Hallo ihr Lieben 
Ich bin neu hier und kenne mich noch nicht so gut aus im Forum, ich hoffe, diese Frage wurde noch nicht zu oft gestellt, die Suchfunktion jedenfalls hat nichts ergeben 
Ich wurde vor kurzem mit ADHS (überwiegend unaufmerksamer Typ) diagnostiziert. Meine Psychiaterin hat vorgeschlagen, zur Behandlung entweder ein antriebssteigerndes Antidepressivum (wie z.B. Sertralin) oder Medikinet adult zu verwenden. Ich nehme momentan sowieso schon ein Antidepressivum ein, allerdings ein eher beruhigendes, zur Behandlung einer depressiven Störung. Ich könnte also eintweder auf ein anderes Antidepressivum wechseln oder zusätlich zum jetzigen Medikinet nehmen.
Laut meiner Psychiaterin hat sie mit Antidepressiva bei der Behandlung von unaufmerksamen ADHS gute Erfahrungen gemacht, Medikinet eignet sich ihrer Erfahrung nach eher für den kombinierten oder hyperaktiven Typ. Das Antidepressivum würde in erster Linie gegen die Motivationsprobleme und das geringe Durchhaltevermögen helfen.
Das sind zwar zetrale Themen für mich, allerdings leide ich auch unter innerer Unruhe, „Chaos im Kopf“ und Reizüberflutung. Außerdem habe ich mir durch die verzweifelte Suche nach Stimulation einige ungute Verhaltensweisen wie zu viel und ungesundes Essen, extrem hoher Kaffeekonsum (und chronischer Gastritis infolge, kann aber einfach nicht aufhören), hoher Medienkonsum etc. angewöhnt und fände es gut, diese wieder loszuwerden. Noch dazu ist der Leidensdruck im Moment bei mir ziemlich hoch, nachdem ich sieben Jahre lang quasi dauerhaft unter psychischen Problemen litt, habe ich mir letztes Jahr endlich Hilfe geholt, habe auch schon diverse Psychiaterinnen und Therapeutinnen durch, die (durch das anfänglich noch unerkannte ADHS?) immer ein bisschen überfordert mit mir waren. Ich bin im Moment also ziemlich frustriert und meine ganze Hoffnung hängt eigentlich daran, dass mein ADHS nun endlich erkannt wurde und behandelt wird. Eigentlich wäre es mir also lieber, das (hoffentlich) sofort wirksame Medikinet auszuprobieren, statt das Antidepressivum zu wählen - inklusive Absetzen des jetzigen Antidepressivums, Einschleichen des neuens etc. würde ich erst nach ca. 4 Wochen beginnen, die Wirkung zu spüren.
Ich bin allerdings etwas verunsichert, da mir meine Psychiaterin eben zu dem Antidepressivum geraten hat, weil es scheinbar das weniger „krasse“ Medikament ist und beim unaufmerksmen Typ oft ausreichend.
Haben hier vielleicht Menschen Erfahrung mit der ein oder anderen Medikation? Was hat euch am besten geholfen?
Tut mir leid, der Text wurde etwas lang. Ich weiß auch, dass mir hier niemand eindeutige Ratschläge zur Medikation geben kann, würde mich aber freuen, von euren persönlichen Erfahrungen zu hören 
Liebe Grüße
Ava