYASABEgIaGfD_BwE

Im Intranet unseres Unternehmens habe ich eine Rezension geschrieben, vielleicht auch hier für manche interessant:

Angesichts der medialen Präsenz wirkt ADHS auf manchen wie eine Modediagnose. Für Prominente, die sich mit mehr oder weniger verborgenem Stolz auf ihre Diagnose verweisen und für Influencer, die auf Social Media Kanälen nach Selbstdiagnosen von einer „Superpower“ phantasieren, mag das sogar zutreffen. Die wirklich Betroffenen haben im Vergleich zu Neurotypischen große Schwierigkeiten üblichen Anforderungen von Schule, Ausbildung und Beruf zu entsprechen.

Lange Zeit galt ADHS für viele vor allem als eine Störung von unruhigen, unausgelasteten Jungs, die sich nicht zusammenreißen können – so wie der vor 180 Jahren vom Psychiater Heinrich Hoffmann beschriebene „Zappelphilipp“. Erst in den letzten Jahren wurde einigen eigentlich sehr naheliegenden Fragen nachgegangen, wie z.B. der, was eigentlich aus den unruhigen Kindern wird, wenn sie erwachsen sind. Denn sie verschwinden ja nicht einfach. Dachte man lange, die Störung „wächst sich aus“, weiß man inzwischen, dass die Unruhe nur unsichtbar wird, sich oft nach innen verlagert und ein äußerlich ruhig wirkender Mensch immer noch erheblich unter dem Chaos in seinem Kopf leiden kann.

In ihrem Buch „AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte“ erläutern die niedergelassene Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz und PD Dr. Daniel Schöttle, Chefarzt des Zentrums für seelische Gesundheit am Asklepios Klinikum Harburg, alles Wissenswerte über ADHS bei Erwachsenen. Das ist eine ganze Menge. Zum Themenspektrum zählen dabei Folgekrankheiten und Co-Morbiditäten wie Abhängigkeiten oder Depressionen, zu denen es oft kommt, wenn die chronische Belastung durch mühevolle Anpassungsversuche irgendwann dekompensiert. Auch Behandlungsmöglichkeiten, bei denen Medikamente eine wichtige Rolle spielen, aber nicht die einzige Option darstellen und der Umgang Betroffener mit ihrer Störung wie auch der Umgang Angehöriger mit Betroffenen werden verständlich erklärt.

Das in Klammern gesetzte H bezieht sich darauf, dass die Hyperaktivität nicht immer ausgeprägt sein muss – und sich bei Erwachsenen meist nur noch dezent zeigt. Speziell bei Frauen und Mädchen kann sie fehlen, so dass sich das ADS v. a. in der Unaufmerksamkeit zeigt. Bei manchen Frauen wird die Störung erst richtig sichtbar, wenn sie Mutter werden und das Kind ihre gerade noch geschaffte Routine durcheinanderbringt. Ebenfalls interessant: warum eine Diagnosestellung selbst im höheren Alter noch sinnvoll sein kann. Denn dann ändert sich der Blich auf das eigene Leben. Die verpassten Möglichkeiten werden klar, aber auch vieles im Nachhinein verständlich.

Die beiden Autoren stellen diese Zusammenhänge spannend und verständlich dar, ganz nebenbei wird auf wissenschaftliche Ergebnisse verwiesen. Besonders hilfreich dürften die praktischen Tipps für Betroffene, aber auch für Angehörige und Partner sein. Da zeigt sich die Erfahrung aus zahlreichen Behandlungen. Aber auch für nicht mittelbar oder unmittelbar Betroffene, die sich nur über einige weniger bekannte Aspekte von ADHS informieren wollen, ist das Buch sehr zu empfehlen.

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Ich lese das Buch gerade. Es gibt einen guten Überblick über ADHS und zeigt auf, wie die in der ersten Lebenshälfte angesammelten Altlasten (Misserfolge, Ablehnung, wenig Selbstfürsorge,…) zu vermehrten Schwierigkeiten in der zweiten Lebenshälfte führen.
Der Schreibstil ist eher wissenschaftlich- aufklärend als dass man sich als betroffene Person „in den Arm genommen fühlt“.
Zusammenhänge werden sehr gut erklärt (z.b. Essen als Regulator, weiblicher Zyklus und ADHS, Unterschied Depression/Bipolar zu ADHS, Selbstwertentwicklung und ADHS, …).
Das Buch fährt einmal durch alle Lebensbereiche eines Menschen mit ADHS. Da die beschriebenen Strategien im Umgang mit den Problemen bzw Begleiterkrankungen im direktiven Stil verfasst und ausführlich sind, watet man als LeserIn durch viele Seiten mit „machen sie xy, achten sie auf ab, sorgen sie für st,..“.

Die Argumente für das vorgeschlagene Verhalten sind alle stichhaltig, faktisch korrekt und logisch nachvollziehbar. Es wird sehr klar aufgezeigt, welche zukünftigen Konsequenzen ein heutiges Verhalten hat, nicht nur die akuten.

Im unweigerlichen Abgleich mit dem eigenen Zustand kackt man als betroffene Person natürlich gewaltig ab. Idealerweise schafft man es als LeserIn, genügend Distanz zwischen sich und den Text zu bekommen und das Ganze eher als interessante Übersichtsarbeit zu betrachten, denn als Aufforderung sein Leben in den genannten Bereichen auf Spur zu bringen.
Letzteres habe ich so manches Mal beim Lesen vernommen, was bei mir Gefühle von Überforderung, Scham und Abwehr erzeugte.

Insgesamt ein informatives Buch über ADHS, was eine Fülle von Erklärungen und Empfehlungen zu Lebensstil Änderungen bietet. Letztere können in ihrer Dichte überfordernd sein für empfindsamere ADHS Gemüter.

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Ich wollte mich herzlich für den Buchtipp bei euch bedanken. Habe das Buch jetzt ausgelesen und einiges markiert und mitnehmen können. Auch wenn ich beim Lesen und reflektieren selbst einen gewissen Schwermut verspüre..Ich finde das Buch verständlich geschrieben und empfehlenswert.