Mutter vom 19-jährigen Sohn total verzweifelt

Hallo Tati und herzlich willkommen,

schon das ist eine Unverschämtheit. Nicht dass er impulsiv wird, sondern dass er das mit seiner ADHS entschuldigt. Klar, ADHS ist der Grund. Aber das heißt ja nicht, dass er so mit seiner Mutter (oder irgend jemand sonst) umgehen darf.

Das heißt, wenn es ihm passiert dass er ausfallend wird, hat er hinterher um Entschuldigung zu bitten. Er darf nicht sagen, das war gar nicht ich, es war meine ADHS. Das ist das Gegenteil von Verantwortung.

Warum sollte er denn nicht ausziehen? Das würde die Situation für dich entspannen. Vermutlich würde er erst einmal weder mit der Ordnung in seiner Wohnung noch mit seinem Geld zurecht kommen. Aber es passiert nicht mehr vor deiner Nase und macht dich nicht kaputt. Und auch für ihn wird es langfristig besser sein.

Und dann versucht er dich auch noch durch Redeentzug zu manipulieren? Das jedenfalls ist kein ADHS-Symptom, sondern ein Machtspiel. Er ist nicht dein Partner, sondern dein Sohn.

Sehr gut zu helfen scheint das aber nicht? Eine gut funktionierende ADHS-Medikation würde ihm ja eine bessere Selbst- und Fremdwahrnehmung ermöglichen?

Eigentlich sind ja Stimulanzien erste Wahl. Ging das denn gar nicht (mehr)? Trinkt er zusätzlich Alkohol?

Viele Grüße und alles Gute :adxs_knuddel:

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Vielen Dank für deine Antwort.

Ja, er trinkt ab und an Alkohol.

Ich finde schon, wenn er seine Medikamente genommen hat, dass er ein bisschenmehr Motivation hat und dann besser mit ihm reden kann.

Entschuldigung, höre ich von ihm ganz selten. Vorhin kam er nach Hause, und er nahm seine Medikamente und wir konnten normal miteinander sprechen. Heute Vormittag lief es eigentlich ganz entspannt. Es sind mal solche Tage mal wieder schlimmere Tage, obwohl die schlimmeren Tage überwiegen. Ich konnte zusammen mit ihm sein Zimmer aufräumen und er ist mit seinen Hund zur Apotheke gelaufen.

Das einzigste, was ich gemerkt habe, dass er stark gemüffelt hat. Aber da er jetzt zu einem Freund gefahren ist und ihn beim Umzug hilft, müssen die damit klarkommen. Ich glaub ihr habt recht ich muss mir den Druck rausnehmen und ihm loslassen.Werde ihn hoffentlich heute Abend zum duschen ermutigen können.

Ich hoffe, dass er bald den Entlassungsbericht von der Tagesklinik bekommt. Und ihn am Jugendamt abgeben kann, damit das betreute Wohnen in die Wege geleitet wird.

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Ich weiß es auch nicht. Mein Großer ist 14 und eindeutig auf dem Weg zu deinem Sohn…..

Das Jugendamt müsste schneller sein. Träum

Nur ein kleiner Tipp, der letzte Schrei bei Sozialarbeitern…

Ressourcenzentrierte Ansatz.

Überlege, was Alles klappt. Was kann er? Was tut er? Was möchte er? Was kann er umsetzen? Und dann da anfangen. (Arbeiten, Freunde treffen, nicht-immer-Alkohol-trinken, PC ausschalten (?), Hilfe annehmen (?), klnimmt keine Drogen, usw)

Vielleicht wächst dann in dir Hoffnung? Vielleicht siehst du dann den schmalen Pfad, den er gehen könnte, um die Klippen rum? Vielleicht kannst du ihn da bestärken oder siehst da einen Loslaspunkt?

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Wegen dem Duschen: Bei solchen Sachen hilft nur eine Ansage aus der Peergroup.

Du kannst nur hoffen, dass da mal wer den Mund aufmacht. Gut, für deinen Sohn wäre es dann natürlich sehr peinlich.

Oder vielleicht hat sonstwer einen Tipp, auf wen Jungs in dem Alter hören. Was du sagst, wird da leider nicht sooo Gewicht haben. Es ist zwar wichtig, aber wird gern trotzdem ignoriert…. Pubertät halt.

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Kümmer dich um betreutes Wohnen , dann hast du die Chance auf Abstand und andere passen auf ihn auf , oder bekommen mehr Gehör von ihm.
Das schenkt euch dann vielleicht mehr nette Zeit miteinander.

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Ich hätte jetzt auch auf die Schnelle gesagt

  • Betreutes Wohnen vorantreiben
  • Medikation überprüfen (hatte er schon mal Stimulanzien?)
  • Keine Schulden für ihn abbezahlen, das ist sonst ein Fass ohne Boden
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Er scheint medikamentös falsch eingestellt zu sein

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Hallo Tatti,

ich habe meinen Text mit Chat Gpt in Form gebracht, inhaltlich ist es aber von mir.

Beim Lesen deiner Zeilen hatte ich Gänsehaut.
Ich war jahrelang drogenabhängig, spielsüchtig und alkoholkrank. Meine Eltern besonders meine Mutter haben alles für mich getan. Sie haben immer ein Netz gespannt, bevor ich fiel. Und ich wollte ständig etwas ändern, erklären, reden… aber ich hatte selbst keine Antwort auf mein Verhalten.

Rückblickend muss ich ehrlich sagen: Diese Unterstützung hat meine Sucht unendlich verlängert. Warum etwas ändern, wenn das Leben halbwegs weiterläuft, obwohl alles den Bach runtergeht?

Und genau das lese ich zwischen euren Zeilen. Ich würde als erstes die Sucht in den Griff bekommen. Sucht ist immer gleich: Sobald ein Mensch sich selbst und sein Leben vernachlässigt, frisst sie alles auf.

Deshalb wäre mein erster Schritt: Suchtberatung.
Bei der Diakonie gibt es Beratungsstellen. Die machen Vorgespräche, helfen bei der Suche nach Plätzen und organisieren Therapien außerhalb des Elternhauses.

Meine Therapie dauerte drei Monate. Dort gab es:
• Sport
• Einzelgespräche
• Gruppentherapie
• Ergotherapie
• feste Regeln
• Zimmerkontrollen
• Selbstständigkeit (Wäsche, Ordnung, Tagesstruktur)

Wichtig ist: Er muss weg von zuhause. Sonst bleibt alles wie bisher.
Wahrscheinlich wird er sich wehren, vielleicht sogar wütend werden. Das gehört dazu. Aber irgendwann muss eine klare Grenze kommen: Therapie oder ausziehen. Schritt für Schritt – nicht von heute auf morgen, aber konsequent.

In einer Klinik wird er, wenn nötig, medizinisch eingestellt, lernt Selbständigkeit und trifft Menschen, die wirklich verstehen, was mit ihm los ist.

Jeder braucht etwas anderes. Manche Menschen brauchen unendlich Verständnis und Begleitung, andere müssen erst gegen eine Wand laufen, damit sie endlich begreifen, dass es so nicht weitergeht.

Zum Schluss ein ehrlicher Vergleich:
Ich war 18 Jahre süchtig – und 18 Jahre wurde ich gerettet.
Das ist kein Zufall. Hilfe ohne Grenzen hält Menschen fest wie ein goldener Käfig.

Deshalb: Hilf ihm – aber nicht um jeden Preis.
Sag ihm klar: „Ich bin für dich da, ich unterstütze dich. Aber dafür musst du etwas tun. Wenn du nichts tust, musst du ausziehen.“
Manche Menschen brauchen genau diesen Schmerz, um endlich aufzuwachen.

Und noch etwas Wichtiges:
Bei mir waren Ausreden Teil der Sucht. Ich wusste genau, welcher Satz funktioniert, damit alle Ruhe geben – und ich weiter zocken kann. Sucht ist nicht nur Schmerz und Verzweiflung, sie ist auch Manipulation. Nicht aus Bosheit, sondern weil man in ihr lebt wie in einem Tunnel. Man sieht nichts anderes mehr.

Ich war auch depressiv, Süchtig, usw. Ich würde euch raten die größte Baustelle zuerst anzugehen. Wie oben beschrieben schauen die in den Einrichtungen was der Auslöser ist, oder Begleiterkrankungen und und und. Ich habe mich auf den Kopf gestellt und war so sauer das ich drei Monate weg musste, rückblickend waren es aber schöne drei Monate ohne Sorgen, in Gesellschaft wie clean.

Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft.

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Und du sagt du hast Angst das er fällt, vielleicht ist es aber auch die Lösung. Die Therapie / Entzug , die unzählige Unterstützung hat zum Beispiel bei mir nichts gebracht. Es war erst ein schwerer Autounfall. Als im Krankenwagen lag und daran dachte meine Familie jetzt ganz zu verlieren, war es wohl das was ich gebraucht hatte. Seitdem ( 5 Jahre ) bin ich clean, gut eingestellt auf das ADHS und habe mein Leben umgekrempelt. Hätten meine Eltern mich damals vor die Tür gesetzt, wäre das vielleicht schon der Auslöser gewesen, um die Erkenntniss zu erlangen.

Hier geht es aber primär um die Sucht / ADHS. Wenn er Stark depressiv ist, muss man natürlich schauen was los ist. Aber wie oben erwähnt, die größte „Baustele“ zuerst angehen.

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Hi, ich habe alles gelesen jedoch vermisse ich die Tagesklinik. Wie war er da? Gab es Gespräche mit den Eltern? Was raten die? Kannst du nicht mal mit denen Kontakt aufnehmen? Er ist doch erst seit einer Woche wieder komplett zuhause. So eine Tagesklinik ist auch super anstrengend. Ich war danach auch nicht mehr groß in der Lage etwas zu machen und ich bin erwachsen. Ich verstehe deine Verzweiflung sehr gut, da ich selbst 2 neurodivergente Kinder in der Pubertät Zuhauses habe. Ich habe meine ADHS Diagnose auch erst vor 2 Jahren mit 50 Jahren bekommen. Glaub mir, selbst wenn man alles über ADHS weiß, ist es ne ganz andere Nummer, neue Strategien zu erlernen und umzusetzen. Gerade mit ADHS. Daher finde ich es schwierig zu sagen, er benutzt ADHS als Ausrede. Meist ist es eine Erklärung. Auch selbst wenn man richtig eingestellt ist- und das ist ein langer Weg und in der Pubertät kann es auch sein, dass man da korrigieren muss- bedeutet das ja nicht, dass die „ ADHS weg ist „ sondern erstmal nur, dass man überhaupt in der Lage ist, zu lernen, mit der ADHS Vernünftig zu leben. Du scheinst keine ADHS zu haben, daher ist es für dich noch schwieriger, die Auswirkungen der ADHS zu verstehen. Trotzdem kann ich dir nur raten, dich eingehend mit dem Thema auseinander zu setzen. Zusätzlich kämpft er auch mit Depressionen, da er ein antidepressiva bekommt. Dein Kind ist krank. Er leidet. Auf seine Weise. Und du leidest auch. Seid wohlwollender zu einander auch wenn es in manchen Situationen unmöglich erscheint. Alles gute für euch

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Das ist es ja leider auch … er lässt sich von mir überwiegend nix sagen oder sagt immer er weiß ja selber nicht wie er was ändern soll und Gespräche enden meistens laut und ohne Ergebnis … Heute auch er hatte einen Tein zur Videospielsuchttherapie … ich bin vormittags arbeiten … um 13 Uhr rief ich ihn an das er den Termin hat und er meinte er geht nicht er wäre zu fertig ,seiner Meinung schläft er Zuviel .. aber er ändert nix … immer nur Aegumente für alles aber nix passiert

Ich informiere mich wirklich viel über ADHS ( wenn ich mir Seiten oder Bücher empfehlen koennt ,gerne her damit …) Ich kaufe Hilfsmittel oder zeige ihm Strategien aber er benutzt nix davon .. sein Satz ist Standard er vergisst alles .. obwohl ich schon überall Zettel in der Wohnung geklebt habe …er isst total wenig … ich mache ihn abends schon was zuessen ,mein Mann sagt immer er kann sich doch selber was machen … es ist echt schwierig…

So langsam habe ich manchmal echt Angst was Zusagen weil er mich dann anschnautzt oder ich höre immer nur gleich und es passiert nix .. er geht Gott sei Dank ein wenig arbeiten… aber wie gesagt ich schaffe nicht ihm irgendwie zuhelfen ihm was beizubringen Strategien oder Routinen … Ich hoffe das das betreute wohnen bald kommt und es was bringt obwohl ich keine große Hoffnung habe ..

in der Tagesklinik war er ganz anders glaub ich … ich hatte ein Gespräch von 15 min mit denen und die sagten es wäre ein Prozess und er würde sich sehr für andere einsetzen und würde gut mitarbeiten…

Er weiß das wir das betreute wohnen befürworten und er wartet auch darauf aber ich glaube so schnell wird er kein Platz bekommen… vorallem warten wir seit 2 Wochen auf den Entlassungsbrief den das Jugendamt braucht ….

Ein ganz dickes Dankeschön das ihr mir so zahlreich antwortet das bedeutet mir sehr viel …

Das einzige was momentan gut klappt nach Aufforderung 1-2 die Tabletteneinahme ..

er sitzt nur am Handy oder Pc oder PlayStation und geht arbeiten ca 20 std die Woche /nachmittags und abends

rauchen also normale Zigarette nur mit Handy .. wenn wir mal bei Familie zu Besuch sind nur mit Handy … er legt es nicht weg und spielt oder schaut Videos auch wenn man sich mit ihm unterhält

Er sagt er will ein gesundes Mittelmaß an Medien erreichen aber es geht kein Schritt voran .. Lego baut er ab und zu aber ich kann ihn ja nicht jeden Tag ein Lego Set kaufen …

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Seufz. Ich fühle mich dermaßen angesprochen hier. Ich habe auch dieses den Alltag überhaupt nicht in den Griff bekommen und mega Mediensucht.

Bin jetzt über 40 und gerate gerade völlig in die Krise. Mein Körper randaliert von dem Stress völlig, mein Rücken ist völlig komplett verspannt, ich habe zahllose Panikattacken und fühle mich unfassbar komisch zeitweise, es ist kaum zu beschreiben.

Man fühlt sich, als würde man jeden Moment sterben, wacht nachts mit Herzrasen auf. Fühlt sich ganz seltsam. Usw. Vermutlich alles Stresssymptome.

Man erlebt in seinem Leben keinen einzigen Tag, der mal einfach ist und es funktioniert einfach nix.

Auch wenn ich Job, Geld und Beziehung irgendwie dank Zwangsstörung und Autismus irgendwie level, aber es ist alles eine einzige Katastrophe und scheinbar wird es im Alter nicht besser, sondern anscheinend noch schlimmer.

Keine Ahnung, man mag an die Zukunft überhaupt nicht denken.

Also ja, ich kann deinen Sohn gut verstehen. Irgendwann ist man unendlich resigniert. Meine Eltern predigen mir seit Jahrzehnten, was ich tun sollte, aber das weiß ich alles selbst und es hilft mir trotzdem nix.

Ich versuche einfach nicht an morgen zu denken und weiß aktuell auch keine Lösung mehr.

Da ist man hoch intelligent und kriegt trotzdem das aller einfachste nicht geregelt.

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Es tut mir sehr leid, was du erlebst. Einer meiner Stiefsöhne verhielt sich lange genauso. Es war eine Qual, ihn so zu erleben, sein Leben in den Sand setzend. Irgendwann mussten wir verzweifelt anerkennen, dass es keinen Sinn hat, ihn zu bedrängen, an seine Einsicht zu appellieren. Im Gegenteil, liebevoll gemeinter Elternumgang vertiefte lediglich die Abwehrhaltung. Es war schwer, aber wir mussten begreifen, dass der Impuls von ihm allein kommen muss. Irgendwann war er dann in einer beruflichen Tätigkeit ohne Schulabschluss, Ausbildung. Er reinigte Krankenhausbetten. Dann, ganz plötzlich wurde er wach, merkte, dass es ihm zuwenig ist. Er beschloss, auf einer Abendschule einen Abschluss zu bekommen. Wir unterstützten ihn, vermieden jede Bewertung. Und es klappte. Er erarbeitete sich trotz Schichtdienst die mittlere Reife. Für einen Jungen mit seiner Vorgeschichte, ADHS ist da noch das kleinste Problem gewesen. Dann Ausbildung zum Krankenpflegehelfer, mehr traute er sich nicht zu. Er tat erst einmal auch gut daran. An der Vollausbildung wäre er damals noch gescheitert, was ihn mit Sicherheit wieder umgeworfen hätte. Inzwischen spielt er mit dem Gedanken. Er raucht nicht mehr, keine Drogen, Alkohol. Gut geht es ihm noch nicht, aber er ist auf einem sinnvollen, nicht selbstzerstörerischen Weg. Was ich damit sagen will: Bedränge ihn nicht. Übernehme nicht seine Aufgaben, erinnere ihn nicht an die Tabletteneinnahme. Vielleicht wäre es sogar das Sinnvollste, ihn aus dem Nest zu schubsen. Als Eltern klingt es brutal, ist es aber nicht. Er braucht die Erkenntnis der Notwendigkeit zur eigenen Lebensgestaltung ohne Sicherheitsnetz, das er aktuell bedingungslos unter sich hat.

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Einen schönen 1.Advent wünsche ich euch allen.

Ok es sagen viele ich soll mich zurückhalten und mir nichts gefallen lassen. Aber das fällt mir so schwer.

Rauswerfen kann ich ihn nicht . Er kann sich ja noch nicht einmal von seinem Geld ne eigene Wohnung leisten.

Klar könnte er Bürgergeld etc. Oder sogar Unterhalt beantragen aber ich habe eine verdammt Große Angst das er komplett abstürzt.

Es ist schwierig . Obwohl ich durch euch schon einen kleinen Erfolg hatte .

Ich habe letztens zu ihm gesagt, wenn er heute noch mal im Wohnzimmer schläft bleibtdie PlayStation erst mal aus.

Er schlief tagelang im Wohnzimmer und meint in seinem Kinderzimmer,Im Bett würde er sich nicht mehr wohl fühlen. Die PlayStation im Wohnzimmer gehört uns da er morgens dadurch unseren Ablauf störte habe ich ihm das so gesagt und es hat funktioniert. Er schläft wieder in seinem Bett.

Ich denke wir waren manchmal nicht konsequent genug und medikamentös ist er auch noch nicht richtig eingestellt.

Regeln aufstellen fällt mir verdammt schwer weil ich denke er ist volljährig und bin immer Arger aus den Weg gegangen. logische Konsequenzen fielen mir manchmal nicht ein und ich denke das weiß er auch .

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Logische Konsequenzen sind schön. Nur manchmal funktionieren die nicht.

z.B. Welche logische Konsequenz hat es, wenn er im Schlafzimmer schläft? Dass er euch ärgert. Sprich ihm macht das wenig. Dann muss etwas wie eine Strafe her - ganz ehrlich, ich mache mich da nicht mehr verrückt mit solchen Konstrukten, die nur in konstruierten Fälle vielleicht funktionieren. Nebenbei ist “logische Konsequenz” sowieso nur ein Euphemismus für Strafen, weil festlegen tut es ein Erziehungsberechtigter.

Beispiel: Wenn du mich jetzt bei der Arbeit störst, habe ich nacher keine Zeit zum Vorlesen.

Das kann man logische Konsequenz nennen, weil man es sich schön zusammenkonstruiert. Oder man sagt ehrlich, dass es eine Strafe ist.

Kurz: Mache eben Strafen und gut ist’s. Wenn sich echt mal was logisches ergibt, kannst du es nutzen, aber versuche dich nicht an dieser Erziehungswortakrobatik :wink:

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Und auch alte Sprüche sind noch gültig einfach.

Konkret:

Wer zahlt, schafft an.

Mein Haus - meine Regeln.

:smiling_face_with_sunglasses:

Bei beidem kann jemand, der schon volljährig ist, seine Konsequenz ziehen. Wenn er das nicht will, muss er sich fügen ganz einfach… Heißt ja natürlich nicht Knute. Aber es gibt im Zusammenleben halt Regeln.

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Dann müssten ja alle Bürgergeldempfänger abstürzen und alle Menschen, die mehr als Bürgergeld haben da würde keiner abstürzen.

Auch Menschen mit richtig viel Kohle stürzen ab.

Ich habe damals selber die Notbremse gezogen und bin bei meinen Eltern raus und hatte noch keine Ausbildung und war auf Geld vom Staat angewiesen . ADHS kannte man da kaum oder gar nicht .

Wenig Geld war von allem das geringste Problem und mehr Geld hätte es auch nicht besser gemacht , denn ich musste mich mit mir selbst auseinandersetzten um mein Leben auf die Kette zu kriegen.

Aufstehen , sich versorgen , Haushalt und co , mit Geld umgehen , nicht nur Party machen und Gammeln und zocken all das muss man mit wenig oder viel Geld im Griff kriegen . Mehr Geld ist aus meiner Sicht sogar hinderlich, weil man zu schnell noch Fehler ausbügeln kann.

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