Erst einmal tut es mir Leid, dass du solche Probleme mit deinem Sohn hast und dich belasten.
Respektlosigkeiten o.ä. haben natürlich keine Berechtigung.
Ich Versuche aber Mal mein Meinung insgesamt abzugeben.
Er hat schon etliche Therapien gemacht und auch Medikamente ausprobiert. Erst vor einer Woche war er drei Monate in einer Tagesklinik. Dort hat er sich sehr wohl gefühlt, weil er auch soziale Kontakte gefunden hat und man ihn da so genommen hat, wie er ist.
Jetzt zum Kernproblem. Ich habe das Gefühl, dass er null Bereitschaft zeigt, seine ADHS in den Griff zu bekommen.
Abgesehen davon, dass du selbst schreibst dass es dein subjektives empfinden ist finde ich widersprechen sich diese Aussagen.
Wie kann man denn behaupten er würde sich “null” (also gar nicht) um Besserung bemühen und gleichzeitig macht er so viele Dinge, die m.E. schon zeigen dass er vieles tut so gut er es halt kann.
Er sagt ständig, er hat ADhs
Du schreibst Dutzende Beiträge später er sei in Therapie zudem mit Depressionen diagnostiziert worden.
Das passt für mich auch eher als reines ADHS - und bei Depressionen ist es leider bekanntlich ja wirklich so, dass Betroffene es einfach nicht schaffen obwohl sie wollen - und das erhöht nur die eigenen Schuldgefühle und Scham.
Sich in einen depressiven Menschen nicht hineinversetzen zu können und zu sagen “Warum bist du denn antriebslos und bekommst nicht einfach Mal den Hintern hoch” ist leider für alle Seiten nicht sehr förderlich.
Vielleicht solltest du dich mit dem Thema Depressionen für Angehörige informieren und beraten lassen.
Er nimmtZur Zeit seine Medikamente , Strattera 80 mg und abends eine Antidepressivum.
Das klingt klar nach Depressionen. Und warum gegen das ADHS kein Elvanse/LDX bisher versucht wurde, wie auch andere bereits schrieben, frage ich mich auch. Könnte helfen.
Selbst die Tabletteneinnahme erfolgt nur durch meinen mehrmaligen Aufforderungen.
Also er ist so willenlos und antriebslos, dass er macht was du forderst?
Ich sehe da sowohl Willen, als auch Respekt seinerseits - und gleichzeitig einen sehr unselbständigen jungen Mann der dir - entgegen deiner Behauptungen - durchaus folgt.
Ich persönlich hätte dir mit 19 Jahren damals tatsächlich die Tabletten um die Ohren geschmissen, wenn ich selbst davon nicht überzeugt gewesen wäre und meine Mutter mich bei so etwas tiefgreifendem wie starken Medikamenten derart unter Druck gesetzt hätte.
Seine Interessen ist das Computerspielen. Lego, auch ab und zu und er trifft, darf sich gern mit Freunden jetzt. Die Aber die gleichen Probleme haben wie er.
- Und er hat einen Job, eine Fachhochschulreife als Abschluss und eine Freundin. Für einen Jungen mit ADHS und vor allem (evtl. schweren!) Depressionen der laut deiner Aussage “nix” hinkriegt und sich angeblich “null” engagiert klingt das für mich nicht. Vielleicht Ansichtssache…
- Die Freunde haben die gleichen Probleme wie er? Woher meinst du denn seine Freunde so gut zu kennen (kannst du ja definitiv nicht) und maßt dir an solche Aussagen zu treffen? Vielleicht sind viele Dinge die dich stören auch einfach recht normale Dinge heutzutage bei Teenagern - z.B. phasenweise auch Mal viel zu zocken?!
Vor kurzem war es Gitarre spielen aber so wie es bei ADHS ler ja immer so ist er fängt was an und nach kurzer Zeit ist es schon wieder uninteressant..
Es gehört abgesehen davon dazu neue Hobbys auszuprobieren - und es ist absolut normal, auch für nicht-ADHSler dass man Dinge die dann doch nichts für einen sind nicht weiterverfolgt.
Es klingt als ob du in allen Punkten meinst entscheiden zu wollen was richtig für ihn ist, was er zu machen und wie er sein sollte.
Er ist ein eigenständiger Mensch!
Gestern zum Beispiel habe ich gesagt, dass ich nicht mehr kann und dass er drüber nachdenken soll ob er weiterhin unsere Hilfe in Anspruch nehmen möchte Ansonsten muss er ausziehen und seitdem spricht er nicht mehr mit mir
Dann hat er deine Frage doch beantwortet. Seinem Kind zu sagen dass man nicht mehr kann und dass er ausziehen soll ist entweder sehr ehrlich oder auch einfach eine Form von emotionaler Erpressung.
Er wurde gestern wieder im Gespräch impulsiv und ich hatte dann aufgelegt
Wolltest du ihm unreifes Verhalten vorleben oder was war der Grund?
Man sollte schon so reif sein seinem Kind ruhig, aber deutlich zu kommunizieren dass es respektlos ist, und das Gespräch daher jetzt beendet ist.
Aber einfach auflegen?!? Puh…
Klar kann ich mehr Druck rausnehmen
Dir ist also bewusst, dass du durchaus viel Druck auf ihn ausübst?
Ich mein ich mach das jetzt schon 15 Jahre mit ihm mit, dass er nichts nichts tut weder Tabletten einnimmt noch sonstiges.
Hmm also er hat einen Job, einen vernünftigen Abschluss gemacht, hat Freunde mit denen er sich trifft, eine Freundin, war 3 Monate in stationärer Therapie und geht - natürlich auf dein Drängen hin - zur Therapie gegen seine Videospielsucht (die du vermutlich selbst diagnostiziert hast).
Und über diesem Jungen mit ADHS und offensichtlich ernsthaften Depressionen sagst du jetzt schon wieder dass er angeblich “nichts” tut.
Frage: hast du Mal überlegt dir selbst einen Therapeuten zu suchen und dir Impulse geben zu lassen und helfen zu lassen?
Immerhin hast du ihm gesagt, dass du nicht mehr kannst.
Wenn das tatsächlich so ist, dann solltest du meiner Ansicht nach auch Mal bei dir selbst ansetzen.
Ja, das hab ich ihm schon mehrfach gesagt, dass ich ihn liebe und helfen werde und dass es mir schlecht geht
Er hat Depressionen. Was möchtest du damit erreichen, dass du ihm sagst, dass es dir schlecht geht? Dass er sich noch schuldig und verantwortlich fühlt für deine Themen? Oder doch nur emotionale Erpressung, weil er nicht so funktioniert und nicht genau das tut was DU eigentlich möchtest?
Du kannst dich offensichtlich nicht in ihn hineinversetzen, ich lese nirgendwo raus dass du an dir arbeitest oder dir konkret Hilfe durch eine Therapie für dich holst.
Ich hab schon Oft gehört wende dich ans Jugendamt, aber die sind ja auch nicht auf ADHS spezialisiert.
Darum probierst du es gar nicht erst? Wow, aber über deinen Sohn der Therapien macht, Tabletten einnimmt etc. sagst du er würde “nix” machen und “null” an sich arbeiten.
einnehmen.Ich mein hier sind ja viele ADHS ler da die Hilfe suchen und versuchen auch was zu ändern Aber wie gesagt, bei ihm ist gar nichts.und das verstehe ich nicht
- Ein weiteres Mal die Aussage dass er laut dir “gar nichts” tut - was einfach dem sonstigen wiederspricht, was du über ihn schreibst. Das ist definitiv unfair und unangemessen ihm gegenüber.
- Selbst wenn es so wäre - lass dich beraten und Stelle vielleicht Mal die Depressionen bei ihm in den Vordergrund und nicht das ADHS. Völlige Antriebslosigkeit und vermeintliche Gleichgültigkeit (oft eher Resignation u. Verzweiflung) sind ein Grundthema bei schweren Depressionen.
er sitzt nur am Handy oder Pc oder PlayStation und geht arbeiten ca 20 std die Woche /nachmittags und abends
… und hat Freunde die er besucht, dir dir aber nicht gefallen (deine Aussage), er hat eine Freundin (die dir auch nicht passt) und war z.B. Gitarre spielen und neue Hobbys ausprobieren.
Ja was denn nun?
Jetzt sitzt er auch in seinem Zimmer zockt und quatscht mit irgendwelchen Leuten die mit zocken …
Oh nein, er zockt also nicht nur, sondern interagiert dabei auch noch sozial mit Freunden oder zumindest anderen Mitspielern - das ist natürlich schrecklich.
Das scheint dir nicht zu passen - obwohl sowas an sich (also in gesunden Ausmaß) heutzutage in dem Alter auch Mal ganz normal ist.
Du kontrollierst ihn offensichtlich also auch. Vielleicht telefoniert er ja auch nebenbei mit seiner Freundin oder seinen Freunden?
Du weißt es offensichtlich gar nicht genau (oder du kontrollierst ihn) - nur besser weißt es auf jeden Fall immer…
es tut so weh ihn so zusehen ihn den ganzen Tag zusehen zu müssen das er von seiner Sucht nicht loskommt trotz Therapie …
Er hat doch insgesamt viel mehr und ganz andere Probleme. Aber die “Sucht” scheint ja etwas zu sein, dass du ganz stark in ihn hinein projizierst.
Wenn es ihm Spaß macht - was genau ist jetzt wirklich schrecklich oder schlimm wenn er zockt und dabei offenbar sozial mit Mitspielern spricht und interagiert?
Achso eine Therapie gegen die Sucht macht er ja auch (obwohl er ja eigentlich null und nix macht, oder?!)
ich wünschte auch er würde eine freundin finden die mich versteht ,ihn versteht und er irgendwie seinen Weg findet
Du schreibst er hat eine Freundin. Also die passt dir aber nicht, oder wie?!? Auch da weißt du es besser für ihn, möchtest ihn und seine Freundin offenbar kontrollieren und anstatt ihm zuzugestehen, dass er vielleicht glücklich mit seiner Freundin und verliebt ist wünscht du dir eine andere Freundin - die dir passt und noch mit dir zusammenarbeitet?!?
Du unterstützt und respektierst deinen Sohn und seine Bedürfnisse und was und wer ihn glücklich macht offenbar tatsächlich offenbar gar nicht, bist nur egoistisch und meinst alles besser zu wissen für ihn.
Deine widersprüchlichen Aussagen über ihn sprechen Bände.
Er macht nichts und “müffelt” laut dir - das halte ich tatsächlich in dem Ausmaß wie du es beschreibst für völlig unglaubwürdig, weil seine Freundin und seine Freunde ihm das ganz sicher irgendwann sehr deutlich sagen würden, wenn es denn so extrem wäre…
Am Mittwoch hat er eine ambulante Gesprächstherapie in der Pia… die hat er einmal im Monat.. Mittwoch ist es soweit und er geht mit seiner 2-3 Monatige Freundin hin , um Beziehungsprobleme zu bequatschen
Woher willst du wissen ob Beziehungsprobleme “bequatscht” werden, warum wartest du das so ab und kannst du dir nicht vorstellen dass durch seine Freundin dann in der Therapie vielleicht die gleichen Dinge besprochen werden in weiten Teilen, die dich auch an ihm stören?
Was ist also schlecht daran?
Du wertest ihn und seine Freundin komplett respektlos und übergriffig ab und meinst auch hier es besser zu wissen.
Unterstützt ihn null und bist extrem bervormundend - sogar gegenüber der Therapie die er macht - obwohl er laut deinen zahlreichen ja “null” und “nix” macht.
Frage: wann ist denn deine Therapiestunde?
Oder brauchst du keine, weil du es sowieso alles besser weißt als alle anderen?
Obwohl es ja eigentlich was wichtigeres gibt, was man in der Therapie besprechen könnte.
Siehe oben. Das ist wirklich derart anmaßend, übergriffig, abwertend respektlos und ignorant, da fällt mir wenig zu ein.
Ja ich glaub ich weiß ich muss den den Druck rausnehmen, aber für mich ist es. Verdammt schwer nichts zu sagen.
Vielleicht nimmst du dir ein Beispiel an deinem “nichtsnutzigen” Sohn der ja angeblich “nix” dafür tut um an sich zu arbeiten und nimmst auch Mal eine Therapie in Anspruch?
Ich hab ihm auch gesagt, er soll nach seinem Bericht fragen, mehr Druck machen
Dass du herrisch bist, fällt tatsächlich nur mir auf. Muss an meinem ADHS liegen…
Er wartet seit zwei Wochen darauf, aber er sagt, er muss warten er kann daran nichts ändern.
Ja, das ist wirklich ein normaler Zeitrahmen bis es sein Schreiben gibt und kann auch noch etwas dauern.
So ist die Welt. Dass die Welt nicht nach deiner Pfeife tanzt scheint dir wirklich schwer zu fallen.
Aber vorher passiert doch Nix beim Jugendamt
Und was kann dein Sohn dafür, dass es eben nach so einer Therapie den ausführlichen Bericht und Brief nach Abschluss oft erst nach etlichen Wochen oder Monaten gibt?
und es tut mir als Mutter verdammt weh zuzusehen wie er Nix hinkriegt
Das ist im wahrsten Sinne des Wortes nur irre - du schreibst diese pauschalen respektlosen Abwertungen und Herabsetzungen über deinen Sohn hier so oft in dieser Form, obwohl diese vollkommen den Tatsachen und deinen sonstigen Schilderungen besprechen.
Ernsthaft: such dir bitte Hilfe!
In meinen Augen ist das extrem toxisches Verhalten. Auf so vielen Ebenen.
Weder duschen,Haushalt ,Essen Termine,schlafen etc… nur zocken den ganzen Tag und ab und an mal zur seiner freundin fahren oder halt arbeiten …
Seltsam nur dass er Therapien macht, Hobbys hat, Freunde hat und besucht, eine Freundin hat.
Aber natürlich - er wird unerträglich müffeln, weil ihm das ja auch niemand je sagen würde.
Und diese Respektlosigkeit und gegenüber ist hart
Ich finde die Respektlosigkeiten über deinen Sohn die du hier selbst freimütig äußerst sehr hart. Genau wie die Bevormundung übrigens.
Er hat mit Mühe und Not Fachoberschulreife geschafft
Formulierungen sagen so viel aus. Selbst das reicht dir nicht, gefällt dir nicht und kannst du nicht einfach Mal positiv oder lobend erwähnen.
Stattdessen muss da noch ein abwertendes und erniedrigendes “mit Mühe und Not geschafft” rein. Weil deinem Sohn Respekt oder Anerkennung entgegen zu bringen ist dir offenbar mehr als fremd.
Soll ich mich jetzt zurückziehen,ihn einfach machen lassen und wenn er Hilfe braucht und fragt da sein ?
Stelle dir vielleicht Mal die Frage ob du Hilfe brauchst. Immerhin sagst du gegenüber deinen Sohn selbst vorwurfsvoll du könntest nicht mehr wegen ihm.
Entweder ist das reine toxische emotionale Erpressung von dir ihm gegenüber oder wenn es wirklich so ist, dann ist es doch selbstverständlich dass du dir Hilfe holst.
Oder etwa nicht?!?
Ich meine deine Sohn macht zig Therapien und laut dir tut er angeblich “nix” für eine Verbesserung, aber was ist mit dir?
Ja tatsächlich habe ich heute erfahren das sie wohl gesagt hat . Sie könnte sich vorstellen das er borderline und autistische Züge hat …
Vielleicht von mütterlicher Seite vererbt worden… (Spekulation)
und er kann das nicht wiedergeben was ich ihm sage oder lässt sich Krankheiten von andere einreden
Achso - er macht zig Therapien und lässt sich angeblich Krankheiten “einreden”?!? Meinst du nicht die Fachleute wissen dann bei der Anzahl an Therapien die er macht schon insgesamt was sie tun?
Aber dass du es natürlich auch hier besser weißt als alle anderen wundert mich gar nicht.
Ich wünsche dir und deinem Sohn, dass ihr euren Weg findet und ich glaube auch eine räumliche Trennung würde beiden Seiten gut tun.
In seiner Therapie ist er ja laut Klinik wie du schreibst absolut aufgeblüht laut Aussagen der Ärzte und Fachleute.
Alles Gute!