Ich bin auch musikalisch begabt . Spiel einige Instrumente. Instrumente erschließen sich mir ganz schnell und ich kann direkt was spielen .
Das blöde ist das mein ADHS mich am dranbleiben hindert und ich somit irgendwie viele Instrumente irgendwie in einer gewissen Basis kann aber nie ein Level überschreite weil ich nicht weiter übe.
Beim Klavier kann ich durch die Medikation endlich besser üben aber trotz Medikation kann ich nichts durchspielen ohne mich zu verspielen. Egal wie oft und nach welcher Methode ich geübt habe. Oft sind bei mir irgendwelche musikalischen Phrasen/Ideen im Kopf , die mich rausbringen.
Theorie ist mal abrufbar mal nicht , genau wie die einfachste Mathematik manchmal plötzlich gelöscht ist.
Damals zu Beginn der Medikation war so ein Rebound sehr verwirrend beim musizieren.
Obwohl ich musikalisch bin ist da mein Selbstwert etwas angeschlagen da ich mich nur zu 100% darauf verlassen kann was mein Hirn grade an Wissen und Können freigibt .
Danke für dein Beitrag, auch ohne musikalische Begabung finde ich mich da gut wieder. Geht mir nämlich meiner Wahrnehmung nach recht ähnlich und ist sehr leidig mit dem musizieren ohne verspielen sowie abrufen von bereits erlernten.
Spaß macht es trotzdem immer wieder. Auch wenn ich nachspielen sehr schnell Aufgegeben habe und nur noch mein eigenes Zeug klimper.
Edit: Ohrstöpsel helfen mir ein bisschen, damit ich nicht direkt sehr frustriert bin beim quietschen und so. Tut dann weniger weh im Ohr.
Ich musiziere seit meiner Kindheit begeistert, habe ein okayes Takt und Intonationsgefühl (entwickelt).
Leider hat es bei mir mit Üben NIE geklappt. Wenn überhaupt, dann 10 Minuten, bevor ich zum Unterricht ging. Oder unter Druck in den Woche vor Auftritten/Prüfungen. Entsprechend schleppend blieb mein Fortschritt.
Trotzdem spiele ich auch noch nach 20 Jahren, weil es mir einfach Spass macht. für moch alleine schaffe ich es zwar nicht, zum Instrument zu greifen, aber treffe mich mit Freunden als Duo, Trio, Quartett; spielte zeitweise auch in grösseren Ensembles.
Zwischendurch weine ich ein paar Tränen, wenn ich mir vorstelle, was ich mit ‘mehr Fleiss’ (heute weiss ich, dass es ‘mit Diagnose, Medikation und Therapie’ heissen sollte) hätte schaffen können….
gibt da ein haufen Tipps.
es ist aber nachgewiesen dass es bei adhs veränderungen im gehörgang gibt, zwischen linken und rechten ohr in wahrnehmungstempo. die signale kommen verzögert an und deswegen gibt es probleme mit reaktion.
aber positive nachricht. jahre langes spielen vor allem als kind gleicht derartige probleme an…
Da ist dieses digitalisieren mit Hilfe einer DAW ein wahrer Segen für mich, viele der neuen Instrumente haben auch ein Anschluss für das Interface. Dann kann man in Häppchen aufnehmen und zusammen schneiden. Das motiviert mich zumindest dran zu bleiben, da ich mich ständig verspiele, egal wie oft ich sogar einfachste Sachen übe.
Ich war zwar immer ziemlich schnell auf einem hohen Level (bei drei Instrumenten) - aber nach einem Jahr geht die Lern- (und Lust-)kurve plötzlich steil bergab. Gut, ist nicht nur bei Instrumenten so
Aaaaber, selbst wenn ich dran bleibe - für ein Instrument hatte ich übertriiiiieben lange Unterricht - wird es bei mir nicht viel besser
Eigentlich gar nicht lustig sondern extrem frustrierend. Das Hauptproblem sind dann einfach die Flüchtigkeitsfehler, das Abdriften, der Hang zur Unperfektion. Da hilft mehr üben auch nicht, diese Probleme bleiben, egal wie oft ich ein Lied gespielt habe, es ist nicht möglich ohne Patzer.
Wie auch immer - am Taktgefühl liegt es ziemlich sicher nicht. Ich glaube, die Leidenschaft für Musik ist in die Wiege gelegt und in erster Linie ergibt sich daraus auch das Talent. Wenn man sich mit einem Thema viel beschäftigt, wird man eben gut darin
Ich habe eine Tochter, die hat schon immer gesungen, getanzt und Musik geliebt und die andere eher spät und auch nicht mit so einer Begeisterung. Bei mir in der Familie würde ich sagen, ich bin diejenige mit der größten Musikaffinität, meine Eltern haben kaum Bezug dazu und die meisten meiner Geschwister auch eher nicht.
Tut gut zu hören wenn es noch jemand anderes so geht . Bei mir kommen dann auch noch 1000 Ideen dazu , die meine Finger wiederum nicht umsetzen können.
Aber ich finde es schon eine bittere Pille, das man etwas was man eigentlich kann, wegen seinem ADHS Gehirn nicht umsetzten kann. Zumal man sich leider darauf verlassen kann, dass man sich verspielt. Und ich verspiele mich ja auch immer wieder neu und mache selbst an einfachsten Stellen Fehler .
Oder ich bekomme eine Stelle nicht mehr hin , egal wie langsam und konzentriert ich ansetze und wenn ich das dann vor Frust schnell in die Tasten haue, dann ist es wieder da.
Das mit dem gedanklichen abdriften kenne ich nur zu gut von meiner Band-Zeit früher.
Mir wären die Proben, wenn man nur die alten Lieder immer wieder gespielt hat, oft zu langweilig.
Entweder war ich in Gedanken und hab dann doch wieder Fehler gemacht, oder ich hab zwischendrin irgendwas rein improvisiert, gerne Mal auch zum Leidwesen der anderen.
Prinzipiell ist Gitarre aber so ziemlich das einzige Hobby, an dem ich Jahre richtig dran geblieben bin.
Vor allem als ich damals angefangen hab und noch Schüler war (also viel Zeit hatte) saß ich nicht selten weit über eine Stunde, manchmal mehrere Stunden pro Tag dran.
Es gab keinen Tag, andem ich die Gitarre nicht in der Hand hatte.
Mittlerweile ist durch Schichtarbeit und Familie leider kaum noch Zeit und Energie übrig.
Ich bin auch recht musikalisch, denke ich. Als Kind mit Flöte eingestiegen, erweitertet auf andere Flöten als Selbstlernerin. Später ein paar Jahre Geige, dann viele Jahre Akkordeon. Später ein wenig Klavier und Saxophon, selbst ein bisschen beigebracht. Das Problem ist das Üben und Dranbleiben, bekomme ich in meinem Erwachsenenleben überhaupt nicht hin. Schade eigentlich. Aber alles hat seine Zeit, vielleicht später nochmal.
Seit Herbst mache ich Tanzkurse mit meinem Mann - vor über 30 Jahren war das eine Horrorvorstellung für mich, totale Katastrophe. Klar macht mir meine Konzentration (ist ja immer abends) oft zu schaffen, dafür bin ich unschlagbar im „hinterher hopsen“ und wieder einsteigen. Das kann mein Tanzpartner eher gar nicht, der macht alles perfekt, aber wenn er gestört wird, ist er komplett raus und muss neu ansetzen.
Ich lerne Bewegungen, die ich in 54 Jahren meines Lebens noch nie durchgeführt habe.
Ein bisschen Gefühl für Musik ist da schon sehr hilfreich. Aber am Ende zählt, dass es Spaß macht.
ich freue mich sehr, dieses Thema hier gefunden zu haben – und natürlich darüber, dass es diese Community überhaupt gibt. Danke dafür!
Seit längerer Zeit habe ich das Gefühl, dass neurodivergente Einflüsse vieles in meinem Kopf verändert haben. Was genau dahintersteckt, kann ich nicht sicher sagen. Ich bin allerdings erst mit etwa 30 Jahren diagnostiziert worden und habe bis dahin viele Schwierigkeiten ohne Erklärung durchgestanden.
Heute bin ich sehr dankbar, dass mein ADHS erkannt wurde und ich Behandlungsmöglichkeiten gefunden habe, die mir helfen. Seit ich medikamentös gut eingestellt bin, habe ich etwas Überraschendes an mir entdeckt: eine große Begeisterung und offenbar auch ein gewisses Talent für Musik, insbesondere für Songtexte.
Ich habe plötzlich ein gutes Gefühl für Reime, Rhythmus und Takt entwickelt und schreibe inzwischen mit viel Freude Texte für ganz unterschiedliche Musikrichtungen. Das macht mir riesigen Spaß, und ich würde mich gern mit anderen darüber austauschen.
Da ich zusätzlich stark von ASD betroffen bin, habe ich im Alltag leider nur wenige soziale Kontakte. Deshalb dachte ich, ich frage einfach hier: Gibt es Leute, die ebenfalls Musik machen, Texte schreiben oder sich kreativ ausdrücken? Vielleicht hätte jemand Lust auf Austausch, gegenseitiges Feedback oder gemeinsames Brainstorming.
Falls Interesse besteht, können wir gerne per privater Nachricht Kontakt aufnehmen oder uns über Telegram austauschen.