Medikinet Adult => Elvanse Adult => Ritalin Adult (?) - "Story of the "Hurricane"

ja ja, der Threadtitel ist zugegeben vielleicht nicht ganz so passend, weil ich aus der Sicht eines ADSler und nicht AD(H)Sler schreibe, aber dieser „Hurricane“ hatte es mir damals angetan. (Film von 1999 mit Denzel Washington)

Willkommen in meinem neuen Thread!

Wir schreiben das Jahr 2023, es ist der 13. Februar und wir haben 16:50 Uhr. Ab heute beginnt ein neues Kapitel. (Wer ist der Kerl eigentlich, was will ER - und warum erstellt der ständig Threads über SEINE SUBJEKTIVEN Erfahrungen?) „UND EY MANN, WO IST MEIN AUTO?“

Wie immer war ich heute beim Psychiater und habe mich über mein Befinden ausgeheult (Ironie!^^) und Ihm gesagt, dass ich eigentlich nicht schon wieder mit Medikinet anfangen will.

Und habe Ihm erneut mit Ritalin Adult und blabla in den Ohren gelegen - und versucht zu argumentieren wegen unregelmäßigem Essverhalten, PH-Wert und Wirkspiegelverlauf. Ja, manche „schwören“ so drauf, … (Heute hat er seine eigene Meinung für sich behalten können. Danke!) und hat eingelenkt, dass wir es mit Ritalin Adult versuchen können.

… nur leider wird das dann nix mit dem Nortriptylin (wer nicht mehr weiß, worum es ging: Medikinet, Depressionen und die Reise zu Elvanse - #17 von empathy )

Sollen wir es dann erst mit dem Ritalin Adult versuchen? Ja. Dann schaut er im System nach und ich laber von wegen „Infectopharm“ und bei Ihm stand immer noch „Novartis“ - egal. Dann schreiben sie’s auf und wegen Depression und Medikation schauen wir nächste Woche nochmal…

Was ist denn das? Hat ER nicht gerade von Ritalin Adult und Novartis (Infectopharm) gesprochen?

Tja… Warum hat mir das vorher keiner gesagt? Thema: Krankenkasse, Rabattverträge und Novartis bezahlt keine Sau. Wer jetzt nicht die Welt gewesen, die 19 Euro selbst aus eigener Tasche zu zahlen, aber es bleibt ja nicht bei den 19 Euro, sondern mit steigender Dosis und Menge wirds dann auch teurer und das kann ich mir monatlich auch nicht leisten - schon gar nicht regelmäßig…

Was gibt’s für Alternativen? Da haben wir Methylphenidat AL, Ratiopharm und Zentiva. Ja egal, dann bestellen Sie das Methylphenidat AL und gut ist. Wusste da noch nicht 100%, ob es wirklich 1:1 dem Ritalin Adult entspricht und PH unabhängig freigesetzt wird, aber gut.

Dann heute Mittag ziemlich spät gegen 14.00 Uhr das Zeug genommen (Ich hoffe Gott lässt mich schlafen, sonst Oh Herr, Bitte Schlag-mich-tot (Hammernarkose).

Dings. Und bei aliud pharma in der Erwartung angerufen, dass dort wieder eine Azubine sitzt, die überhaupt keine Ahnung hat, was der Kerl da redet (genauso wie bei Takeda) um mich dann mit standardkonformen Sätzen abzuspeißen und der Antwort: „nUR fÜr äRzTE oDeR mEdIzInER- vErPiSs dIcH“ - sagt sie zwar nicht, aber so ähnlich denkt man sich das in seinem „jugendlichen Leichtsinn“ (bisschen Respekt für die älteren unter UNS zwinker).

Aber nein, die Dame am Telefon war wirklich sehr nett und versicherte mir tatsächlich, dass mich ein Arzt zurück ruft. Also, eine Lanze brechen, so gut kennen wir uns dann doch nicht, aber Aliud Pharma echt Ok.

Jetzt kommen wir zur Information: Aliud Pharma bestätigte mir am Telefon, dass Methylphenidat AL sehr genau dem Ritalin AL entspricht mit der veränderten Wirkstoffreisetzung. Der Wirkstoff wird auch hier PH-unabhängig freigesetzt und ist unabhängig von den Mahlzeiten. Super! Genau, was ich wollte…

Wirkung:

… … … … … … … … … … …

Die ganze Zeit rede ich von Medikinet und Elvanse und Wirkung auf Konzentration und haste-nicht-gesehen und schrieb nicht 1 mal etwas über Wut und Aggression.

Ehrlich gesagt, es gibt auch Themen, die ich so öffentlich frei raus nicht schreiben kann, obwohl ich eigentlich sehr offen und ehrlich bin, aber so ein bisschen schäme ich mich schon. Wer jetzt gedacht hat - dass ich die ganzen Horror Stories im Saw/Hostel/Texas Chainsaw Massacre-Stil aus meinem Gedanken-Foyer auskrame, hat sich geschnitten. Die heben wir uns später für’s Lagerfeuer gegen Mitternacht auf.

Wirkung … … … Please press „Continue“ or „Continue is for suckers“ ?

Die Einnahme war vor ca. 3 Stunden und 30 Minuten, aber über meinem Kopf tun sich ein paar ??? auf. So minimal konzentriert und „da“ - aber fühlt sich auf der anderen Seite an wie „Halbseitig gelähmt“ (Depression)

viel kann ich noch nicht sagen. Nur… heute nach der Einnahme habe ich nicht direkt gepennt. Bei Medikinet Adult musste ich mich bei 5 mg bereits schlafen legen und das hat sich bis hoch auf 20 mg gezogen.

Erst ab 20 mg ging die Müdigkeit langsam weg. Will das Wort nicht in den Mund nehmen und hoffe, dass nicht gleich nach 1-2 Stunden so ein ekliges Loch kommt, aber bis jetzt ungewöhnlich „konstant“- aber noch nicht wirklich „stark“ - sind halt nur 10 mg retard (oder retarded? ^^) Wortwitz, komm raus, Du bist umzingelt!

Wir lesen uns. Und wenn er nicht gestorben ist, dann schreibt er immer noch an diesem Text.

Liebe Grüße
'Empathy

6 „Gefällt mir“

@UlBre Es wäre schon schön, wenn man seine Beiträge im Nachhinein länger bearbeiten könnte - Obwohl ich meine Beiträge versuche Korrektur zu lesen, habe ich gerade viel Typos. Es war natürlich gemeint, dass Methylphenidat AL mit Ritalin LA identisch ist.

13.02.2023 - 17.02.2023 - psychische Verfassung seit der Eindosierung von Methylphenidat AL 10 mg

  • keine „akute“ Verstärkung, depressiver Episoden

  • keine „großen“ Schwankungen in der Stimmung

  • sanfter Wirkverlauf, sanfter als Medikinet

  • milder Rebound

  • leichte bis mittelstarke Kopfschmerzen nach Abfall des Wirkspiegels

  • Impulsivität, Wut, Aggression vorhanden, aber minimal besser. „Stop“- und „Ausrichtung“ der Gedanken auf mögliche Handlungen planbar, bevor der „Impuls“ kontrolliert. (z.b. Zerschlage ich diesen Teller vor Wut oder hat das möglicherweise Konsequenzen und ich provoziere meine Umgebung damit? actio ↔ reactio

  • Abfall des Wirkspiegels nach ca 6 bis 6,5 Stunden

erhoffe die Erhöhung ab 20.02 auf 20 mg Methylphenidat AL - und habe ein bisschen Angst, dass bei Erhöhung - die depressiven Episoden, stärker auftreten.

Bin am überlegen, ob Venlafaxin 37,5 / 75 mg zur Prävention eindosieren oder einen Arzt finden, der mir " Ondansetron" verschreiben kann.

Reizdarm<>Depression<> Studie Ondansetron attenuates co-morbid depression and anxiety associated with obesity by inhibiting the biochemical alterations and improving serotonergic neurotransmission - PubMed

Bis nächste Woche,
empathy

wie geht es dir bisher mit dem 20mg und wie fühlt sich für dich die richtige medikation an (im Vergleich zu vorher)? Ich bin ca. eine Woche nach dir mit selbem hersteller und mg und habe tatsächlich auch die selben „Symptome“ und Nebenwirkungen (die Kopfschmerzen nerven mich sehr).

1 „Gefällt mir“

Abgesehen von der Depression - geht es mir gut mit Methylphenidat AL - Bitte berücksichtige bei deiner Einschätzung, dass ich bereits Stimulanzien seit dem 15.08.2022 nehme, d.h wenn Du JETZT erst mit Methylphenidat anfängst, dann müssen wir das ein bisschen anders einschätzen.

Bei jedem Medikament, welches Du eindosierst, gibt es eine Titrationsphase (Ein oder Aufdosierung) - Was möchte ich damit sagen? Meine Titrationsphase kann abweichend / unabhängig von Deiner sein.

Bedeutet: Vielleicht war die Aufdosierung zu schnell und Du hättest noch 1-2 Wochen länger warten können. Das kann Dir aber niemand sagen - deshalb - empfiehlt man meistens die Titration sehr langsam vorzunehmen.

Hast Du schon mehrere Medikamente genommen und Erfahrung, reagierst Du sehr sensibel darauf? dann halte die Dosis mal mindestens 3-4 Wochen. In der Regel ist diese Phase bei Stimulanzien kürzer als z.b. bei Antidepressiva - aber ob dein Körper sich in 7 oder 14 Tagen daran gewöhnt, weißt nur Du wenn Du den Mut und die Geduld aufbringst, die Nebenwirkungen überstehen kannst.

Bei Bedarf Novaminsulfon/Wirkstoff: Metamizol über den Hausarzt besorgen. Dies wird auch in führenden Schmerzkliniken gerne verabreicht und geht nicht so sehr auf den Magen wie z.b. Ibuprofen. Aber Achtung: voraussichtlich nur max. 7 Tage, wegen Agranulozytose. Falls Du allgemeine Schwäche, Blässe oder blaue Flecken/Blutergüsse entdeckst, z.b. am Arm - sofort absetzen - und Rücksprache mit dem Arzt halten (!)

Vorerst folgendes: Am Anfang der Einnahme von Stimulanzien (Medikinet) waren die Nebenwirkungen, z.b. Kopfschmerzen stärker und häufiger.

Ich war außerdem bei der ersten Eindosierung EXTREM müde und musste mich tagtäglich mittags schlafen legen, weil ich wirklich zu nichts mehr fähig war. Vermute mein Körper/Gehirn hat die Erholung gebraucht, weil ich seit der Kindheit mit einer starken, innerlichen Anspannung herum laufe - von der ich dachte, dass diese normal sei. Auch war ich sehr nervös, wenn ich Medikinet am morgen nicht genommen habe. Das ist mittlerweile auch weg.

*Diese Grundanspannung „kann“ Ängste und Panikattacken begünstigen

Es braucht viel Zeit, um zu reflektieren und wenn Du noch andere Baustellen in deinem Leben hast, dann fällt es Dir vielleicht nicht direkt auf. So ist es mir ergangen. Nun zu deiner Frage: Wie fühlt sich für mich die richtige Medikation an?

  • weniger Impulsivität
  • weniger Anspannung - vor allem in „sozialen Situationen“ - ausgeglichener und relaxt
  • mehr „Handlungspielraum“ - mehr sogenannte „Weitsicht“ (Durch die Ruhe, erhalte ich mehr Optionen/Gedanken oder "Wahlmöglichkeiten"
  • Das, was ich gerne als „Planbarkeit“ in meinen Beiträgen beschreibe. Siehe oben - „Wut und Teller kaputt schlagen“

Viele Menschen haben Probleme mit der Frage, was „richtig“ oder „falsch“ ist. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, es ist „richtig“, wenn die positive Wirkung überwiegt und die Nebenwirkungen erträglich sind. Das Wort „nervig“ verstehe ich, aber es ist dauerhaft schlimmer ohne zu leben - als ein „vorübergehender Zustand“ als erträglich zu akzeptieren.

Worauf wollte ich hinaus? Die nächste Frage, die ich diese Woche sowieso beantwortet hätte: „Wie geht es mir?“ Abgesehen von der Depression - relativ gut.

Die Erhöhung von 10 mg auf 20 mg Methylphenidat AL habe ich letzte Woche gut überstanden. Die Kopfschmerzen sind natürlich wieder aufgetreten, klingen jedoch allmählich wieder ab.

Ich habe jedoch - durch die Depression z.b. eine verstärkte Schmerzwahrnehmung. Vielleicht hätte ich diese Kopfschmerzen unter Antidepressiva weniger stark oder vielleicht gar nicht wahrgenommen. Hätte, Hätte, Fahrradkette :slight_smile:

Er hat mir auf meine Bitte Milnacipran 25 mg aufgeschrieben. Ich werde es die nächsten Wochen damit versuchen - auch wenn ich ein bisschen sorge um meinen Puls und Blutdruck habe. (Negative Erfahrungen mit Trazodon und Escitalopram).

Sollte ich in den nächsten 4-6 Wochen zum abgestumpften, gefühlsblinden, betäubten Monster werden - erinnert mich daran, dass mein Gemüt oder meine Beiträge emotionaler und gefühlvoller oder „humorvoller“ vor der Einnahme waren ^^ Spaß beiseite- wir erwarten natürlich nur das Beste. Und überhaupt: Danke Merkel

Wünscht mir Glück,
Empathy

P.S: Methylphenidat AL 20 mg und Nebenwirkungen nach 1-2 Stunden der Einnahme. Innerhalb 1 bis 1,5 Stunden 3 Toilettengänge. Erlebnis pur… und erst heute nach 6-7 Tagen besser. Habe heute aber fast nichts gefrühstück bzw. viel später. Einnahmezeitpunkt <>Frühstück <> Reizdarm - gilt noch herauszufinden, was wann am besten ist

PS²: Habe nun die ADS UND Asperger Diagnose. Auf Nachfrage meinerseits - er hat beide Diagnosen durch die ganzen Tests gestellt.

1 „Gefällt mir“

Mein Arzt hat mir am Montag ja Methylphenidat AL 20 mg verschrieben. (56 Stück). Die Woche zuvor habe ich 2x10 mg genommen.

Hatte bereits letzte Woche von den 10 mg noch übrig und habe das Ok vom Arzt, dass ich 10 mg nachlegen darf.

Letzte Woche hatte ich das bereits versucht, jedoch viel zu früh (nach 5,5-6 Stunden) und war dann richtig unangenehm, weil verstärkte Wahrnehmung der Depression.

Gestern habe ich nach ca. 7 Stunden und relativ spät (18.00 Uhr) die 10 mg nachgelegt und zwischen 22-22.30 Uhr gemerkt, dass ich leicht müde bin. Vielleicht der Übergang, bis die zweite Dosis freigesetzt wird. Später gegen 24 Uhr bis nach 2.00 Uhr viel gelesen und danach geschlafen wie ein Baby.

Als Bedarf nahm ich Promethazin 20-40 Tropfen seit 2014 - wirken zuverlässig, keine Nebenwirkungen und auch oft problemlos absetzen können. Sieht aus als brauche ich diese bald nicht mehr.

Milnacipran 25 MG - Eindosierung:

1-3 Tage 25 mg 1-0-0 Therapiebeginn
4-6 Tage 50 mg (2x25 mg) 1-1-0 Titrationsphase
2-4 Wochen 100 mg (2x50 mg) 1-1-0 Erhaltungsdosis

Bei 25 mg und am 3. Tag sollte ich eigentlich noch nichts merken, allerdings bemerkte ich gestern, dass das Gefühl im Kopf (Mitte/Hinterkopf), subtil nachlässt.

Welches Gefühl? Kaum zu beschreiben und schwer zu lokalisieren, aber oft beschrieben bei einer endogenen Depression - ein persistierendes Gefühl - als trägt man einen Helm - oder der Kopf wäre leicht in einen Schraubstock gespannt.

Wenn man sich beschäftigen kann, dann nimmt man es kaum wahr - je schlechter ich mich fühle - desto stärker tritt es sehr präsent und unangenehm in den Vordergrund.

Soll am Freitag nochmal kommen, dann wohl Erhöhung auf 50 mg. Hoffentlich hört die Scheiße bald mal auf… :pensive: :face_vomiting:

Bis Bald,
empathy

2 „Gefällt mir“

Der folgende Beitrag ist vielleicht ganz interessant für Leute, die mit Methylphenidat behandelt werden oder noch nicht behandelt - und die in Vergangenheit mit Ängsten oder Panikattacken zu kämpfen hatten

Ich bin mittlerweile bei Milnacipran 2x 25 mg bis nächste Woche. Nächste Woche sollte die Erhöhung auf 2x 50 mg erfolgen. Zusätzlich nehme ich weiterhin 20 mg Methylphenidat AL

Mein Blutdruck/Puls hat in den letzten 2 Wochen verrückt gespielt und ich hatte öfter einen Ruhepuls zwischen 92 - 100 durch das Milnacipran. Heute habe ich sogar einen Puls von 108

  • erfahrungsgemäß bin ich gewohnt, wenn mein Puls den normalen Ruhepuls stark übersteigt, dann neigte ich in der Vergangenheit verstärkt zu massiven Ängsten, die sich bis zu einer Panikattacke steigerten. (in Kombination mit erhöhtem Blutdruck in der Eindosierungsphase)

Ich vermute, dass die starke Grundspannung durch das ADS - in Kombination mit der Aus- und Eindosierung der Antidepressiva - die Ängste und Panik, in Vergangenheit, immens triggerte.

  • Zum ersten Mal - und trotz des hohen Puls, bin ich mental entspannt - und es gab nicht EINEN Hauch einer Angst - oder das Gefühl „ich sterbe und kipp gleich weg, weil mein Körper entgleist.“

  • Es ist mir schlichtweg „egal“ - ich habe es auf dem „Schirm“ - aber ich kann es aushalten und beruhigt sagen: „Vielleicht wird es noch besser“

  • den Anruf beim Notarzt oder ein Besuch im Krankenhaus ist mir dieses Jahr bisher erspart geblieben. Die sowieso nichts finden, sondern nur sagen: Blut alles i.O, Empfehlung psychosomatischer Behandlung und „Einen Schönen Tag noch“ (Den werde ich sicherlich haben).


Verhältnis: hellblau - serotonin / dunkelblau - noradrenalin

Vermutlich kann ich mir nächste Woche die Erhöhung auf 2x 50 mg sparen, wenn der Puls weiter so hoch bleibt. Es liegt nahe, dass die noradrenerge Komponente in Kombination mit dem Methylphenidat zu viel für mich ist. Wäre schade, das wieder abzusetzen. Gegen die Depressionen wirkt es gerade sehr gut und ich bin viel aktiver und heiterer geworden. (Mehr Motivation/Freude mich zu beteiligen).

Bis Bald,
empathy

Guten Tag,

Es gab nicht viel zu erzählen und das hier ist kein Forum für die Ein- und Ausdosierung von Antidepressiva - außer das Team würde sich dazu entschließen einen Bereich darüber zu erstellen. So kenne ich das jedenfalls aus anderen Foren, hier sollte es ursprünglich nur um Methylphenidat gehen.

Ich lese immer wieder „laienhafte“ Aussagen, die Ihre Medikation (Elvanse, Methylphenidat) direkt unmittelbar in Verbindung mit Krankheitssymptomen wie Halsschmerzen, Husten, Grippegefühlen in Verbindung brachten.

Die, die eine gute Bildung in diesem Forum haben, wissen, dass Korrelation nicht gleich Kausalität ist. Und man muss sich dafür nicht schämen - da selbst Fachleute immer noch derartige Fehler begehen. Hand auf’s Herz: Es ist auch nicht immer exakt zu erurieren, woher die Symptome kommen - deshalb sprach ich von „systemischem Abklopfen“

Wer meine Threads verfolgt hat, weiß, dass ich seit November immer wieder erkrankt war. Ich war erneut bei verschiedenen Ärzten: Hausarzt, Pneumologen, Psychiater und HNO - die meisten haben sich gerne Zeit genommen, mit mir darüber gesprochen.

Als ich am 13.02 wieder mit Methylphenidat angefangen habe, habe ich ca. am 17-18.02 festgestellt, dass sich eine Entzündung in meinem Rachen übergreifend auf die Tonsillen (Mandeln) gebildet hat. Erneut zum Arzt und Behandlung zum 2 mal mit Antibiotika - diesmal über 3 Tage mit Azithromycin. (was ja ein sehr effektives Makrolidantibiotikum ist und sich ca 7-14 Tage im entzündlichen Gewebe anreichert).

Die Mandelentzündung ist quasi nicht mehr vorhanden, sondern nur noch leichte Halsschmerzen seit etwas über 2 Wochen. Ich habe Methylphenidat - testweise - 6 Tage nicht genommen, um zu schauen, ob die Halsschmerzen besser werden. Nein, diese werden nicht besser. Es gibt kaum einen Zusammenhang mit dem Wirkstoff Methylphenidat - außer dass dieser theoretisch die Schleimhäute austrocknen könne. Etwas trockene Augen bemerke ich, aber einen trockenen Schlund kaum. Ich trinke sehr viel - zwischen 2-3 Liter am Tag und inhaliere abends Kochsalz (Pari Boy)

Summa Summarum ist die Wahrscheinlichkeit, grippeähnliche Symptome unter Stimulanzien zu entwickeln, sehr gering.

Meistens geht ein bereits vorhandener Infekt voraus - oder es besteht bereits ein sich ausbreitender-multinfektiöser Entzündungsherd, der sich nur schwer zurückbildet. Da ich bei der Bronchitis ein Kortisonspray nehmen musste, war noch eine Pilzinfektion (Candidose) naheliegend, aber diese zeigt sich u.a mit weißen Flecken, die hier nicht vorhanden waren. Beim nächsten HNO Besuch bestehe ich auf einen Rachenabstrich.

Der Übergang vom alten in das neue Jahr bis dato war besonders heikel, einhergehend schwankendes Wetter und Corona Lockerungen, weniger Maske tragend. Die Praxen bestätigten mir, dass überdurchschnittlich viele Patienten unter 3 bis 4 Infekten hintereinander litten. Wer sich hier noch wundert?

Sonst: Mit Methylphenidat 20 mg morgens und Nachmittag bis Abend 10 mg komme ich gut klar. Das Milnacipran schleiche ich gerade komplett aus. Es ist in Kombination mit MPH auch nicht empfehlenswert, weil es die Ansprechrate von MPH akut verstärkt

  • teilweise hatte ich zu Beginn unter 2x25 mg Milnacipran und 20 mg MPH einen unangenehmen Tunnelblick. Unerwartet treten Hitzewallungen, Blutdruckschwankungen und 100-110 Puls auf - selbst in der niedrigsten Dosierung.

Da SSRI nicht richtig ansprechen, bleiben mir nur Duloxetin und Venlafaxin. Duloxetin habe ich noch hier, macht aber langanhaltend, unangenehme Hodenschmerzen…

Entweder ich versuche es nochmal mit Duloxetin und hoffe die Probleme gehen weg - oder ich dosiere Venlafaxin ein. Und das wird definitiv meine letzte Option sein, da Venlafaxin pharmakologisch sehr toxisch ist. Die Nebenwirkungen und das anschließende Absetzsyndrom sind recht ausgeprägt. Es gibt Patienten, die bis - oder über 12 Monate mit Absetzsymptomen kämpfen müssen. Auch ich habe dies hinter mir. Venlafaxin - Ja, sehr potent und gut in Bezug auf schwere Depressionen, aber um welchen Preis?

Weiß noch nicht, ob das hier mein letzter Beitrag in diesem Forum war - aber ich hoffe, ich konnte ein paar User hier bei Ihren Entscheidungen unterstützen. Gerade bin ich psychisch sehr instabil und ich möchte hier niemanden angreifen oder verletzen.

Wünsche jedem die Weisheit, das Er/Sie die für sich beste Entscheidung treffen kann.

Alles Gute auch für euch,
empathy

Hallo,

wie geht es dir nun? Was ist seither passiert? Interessiert mich!

Bei mir: nach Diagnose Ende Juli erst Medikinet (ging ab einer gewissen Dosis glaube es waren 30-20 nicht mehr klar: gereizt, generell Aggressionen, Anspannung und mit der Zeit immer wirrere Gedanken und Empfindungen der Depersonalisierung und Derealisation und letztlich mehrere Panikattacken, die ich jahrelang Dank Venlafaxin gut im Griff hatte, dachte ich…) und danach Elvanse seit ca 3 Monaten (insgesamt sanfter und angenehme, aber der große Effekt bleibt bisher aus?! Inkonsistente wirkung, generell ist es schwer die Wirkung genau zu greifen)
habe ich nun auch noch Methylphenidat AL verschrieben bekommen, ansonsten - so der zweite Arzt bei dem ich bin - wären die zwei positiven ADHS Diagnostiken evtl. falsch positiv.

Aufgrund der Erfahrungen mit Medikinet habe ich nun berechtigte Zweifel und Schiss, dass es ähnlich lahfen wird, Hoffnung ist nicht tot, aber schon klar minimiert worden.

Das du sagst Venlafaxin sei pharmakologisch toxisch und diese Absetzsymptome (brain zaps und emotionale Zusammenbrüche, wer das Mal erlebt hat kann hier mitreden, das ist mit eine der unangenehmsten Nebenwirkungen, die ich je erleben musste) vergrößern meinen Wunsch es einerseits abzusetzen und andererseits vergrößert es die Erkenntnis, dass ich „in der Falle“ sitze und das nie packen werde.

Blöde Situation…

what ???