Hallo Tatti,
ich habe meinen Text mit Chat Gpt in Form gebracht, inhaltlich ist es aber von mir.
Beim Lesen deiner Zeilen hatte ich Gänsehaut.
Ich war jahrelang drogenabhängig, spielsüchtig und alkoholkrank. Meine Eltern besonders meine Mutter haben alles für mich getan. Sie haben immer ein Netz gespannt, bevor ich fiel. Und ich wollte ständig etwas ändern, erklären, reden… aber ich hatte selbst keine Antwort auf mein Verhalten.
Rückblickend muss ich ehrlich sagen: Diese Unterstützung hat meine Sucht unendlich verlängert. Warum etwas ändern, wenn das Leben halbwegs weiterläuft, obwohl alles den Bach runtergeht?
Und genau das lese ich zwischen euren Zeilen. Ich würde als erstes die Sucht in den Griff bekommen. Sucht ist immer gleich: Sobald ein Mensch sich selbst und sein Leben vernachlässigt, frisst sie alles auf.
Deshalb wäre mein erster Schritt: Suchtberatung.
Bei der Diakonie gibt es Beratungsstellen. Die machen Vorgespräche, helfen bei der Suche nach Plätzen und organisieren Therapien außerhalb des Elternhauses.
Meine Therapie dauerte drei Monate. Dort gab es:
• Sport
• Einzelgespräche
• Gruppentherapie
• Ergotherapie
• feste Regeln
• Zimmerkontrollen
• Selbstständigkeit (Wäsche, Ordnung, Tagesstruktur)
Wichtig ist: Er muss weg von zuhause. Sonst bleibt alles wie bisher.
Wahrscheinlich wird er sich wehren, vielleicht sogar wütend werden. Das gehört dazu. Aber irgendwann muss eine klare Grenze kommen: Therapie oder ausziehen. Schritt für Schritt – nicht von heute auf morgen, aber konsequent.
In einer Klinik wird er, wenn nötig, medizinisch eingestellt, lernt Selbständigkeit und trifft Menschen, die wirklich verstehen, was mit ihm los ist.
Jeder braucht etwas anderes. Manche Menschen brauchen unendlich Verständnis und Begleitung, andere müssen erst gegen eine Wand laufen, damit sie endlich begreifen, dass es so nicht weitergeht.
Zum Schluss ein ehrlicher Vergleich:
Ich war 18 Jahre süchtig – und 18 Jahre wurde ich gerettet.
Das ist kein Zufall. Hilfe ohne Grenzen hält Menschen fest wie ein goldener Käfig.
Deshalb: Hilf ihm – aber nicht um jeden Preis.
Sag ihm klar: „Ich bin für dich da, ich unterstütze dich. Aber dafür musst du etwas tun. Wenn du nichts tust, musst du ausziehen.“
Manche Menschen brauchen genau diesen Schmerz, um endlich aufzuwachen.
Und noch etwas Wichtiges:
Bei mir waren Ausreden Teil der Sucht. Ich wusste genau, welcher Satz funktioniert, damit alle Ruhe geben – und ich weiter zocken kann. Sucht ist nicht nur Schmerz und Verzweiflung, sie ist auch Manipulation. Nicht aus Bosheit, sondern weil man in ihr lebt wie in einem Tunnel. Man sieht nichts anderes mehr.
Ich war auch depressiv, Süchtig, usw. Ich würde euch raten die größte Baustelle zuerst anzugehen. Wie oben beschrieben schauen die in den Einrichtungen was der Auslöser ist, oder Begleiterkrankungen und und und. Ich habe mich auf den Kopf gestellt und war so sauer das ich drei Monate weg musste, rückblickend waren es aber schöne drei Monate ohne Sorgen, in Gesellschaft wie clean.
Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft.