Medikinet abhanden gekommen

Also ich hab mal mein Rezept verloren auf dem Weg vom Arzt zur Apotheke.

Ich befürchte jetzt werden wir nie erfahren, was aus dem verlorenen Medikament wurde… :face_with_raised_eyebrow:

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@Kathy das ist natürlich die kindische Variante darauf zu reagieren - auch wenn sie sich etwas nach Genugtuung anfühlt.

Aber man sollte sich stets daran erinnern, dass das eigene Kind ja nichts dafür kann - und in Teilen ja damit auch nicht unbedingt unrecht hat.

Wäre es nicht viel besser, wenn man stattdessen versuchen würde mit dem Kind zu arbeiten statt dagegen?

Ich weiß noch, dass meine Eltern damals auch kamen mit “braucht man halt” und “weil’s halt so verlangt wird in der Schule" wenn ich mal wieder ““““keine Lust”””” auf ThemaXYZ in Mathe hatte weil: “Ist ja alles doof, brauche ich ja eh nicht / wird niemals wichtig sein / ich kann einfach jemanden fragen wenn ich es mal brauche / das kann man doch anders viel einfacher machen, warum muss ich das so lernen / usw “. Das derartige ‘Begründungen’ nicht gut funktionieren beschreibt ihr ja hier idR. Selbst sehr eindeutig.

So funktioniert das Gehirn mit ADHS, gerade im Kindesalter, eben nicht.

Irgendwann hatten meine Eltern dann angefangen die Sachen in praktische Probleme zu verpacken. Wenn ich dann mal wieder keine Lust auf Mathe hatte (z.B. Pythagoras und sin/cos/tan), dann wurde mir eben die “Wahl” gelassen zwischen Hausaufgaben bzw. Lernen oder aber einer “praktischen” ‘ganz einfachen’ Aufgabe in einem Thema was mich hobbymäßig interessierte. Rein zufällig kam es bei dieser Aufgabe dann vor, dass man herausfinden musste wie denn jetzt anhand von 2 Seitenlängen und einem Winkel die restlichen Werte herauszufinden sind.

Und plötzlich war das lästige Thema welches sonst Tage und Wochen verschlang in einem Nachmittag durch und die Hausaufgaben der nächsten Zeit ein Kinderspiel (weil jetzt auch der praktische Bezug da war) und das lernen überflüssig.

Man muss an der Stelle einfach schauen wie man das nützliche mit dem interessanten verbinden kann. Und ja, das ist Arbeit und es kostet Zeit. Aber es kostet weniger Zeit als das diskutieren, es ist weniger frustrierend und das Kind hat auch etwas davon. So begeistert man fürs lernen.

Klar, es wird nicht immer Themen geben bei denen das gut gelingt und Vokabeln lernen bleibt eben Vokabeln lernen, aber auch für diese Sachen gibt es Mittel und Wege.

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