Lisdexamfetamin Ratiopharm Elvanse

Das mit dem Arztwechsel ist leider das Problem. Ich arbeite gerade schon eine Liste ab. Habe schon über so eine Notfallsprechstunde nachgedacht, aber ich weiß nicht, ob mir da ein Psychiater das Elvanse verschreiben würde :confused:

Ich habe jetzt alle Beitrage fleißig gelesen in diesem Thread und auch die Suchfunktion bemüht: nimmt hier irgendjemand das LDX-Präperat von Aristo (Lisdex Aristo, nicht die Tropfen)?

Habe dazu noch gar nichts gelesen, war tatsächlich das Präparat, das ich (bei der HEK versichert) bekomme und fände es spannend zu hören, wie da die Erfahrungen so sind.

Darüber hinaus noch eine Frage zum Wechsel von Original und Generikum: Wie argumentiert man das bei der Ärztin? Fände es interessant zu testen, ob das Original „besser“/anders wirkt, als das von Aristo, aber das ist ja kein Argument - oder doch? Fühle mich immer sehr schwurblerisch, wenn ich meiner Psychiaterin mit Informationen ankomme; sie hat auch ganz skeptisch geschaut, als ich meinte, ich hätte mich eingelesen und ausgetauscht mit anderen, als es damals um das Thema MPH-Unverträglichkeit ging und ich eigentlich von medikinet adult zu Ritalin wechseln wollte, sie aber meinte, dass die alle gleich wären…

Es wäre wichtig zu unterscheiden zwischen Generika, also Präparate, die nachgewiesen biäquivalent sind, und Präparaten, die nicht bioäquivalent sind (z.B. auf Grund unterschiedlicher Freisetzungskinetik).

Lisdex Aristo, Lisdexamfetamin Ratio, Elvanse, … sind bioäqivalent. Das heißt nicht, dass es im individuellen Fall, nicht unterschiede geben kann. Der Wikipediaartikel eignet sich gut, um zu verstehen, was Generika zum jeweiligen Original Bioäquivalenz – Wikipedia nachweisen müssen. Wichtig ist auch, dass Original nicht immer besser ist. Wenn man individuell Unterschiede zwischen den Präparaten merkt, dann ist es wichtig immer das selbe zu bekommen, mit dem man die Wirkung eingestellt hat. Aber ob es das Original oder ein Generikum ist, ist egal.

Medikinet Adult und Ritalin Adult sind keine Generika. Da diese nicht nachgewiesen bioäquivalent sind
Wobei es für Ritalin Adult Generika gibt.

Ein_e gute_r Ärzt_in, mit Erfahrung in der medikamentösen ADHS Therapie weiß, dass es zwischen den verschiedenen Methylphenidat Präparaten deutliche Unterschiede gibt und sollte eins unpassend sein, ein anderes (mit anderer Freisetzungskinetik) aber durchaus passen kann.
Bzgl der Generika ist es unterschiedliche: Gute Leute, nehme Patient_innen erst, die ihnen Rückmelden, dass Generika verschiedener Hersteller bei ihnen individuell einen Unterschied machen. Nur weil es in den Studien der Hersteller keine relevanten Unterschiede bezogen auf die Gesamt-Studienpopulation gabe, heißt das nicht, dass es im individuellen Fall nicht doch sein kann.

P.S. und dann gibt es noch die identischen präparate, die absolut gleich sind, nur die Zulassung (respektive das was auf dem Papier steht) unterschiedliche Altersgruppen abdeckt. Medikinet Adult und Medikinet Retard sind identisch. Genauso wie Ritalin Adult und Ritalin La identisch sind.

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Danke @Einfach_Ich für diese ausführliche Erklärung! Ersteres habe ich mir auch schon gedacht, aber vor allem

zu lesen, hat mich beruhigt. Dachte wirklich, ich hätte da was falsch verstanden und meiner Psychiaterin Quatsch erzählt. Nicht, dass ich MPH vermisse, mir geht es mit LDX insgesamt besser, aber die Frage bleibt, ob nicht Ritalin oder Concerta anders und damit für mich passender gewirkt hätten. Der Antrieb war unter Medikinet Adult wesentlich stärker als bei LDX, nur war der Rebound extrem unangenehm.

Dazu war das ständige Monitoren und Planen von Mahlzeiten für mich als Person mit Essstörungsvergangenheit teilweise extrem schwierig, weil ich eigentlich froh war, das Denken und Vorplanen der nächsten Mahlzeit nicht mehr tun zu müssen.

Allein für Nachrichten wie diese schätze ich dieses Forum und den Austausch so sehr - danke, dass ihr hier alle so einen schönen und konstruktiven Ort kreiert! :people_hugging:

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Wenn es jetzt mit LDX gut passt oder auf einem guten Weg ist, dann gibt es ja erstmal nichts zu ändern.

Ich kann dir nur folgendes noch mitgeben, für dich selbst:
Gehe nicht auf Grund der bisherigen Erfahrung mit Medikinet adult davon aus, dass MPH als Wikrstoff für dich grundsätzlich nicht passt. Ich würde, basierend auf dem was ich von dir gelesen habe, nicht mal davon ausgehen, dass Medikinet Adult grundsätzlich nicht für dich passt. Rebound kann man abfangen, etc.
Also wenn es irgendwann mit LDX nicht mehr passen sollte oder andere Gründe für einen Wirkstoff wechsel daher kämen, MPH würde ich an deiner Stelle dann ggf nichmal versuchen.
Klar mit dieser Ärztin würde es vielleicht schwieriger umzusetzen, aber solche Hindernisse lassen sich ja lösen, wenn es wirklich notwendig wäre

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Elvanse, Ratiopharm und Aristo wirken bei mir alle gleich, da ich recht Hohe Dosen nehme kommt es auch vor das ich 2 verschiedene Marken am Tag nehme. Merke keinen Unterschied, nur im Geldbeutel.

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Es ist der gleiche Wirkstoff, hat bei mir gleichen guten Effekt, 100er Packung mega praktisch und man muss (bei der Techniker Krankenkasse) nichts dazu bezahlen, ist also bei 0€ :blush:

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Ich habe mit diesen Tabletten leider keine guten Erfahrungen gemacht.
Ich nehme aktuell 30 mg, und nach etwa 6–7 Stunden habe ich keinen Antrieb mehr und fühle mich im Kopf durcheinander. Ich merke bei mir sofort kleinste Veränderungen, wenn etwas anders ist. Der Fokus ist zwar spürbar, aber gleichzeitig kommt ein Gefühl von „vernebelt sein“ bzw. Brain Fog dazu.

Mein Dopamin scheint seitdem ebenfalls etwas durcheinander zu sein – wobei ich nicht zu 100 % sagen kann, ob das ausschließlich an den Tabletten liegt. Ich habe auch höhere Dosen ausprobiert, aber das Ergebnis war ähnlich: stärkerer Brain Fog, morgens zwar sehr motiviert, später jedoch ein deutlicher Einbruch.

Positiv ist vielleicht, dass ich im Vergleich zu Elvanse weniger nervös bin. Vorher hatte ich Lisdexamfetamin von Aliud Pharma, davor Elvanse. Bei Elvanse war ich zwar fokussiert, aber oft auch etwas nervöser.

Insgesamt bin ich aber kein Fan dieser Tabletten. Teilweise fühlt es sich fast wie ein Placebo an – klar, der Fokus ist da, aber als jemand, der selbstständig arbeitet, den ganzen Tag am PC sitzt und sich stark auf Konzentration verlässt, merke ich jede kleine Veränderung deutlich. In den letzten Monaten habe ich bemerkt, dass Dinge wie Aufräumen oder organisatorische Aufgaben immer mehr liegen geblieben sind.

Vmtl. gab‘s keine Eindosierung mit Hochdosieren über mehrere Tage?

OSAS abgeklärt?

Wie bist du denn auf 30 mg gekommen? Was machen denn 20 mg? oder 25 mg?

6 bis 7 std sind gut für eine Kapsel Medikinet, bei mir wirkte es so 4 5 bis 5 std. Die Regel ist bei den meisten hier mindestens eine zweite einnahme um zumindest eine halbwegs Zagesabdeckung hinzubekommen, manche benötigen 3 gaben mit Kapsel Medikinet und manch einer nimmt 2 Kapseln und etwas unretardiertes Medikinet um für sich eine ausreichende Tagesabdeckung zu bekommen.

Wenn du in den Rebound gehst und dann die Leistung nachläst ggf. man auch ei ne Zeit lang durcheinander und mehr Symptome hat ist eher üblich, denn dann ist der Wirkstoff ja verbraucht das Dopamin sinkt und das kann dann zu Problemen führen

Hier gehts (hoffentlich) um LDX.

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Ich habe das Präparat von Ratiopharm leider gar nicht vertragen. Trotz der höchsten Dosis von 70mg hat es bei mir nicht richtig gewirkt. Es hat mich depressiv, aggressiv und ängstlich gemacht. Seitdem ich wieder beim Original bin, geht’s mir besser.

Zuzahlungsfreies LDX von ratiopharm ist leider Geschichte, aufgrund neuer TK Rabattverträge. :confused:

Ist schade, aber aufgrund der Packungsgröße ist es für mich immernoch preiswerter und praktischer als Elvanse, also ist es verschmerzbar. Als es noch keine Generika gab, hab ich mir extra die 70mg verschrieben lassen (u. vor der Einnahme geteilt) um Geld zu sparen und nicht so oft in die Praxis zu müssen. :sweat_smile:

Hallo MindF,

ich habe es gerade verschrieben bekommen. Interessanterweise sieht der Kleber aus, wie von Hand aufgeklebt und der Deckel trägt den Aufdruck von „Teva“. Ich muss einmal recherchieren, ob Teva mit ratiopharm verbandelt ist. Da es mein erstes Amphetaminpräparat ist, kann ich persönlich nichts zu möglichen Wirkdifferenzen sagen. Meine SchülerInnen bekommen samt und sonders das Original, von daher im Gegensatz zu MPH auch keine Erfahrungen meinerseits. Ich habe übrigens 40 mg. Scheint also nicht nur in 30,50,70 mg vertrieben zu werden. Schau doch einmal in die gelbe Liste.

Teva ist israelisch und hat 2010 Ratiopharm gekauft

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Das Präparat von AL konnte ich zwischendurch mal für 2-3 Monate testen, als es im Rabattvertrag war. Ich konnte keinen Unterschied feststellen. Auch beim anschließenden Wechsel zurück zu Elvanse nicht.

Habe mir dann heute zum ersten mal das Präparat von Ratiopharm und davon gleich die 100er Packung verschreiben lassen.

Ab morgen also mal für‘n Quartal+ testen und protokollieren, wie es im direkten Vergleich zu Elvanse läuft.

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Ich nehme es seit ca 6 Wochen.

Beobachtet jemand darunter auch Gelenkschmerzen?

Ich nehme es nun knapp eine Woche und kann nichts dergleichen feststellen. Auch sonst bisher keine Unterschiede im direkten Vergleich.

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In wie fern/ wodurch Gelenkschmerzen?

Welche Dosis, wieviele Einnahmen, wieviel schlläfst du, sitzt du bur noch im Sessel, machst du viel Sport, ißt und trinkst du ausreichend, bist du so hoch dosiert das die Muskulatur generell gespannt ist, du verspannt bist, wie regelmäßig und wie qualitativ ist der Schlaff…