Orientierungslos nach IQ-Testergebnis

Bitte schreib ihr: das ist VALSCH.
Und zwar genau so valsch wie falsch mit v.

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Ich habe auch einen IQ Test im Rahmen der ADHS/ASS Diagnostik gemacht. Und ich finde, dass es ein weiterer Puzzlestein zur Selbstakzeptanz sein kann. Da der Test bei mir sehr erfreulich ausgefallen ist, hat er mir etwas Selbstwert gegeben. Das habe ich wirklich gaaanz dringend gebraucht um überhaupt über meine Situation nachdenken zu können. Es erklärt, warum mir Schule und Uni recht leicht gefallen sind. Aber es stempelt mich auch als Underachiever ab. Ich war nie ein Einser Schüler und habe auch ansonsten nichts bemerkenswertes geleistet (Imposter?). Dafür steht im Bericht: bekannte ADHS und Hinweis auf ASS. So gesehen passt dann wieder alles zusammen :grin: Ich bin weder der “typische” Hochbegabte noch ein “typischer” ADHSler oder Autist. Aber was ist schon “typisch”….? Ich sehe mich als neurodivergent. Und da ist das Hirn nunmal einzigartig verdrahtet. Es zeigt sich nur bei jedem anders.

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Hallo @Volpertinger , also eigentlich verstehe ich Deine positive, respektive erfreute Reaktion über Dein gutes Ergebnis Deines IQ Test welches bei Deiner ADHS Testung heraus kam schon.

Denn auch ich war z.B. sogar sehr überrascht darüber das ich anscheinend ein recht ansehentliches Ergebnis bei meiner Testung bekam, und ich sogar, laut meiner Spezialistin, mit meinem Ergebnis „über dem Durchschnitt“ lag.

Und ich das zuerst ehrlich gesagt garnicht glauben wollte, nämlich weil ich es ja z.B. von meiner Herkunftsfamilie her gewohnt war, dass man mich eigentlich immer „für ein bisschen dumm hielt“.

Und deshalb war ich dann natürlich einerseits total überrascht, als anderseits auch ein bisschen stolz, dass ich also anscheinend doch nicht so dumm bin wie man es mir immer weiss machen wollte.

Und anderseits mache ich mir trotzdem nicht viel aus dem Ergebnis das ich IQ mässig erreicht habe.

Ganz Deiner Meinung.

HB wird ja auch nur halbherzig als Neurodivergenz angesehen. Aber auch das ist ein Spektrum. Wer da sehr weit von der Norm abweicht, wird letztlich genauso skeptisch beäugt wie ein ADHSler oder Autist. Und leider ist es ja genau diese Reaktion der “anderen” die uns so zusetzt.

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Kurzer Erfahrungsbericht zu Intelligenztest und Situationen: Es ist schon von Relevanz in welchem Setting wir getestet werden. Beim standardisierten Mensa-Gruppentest hab ich 108 erzielt und beim Psychologen 128-132. Und wenn einmal eine Hochbegabung festgestellt wurde, gilt die.

Es lohnt hier sich jmd. Gutes zu suchen und dort zur Diagnostik zu gehen.

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Moin!

Da kann ich mich nur anschließen. Ich habe auch schon von Personen erfahren, dass sie während eines IQ-Tests so von (Versagens-und/oder Leistungs-)Ängsten, Depressionen etc. geplagt wurden, dass sie ihr eigentliches Potential gar nicht erst abrufen konnten.

Das kann mitunter auch Höchstbegabte treffen… es gibt ja auch diesen Spruch „Angst essen Seele auf“. Und aus der Forschung ist ja auch bekannt, dass sich Männer grds. eher überschätzen und Frauen sowie intelligente Menschen sich eher unterschätzen, was die Höhe ihres vermuteten IQ angeht. Aus den Neurowissenschaften wissen wir inzwischen ja auch, wie sehr uns Emotionen blockieren bzw. auf unsere vermeintliche Rationalität einwirken können.

Finde es gleichzeitig faszinierend und gruselig, wozu der menschliche Geist in der Lage ist, siehe sozialpsychologische Untersuchungen; wirklich sehr spannend, aber ich schweife völlig ab. Dennoch: Sozialpsychologie ist nunmal wirklich die beste aller möglichen Wissenschaften. :wink: Trust me.

Zurück zum Thema:

Eine gute Diagnostik im 1:1-Setting ist sicher sehr empfehlenswert, um den ‚wahren‘ IQ bestimmen zu können. Auch die Chemie im Setting sollte zwischen den beiden Personen möglichst gut passen.

Liebe Grüße