Medical Gaslighting?

Guten Tag,

Ich bin neu hier im Forum. Ich habe meine Diagnose im Dezember von einem Psychotherapeuten erhalten. Die Diagnose wurde mithilfe des DIVA 2.0 gestellt.

Ich suche seitdem nach einem Arzt der mich medikamentös einstellen kann. Leider vergebens. Ich war gestern bei einer Neurologin, die mir theoretisch hätte Medikamente verschreiben können, aber der Meinung war, dass ich kein ADHS habe.
Als Grund hatte sie genannt dass ich ja auch diagnostizierte Depressionen hätte und es sein kann dass ich (anscheinend ohne es zu merken) eine schwere depressive Episode habe und man ja auch nicht weiß, ob ein Hirntumor vorhanden sei. (?)
Sie meinte außerdem, dass ADHS bei Erwachsenen oft und gerne über diagnostiziert wird.
Ich konnte gar nicht richtig reagieren oder registrieren was überhaupt gerade passierte. Es ging alles so schnell. Sie hat mir 3 Überweisungen gegeben. Ich soll ein MRT des Kopfes, ein EEG und ein EKG machen lassen und im Mai wieder kommen… Als ich schon aus der Praxis raus war fiel mir auf dass ich mich nicht ernst genommen fühle.
Wenn es an den von ihr aufgeführten Gründen liegen soll, dann müsste ich doch seit meiner Geburt entweder eine schwere depressive Episode oder einen Hirntumor haben? Das hätte doch irgendwann Jemand bemerkt.
Meine Depressionen fingen an als ich ca 10/11 Jahre alt war, meine ADHS Symptome habe ich schon davor gehabt.

Ich bin langsam ein bisschen am verzweifeln weil ich seit Monaten mit der Diagnose da stehe und keine Ahnung habe wo ich Hilfe bekomme. Ich habe schon insgesamt 34 Psychiatrische Praxen kontaktiert und der Großteil davon sind Absagen. (Von den Übrigen habe ich noch keine Antwort erhalten)

Ist das schon Medical Gaslighting? Weil sie hat mich ja anscheinend nicht ernst genommen. Habt ihr schon ähnliches erlebt? Ist das vielleicht sogar normal so und ich stelle mich nur an?

Danke für die Aufmerksamkeit.
Ich wünsche euch einen schönen Abend.

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Hallo,
ich kann dir nur von meiner Erfahrung berichten. Bei mir hatte zuerst ich den Verdacht auf ADHS. Mein neuer Therapeut hat das bestätigt. Heute war ich bei der Psychiaterin. Ihr reicht der Befund vom Therapeut + meine Grundschukzegnisse.

Trotzdem muss ich bevor ich ein Medikament bekomme zum Kopf MRT, EKG, Blutuntersuchung (Leberwerte, Schilddrüse, usw.)

Ich gehe davon aus dass das Standard ist. Habe zusätzlich nämlich auch gleich den Aufklärungsbogen für Methylphenidat bekommen.

Vielleicht will deine Ärztin nur auf Nummer sicher gehen? Ich würde es so interpretieren, dass sie dich sehr wohl ernst nimmt. Sonst würde sie ja keine Diagnostik in Form von weiteren Untersuchungen anordnen.

Kann natürlich auch nur mutmaßen, war ja nicht dabei.

Bleib doch dort einfach mal dran. Du kannst ja dennoch parallel weiter nach einer anderen Praxis suchen.

LG

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Hallo @FioTheCat ,

herzlich willkommen hier im Forum!

Ich bin in einer PIA diagnostiziert worden und werde dort jetzt auch medikamentös eingestellt. Bevor ich mit den Medikamenten starten konnte, musste ich auch erst einige ärztliche Untersuchungen machen lassen. Das ist normal und steht auch so in der ADHS-Leitlinie, weil eben andere körperliche Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden sollten (und z.B. eine veränderte Schilddrüsenfunktion könntest du ja theoretisch schon als Kind gehabt haben).

Hat es in deiner Diagnostik außer dem DIVA 2.0 noch weitere Elemente gegeben? Wenn es nur der war, ist die Diagnostik tatsächlich nicht sehr tiefschürfend gewesen. Eigentlich sollten mehrere Elemente (Fragebögen, Interviews, ergänzend neuropsychologische Tests) Bestandteil eines Diagnoseprozesses sein. Wenn du mehr dazu erfahren willst, wirst du hier ausgiebig fündig:

Verbuch ihre Aussagen erstmal darunter, dass sie von dieser eher oberflächlichen Diagnostik genervt ist und nicht von dir. Sie hat dir ja nicht die Behandlung verweigert, sondern möchte erstmal die erforderlichen medizinischen Daten haben um weiterzumachen. Und aufgrund der Wartezeiten in den Praxen ist Mai vermutlich auch eine realistische Zeitplanung ihrerseits.

Hallo,

danke für deine Antwort.
Es gab nur den DIVA 2.0. Mit meiner Schilddrüse ist alles in Ordnung, ich lasse jedes Jahr beim Hausarzt Blut abnehmen und mich untersuchen.
Das ist ja krass, heißt das dann dass meine Diagnose quasi umsonst gewesen ist? Hat die Diagnose denn überhaupt eine Aussagekraft?

Es ist bloß so frustrierend weil ich jetzt schon wieder erstmal Ärzte suchen muss. Ich bin quasi seit nem Jahr nur am Ärzte suchen für die verschiedensten Dinge. Ich wünschte einfach ich hätte das früher gewusst dann hätte ich wenigstens schon früher anfangen können mit dem suchen.

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Nee, die hast du ja erstmal in der Hand, und die Neurologin hat dir einen nächsten Termin in Aussicht gestellt. Den Fuß hast du in der Tür. Nutz die Zeit, um dich selber noch mehr einzulesen in Hinblick auf ihre Bedenken, so dass du nächstes Mal souveräner bist (du kannst z.B. für dich zusammenstellen, welche Therapien und Medikamente du schon wegen der Depressionen bekommen hast und wie erfolgreich oder wenig erfolgreich das war - bei vielen ist es so, dass die Depressionen im Gefolge der ADHS unterwegs sind und sich erst bei einer guten ADHS-Behandlung, deren Kern auch Medikamente darstellen, bessert).

Letztendlich sind die meisten Ärzte, die ADHS-Medikamente verschreiben, mit einer gewissen Vorsicht unterwegs, weil sie sicher immer mal wieder an Patienten geraten, die an BTM-Rezepte kommen wollen ohne eine entsprechende medizinische Indikation. Dass es sehr schwierig und mit langen Wartezeiten verbunden ist, an eine sehr solide Diagnostik z.B. aus einer PIA oder spezialisierten ADHS-Ambulanz zu kommen, sollten auch die weiterbehandelnden Ärzte wissen (auch wenn es ihnen das Leben natürlich nicht einfacher macht).
Je verlässlicher und differenzierter du auftrittst, desto besser wird es der Neurologin gelingen, in eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dir einzusteigen. Ich merke bei meinem Arzt (ich bin seit Oktober bei ihm), dass er mir inzwischen mehr Freiheiten einräumt als noch am Anfang des Eindosierungsprozesses.

Und bis Medikament und Dosis richtig sitzen, kann es auch nochmal eine halbe Ewigkeit dauern - in diesem ganzen Prozess kann man als ADHSler endlich mal Geduld lernen. :sweat_smile:

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Okay. Ja das vermute ich nämlich bei mir auch, dass die Depressionen wegen dem Adhs da sind. Ich war seit meinem 12. Lebensjahr immer wieder in Behandlung wegen den Depressionen. Meine letzte Therapeutin meinte sogar schon dass sie nicht mehr weiß wie sie mir noch helfen soll. Das war vor der Adhs Diagnose.

Ah ja, stimmt. Das gibt es ja auch noch. Naja ich hoffe einfach dass alles so schnell wie möglich von statten geht. Ja, Geduld ist wirklich so ne Sache :joy:

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Hey @FioTheCat rs tut mir leid was du gerade durchmachen musst. Ich fühle mit dir und verstehe deine Enttäuschung und Verwirrung.

Die Diagnose bei deiner Therapeutin war nicht falsch, aber unvollständig. Ein Neurologe sichert die Diagnose anders ab und schließt zunächst das Naheliegende einmal aus, was richtig ist.

Die Basisuntersuchungen mit EKG sind auch obligatorisch, da mussten wir alle durch :wink:
MRT und EEG kenne ich persönlich so nicht aus der Diagnostik, aber das macht ein Neurologe sicher auch nochmal anders als ein Psychiater.

Nimm es als etwas Positives an, dass deine Ärztin so sorgfältig arbeitet und erstmal das Schlimmste ausschließen möchte. Sie kennt dich und kann umfassender urteilen als wir. Vertraue darauf, dass sie es gut meint mit dir.

Ich weiss es ist sicher schwer, aber versuch einen Schritt nach dem anderen zu gehen und geduldig zu bleiben. Bleibe im Dialog mit deiner Ärztin und stell Fragen wenn du unsicher bist.

Ich bin sicher, es wird sich für dich positiv entwickeln. Ich wünsche dir ganz viel Glück auf deinem Weg!

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Sorgfältig arbeitet? Finde ich nicht. Sie hat doch gar nicht gesagt, sie wolle sicherheitshalber alles andere ausschließen, sondern dass sie ADHS nicht für wahrscheinlich hält und sowieso überdiagnostiziert findet.

Nein, ich würde mich auf die größtenteils überflüssigen Untersuchungen nicht einlassen (by the way, es wäre schon ein Skandal, wenn die Krankenkasse das bezahlt - kein Wunder, dass die Beiträge immer weiter steigen) und im Mai wiederkommen - sie hat doch an keiner Stelle in Aussicht gestellt, dass sie dann oder irgendwann später Stimulanzien verschreiben würde.

Mit größtenteils meine ich, dass ein EKG natürlich sehr sinnvoll ist und auch wenn du ADHS-Medikamente bekommst in Abständen gemacht werden muss. Aber EEG ohne dass es einen Hinweis auf Epilepsie gäbe ist nicht angezeigt, und ein MRT des Kopfes „einfach so“ noch weniger.

Für die Überweisungen ist die Altpapiertonne der geeignete Ort. Es ist schon schlimm, dass die Ärztin dir bis jetzt Zeit geraubt und dich so gedemütigt hat, das reicht dann aber auch. Der Mai ist ein schöner Monat um an einen See oder in eine schöne Stadt zu fahren, aber nicht zu dieser Ärztin.

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Die Aussagen der Ärztin waren ja schon fragwürdig.
Aber die Diagnose allein anhand des Interviews zu stellen, ist auch nicht korrekt.

Es müssen halt körperliche und auch andere psychische Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden, um ADHS sicher zu diagnostizieren.

Warum ne Überweisung für das EEG? Das machen doch üblicherweise Neurologen? :adxs_noidea: Das EEG scheint eh so ein „Neurologen-Ding“ bei ADHS zu sein. Mein Psychiater wollte keins.

Ein MRT wollte mein Psychiater auch haben. Ich hatte schon eins, das ihm gereicht hat. Könnte bei mir aber auch daran gelegen haben, dass ich chronische Migräne habe (wegen der wurde auch das MRT gemacht). Von meiner Tochter wollte er kein MRT.

EKG wollte er auch - wegen der Medikamente.

Was mir neben dem ganzen aufgetragenen Technik-Kram fehlt: Blutuntersuchung - Vit D, Eisen, Leber, Niere, Schilddrüse… Finde ich viel wichtiger als ein EEG oder MRT.

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Naja kennen tut sie mich nicht wirklich. Ich war gestern zum ersten Mal bei ihr.
EKG seh ich auch noch ein und verstehe ich, aber einfach so eine Untersuchung wegen einem Hirntumor verstehe ich zbs nicht wirklich.
Zu EEG kann ich auch nichts sagen.

Weiß nicht, fühle mich irgendwie bei ihr nicht so gut aufgehoben, auch generell in der Praxis.
Ich hab vorhin auch noch 20 andere Praxen angeschrieben und schaue mal ob ich mir irgendwo noch eine Zweitmeinung einholen kann.

Danke!

Ja, das ist total schräg, dass sie das EEG nicht bei sich in der Praxis gemacht hat. Wo soll man mit der Überweisung hin? Zu einem anderen Neurologen?

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Tatsächlich ja. Mir wurde eine Nummer gegeben von einer anderen Neurologischen Praxis mit denen sie laut eigener Aussage zusammen arbeiten. Eine Antwort habe ich dort leider nicht bekommen.
Hab dann bei einem anderem Neurologen angefragt aber noch keine Antwort bekommen.

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Hi FioTheCat,
Hilfe habe ich leider keine, kann dir nur schildern, dass du nicht allein bist.

Seit vor Weihnachten habe ich eine Diagnose. Hingeschickt wurde ich von meiner Psychologin (bei der ich wegen Depressionen & Stress schon länger in Behandlung war). Das war also nicht meine Idee oder Einbildung von mir - ganz im Gegenteil, mein erster Gedanke war: ich doch nicht. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, umso mehr erkannte ich mich wieder.

Zur Diagnostik bin ich bei einem Psychologen gelandet, der damit sehr viel Erfahrung hat. Der hat das super ausführlich alles abgehandelt, Fragebögen, Tests, Gespräche, mehr als 5 Stunden hat der sich mit mir beschäftigt. Auch der Befundbericht ist sehr ausführlich und fundiert. Auch ein Psychiater hat mir gesagt, dass die Diagnosen von ihm fachlich mehr als einwandfrei seien.

Nun war ich auf psychosomatischer Reha (wegen Stress und Depris), die Chefärztin und Psychaterian sagte mir nach 10 min Gespräch, ich hätte kein ADHS. Ohne den Befund überhaupt gelesen zu haben. „Sie haben keine ADHS, sonst hätte ich ja auch ADHS, Sie sind eben eine Lok“.
Dann stellte sie mir 5-10 Fragen und sagte: „Ich sag Ihnen jetzt, was Sie haben, Sie haben eine depressive Episode“. (Was ich ja gar nicht anzweifle).

Ich versuche seitdem einen Arzt zu finden, der mir Medikamente verschreibt. Der Hauptgewinn wäre, wenn ich gleichzeitg irgend eine Art von Therapie machen könnte. Die meisten Psychiater nehmen keine Patienten mehr an, andere niemanden mit ADHS, andere verschreiben keine ADHS-Medikamente für Erwachsene…

Ich packe das alles überhaupt nicht mehr. Listen führen, wen ich schon kontaktiert habe, wen ich erreicht habe und wen nicht. Wer wann telefonische Sprechzeiten hat und wann im Urlaub ist. Doklib hat mir einen Termin bei einem Psychiater für September vorgeschlagen, in 100 km Entfernung. Und ich weiß gar nicht, ob die Praxis ADHS bei Erwachsenen behandelt. (Habe die letzten Jahre schon damit zugebracht, Orthopäden-, Rheumatologen- und Gastroenterologentermine zu bekommen, teilweise auch vergeblich. Selbst Hausarzt ist inzwischen schwierig, von Vorsorgeuntersuchungen rede ich erst gar nicht.)

Nach 5 Wochen Reha hat mich die erste Woche Arbeit (Teilzeit, Lehrerin) derart geschlaucht, ich bin so fertig wie vor der Reha. Ich laufe halt Vollgas mit 180 % durch den Tag wie ein D-Zug. Bremsen, anhalten - für mich unmöglich. Danke, keine Tipps dazu, ich habe genug Tipps bekommen, probiere/habe probiert alles mögliche umzusetzen - ohne Erfolg.

Ich organisiere/strukturiere mich zu Tode. Führe TODO-Listen, Kalender, OneNote-Notizbücher und habe trotzdem jede Minute das Gefühl, dass ich überall hinterherlaufe, nichts im Griff habe, mir alles entgleitet, ich mir einfach noch mehr Mühe geben müsste…

Die medizinische Versorgung mit Fachärzten ist insgesamt eine Katastrophe, besonders schlimm im psychologischen Bereich - das ist das Eine.

Das Andere ist, dass derzeit ADHS bei Erwachsenen ja wirklich auch eine Art Mode ist. Was eigentlich nur heißt, dass die Aufmerksamkeit für diese Krankheit gerade erhöht ist. Dass erwachsene Menschen endlich eine Diagnose erhalten, die einfach zu früh geboren wurden (ich bin 53) und sich ein Leben lang mit Problemen rumgeschlagen haben, ohne eine Erklärung dafür zu haben ist ein Segen!

Und ja, das gehört auch dazu: es gibt Menschen, die sich selbst diagnostizieren (oft aber einfach auch nur, weil die Wartezeit auf Diagnostik so lang ist) und auch vereinzelt welche, die sich den Schuh anziehen, obwohl er nicht passt.

Psychische Erkrankungen haben ja eh das Problem, dass sie nicht so offensichtlich sind wie ein gebrochenes Bein. Das weiß jeder, der schon einmal depressiv war und „wertvolle“ Tipps erhalten hat, wie: geh doch mal raus an die frische Luft, dann wird’s gleich besser. Ähnlich ist das mit ADHS, „reiß dich zusammen“, „führe einen Kalender/ToDO-Liste“, „ich kann mich auch manchmal nicht konzentrieren“ usw. - jeder von uns hat diese Sätze schonmal gehört, denke ich.

Dann scheint es noch ein Problem zu geben: Manche Psychiater verstehen sich als „richtige Ärzte“ und bezweifeln einfach alles, was von einem Psychologen kommt.

In deinem Fall würde ich sagen: arbeite deine Überweisungen ab, um das alles abklären zu lassen. Versuche vielleicht inzwischen, woanders Medikamente herzubekommen. Bleib dran, ich halt die Daumen, dass das alles möglichst bald in geregelte Bahnen kommt.

Liebe Grüße
kernig

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Es kann sich auch lohnen, mal in seiner Hausarztpraxis anzufragen, ob die dort Medikamente verschreiben. Machen nicht alle wegen BTM, aber einige eben schon.

Infos darüber, welche Psychiater / Neurologen tauglich sind nach einer ADHS-Diagnose, kann man auch oft in den örtlichen Selbsthilfegruppen bekommen.

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Machen sie aber erst, wenn das zuvor ein Facharzt gemacht hat. Der Facharzt muss einen Arztbrief + Medikamentenplan an den Hausarzt dann schicken.
So war es jetzt bei mir, meine Hausärztin hätte mir nichts verschrieben ohne den Medikamentenplan vom Psychiater.

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Ich kann das absolut verstehen. Es ist eine Katastrophe. Ich habe schon insgesamt seit meiner Diagnose 34 Ärzte wegen Medikamenten kontaktiert. Und ich muss dann aber auch noch nach einem Therapieplatz suchen… und jetzt eben noch nach Jemandem der MRT und EEG macht. Dann habe ich nebenbei noch andere Überweisungen denen ich eigentlich nachgehen müsste zbs Lungenarzt wegen Asthma usw. Kann mich quasi mit Überweisungen tot schmeißen. Und letztes Jahr war das gesamte Jahr auch einfach nur eine Reise von Arzt zu Arzt. Aufgrund von körperlichen Symptomen die ich mir nicht erklären konnte aber alle keinen Befund ergeben haben, außer ich hätte zu viel Stress…
Mein Haushalt bleibt leider auf der Strecke und ich schaffe kaum was in der Wohnung. Verliere dann noch dauernd Dinge, vergesse alles usw. Und das macht mich einfach komplett fertig weil ich das Gefühl habe es wird mit den Jahren immer schlimmer. Ich bin erst 27, habe diese Symptome schon immer aber in den letzten Jahren belasten sie mich besonders. Ich verliere auch schon langjährige Freunde deswegen weil Niemand mehr mit mir zu tun haben mag. Sie habenndas Gefühl sie müssten mir helfen und wissen nicht wie. Obwohl ich nie danach gefragt habe…

Es ist einfach alles ermüdend und die ärztliche Situation macht es wirklich nicht besser.
Ich drücke dir auch die Daumen dass du Jemanden findest!

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Meine Hausarztpraxis verschreibt mir da leider nichts.

DIVA 2 alleine würde ich für eine ordentliche Diagnose nicht als ausreichend betrachten. Ausnahme vielleicht bei einem sehr erfahrenen Arzt, dem ein sehr deutliches ADHS direkt ins Auge springt und deshalb gleich zu den Medis übergeht. Wobei auch der einen Schilddrüsencheck und ein EKG machen sollte, was ein Psychologe nicht kann und daher dafür den Hausarzt einbinden muss.

Bei einem Psychologen würde mir das nicht ausreichen, weil die selbst keine Medis verschreiben dürfen und daher wissen, dass eine so dünne Diagnostik von Ärzten, die für die Medis benötigt werden, angezweifelt werden kann.

So hart es ist: Der Fehler liegt beider Psychologin, weshalb es gut wäre, wenn die diese Erfahrung hier teilen könntest:

Du berichtest von Erfahrungen mit einem Arzt / Therapeuten, die wir allen Betroffenen gerne ersparen würden.

Wenn du sicher bist, dass das nicht auf einem Missverständnis beruht, hilf bitte anderen Betroffenen, indem du unter dem folgenden Link deine Erfahrungen mit diesem Arzt / Therapeuten einträgst. Das kann anderen Schaden ersparen.
Herzlichen Dank!

Und natürlich freuen wir uns immer über jede Information zu ADHS-kompetenten Ärzten und Therapeuten.

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Ich werde meine Erfahrung dort teilen, warte aber noch ab da ich den Arzt gestern Abend noch oer Mail kontaktiert und damit konfrontiert habe. Ich warte noch ab was er mir antwortet.

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Super!

Hast du die Diagnostik selbst gezahlt, oder wurde die über die Krankenkasse abgerechnet?

Man kann mit Neurodivergenz echt immer in den Keller gehen zum Heulen, wenn irgendwer entrüstet sagt „Ich musste VIER MONATE auf meinen Arzttermin warten!“
Ich drücke die Daumen!

Such mal im Forum nach „sozialpsychiatrischer Dienst“. Man kann sich darüber Unterstützung holen bei der Bewältigung des Alltags. Ich habe keine Erfahrung damit, aber es gibt hier eine Reihe von Forenmitgliedern, die den schon in Anspruch genommen haben. Man muss nicht immer alles alleine hinkriegen. :green_heart:

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