Medikamente ein Fluch und Segen zugleich?

Hallo Bernhard,

so geht es mir auch. :smiling_face_with_tear:

Man hinterfragt auch ständig die Richtigkeit der Diagnose, sobald es mit den Medikamenten nicht funktioniert.

Deshalb bin ich auch der Meinung, dass Selbstaktzeptanz eine der wichtigsten Themengebiete in einer Verhaltenstherapie ist, um überhaupt „therapierbar“ zu werden. Denn wenn man nicht mal sich selbst oder den Fachleuten vertrauen kann, wird das niemals besser werden.

Ich glaube das passiert vor allem Menschen, die grundsätzlich sowieso im „Overthinking“ Spektrum sind.

Das zu viele Nachdenken oder Grübeln, kann auch oft Dinge schlimmer machen als es ist.
Aber es ist schwer, seine Gedanken und Sorgen den Themen gegenüber ab zu stellen.

Und eine Selbstprophezeiung durch zu vieles Nachdenken und Sorgen auszulösen, ist dann eigentlich vorprogrammiert. :no_mouth:

Ein Teufelskreislauf, der schwierig zu brechen ist.

Irgendwann wird uns „Overthinkern“ das auch noch gelingen.
I believe in US. :smiley: :muscle:t2:

VG
Chris

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ich hatte bislang keine der von euch genannten Nebenwirkungen und habe diese daher nicht ganz in ihren Auswirkungen auf dem Schirm.
Davon abgesehen lassen mich deine Berichte etwas aufhorchen. Du hast Probleme mit angststörung, dein alkoholkonsum könnte eine Strategie von dir gewesen sein, und auch sonst hast du dein typisches Bündel für adhs. Das bedeutet das alles ist dir lieber, als dein Zustand mit den bislang genommenen medis? Mein erster Gedanke war, dass das ja auch deine Beziehung beeinträchtigen kann, nur auf andere Weise. Und du daher auch prüfen solltest, was genau die Ursachen deiner Symptome sind, in einer Therapie.

5 Tage sind ja eine so kurze Zeit, das ist ja nichts. Irgendwann hast du wieder die für dich typischen Probleme und musst für dich lösungsstrategien finden. Dass die Unbewussten in den meisten Fällen nicht langfristig funktionieren wissen wir ja alle.

Bist du in Therapie, hast du schonmal ADs genommen?

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Ich bin in Therapie, seit ungefähr 6 Monaten, einmal pro Woche.
Es gibt einige offene Themen.

Also das Thema ist das, JA ich finde den Zustand ohne Medikamente aktuell erträglicher.
Aber nicht weil es Probleme auslöst, sondern, weil es mir auf Gefühlsebene eben nicht so gut ging mit den Medikamenten. Alles andere ist mit Medikamenten deutlich besser gelaufen.

Ich denke für jeden von uns, ist das eigene „Glück“ Priorität.
Klar macht es mich glücklich, dass ich zum ersten mal in meinem Leben einen Arbeitsplatz über der Probezeit hinaus überlebt habe, und ich meine erste Gehaltserhöhung erhalten habe.

Nur was es für mich kein aus haltbarer Dauerzustand, dass ich vor allem gegen Nachmittag immer so ein Tief hatte. Das hat sich auf meine Ängste ausgewirkt und hat natürlich eine Kettenreaktion auf soziale Interaktionen und vieles mehr.

VG
Chris

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Als ich damals die Diagnose bekommen habe, konnte ich direkt mit MPH starten.
In dem Zeitpunkt meiner Diagnose:
meine Arbeitsstelle war ein Einzelbüro mit festen Terminen, ich hatte mit einer Baby-Dosis gestartet! aber für mich ideal weil bei mir geht die Impulsivität nach innen.
So konnte ich eine kleine Wand zum Patient aufbauen, ohne das mich jedes Schicksal belastet.
Aber:
Wegen der Karriere habe ich dann in eine Klinik gewechselt.
Arbeit in der Klinik: überall gibt es Arbeit und immer Zack auf Zack….halt total flexibles arbeiten.

Unter MPH hat sich eine Gereiztheit entwickelt brutal​:see_no_evil: ich war nur noch genervt weil ich oft am Stück nicht meine Arbeit erledigen konnte……wie ein kleines Monster :see_no_evil:

Ich habe sie dann MPH abgesetzt und die Arbeit wurde dann von Tag zu Tag besser :smiling_face_with_three_hearts:
Klar, die Bewegung war bestimmt mein MPH in der Klinik ,bei min.15.000 Schritten pro Tag.

Wahrscheinlich haben aus diesem Grund soviel Rettungssanitäter/Ärzte ADHS.
Ich kann jetzt sagen, in der Klinik habe ich mein ADHS gebraucht.

Darum denke ich auch wie in deinem Fall es wird immer Situation da funktioniert es ohne Tabletten viel besser und andere Situationen da braucht man Medikamente….

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Hast du mit deiner Psychiaterin besprochen, ob es andere Alternativen an Medis gibt?
Medikamente, mit denen man sich furchtbar fühlt, helfen einem nicht. Aber der Satz mit der Probezeit klingt heftig. Damit sage ich nicht, dass du daher dein Medikament weiter nehmen sollst. Aber gerade dann wäre es wohl wichtig, dass man wirklich sämtliche Möglichkeiten versucht? Wurdest du vorher immer gekündigt? Glaubst du, in deiner jetzigen Arbeit könnte dein Zustand auch so sein, dass du an einen Punkt kommst, bei dem früher deine Arbeitsverhältnisse aufgehört hatten? Was würdest du dann machen bzw. was glaubst du, wie du dich dann fühlen würdest? Bist du in einer Branche, in der du schnell was neues kriegen könntest?

Deine Freundin hat dich zwei Monate ohne Medikamente kennengelernt, wenn ich das richtig verstanden habe, wie fand sie dich da?

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Den Punkt finde ich nämlich in der Gesamtsituation ein bisschen schwierig, weil in den ersten paar Monaten ist man ja noch total auf Wolke 7 und sieht vor lauter rosaroter Brille sowieso keine „Mängel“… ist absolut nicht böse oder irgendwas gemeint @ crizzledizzle, nur so aus meiner Erfahrung zum eventuellen Mitbedenken bei der Sache…

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Hallo Pepo,

ich habe 20 Jahre in der Geri (Klinik) gearbeitet als Pflegekraft ,
als ich in der Psychiatrie anfing und im Büro SITZEN sollte, sagten alle:
„Hast DU eigentlich schon DEINE AHS-Diagnose?“
Ich so-hä??
Habe sie jetzt und nehme MPH manchmal, vor allem in sozialen Situationen,
wo mich meine Reizoffenheit nervt (im Cafe, bei Konzerten).
Manchmal im Spätdienst.
Habe Elvanse ausprobiert, weil die kurze Wirksamkeit von MPH mit Rebound nervte-
aber ich kam nicht so gut klar, war angetriebener als mit MPH, bleibe jetzt dabei.
LG

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Oh, ja das stimmt :see_no_evil: Café, Restaurant ist und wahr für mich nicht wirklich entspannt.
Vor der Diagnose habe ich immer eine kleine Weinschorle/ Bier getrunken ob es gedämpfter zu erleben( Selbstmedikation ab 18:00 natürlich Alkohol😬)
Zum Glück brauche ich das nicht mehr….
In München ist es ja Schick fast ohne Abstände die Tische zum Nachbarn zu besetzen, solche Restaurants vermeide ich muss ja nicht die Gespräche mitbekommen :see_no_evil:

Ich nehme aktuell Elvanse und da ist es bei mir besser wenn ich die Tabletten durchnehme.
Bei MPH habe ich sie oft auch nach Bedarf genommen, mal 8 Std mal nur 4 Std zum Putzen.
Durch die Kids ist für mich Elvanse aber besser.

PS: Ich habe damals meine Diagnose gemacht wo wir ins Großraumbüro gewechselt sind.
LG Conny

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@crizzledizzle
Wie waren deine letzen Tage, wie läufts ohne Medikament?

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Hallo @Schöller, :slight_smile:

es geht, es wird nach und nach schlimmer hab ich das Gefühl.

Keine Lust mehr zu Arbeiten, Frustrationsgrenze viel geringer, weniger Antrieb und Motivation im Alltag.

Meine Schlafqualität ist gefühlt etwas schlechter, ich träume wieder sehr viel und bin immer kurz vor dem Schlafen gehen total unruhig.

An manchen Tagen, bin ich aber wiederum total glücklich.
Meistens wenn irgendwas ansteht mit Freunden oder ähnliches.

Der Alltag funktioniert nur wieder viel schlechter…

In der Beziehung, hab ich aktuell etwas mehr Verlustängste, das resultiert aber daraus, dass ich aktuell wieder mehr Drama mit meiner Partnerin habe.

Im Großen und Ganzen weiß ich gerade selber noch nicht ganz weiter wie ich das machen soll.

Beide Situationen haben irgendwie ihre Nachteile.
Ohne Medikamente bin ich etwas lebensfroher, gleichzeitig aber auch Antriebsloser und „Depressiver“ irgendwie ein Hin und Her.

Mit Medikamenten krieg ich meinen Alltag gebacken und komme in vielen Lebensbereichen besser klar. Aber meine Stimmung und Laune ist etwas neutraler.

Bin jetzt beim 10 Tag absetzen und es wird von Tag zu Tag wieder mehr ADHSliker. :smiley:

Meine Erkenntnis bisher, dass die starke Angst am Abend definitiv ein Rebound Symptom war. Aber die Angst ist zwar jetzt schwächer aber länger am Tag da. Beides etwas doof. :smiley:

PS: Tut mir leid dass ich nicht auf alles antworte, mir fehlt dazu etwas die Motivation :confused:

VG
Chris

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Da tut mir leid, dass du dich damit unterm Strich auch nicht besser fühlst. Hast du denn schon andere Medikamente bezüglich ADHS probiert? Kannst du mit deinemdeiner psychiaterin zusammen überlegen, was noch ausprobiert werden kann? Vielleicht auch eine Kombination, die die Angst mit angeht

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@Schöller Das wäre auch mein Gedanke. Eine Kombination mit etwas gegen die Ängste (zB. Buspiron oder ein AD mit angstlösenden Eigenschaften). Bisher hatte jedoch @crizzledizzle Ärztin Antidepressiva als Kombi abgelehnt bzw. davon abgeraten.

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Hallo @bernard, :slight_smile:

vielen Dank für die Denkstütze.

Ich habe heute mal wieder Concerta 27mg genommen.
Werde es bis zur Rückkehr meiner Ärztin wieder einnehmen.
Und siehe da, Antrieb und Konzentration wieder da.

Die Arbeit war ohne Medikamente katastrophal.

Ich werde das Thema mit den Angstlösenden Medikamenten mal angehen.

Evtl. wäre bei mir dann Elvanse und AD eine optimale Kombi.

Schöne Grüße
Chris

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Ah, das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, dass sie das nicht machen wollte.
Chris, weißt du, ob sie grundsätzlich diese Kombi selten verschreibt oder ob sie bei dir gezögert hat? Denn eigentlich ist das ja recht gängig, schon allein wegen Angst und Depressionen als häufige komorbiditäten.

Kriegst du schlechtes Feedback auf der Arbeit oder magst du es für dich nicht, wie es dort gerade läuft?

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Hallo @Schöller,

sie hat glaub ich in der Kombinationsmedikation weniger Erfahrung.
Würde Sie nochmal darauf aufmerksam machen.

Ich arbeite kaum was…ich arbeite in der IT als Transition/Manager.
Homeoffice ist für mich Gift, weil ich da kaum was arbeite…vor allem ohne Medikamente ist bei mir total dicht. Ich krieg keine Aufgabe erledigt und schiebe alles auf.
Ohne Medikamente komm ich sehr schwer aus dem Bett und die Entscheidung Homeoffice zu machen fällt mir sehr leicht.
Da ich eine alleinstehende Position habe, fällt das kurz oder lang auf. Und dann ist mein Arbeitsplatz erneut gefährdet.

Kurz Zusammengefasst: „Fängst schon wieder das Schludern an!!!“

Mit Medikamenten, komme ich besser aus dem Bett und treffe eher „vernünftige“ Entscheidungen. Darunter fällt z.B auch die Entscheidung eher ins Büro zu fahren, weil ich weiß dass ich da besser arbeiten kann.
Ansonsten hab ich den Antrieb schwere Dinge und Projekte zu machen.

Schöne Grüße
Chris

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Und jetzt musst du mir bitte bitte bitte verraten, welche Unterschiede du bzgl. Wirkung und Wirkdauer zwischen Elvanse und zuletzt Concerta bemerkt hast.

Ich möchte nämlich von Elvanse zu MPH wechseln, habe stundenlang alles mögliche gelesen und kann mich aber zwischen den etlichen Präparaten nicht entscheiden.

Am Ende hängt es natürlich auch vom Doc ab, welche Präparate er mitgeht und welche eher nicht.

Da ich mich aber gut vorbereitet habe auf die morgige Sprechstunde, werde ich mir dann entsprechend wieder etwas wünschen, so wie ich mir auch damals als Erstmedikament Elvanse gewünscht und ihm alles entsprechend begründet hatte.

Meine Überlegungen nach dem ganzen Lesen sind:

  • Mit Ritalin Adult einsteigen (und wenigstens während der Eindosierung aufs Original pochen).

  • Medikinet Adult wäre zwar auch okay und ich bin seit der Eindosierung mit Elvanse letztes Jahr auch ein Frühstückshörnchen geworden (weil ohne Mampf in Kombination mit D-Amfetamin für mich keinen Sinn ergab), aber ich muss dann eben auch bisschen weiterdenken, da eine zweite Tagesdosis ebenso an Nahrungsaufnahme gebunden wäre. Die wiederum könnte je nachdem, ob ich im Homeoffice oder im Büro bin, dann eben zeitlich ungünstig liegen von der Uhrzeit her und wenn man da mal wieder in einem Meeting ist usw… Auch müsste man immer gut was zu futtern vorbereiten und zur Arbeit mitnehmen. Sollte kein Problem sein, könnte es aber mal sein und *zack = doof.

  • Ritalin Adult wäre offiziell nicht an eine Nahrungsaufnahme gebunden und ist unabhängig des PH-Werts. Nahrung kann aber unterstützend wirken und Nebenwirkungen eindämpfen. Hier würde ich morgens eh was mampfen, aber nachmittags im Büro wäre es dann kein Problem, wenn ich zum Einnahmezeitpunkt gerade nichts essen können sollte.

  • Die Wirkdauer bei Ritalin Adult und Medikinet Adult wird laut Hersteller mit 8 Stunden angegeben und die Einnahme soll 1x morgens erfolgen. Dass das nicht passt und 5-6h Wirkdauer realistischer sind und somit mindestens eine zweite Einnahme erforderlich machen, die dann gut getimed sein will, um mögliche Rebound Symptome weitestgehend zu verhindern, ist aber natürlich auch bekannt.

  • Eventuell ist am Abend dann sogar noch eine Zugabe von unretardiertem MPH nötig, um die Abendstunden auch noch ausreichend abzudecken und trotzdem schlafen zu können.

  • Ritalin Adult hat ne zackige Wirkkurve mit Spitzen, fällt flott ab

  • Medikinet Adult steigt gleichmäßiger steil an, fällt aber ähnlich schnell ab wie Ritalin Adult

  • Concerta‘s Kurve macht einen gleichmäßigen schönen Bogen und soll 8-12 Stunden wirken

Und jetzt grübel ich eben… Ritalin Adult, oder vielleicht doch besser Concerta :adxs_gruebel:

Bei beiden könnte eine kleine ergänzende Zugabe unretardiertes MPH nötig / hilfreich sein.

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Hat sich erledigt, darfst trotzdem gerne berichten :grin:

Die Concerta Karte gibts dann vielleicht später mal, sollte mir das mittags nachnehmen auf die Nerven gehen, oder das neue Medikament nicht das richtige Medikament für mich sein.

Es wurde Ritalin Adult + Ritalin.
Aut idem Kreuzchen drauf = Kein Problem.

Bin gespannt auf morgen früh :crossed_fingers:t2:

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Hallo @SneedleDeeDoo, :wink:

vielleicht etwas zu spät aber dennoch kriegst du deine Antwort.

Diese grundsätzlichen Vor- und Nachteile beziehen sich nur auf MEINE eigene Erfahrung:

Concerta:

Pro (ohne Vergleich auf Elvanse):

  • Einnahme ohne Frühstück am Morgen
  • niedriger Blutzuckerspiegel beeinflusst kaum die Wirkung (keine Snacks zwischendrin notwendig)
  • lange gleichbleibende Wirkung (gemessen 12h) - man spürt dass die Tablette dreifach retardiert wirkt
  • kaum Rebound (nur am Abend für 1h kurz, fühlt sich an wie ein kleiner Nebel vor den Augen)
  • Emotionale Stabilität
  • leichte bis mäßige Verbesserung der Aufmerksamkeit
  • leichte bis mäßige Verbesserung des Antriebes/Motivation im alltäglichen Leben
  • spürbar bessere Klarheit zum Normalzustand
  • Drang nach Dopamin weniger vorhanden (Impulsive Käufe, Kindliches Verhalten, unüberlegt Entscheidungen)
  • Verbesserung der Ängste und Grübeleien

Contra (ohne Vergleich auf Elvanse):

  • Ab und zu leichten Durchfall
  • Anfänglich hatte ich nach Wirkungsabfall leichte Kopfschmerzen
  • leicht erhöhter Blutdruck aber alles noch im Normalbereich

Elvanse:

Pro (ohne Vergleich auf Concerta):

  • keine Körperlichen Nebenwirkungen
  • sehr gute Aufmerksamkeit
  • deutlich besserer Antrieb und Motivation im Alltag
  • leichte bis mäßig starke emotionale Stabilität
  • in Wirkzeit weniger Ängste und Sorgen

Contra (ohne Vergleich auf Concerta):

  • Verstärkung der Ängste und Sorgen nach Abklingen der Wirkzeit
  • nur Wirkung von 5-7h
  • Einnahme über Flüssigkeit weil Dosierungsstufen nicht passend waren
  • Rebound am Abend durch Ängste, Pessimismus unangenehm
  • Frühstück zur Einnahme wichtig, damit Wirkung angenehm war
  • niedriger Blutzuckerspiegel beeinflusst die Wirkung (Gabe von Corny Riegel zwischendurch notwendig)

Zusammenfassung Vergleich Concerta und Elvanse:

  • Die Wirkung unterscheidet sich bei mir vor allem im Thema Wirkdauer und Rebound.
  • Concerta hat in meiner und auch in externer Wahrnehmung eine viel schwächere Wirkung als Elvanse, bringt aber dadurch auch viel weniger Nebenwirkungen mit sich.
  • Elvanse funktioniert im Alltag etwas besser, der Rebound ist durch die gute Wirkung aber auch deutlich spürbarer und für mich kein Dauerzustand.
  • Für mich ist Concerta AKTUELL der beste Mittelweg zwischen Unterstützung und meiner eigenen „ADHS“-Persönlichkeit.
  • Elvanse hat mich vor allem im Thema Wirkdauer enttäuscht. Das war bei mir miserabel.
  • Concerta hat drei leicht spürbare Ströme von Wirkungseintritten über den Tag verteilt.

Empfehlung:
Wer mit Elvanse ein komisches Bauchgefühl hat, und sich denkt „irgendwie ist es das nicht“, kann nach meiner Erfahrung gerne mal Concerta ausprobieren. Es wird nicht so stark unterstützen wie es Elvanse tut, aber dennoch noch so viel besser dass man einen Vorteil raus ziehen kann.

Ich hoffe das bleibt bei mir auch so.
Aktuell der beste Kompromiss.

Finde es ziemlich lustig, wie auffällig durch ein Niederschreiben von Vor- und Nachteilen doch wird, welches Medikament besser wirkt. :smiley:

@SneedleDeeDoo Ritalin Adult hab ich z.B nicht gut vertragen. Wirkungskurve von Ritalin Adult zu plötzlich. Hatte hier zu starke körperliche und emotionale Nebenwirkungen.

Schöne Grüße
Chris

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Ich wünsche dir viel Erfolg. :slight_smile:

Concerta ist nicht immer die erste Wahl bei MPH Medikamenten für Erwachsene, weil es eher für Kinder und Jugendlichen gedacht ist.

Grund dafür ist, dass Kinder sich beim Nachdosieren etwas schwerer tun als Erwachsene.

Ich bin trotzdem der Meinung, wenn ein Medikament bei Kindern gut funktioniert wird es auch gut erforscht sein. Deshalb bin ich mit Concerta aktuell zufrieden.

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Herzlichsten Dank :pray:t2:

Klasse, übersichtlich, supi dupi hupi pupi :heart:

Bzgl. Elvanse deckt sich einiges mit meinen Erfahrungen.

An sich wirkts überwiegend super. Aber…

  • Unter Stress, oder wenn gerade noch irgendein Mist aus der Vergangenheit hochkommt (immerhin wirds aber damit bearbeitet und nicht mehr bloß verdrängt, was ich Elvanse positiv ankreiden mag, da antidepressiv / angstlösende Wirkung in meinem Fall tagsüber spürbar) kommt es bei mir an seine Grenzen.

  • Ich muss tagsüber schon oft pullern und muss dafür meistens auch 2-3x die Nacht raus. Schlafe danach zwar wieder schnell ein, aber diese Unterbrechungen beeinträchtigen die Schlafqualität. Insgesamt maximal 6-7h Schlaf + Pulleralarme = schlaucht meinen Körper auf Dauer. Mit Melatonin und auch retardiertem Melatonin scheints den Pulleralarm schon mal um 1h zu verzögern, oder ich erinnere mich nur noch an 1x nachts aufstehen, aber naja…

  • Wenn das ein paar Tage so läuft, dann fühlt sich die Wirkung tagsüber schnell nicht mehr so an, wie ich es sonst gewohnt wäre.

  • Ich bin dann unter Stress leider öfter mal fahriger, gereizter, impulsiver und knallenKritik und pessimistische Bemerkungen raus, ohne noch kurz vorher darüber nachdenken zu können. Bisher ging alles noch gut und scheinbar wars in meinem Kopf schlimmer, als es nach außen hin wirkte, aber es stört mich.

Die Ritalin Adult Kurve mit dem ZickZack war mir auch eigentlich ein kleines Dörnchen im Auge, aber die Idee, dann selber ein bisschen mehr Feinjustierung betreiben zu können, hat mich dann doch erstmal mehr gereizt, als der schönere Regenbogen-Verlauf bei Concerta.

Und der Doc stimmte zu.
Müssen wir eben einfach ausprobieren.

Das mache ich dann ab morgen mit Ritalin Adult und werde dann wieder brav Blutdruck/Puls messen und Wirkungen/Nebenwirkungen für mich dokumentieren und dem Doc zum nächsten Termin mitbringen.

Könnte doof werden, aber irgendwie habe ich auch richtig Lust darauf, da wieder zu tüfteln und zu optimieren. Könnte ja mit dem Wirkstoff insgesamt auch noch besser werden, oder hier mal schlechter, dafür woanders besser.

Das Unretardierte käme erst später dazu.

Oder ich würde damit beginnen, wie es bei Kids auch gemacht würde. Habe morgen noch frei und übers Wochenende Zeit dazu. Ich lese nochwas und entscheide dann :pray:t2:

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