Bei einer reinen Gestagen Pille wurden meine pmds Symptome leider nur noch schlimmer. Was die Psyche anbelangt zumindest und meine adhs Symptome sind dann auch extrem ausgeprägt. Viele Frauen berichten davon. Aber da ist jeder Mensch anders.
Hey,
also wenn die Pille erstmal für deine Tochter nicht in Frage kommt, dann könnte es vielleicht helfen die Ernährung umzustellen auf eine Zyklus angepasste Ernährung. Das könnte zumindest die Symptome lindern! Leider wird es dadurch nicht verschwinden.
Wenn ich viel Süßigkeiten und ungesund esse (was leider öfter mal vorkommt, erstrecht kurz vor der Periode) dann geht es mir deutlich schlechter als wenn ich genau nach Zyklusphase meine Ernährung anpasse.
Ich nehme auch Supplements zu mir. Omega 3, Vitamin B Komplex, Zink, Magnesium und Vitamin D. Das dämpft etwas. Aber wie es so ist habe ich nunmal auch adhs und dadurch fällt es mir schwer immer genau nach Plan zu essen und die Supplements zu nehmen. ![]()
Sonst was irgendwelche Präparate betrifft habe ich leider keine Idee. Es hat noch nichts geholfen… die Minipille hat nicht funktioniert, ich habe die Slinda und Jubrele (vor Jahren) getestet und das war nichts.
Viele Frauen berichten in Foren das eine Kombi pille ihnen gut geholfen hat und auch keine Probleme mit dem MPH haben. Aber ich kann verstehen, dass man seiner 15 jährigen Tochter nicht direkt die Pille verabreichen möchte. Nimmt deine Tochter MPH?
Da die Forschungslage sehr dünn ist bis garnicht vorhanden, muss man testen. Sobald ich eine Lösung gefunden habe würde ich berichten.
hier gerne nochmal ein Info link: PMS-Symptome – Warum auch ADHS dahinter stecken könnte | PMDS Hilfe
Supplemente nimmt sie schon. Ernährung versuchen wir gesund zu halten, aber da sie ein schwieriger Esser ist und auch sehr dünn, ist das gar nicht so einfach
Bei MPH merkt sie kaum Wirkung, hat aber heftige Rebounds, es ist eigenartig. Bei Elvanse wirkte sie emotionsloser, aß kaum noch und könnte nicht mehr schlafen. Das Gedankenchaos und die Reizbarkeit und Impulsivität waren weiterhin da.
Wenn ich wüsste, dass eine bestimmte Pille gute Aussichten hätte zu helfen, würden wir sie das schon versuchen lassen, aber bisher konnte ich keine Tendenz erkennen, welche im allgemeinen besser hilft. Scheint irgendwie doch sehr individuell
. Leider…
Aber danke schonmal für eure lieben Antworten! Wünsche allen Glück für eine gute Lösung und bin dankbar für jeden Tipp!
Wir sprechen von der Lutealphase oder?
Ich merke das MPH in der Lutealphase auch nicht wirkt und habe abends ähnliche Symptome. Ich habe die Dosis dann in der Phase erhöht, die Medikamente wirken nur ein paar Stunden oder garnicht - leider. Ansonsten außerhalb dieser Phase wirkt MPH hervorragend.
Ich hoffe das ihr schnell eine Lösung findet! Ich weiß noch genau wie das für mich in diesem Alter war, es ist unfassbar anstrengend.
Ich wollte auch mal probieren ob mir vielleicht autogenes Training hilft um in dieser Phase ruhiger zu werden.
vielleicht könnte eine Kombi Pille helfen, die das Östrogen oben hält. Die Blutung wäre zwar noch da, jedoch nicht ganz so stark.
@Nicky hat eine super Erklärung gehabt mit dieser vielleicht mit der Frauenärztin sprechen. Vielleicht kommt ihr dann zu einer passenden Behandlung. Ich drück euch die Daumen ![]()
Die MPH wirkt eigentlich gar nicht richtig…egal in welcher Phase…leider.
Meine Tochter sagt schon selbst “Pubertät ist sch…..” und kann die Zeit null genießen, im Gegenteil….
Danke für deine Einblicke, zumindest besteht Hoffnung, dass es nach der Pubertät etwas besser wird. Und vielleicht hilft ja ein Kombipräparat, auch wenn da ja Östrogen drin ist😵💫
Liebe Esiree,
sry für die späte Antwort. Zumindest könntest du Desogestrel mal ausprobieren, vielleicht klappt das besser. Habe mich nochmal erkundigt: Slinda kann auch problemlos durchgenommen werden ohne Pause, ist halt nicht zugelassen und damit Off-Label, aber gibt wohl keine Probleme.
Grundsätzlich:
PMDS liegt in den allermeisten Fällen am Progesteron (s.o.);
die ADHS-Probleme um den Eisprung und vor der Periode liegen am dann abfallenden Östrogenspiegel. Da wohl Östrogen die Dopaminkonzentration erhöht, und wenn es abfällt, logischerweise sich die ADHS-Symptome verstärken bzw. eine höhere Stimulantiendosis benötigt wird.
Es sind also zwei völlig unterschiedliche Mechanismen.
Schwierig zu differenzieren, was jetzt ursächlich ist, und natürlich kann man auch beides haben.
Option 1 wäre, wenn du Östrogenpillen nicht darfst, eine Minipille plus dann vermutlich dauerhaft höherer Stimulantiendosis. Möglicherweise muss die Dosis auch deutlich höher sein. Wie hoch hast du denn probiert? 36 mg MPH ist ja noch nicht allzuhoch.
Ganz evtl. und absolut Off-Label wäre ein Versuch mit zusätzlich Estradiol-Gel, was über die Haut aufgetragen wird (für Menopause zugelassen, z.B. Gynokadin o.ä.). Das dürfen oft auch Frauen bekommen, für die die Pillenöstrogene nicht in Frage kommen. Weiss ja nicht, was bei dir der Grund ist.
Option 2: SSRI und weiter zyklisch MPH erhöhen, das kommt bei dir ja offensichtlich auch nicht in Frage.
Gegen starke und schmerzhafte Periodenblutungen würde auch ein Hormonspirale helfen,
die hätte aber keine Auswirrrungen auf alles andere.
Mehr fällt mir leider auch grad nicht ein ![]()
Lg ![]()
Liebe Weisaka,
sorry auch hier für die späte Antwort…
lies auch nochmal zum besseren Verständnis meine Antwort oben drüber für Esiree.
Wenn es in Richtung PMDS geht und sie stark darunter leidet:
Auch wenn sie erst 15 ist, spricht nichts dagegen, eine niedrigdosierte Pill zumindest mal für 3-6 Monate auszuprobieren, solange sie keine Risikofaktoren hat, die dagegen sprechen. Wenn es ihr sehr viel besser geht, kann sie sie auch weiternehmen, das ist kein Problem.
Alternativ SSRI.
Wirkt denn MPH/Elvanse insgesamt bei ihr oder nur in der 2. Zyklushälfte nicht?
Lg Nicky ![]()
Liebe Nicki,
Danke für deine nette Antwort. Elvanse, MPH und Atomoxetin wirken nicht wie erhofft. Bei Elvanse verliert sie jeglichen Appetit (sie ist sowieso sehr dünn) und kann noch schlechter schlafen als sonst und es hilft ihr auch nicht beim Gedankenchaos, bei MPH merkt man keinerlei Wirkung. Bei Atomoxetin hatten wir erst ein gutes Gefühl, aber letztendlich hat ihr auch das nicht geholfen sondern sie noch reizoffener gemacht. Sie war etwas weniger ängstlich, aber auch weniger fröhlich. Sie ist prinzipiell permanent gestresst, aber in der Woche vor der Periode noch mehr und dazu noch “depri”. Die ersten 3 Tage der Periode klagt sie über ausstrahlende Unterbauchschmerzen und hat eine starke und lange Blutung.
Dann würdest du erst eine Minipille probieren? Und das durchgängig?
Oder lieber ein Kombipräparat?
Liebe Grüße ![]()
Hat eigentlich jemand schon einen Hormontest gemacht, um zu sehen, welche Hormone fehlen. Ist das zu individuell oder macht das Sinn?
Ich habe einen gemacht!
Mein Testosteron war sehr hoch sowie mein Progesteron und DHEA Hormon. Habe den Test in der Lutealphase machen lassen. Auffällig war das alle Hormone extrem erhöht waren. Östrogen war sehr niedrig was aber nicht ungewöhnlich ist in der Lutealphase. Ich glaube tatsächlich das mit ein Kombi Präparat helfen würde.
Weis nicht ob ich an deiner Stelle deiner Tochter eine minipille geben würde. Wenn das Progesteron das Problem ist, dann wird es ihr schlechter gehen. Probiert es mit dem Hormontest erstmal - vielleicht gibt der Aufschluss.
@Nicky ich habe die slinda durchgängig genommen. Für mich ist es keine Option extrem mit dem MPH nach oben zu dosieren, wenn MPH nach 8 Stunden nicht mehr wirkt geht es mir ja dann wieder schlecht. Klingt für mich nicht gerade nach der Lösung. Will nicht mit einem Medikament nach oben dosieren und wenn ich es mal nicht nehme oder die Wirkung nachlässt fühle ich mich schrecklich bin ja dann in einer Dauer Lutealphase.
Danke für deine Antwort!
@Weisaka Lieber ein Kombipräparat, weil sonst manchmal -nicht immer- das Östrogen etwas niedrig ist, was ja für das ADHS blöd ist. Ausserdem gibt es weniger Zwischenblutungen.
Und sie sollte mindestens schon 2 Jahre ihre Periode haben…
Danke ihr beiden für die Beratung
. Dann versuchen wir mal einen Hormontest und vielleicht dann ein Kombipräparat. Es bleibt spannend. Liebe Grüße!![]()
So, Hormonspeicheltest gemacht. Es wurde eine Östrogendominanz festgestellt. Symptome sind dabei u.a. Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Brainfog, PMS, Konzentrationsschwäche, …. Passt alles, aber wahrscheinlich auch auf jeden zweiten ADxSler😜. Und jetzt? Jemand mit der gleichen Diagnose da, der gute Erfahrungen mit einer Pille gemacht hat?
Hallo,
ich wurde vor einigen Monat diagnostiziert und plage mich durch Perimenopause nun auch mit diesem Thema herum. ADHS Medis habe ich noch keine, vermute auch AuDHS.
@ Hormone:
Als Teenager habe ich die Valette bekommen, wegen meiner Haut und ich habe unter extremen Stimmungsschwankungen gelitten, die leider niemand ernst genommen hat/einordnen konnte. Ich habe dann auch eine Depression entwickelt, möglicherweise mit der Pille als Auslöser/Mittäter. Sie ist eine Kombipille mit 2 mg Dienogest und 0,003 mg Ethinylestradiol. Ich habe sie irgendwann abgesetzt nud habe jetzt knapp 20 Jahre keine Hormone genommen.
Wegen beginnender Peri und stärker werdender ADHS Symptome habe ich 3 Speichel Hormontests gemacht, je im Abstand von 2 Monaten immer um den 22. Zyklustag. Östrogene immer an der unteren Referenzgrenze des Labors oder knapp drunter, Progesteron auch niedrig, Testosteron ok.
Meine Gyn hat mir jetzt Slinda 4 mg Drospirenon verschrieben. Ich habe Angst, dass ich dadurch dauerhaft Lutealphase habe und/oder wieder Stimmungsschwankungen Richtung nicht mehr leben wollen bekomme und nicht mehr/richtig arbeiten kann.
Ich habe meiner Gyn extra gesagt, dass ADHS und Progesteron sich oft nicht gut vertragen und ich gerne Hormonersatz mit Östrogen probieren will, aber ich soll erstmal nur Slinda probieren, weil sie Symptome behandelt, weine Laborwerte. Ich werde schauen, dass ich vll hier auch ein Update gebe, wie ich klargekommen bin.
@ Antidepressiva:
Damals habe ich auch Fluoxetin gegen Depressionen verschrieben bekommen, es hat mich gut in die Spur gebracht, ich habe es dann aber wegen Nebenwirkungen abgesetzt. Später habe ich Bupropion ausprobiert, gegen Anxiety und Gedankenschleifen. Es ist kein SSRI und hat damals gut geholfen - gegen Symptome, von denen ich erst jetzt weiß, dass es ADHS ist. Vll. Ist das eine Alternative für die eine oder andere Person.
Hey,
ich bin seit dieser Woche auch weiter in meiner Recherche, wo mein Problem liegt. Es hat sich herausgestellt, dass ich einen erhöhten HOMA Index habe! Und ich möchte meine Erkenntnisse mit euch teilen:
ADHS, PMDS & Insulinresistenz – warum ich im Hamsterrad festhänge
wie ihr wisst leide ich zusätzlich zum ADHS an einer ausgeprägte PMDS (schwere zyklusabhängige Symptome rund um Eisprung und prämenstruell) und bei mir wurde ein erhöhter HOMA-Index festgestellt (Hinweis auf beginnende Insulinresistenz). Erst in der Kombination ergibt für mich vieles Sinn.
Wo das eigentliche Problem liegt
Das Hauptproblem ist nicht mangelnde Disziplin, nicht „zu wenig Willenskraft“ und auch nicht fehlendes Wissen über Ernährung oder Sport.
Das Problem ist, dass mein Körper einen großen Teil des Monats im Überlebensmodus läuft.
Durch die hormonellen Schwankungen (vor allem Östrogenabfall rund um Eisprung und vor der Periode) verschlechtert sich bei mir offenbar die Insulinsensitivität. Das führt zu starken Blutzucker- und Energieschwankungen. Gleichzeitig ist mein ADHS-Gehirn extrem abhängig von stabiler Energieversorgung.
Das Ergebnis:
• massive Erschöpfung
-
innere Unruhe
-
Brain Fog
-
emotionale Überforderung
-
ADHS-Medikamente wirken in diesen Phasen deutlich schlechter oder kaum
Das Hamsterrad
Ich bin realistisch betrachtet an ca. 16 von 24 Zyklustagen nicht leistungsfähig, sondern im reinen Überlebensmodus.
In diesen Phasen:
-
kostet Sport zusätzliche Energie, statt Energie zu geben
-
wird Bewegung als Stressor erlebt
-
verschlechtert sich meine Symptomatik, statt sich zu verbessern
Das heißt:
Sport ist in diesen Phasen kein Gesundheitsfaktor, sondern ein zusätzlicher Stressreiz.
Und genau hier entsteht das Hamsterrad:
-
Ich kann nicht regelmäßig trainieren
-
ohne Training keine nachhaltige Gewichtsabnahme
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Gewicht verschlechtert die Insulinresistenz
-
Insulinresistenz verstärkt PMDS & ADHS-Symptome
-
verstärkte Symptome verhindern Training
Ein Kreislauf, aus dem man nicht „einfach rausdiszipliniert“.
Warum „einfach abnehmen“ nicht funktioniert
Ich scheitere nicht, weil ich es nicht will.
Ich scheitere, weil mein Körper in diesen Phasen keine Reserven hat.
Wenn man fast zwei Drittel des Monats damit beschäftigt ist, das Nervensystem zu stabilisieren, genug Energie zum Funktionieren zu haben und emotionale Zusammenbrüche abzufangen, dann ist kein Raum für Leistungssteigerung oder Kaloriendefizite - wobei die Insulinresistenz mir es auch schwer macht in ein Kaloriendefizit zu kommen.
Meine aktuelle Schlussfolgerung
Für mich ist klar geworden:
-
Das Problem ist systemisch, nicht individuell
-
ADHS + PMDS + Insulinresistenz verstärken sich gegenseitig
-
Abnehmen und Sport funktionieren nur, wenn der Stoffwechsel zuerst stabilisiert wird
Ich beginne zu verstehen, dass mein Körper nicht „faul“ oder „inkonsequent“ ist, sondern chronisch im Alarmzustand.
Und dass man aus einem Überlebensmodus keine Leistungsroutine aufbauen kann.
Mögliche Erklärung: Endokrine–neurobiologische Interaktion als gemeinsame Ursache
Das Gesamtbild lässt sich am schlüssigsten durch eine hormonell getriggerte Stoffwechsel-Instabilität erklären, die in bestimmten Zyklusphasen zu einer funktionellen Dekompensation des ADHS-Gehirns führt.
1. Östrogen–Dopamin-Achse (neurobiologischer Kern)
Östrogen spielt eine zentrale Rolle in der Regulation des dopaminergen Systems. Es beeinflusst sowohl die Dopamin-Synthese als auch die Dopamin-Rezeptordichte im präfrontalen Kortex – also genau in den Hirnregionen, die bei ADHS betroffen sind.
Sinkt der Östrogenspiegel, insbesondere:
-
nach dem Eisprung
-
und im prämenstruellen Abfall
kommt es zu einem funktionellen Dopaminmangel.
Dies erklärt, warum ADHS-Stimulanzien in diesen Phasen deutlich schlechter oder kaum wirken:
Nicht weil das Medikament „falsch“ ist, sondern weil das neurobiologische Umfeld fehlt, in dem es effektiv greifen kann.
2. Insulinresistenz als metabolischer Verstärker
Östrogen wirkt unter normalen Umständen insulinsensitivierend.
Fällt der Östrogenspiegel ab, verschlechtert sich die Insulinsensitivität – bei bestehender Neigung zur Insulinresistenz (HOMA-Index 2,2) besonders ausgeprägt.
Die Folge sind:
-
stärkere Blutzuckerschwankungen
-
instabile Energieversorgung des Gehirns
-
relativer Glukose-Hypometabolismus im ZNS
Das Gehirn reagiert darauf mit:
-
„Brain Fog“
-
emotionaler Dysregulation
-
innerer Unruhe
-
Erschöpfung
Diese metabolische Instabilität verstärkt die ADHS-Symptomatik zusätzlich und kann auch neuroinflammatorische Prozesse begünstigen.
3. Adrenale Beteiligung (Nebenniere als Schlüsselstelle)
Da die Ovarien im Ultraschall unauffällig sind, gleichzeitig jedoch Androgene (DHEA, Testosteron) erhöht gemessen wurden, spricht dies eher für eine adrenale Quelle der Androgenüberproduktion.
Insulin wirkt stimulierend auf die Androgenproduktion der Nebennieren.
Eine bestehende Insulinresistenz kann daher zu:
-
erhöhter DHEA- und Testosteronproduktion
-
verstärkter innerer Unruhe
-
Reizbarkeit
-
emotionaler Instabilität
führen – insbesondere in hormonell sensiblen Zyklusphasen.
Vielleicht erkennt sich jemand wieder. Und hat kann mir sagen ob das Sinn ergibt.
Meine Hausärztin hat Metformin ins Gespräch gebracht aber zögert bei der Verschreibung. Sie meint ich müsste einfach die Medikamente hoch schrauben, dass funktioniert aber nicht wenn das Östrogen so schnell fällt, dass es als möglichen Zünder nicht funktioniert.
Bin auch da etwas verzweifelt aktuell weil es ein Medikament gibt was mir helfen würde und wir nun seit 3 Monaten diskutieren ob ich es nehme oder nicht. ![]()
Ich verstehe nicht wieso mir da niemand helfen will und mich nicht ernst nimmt. Geht es euch auch so?
Wie oft werdet ihr beim Arzt nicht ernstgenommen wenn ihr sagt ihr habt ADHS?
Zusätzlich habe ich eine Termin beim Endokrinologen gemacht - ABER DER IST ERST IN 7 MONATEN!!! Ich will nicht mehr solange durch halten müssen. Ich brauche jetzt eine Lösung die mein Problem behandelt.
Alles Liebe an euch!
Mir ging es genauso auf Slinda. Ich war in einer dauerhaften lutealphase. Ich würde dir auf keinen Fall empfehlen slinda zunehmen wenn du eh schon ein sensibles Gemüt hast.
Ich war zunehmend depressiv. Vielleicht würde dir ein Termin bei einer gynäkologischen Endokrinologin helfen. Frauenärzte sind da einfach zu wenig geschult.
Hallo, hier mal ein positiver Bericht über meine ersten 3 Monaten mit der Slinda.Ich war sehr zögerlich ob ich es wagen soll oder nicht. Hatte in einem anderen Thread von @Esiree https://adhs-forum.adxs.org/t/pille-und-methylphenidat/26628/44?u=loglady geschrieben, das ich es lieber lasse aber mich dann - typisch ADHS - doch spontan anders entschieden. ![]()
Die Gründe für die Einnahme sind mein sehr kurzer Zyklus (~21 Tage) mit heftigen Blutungen und prämenstruell PMDS + verstärkte ADHS Symptomen. Also ca. 1 Woche Blutungen, 1 Woche ok, 1 Woche völlig Banane. Mönchspfeffer hat ein klein wenig geholfen. Höhere Dosierung Methylphenidat kurz vor der Mens war eher kontraproduktiv.
Nun nehme ich seit 3 Monaten die Slinda durch, lasse also die 4 Zuckerpillen weg um den Zyklus ganz zu unterdrücken. In den ersten 1,5 Monaten hatte ich regelmäßig Zwischenblutungen die tageweise recht stark waren. Die sind jetzt aber weg.
Nach der Einnahme am Morgen hatte ich nach ein paar Stunden immer einen leicht depressiven Schub der sich zum Nachmittag hin gelegt hat. Seit ich die Pille abends nehme ist das aber völlig ok.
Ich fühle mich eher wie in der ersten Zyklushälfte und relativ stabil mit weniger emotionalen Schwankungen. Kinecteen wirkt auch wie gewohnt. Bin also (bisher) froh es gewagt zu haben.
Es hätte auch anders laufen können und soll daher auch absolut nicht als Empfehlung für Slinda o.ä. verstanden werden! Laut einem Artikel in ADDitude (den ich leider grade nicht finde) macht die Pille bei ADHS bei einigen das Leben deutlich angenehmer während andere damit in einem PMDS-Dauerzustand festhängen. Woran das liegt ist noch nicht klar.
Ich bin allerdings auch schon sehr viele Jahre gut mit der Mirena (Hormonspirale mit Levonorgestrel) klargekommen. Nach der Geburt meines Kindes wollte ich dann irgendwie keine hormonelle Verhütung mehr. Aber dieses ständige Geblute und PMDS-Elend - das ist ja auch kein Zustand! Hoffe also sehr, dass Slinda & ich weiterhin Bestis bleiben ![]()
Ja! Meine langjährige Gynäkologin konnte sich nicht vorstellen, dass es einen Zusammenhang von Zyklus und ADHS-Symptomen gibt. Hab dann die Praxis gewechselt. Fühle mich nun zwar ernst genommen aber eine andere Idee als Pille aufschreiben hatte die neue Gyn auch nicht.
Die Zusammenhänge von Hirn- und Hormonstoffwechsel sind, glaube ich, einfach zu komplex. Wenn noch mehr Faktoren dazu kommen, wie bei dir, sind die einfach überfordert. Du wirst ja zum Glück grade selbst Expertin für die komplexen Zusammenhänge in deinem Körper. Ich hoffe sehr du findest Ärzt:innen die bereit sind mit dir über den Tellerrand ihres Fachgebietes zu gucken um Hilfe für dich zu finden!