Du hast sogar richtig Glück, daß dein Sohn Medikamente nehmen möchte und einen so positiven Nutzen zieht, das ist nicht selbstverständlich. Bei vielen Kindern ist es eher ein Kampf, weil sie sie nicht schlucken können, angeblich die Kügelch zu viele sind (vermute, daß ggf. unerwünschte Wirkungen zu stark sein könnten) viele Kinder eben wegen der Nebenwirkungen oder unerwünschten Wirkungen sich so verändert fühlen, daß sie gegen die Medikamente sind, daß genug Eltern kämpfen müssen die Medikamente in ihr Kind zu bekommen und irgendwann total verweigern oder spätestens mit 18 J. verweigern.
So it ist es schade und extrem teaurig, das der kleine Mann nicht diesbezüglich besser unterstüzt wird, denn bei ihm scheint es kaum bis keine störenden Nebenwirkungen aber einen großen Nutzen bzw. Benefit zu geben.
Gerade das ist doch toll, weil es ja sein Leben positiv beeinflussen wird, viele Interaktionskonflikte gar nicht so in den Vordergrund stellen können, so lange er gut eingestellt ist und bekommt dann die Chance recht normal seine Kindheit zu verbringen.
Irgendwo hatten wir hier innerhalb der letzten 2 bis 4 Wochen schon mal eine Mutter, deren Kind eine Tagesabdeckung und nicht nur eine Schulabdeckung wollte, da sonst das Sozialleben mit Freunden und anderen gestört ist und auch um eine Nachmittagadosis bad. Allerdings war der Kinderpsychiater dagegen weil er ja angeblich nachmittags nicht funktionieren müssen. Das sagte ja auch genug über die Haltung des Kinderpsychiater aus finde ich zumindest - zumal auch da der Nutzen deutlich größer als der Nutzen wohl war
Dem Gehbehinderten den Rollstuhl oder dem Sehbehinderten die Brille den halben Tag wegnehmen, damit man sich nicht gewöhnt?
Das Gegenteil ist der Fall - der ADHS-ler soll sich an die verbesserte Wahrnehmung mit Medikament gewöhnen, weswegen man die Wirkung des Medikamentes in den ersten Monaten den allergrößten Teil der wachen Zeit abdecken sollte, und das natürlich an 7 Tagen in der Woche.
Das mit der Gewöhnung ist pure Ideologie, die an die alten Zeiten der ADHS-Leugnung und Ritalinkritik erinnert. Nach allem was du schreibst, wird deinem Kind in dieser Klinik nicht geholfen und ihr solltet den Aufenthalt dort schnellstmöglich beenden.
Ihr habt mit 10 mg medikinet unretardiert angefangen. Das ist schon ziemlich viel für den Anfang. Bei so kleinen Kindern fängt man eher mit 2,5 mg an und steigert langsam.
In der Klinik haben sie dann auf 10 mg Ritalin retardiert umgestellt. Das ist doch nur die Hälfte von dem, was er vorher unretardiert bekommen hat - nämlich 2 x 5 mg (weil das in zwei Stufen freigesetzt wird).
Und danach bekommt er dann 10 mg Medikinet unretardiert? Also die doppelte Dosis von morgens? Kein Wunder, dass der Rebound so heftig ausfällt. Je höher die letzte Dosis, desto tiefer ist der Absturz.
Normalerweise macht man das umgekehrt, damit der Absturz zum Abend hin nicht so krass ist. Wenn er mit den 10 mg Ritalin retard klar kommt, wäre die nächste Dosis 5 mg unretardiert (das wäre gleich viel wie morgens) oder sogar nur 2,5 mg unretardiert. Und evl. noch eine dritte Dosis 2,5 mg unretardiert.
Eine Wirkdauer von 3,5 Stunden für unretardiertes MPH ist völlig normal. Das ist kein schnelles Verstoffwechseln.
Und wenn 10 mg unretardiert die richtige Dosis war, dann braucht er 20 mg retardiertes Ritalin. Anschließend entweder noch 10 mg retardiert oder 5 mg unretardiert. Aber auf keinen Fall mehr als morgens - allenfalls gleich viel.
Was Du von der Klinik schreibst, liest sich absolut übel. Deinem Kind geht es dort nicht gut.
Höre bitte auf Deinen Bauch und nimm ihn da raus, wenn Dein Bauch Dir das sagt.
Es gibt nur noch eine Klinik in der Gegend und die ist noch schlimmer und hat einen ganz beschissenen Ruf…
Die anderen Kliniken weiter weg nehmen nichts auf was außerhalb des Umkreises kommt da alles voll ist und überlaufen…
Die Tagesklinik wollten wir erst aber da ist die Wartezeit plus minus 1 Jahr und so viel Zeit haben wir nicht gehabt da er mit einem Bein schon aus der Schule suspendiert war weil es nicht mehr tragbar war von den Lehrern
Ja ich habe morgen endlich ein Gespräch mit der zuständigen Psychologin und entweder es wird mir etwas geboten was Sinn ergibt mein Kind da zu lassen oder ich packe noch morgen dort seine Sachen und wir gehen nach Hause…
Es sind mittlerweile 9 Wochen ohne Medikationsanpassung und es reicht jetzt…
Ich werde die Medikation mit unserer Psychiaterin in der Praxis vollständig einstellen damit mein Kind endlich Ruhe im Kopf hat und nicht ab Nachmittags Schach matt gesetzt ist
Danke für die Info soweit bin ich bei den Medikamenten noch nicht durch gestiegen, dass die morgens Dosis höher ausfallen muss… Ich habe geben auf 20mg Retard morgens zu gehen aber machen sie nicht weil die begründung ist, da er nur 26kg hat würde dann die gesammzdosis über seinem Gewicht liegen, wenn er mittags dann die 10mg Medikinet bekommen würde…
Meines Wissens hat das Gewicht mit der Einzeldosis zu tun nicht mit der gesamt, da das Medikament sich ja über die Stunden abbaut…
Ich warte bis morgen ab, was es bei dem endlich kommenden Elterngespräch bei raus kommt und wenn da nur Müll bei Rum kommt werde ich mein Kind aus der Klinik nehmen und fertig is…
Wir sind mittlerweile bei Woche 9 und länger werde ich nicht warten, ich wollte nur nicht die ganzen Wochen umsonst sein lassen und hatte Hoffnung das doch noch was kommt
meine Tochter war in einer Tagesklinik und wir haben dort auch schlechte Erfahrungen gemacht. Mit uns als Eltern wurde in 13 Wochen oder so zweimal gesprochen und erst ganz am Ende gab es die Diagnose. Als meine Tochter Medikamente wollte, wusste die Ärztin, die zur Tür rein kam weder wer vor ihr sitzt noch was die Diagnose ist. Am Ende wusste ich besser über die Medikamente bescheid als die Ärztin und wir haben so schnell es ging einen ambulanten Psychiater gesucht und auch gefunden. Der ist absolut kompetent. Klärt auf, berät, hört zu, versteht und behandelt.
Ich kann dir nur raten, auf dein Bauchgefühl zu hören. Du weißt genau, was dein Kind braucht und auch dein Kind weiß es. Ihr habt einen ambulanten Arzt und zu diesem scheint ihr ja auch Vertrauen zu haben.
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir die Behandlung in der Klinik schon viel früher abgebrochen, doch meine Tochter wollte die Diagnose und konnte zumindest einen Nutzen aus dem Austausch mit den anderen Jugendlichen ziehen. Ich unterstelle der Klinik mal, dass sie alles so lang gezogen haben, wie die Krankenkasse das erlaubt. Ich unterstelle finanzielles Interesse.
Bei euch ist es anders als bei uns. Keiner von euch will die dort angebotene Behandlung oder sieht einen Sinn darin. Im Gegenteil, es schadet mehr als dass es nützt.
Ich kann deine Frustration absolut verstehen und sie ist berechtigt. Der Ablauf in Kliniken ist zäh und kaum zielführend. Zumindest nicht in solchen Kliniken, von denen wir hier reden.
Wichtig ist aus meiner Erfahrung genau EINE Sache: Die Beziehung zwischen dir und deinem Kind. Du verstehst dein Kind, du nimmst es ernst und du informierst dich für dein Kind und kämpfst für dein Kind. Du sprichst mit ihm und hörst zu. Das ist genau das, was dein Kind braucht. Nicht mehr, nicht weniger.
Meine Tochter hat damals zu mir gesagt: „Mama, du bist gerade die beste Therapeutin für mich.“ und das ist bis heute so. Wir haben dadurch eine starke und gesunde Beziehung aufbauen können und sie vertraut mir. Wir entscheiden zusammen, zu welchem Arzt sie geht und welche Therapien sie annimmt, eben weil sie weiß, dass ich mich informiere und auf ihrer Seite bin.
Dein Sohn vertraut dir, weil er weiß, dass du alles für ihn tust. Zusammen werdet ihr es durch diese Zeit schaffen.
Hör auf dein Bauchgefühl. Darin kann ich dich nur bestärken. Wie du schon geschrieben hast. Sollte das Gespräch morgen nicht ganz klare Ergebnisse bringen, brich ab. Brecht gemeinsam ab. Du und dein Sohn. Und dann nehmt ihr das Thema Medikation nochmal bei eurem KJP auf.
Wie ein Plan dafür aussehen könnte hast du ja hier schon vorgeschlagen bekommen.
Ich verstehe auch nicht wieso einem impulsiven Kind Medikinet aufgedrückt wird, was wohl nicht funktioniert bzw. im Rebound die Symptome verstärkt. Es macht Sinn trotzdem die dosis so zu gestalten das er morgens die höhere Dosis bekommt .
Wenn du merkst das du auf taube Ohren stößt und eh gehen willst, könntest du auch blöffend auftreten, was viel bewegen kann, wenn alles jetzt wohl gegen das Wohl deines Sohnes arbeitet.
Dazu mußt du aber wirklich selbstbewußt und wirklich Blöffen zutrauen.
Wenn du das bejahst könnst du sagen, daß Richtwerte keine festen Regeln sind, es immer wieder zum Wohle des Kindes Offlable Use Möglichkeiten gibt, zumal er noch wächst und man ihm den Zustand aktuell, die Experimente etc. nicht länger zumuten kann und du dich hast schon juristisch beraten lassen und wird sonst ganz schnell hier beim Thema Haftung, Freiheitsenzug und psychischen Verletzungen zugeführt hat, in die du ausschließlich im festen Glauben sowie der Zusage auf eine rasche Besserung und vernünftige Einstellung und nicht aug grundlage dieser seelischen Gewalt mit Verwahrcharakter eingewilligt hast.
Ändert sich nicht mit sofortiger Wirkung deutlich die Medikation zum Vorteil deines Sohnes und z.B. auf Ritalin, dann nimmst dudeinen Sohn sofort mit und dein Anwalt wird alles Weitere in die Wege leiten.
Dazu mußt du wirklich sicher und böse sowie entschlossen auftreten, das könnte Angst vor rechtlichen Konsequenzen bedeuten und das man den Unsinn läßt.
Falls nicht, du willst eh gehen und kannst ihn ggf. auch in 2 Tagen rausnehmen, wenn die nicht sofort was geändert haben.
Auch bei Erwachsenen bewirkt diese Art viel wenn die an einem wursteln wie an einem Versuchskaninchen.
Das war auch mein Gedanke…
Wegen 2, 3 mg brauche ich nicht zu überlegen, zumal er an Nebenwirkungen quasi nichts hat außer das der Hunger nicht mehr so ausgeprägt ist, was er sich aber dennoch morgens und abends wieder holt, was tagsüber ausbleibt und bei 1,30m 26kg ist er noch absolut im Rahmen ohne das ich mir Gedanken machen muss
Danke für die Mitmachen den Worte…
Ich werde morgen entscheiden ob wir die Sachen packen je nach dem was die mir bieten können…
Ich werde nicht zu sehen das, dass kaputt gemacht wird was wir in mühevoller kleinstarbeit aufgebaut haben um mit dem ganzen ADHS Thema für die Zukunft zurecht zu kommen…
Ich bin nur so unglaublich entäuscht da wir uns so viel von der Klinik versprochen haben und habe meinem Kind gegenüber ein schlechtes Gewissen das ich ihn 9 Wochen von zu Hause weg gerissen habe für mehr oder weniger nichts
Hab bitte kein schlechtes Gewissen!
Woher solltest du wissen, dass das dort so läuft?
Wie gesagt, wir haben es ähnlich erlebt und solang dein Kind weiß, dass du damit auch nicht fein bist, ist das alles viel weniger schlimm als du jetzt vielleicht befürchtest. Denn er fühlt sich ja nicht von dir abgeschoben, sondern von der Klinik im Stich gelassen. Und da seid ihr einer Meinung. Hört sich jetzt vielleicht ein bisschen extrem an, aber ein gemeinsames Feindbild verbindet. Nicht, dass die dort euer Feind sind. Aber ich denke du verstehst, worauf ich hinaus will.
Ja auf jeden Fall …
Ich habe ihm versichert das ich alles tun werde damit er dort so lange nur bleiben muss wie es für ihn Sinnvoll ist und für uns im Nachhinein hilfreich und auch das ich ihn sofort nach Hause holen wenn das eben nicht gegeben ist…
Es ist nur so frustrierend das man glaubt man hilft seinem Kind damit am allerbesten weil er 24/7 in professionellen Händen ist und im Endeffekt hätte man es Ambulant angenehmer und effektiver hinbekommen…
Ich will nicht alles schlecht reden aber nochmal würde ich die Klinik nicht wählen
Es ist eher schlimm für euch, denn es hat euch geprägt und entsprechend werdet ihr alle, auch später dein Kind mit einem Klinikaufenthalt und den Versprechungen umgehen.
Eigentlich von der Klinik ein Unding so offene Menschen so ihn ihren Glauben nach Hilfe zu erschüttern
Ja genau das…
Man geht den schwersten weg in der Hoffnung die beste Hilfe für den Start zu bekommen um ein Grundgerüst zu erstellen da alles eh noch neu und wirr vor einem steht und im Endeffekt wird man stehen gelassen und man verliert das Vertrauen in die vermeintlich erfahrenen Ärzte die wissen sollten was zu tun ist…
Mein Sohn ist fürs Leben negativ beeinflusst was die Hilfe in einer Klinik betrifft da bin ich mir sicher und das kann’s eigentlich nicht sein
Anekdote: Ich gehe ja regelmäßig zu einer Erziehungsberatungsstelle und relativ am Anfang stand mal im Raum, dass mein größtes Problem das mangelnde Vertrauen zu Fachkräften ist.
Einige Monate später mussten wir dann sehr lachen, weil die Beraterin zu mir meinte : „Du, also bei dem was du mir da ständig erzählst, können wir doch gar nicht an deinem Problem arbeiten! Die bestätigen ja ständig deine Vorbehalte !“
Ja, so ist das. Aber wir haben heutzutage einen entscheidenden Vorteil: wir sind vernetzt!
Mein Sohn, heute Erwachsen, hatte dieses Glück nicht. Er wurde damals medikamentös falsch eingestellt und auch nur zur Hälfte diagnostiziert. Was damals verpasst wurde, müssen wir heute mühsam und in sehr kleinen Schritten nachholen.
Dein Sohn ist noch jung und ihr könnte noch vieles richtig machen. Mit viel mehr Wissen, als es das noch vor ein paar Jahren gab.
Auch, wenn sich jetzt alles doof anfühlt, habt ihr trotzdem sehr viele Ressourcen und du wirst sehen, dass bald vieles besser sein wird als es jetzt gerade ist. Ich bin da wirklich ganz sicher und fest davon überzeugt.
Aber ja, das Gefühl, von solchen Fachkräftigen und Kliniken im Stich gelassen worden zu sein, das wird noch bleiben. Man lernt aber auch aus solchen Situationen. Nämlich, worauf man bei einem neuen Versuch achten muss und was man keinesfalls will. Man lernt, die guten Anlaufstellen zu erkennen.
Das stimmt wohl…
In Zukunft ist man wachsamer und durch angehäuftes wissen, wird man nicht so blauäugig mit gerissen ohne was zu sagen…
Ich danke euch allen für die vielen Erfahrungen und Tipps…
Man fühlt sich viel besser und verstandener…
Ich werde Updates geben wie sich das ganze entwickelt und bin über jegliche Erfahrung gerade in Bezug der Medikamente dankbar
Bullshit!
Ein Arzt, der meint, ein Halbtagesretsrd und eine unretardierte Gabe könne den Tag abdecken, beweist, dass er keine Ahnung von ADHS hat.
Zwei Halbtagesretards sind das mindeste.
Bestätigt meine bisherigen Erfahrungen, dass Kliniken für ADHS untauglich sind.
Sucht eich einen Arzt, der was versteht. Dazu braucht ed keine stationäre Behandlung.
Du kannst bei ADxS.org Adressen von Ärzten und Therapeuten mit Bezug zum Thema ADHS anfordern, sofern du zusagst, deine eigenen Erfahrungen mit den von dir kontaktierten Adressen später zurückzugeben.
ADxS führt über 34.000 Adressen in Deutschland (von rund 2.500 wissen wir, dass sie ADHS behandeln oder diagnostizieren; die weiteren 31.500 könnten dies anhand ihrer Fachrichtung tun). Daneben führen wir mehr als 800 Adressen in Österreich und knapp 300 Adressen in der Schweiz, die ADHS behandeln oder diagnostizieren.
Du musst dort eine existierende PLZ angeben, dann bekommst du die 90 nächstgelegenen Adressen zugemailt.
Danke für die Info wir haben eine kjp zu der wir zurück können sobald mein Sohn aus der Klinik entlassen wird und da werden wir die Medikation definitiv nochmal neu aufrollen und passend einstellen