Panikattacken/Angststörung o.ä. durch Elvanse-Entzug?

Ja, ich nehme Koffein jetzt nur noch in Tablettenform, damit ich es genauer und höher dosieren kann. Knallt richtig gut. /s

Natürlich, trinke nur noch die Cola mit dem goldenen Deckel und habe mir entkoffeinierten Kaffee geholt, damit ich zumindest das Ritual noch habe.

1 „Gefällt mir“

Und seit wann? Hat sich seither was verändert?

Seit ich im Forum angemeldet bin und das Feedback bekommen habe, dass ich vielleicht keine spontane zusätzliche Störung habe, sondern es tatsächlich nur Nebenwirkungen bzw. Entzugserscheinungen sein könnten.

Veränderung hatte ich ja schon erwähnt: Vielleicht eine leichte Wirkung, wobei ich nicht sicher bin ob ich konzentrierter durch das Medikament war oder unkonzentrierter durch einen Rebound oder nachlassende Konzentration durch den Tag war. Jedenfalls bilde ich mir ein, nachmittags einen Kipp-Punkt in Konzentration und Laune gespürt zu haben.
Depressive Schübe nehmen auch ab würde ich sagen, aber darauf gebe ich noch nichts. An dem Punkt war ich schon mehrfach, dass es erst zurückging oder aufhörte und dann mit einem großen Knall wieder von vorne losging. Entweder im 7- oder 14-Tage Rhythmus.

1 „Gefällt mir“

Koffein kann Angstsymptome verstärken. Auch plötzliche Blutzuckerschwankungen können Angst-, Paniksymptome und Reizüberflutung verstärken. Vielleicht mal auf Koffein und Zucker verzichten. Am besten langkettige Kohlenhydrate in Verbindung mit guten Fetten und Proteinen zu sich nehmen. Wenn man Kohlenhydrate mit Fett zu sich nimmt, werden die Kohlenhydrate langsamer aufgenommen und der Blutzucker bleibt stabil.

Morgens sollte man etwas essen: langkettige Kohlenhydrate (z.B. Haferflocken) mit Joghurt oder Milch, Nüssen und etwas Obst. Mittags eher weniger Kohlenhydrate und dafür proteinreich essen. Falls man doch etwas müde wird, etwas Obst und Nüsse dazu nehmen – dann fehlen vermutlich noch Kohlenhydrate. Das mildert das Mittagsloch ab und hilft dabei, die Wirkung von Elvanse stabil zu halten. Abends mehr Kohlenhydrate kann beim Einschlafen helfen. Zusätzlich etwas Protein stabilisiert den Blutzucker und verhindert nächtliches oder zu frühes Aufwachen.

Für mich klingt es ehrlich gesagt so, als wäre deine Dosis einfach zu niedrig. Ich hatte ähnliche Erfahrungen mit Concerta, das für mich viel zu niedrig dosiert war. 36 mg morgens und nachmittags 18 mg. Ich bin nachmittags immer in ein Loch gefallen und hatte abends Reizüberflutung und Angstzustände. Da habe ich auch irgendwann das Gefühl gehabt, dass ich eventuell doch eine Depression und Angststörung habe. Dazu kam, dass es immer schlechter gewirkt hat und ich 2,5 Monate ziemlich gelitten habe.

Jetzt nehme ich seit 2 Monaten Elvanse und durfte mich bei der neuen Psychiaterin so eindosieren, wie ich es für gut empfunden habe. Ich bin jetzt insgesamt bei 70 mg: 40 mg morgens um 8:00, nachmittags um 15:30 20 mg. Da ich zwischen 13:00 und 15:00 immer einen Dopaminabfall hatte, der zu Motivationslosigkeit und leicht depressiven Verstimmungen geführt hat, nehme ich jetzt 10 mg um 10:30. Seitdem ich die richtige Gesamtwirkstoffmenge habe, fühlt es sich richtig straff an und viele kleine Löcher haben sich durch den Steady State geglättet. Seitdem ist meine Stimmung bis in den späten Abend nicht nur stabil, sondern gut.

In meinem Fall brauche ich noch eine gute Wirkung am Abend, um gut einschlafen zu können, weil sonst mein Kopf wieder angeht. Ich brauche auch eine Restwirkung bis in die Nacht hinein, weil ich sonst nicht durchschlafen kann. Eventuell würde dir schon eine zeitversetzte kleine Dosis von 10 mg helfen, um den Rebound am Nachmittag abzufedern. Wenn du deine erste Dosis zur vollen Stunde nimmst, nimm die zweite Dosis zur halben Stunde (Beispiel: 1. Dosis 8:00, 2. Dosis 10:30). Das macht den Rebound noch etwas weicher, weil die Kurven nicht parallel abfallen. Am besten so 2,5 Stunden später; wenn der Dopaminspiegel der ersten Dosis schon zu weit abgefallen ist, greift so eine niedrige Dosis nicht mehr richtig und wirkt paradoxerweise kürzer.

Wenn du, so wie ich es verstehe, am Morgen keine merkbare Verbesserung hast, könnte es sein, dass 30 mg zu niedrig sind für dich. Wenn der Kopf nicht richtig hochfährt, hängst du den ganzen Tag in einem halbgaren Zustand. Wenn dein Dopaminspiegel nicht richtig ausgeglichen ist und dein Nervensystem weiterhin die ganze Zeit nachregeln muss, weil der Körper immer versucht, einen Mangel auszugleichen, weil er einfach so funktioniert, dass er ein Gleichgewicht herstellen will, ist das ähnlich belastend für deinen Körper, als wenn du keine Medikamente nimmst.

Wenn ich das richtig verstehe, setzt du immer zum Wochenende Elvanse wieder ab, wahrscheinlich weil du denkst, dass du damit deinen Körper weniger belastest. Meine persönliche Meinung ist, und wenn man mal genauer darüber nachdenkt, ist es auch logisch, dass es für den Körper und dein Nervensystem viel mehr Stress bedeutet, wenn du ständig absetzt und wieder einnimmst. Zwei Tage Pause am Wochenende, dann zwei bis drei Tage, bis Elvanse wieder seinen Steady State erreicht hat, dann zwei bis drei Tage stabil, und dann geht es wieder von vorne los. Das bedeutet jedes Mal Stress für dein Nervensystem und sorgt dafür, dass es nie zur Ruhe kommt. Das ermüdet und führt am Ende zu Angst und depressiven Verstimmungen. Vor allem, wenn du eventuell auch noch die ganze Zeit unterdosiert bist. Nachhaltiger und gesünder ist es, dass dein Nervensystem dauerhaft stabilisiert wird. Ansonsten kostet das genau so viel Energie, wenn nicht sogar mehr, als ohne Medikamente.

Vielleicht sprichst du mal mit deinem Psychiater und fragst ihn, ob du mal eine Erhöhung testen kannst, weil du das Gefühl hast, dass es nicht optimal ist. Versuche mal, deine optimale Dosis zu finden und nimm diese einfach mal eine Weile.

Falls du Elvanse ganz absetzen möchtest, einfach ausschleichen. Was hier immer als Abhängigkeit beschrieben wird, ist einfach nur, dass sich dein Nervensystem wieder umgewöhnen muss. Eigentlich erholt sich das Dopaminsystem nach ca. zwei Wochen und dann sollte alles wieder so sein wie vorher. In der Zwischenzeit ist es ganz normal, dass man etwas down ist. Einfach akzeptieren und nicht verrückt machen, der Zustand geht vorbei und hat nichts mit deiner psychischen Verfassung zu tun. Das ist einfach nur ein Dopamin-Crash, weil dein Gehirn jetzt wieder ohne Unterstützung klarkommen muss. Gönn dir Ruhe, treib etwas Sport oder geh zumindest spazieren, um auf natürliche Weise Dopamin auszuschütten, und achte etwas auf deine Ernährung. Reguliere dein Nervensystem mit warmen Bädern oder Duschen. Auch Wechselduschen können helfen, das Nervensystem nachhaltig zu stabilisieren. Beim kalten Duschen schüttet der Körper vermehrt Noradrenalin und auch Dopamin aus.

Viel Glück :four_leaf_clover:

1 „Gefällt mir“

Hallo @PitzePatze! Danke, da sind noch einmal ein paar neue Ansätze dabei. Nur ein paar Kommentare/Fragen, die mir in den Kopf kommen:
Auf Koffein verzichte ich jetzt ja schon (okay, erst knapp eine Woche), ich mache auch jetzt keine Pause mehr weil das auch schon mehrfach erwähnt wurde. Aber gerade von (Trauben)Zucker um Elvanse noch mal zu aktivieren habe ich auch immer wieder gelesen, daher habe ich da jetzt keine große Rücksicht drauf genommen bzw. es aktiv forciert (z. B. Eis/Sorbet essen). Mal schauen ob ich das auch noch einbaue. Aber ich will jetzt auch nicht zu viele Parameter gleichzeitig ändern, weil ich sonst keine Ahnung mehr habe was jetzt etwas gebracht hat.
Mein Psychiater meinte selbst bei der „Monatsdosis“ schon, er könne mir nicht mehrere Packungen auf einmal verschreiben und ich müsste nach einem Monat wiederkommen. Wie läuft das dann mit der Zwischendosis? Wenn ich dann nur 10mg verschrieben bekomme, mit der ich alles abdecken muss, bin ich am Ende der ersten Woche ja schon mit der Packung durch. Andersrum habe ich von der Methode mit dem Auflösen (z.B. 30mg auf 30ml) und Einteilen gelesen. Hilft mir aber wenig, wenn ich um 10:30 Uhr nachlegen soll. Ich will kein Glas mit Elvanse auf der Arbeit im Kühlschrank stehen lassen… Oder verschreiben andere Psychiater doch mehrere Packungen in verschiedenen Dosierungen?
Außerdem habe ich auch gelesen, dass manche Psychiater gerade bei retardierten Medikamenten nichts von mehreren Einnahmen halten. Durch die Prodrug-Wirkung sollte eine höhere Dosierung eine längere Zeit halten, nicht unbedingt stärker. Danach sollte ein Nachlegen im Vergleich zu höherer Anfangsdosis eigentlich identisch sein, oder?
Mal schauen ob ich Elvanse irgendwann auch ausschleichen kann. Da mein Psychiater (Neben)Wirkungen außerhalb der direkten Wirkdauer abstreitet, wird er mir dann aber einfach kein Elvanse mehr verschreiben, also eher kalten Entzug machen… Das hatte er ja schon angedroht.

Es gibt schon seit fast 2 Jahren keine Höchstmengenbegrenzung mehr bei der Verschreibung von BTM. Theoretisch kann er Dir soviel verschreiben wie er will. Er muss es natürlich verantworten und ggf. kritische Nachfragen von der Aufsichtsbehörde plausibel beantworten können.

Wenn Dein Psychiater wollte, könnte er Dir problemlos einen Vorrat für 3 Monate verschreiben. Auch in verschiedenen Dosierungen.

Es gibt keine 10 mg Elvanse. Die kleinste Dosierung ist 20 mg.

Ja, machen sie durchaus. Aber nicht alle.

Die höhere Dosis wirkt bei Elvanse stärker und länger.

Das Nachlegen ist anders, weil der Wirkstoff-Peak 3-4 Stunden nach der Einnahme kommt. Wenn du zwei geringere Dosen nimmst, hast Du nicht einen großen Peak, sondern zwei kleinere und ggf. eine gleichmäßigere Wirkung.

Für die paar Stunden würde ich auf Kühlung verzichten und ein kleines wasserdichtes Gefäß im Rucksack mitnehmen. So schnell geht Elvanse nicht kaputt.

1 „Gefällt mir“

Tja… der letzte Termin beim Doc lief jetzt eher so mäßig. Ich glaube alles was ich gesagt habe wurde relativiert, in Zweifel gezogen oder einfach als falsch dargestellt. Keine Ahnung ob er seine Gaslighting Skills an mir verfeinern wollte.
Ich habe erzählt, dass ich das Gefühl habe, dass es jetzt besser läuft mit regelmäßigen Mahlzeiten und ohne Koffein wie hier vorgeschlagen, obwohl ja weder die Packungsbeilage noch er etwas davon gesagt haben. Beziehungsweise sogar einen Zusammenhang ausgeschlossen haben. Und auch, dass ähnliche Nebenwirkungen in/nach Einnahmepause auch bei anderen aufgetreten sind. - „Was irgendwelche Leute in Internetforen schreiben, darüber diskutiere ich nicht.“ Und regelmäßige Pausen müssten schon sein, damit das Medikament noch wirkt und kein Gewöhnungseffekt eintritt.
Neues Rezept/Steigerung: Habe erwähnt, dass von 30 auf 50 vielleicht ein großer Schritt ist, ich im Idealfall ja gerne 30+10 hätte, aber dass es 10mg ja nicht gibt. Antwort: „ist kein großer Schritt, alles Standard, weniger lohnt nicht. Danach kommt 70. Und Elvanse gibt es auch nur in 30, 50, 70. Was anderes zahlt die Krankenkasse auch nicht.“ Als ich meinte, dass ich glaube, dass sich da was getan hat, hat er das abgestritten und meinte, er könne mir 20mg aufschreiben, aber nur auf Privatrezept und das müsste ich dann halt selbst zahlen.
Mehrere Dosen, um Rebound/„Loch“ am Nachmittag rauszunehmen:" Elvanse hat praktisch keinen Rebound und wirkt 14 Stunden." Äh ja, okay. Aber wenn es eine Halbwertszeit von 11 Stunden hat, wie soll es dann 14 Stunden gleichmäßig wirken? „Das ist nur der umgewandelte Wirkstoff, nicht der Prodrug-Wirkstoff. Der wird aber viel langsamer umgewandelt und deshalb wirkt das viel länger.“
Ich bin also falsch informiert und bilde mir das auch noch alles ein…

2 „Gefällt mir“

Auch wenn es unmöglich erscheint: Suche Dir einen anderen Arzt. Der will nur seinen Stiefel durchziehen und hat keine Ahnung.

2 „Gefällt mir“

Du berichtest von Erfahrungen mit einem Arzt / Therapeuten, die wir allen Betroffenen gerne ersparen würden.

Wenn du sicher bist, dass das nicht auf einem Missverständnis beruht, hilf bitte anderen Betroffenen, indem du unter dem folgenden Link deine Erfahrungen mit diesem Arzt / Therapeuten einträgst. Das kann anderen Schaden ersparen.
Herzlichen Dank!

Und natürlich freuen wir uns immer über jede Information zu ADHS-kompetenten Ärzten und Therapeuten.

Hatte ich schon im Blick, aber die Einleitung „Du kennst Ärzte/Therapeuten mit ADHS-Kompetenz?“ hat mich davon abgehalten. Ich dachte es ginge nur um eine Positivliste, sonst müsste ich auch meinen HNO melden. Ich vermute, der hat ähnliche Kompetenz in dem Bereich, aber ohne BtMG-Block :unamused_face:
Habe ich aber nachgeholt - also nicht den HNO…

4 „Gefällt mir“

Hey, ich hatte auch am Tag nach dem Absezten von Elvanse eine Panikatacke und davor, wenn ich es nach längerer Einnahme am Wochenende nicht genommen hatte, auch das Gefühl von Depression und Ängstlichkeit. Habe darum Elvanse nicht mehr genommen, weil ich dachte, wenn es mir ohne schlechter geht als „jemals“ zuvor, was soll das dann. Gerade bin ich wieder am Überlegen, ob ich einen neuen Anlauf starten sollte.
Alles Gute

Nachtrag: Und ich kann total verstehen was du beschreibst- diese Verunsicherung, weil man nicht mehr weiß "was jetzt von was kommt ", von den Medis, aus sich selbst oder de Umstände oder Hormone etc. und man seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr traut und Angst hat verrückt zu werden. Vor allem wenn man 39 Jahre, bei mir 34 irgendwie mit sich mehr oder weniger klar gekommen ist/musste und dann reagiert der Körper wieder nochmal andersund man hat es nicht unter Kontrolle. jedenfalls ist das bei mir so.

1 „Gefällt mir“

Hallo Espresso, auf der Suche nach einem Beitrag, der sich mit Elvanse Absetzung beschäftigt stieß ich auf deinen Beitrag. Und bin verblüfft. Genauso, wie du es beschreibst, geht es mir aktuell. Ich habe Elvanse mehrere Monate genommen, 40mg waren jedoch komplett überdosiert. Ich bin also auf 30 zurück. Wirkung mäßig oder besser subtil, aber irgendwann geschah Seltsames. So eine Art Halluzination oder Realitätsverlust. Mein Mann und ich waren extrem erschrocken, stellten aber keinen Zusammenhang her. Konzentration, Gedächtnisleistung furchtbar, ich bekam Angst vor beginnender Demenz. Meine Psychiaterin teilte mir jedoch mit, dass es vereinzelt zu wahnhaftenm Erleben unter Elvanse kommen könne und wir besprachen eine dreiwöchige Pause, in der mich mein Mann beobachten solle. Nass war vor 4 Tagen.

2 Tage bemerkte ich keine Veränderung, außer zunehmender Müdigkeit. Gestern dermaßen bleiern, überhaupt keine Konzentration mehr, ich konnte keine einfache Addition mehr ohne Taschenrechner durchführen. Erinnerte mich nicht an Gespräche mit SchülerInnen/Vereinbarungen, noch zu erledigende Aufgaben (bin Schulkrankenschwester). Zunahme depressiver Symptome, ein Gefühl von Unwirklichkeit. Führte ich allerdings auf Konfliktsituationen mit der Schulleitung zurück. Heute extrem verschlechtert, ärgerte mich über mich selbst, dass ich mich so überzogen herunterziehen lasse. Es kam Herzrasen dazu, extreme Nervosität, Zittern. Ich hatte zwar bisher noch nichts von Entzugserscheinungen in Bezug auf Elvanse gehört, aber da ich schon in der Eindosierung extrem auf selbst geringfügige Änderungen reagiert habe, suchte ich hier etwas dazu. Nun habe ich meine 40er Kapseln in Wasser aufgelöst und halbiert eingenommen. Man muss sich das einmal vorstellen. Ich war nicht in der Lage 80ml zu halbieren. Zahlen tobten in meinem Kopf herum, kein klarer Gedanke möglich. Auch das Schreiben fällt mir schwer. Inzwischen ist zumindest einmal die Herzfrequenz wieder halbwegs normalisiert, das Zittern lässt nach. Anhand meiner Erfahrungen kann ich also nur dazu raten, das eigene Erleben zugrunde zu legen und im Zweifelsfall langsam auszuschleichen, nicht abrupt absetzen.

1 „Gefällt mir“

Bei starker Überdosierung kann es zu Absetznebenwirkungen kommen. Im englischsprachigen Reddit findet sich dazu einiges, weil das in den USA häufiger zu sein scheint. Dort ist die Mentalität, Medis einfach mal dick reinzuhauen, auch etwas ausgeprägter als in Europa.
Ich würde vorerst noch nicht von einem Elvanse-Problem ausgehen, sondern zuerst die Möglichkeit einer vorherigen Überdosierung ausschließen.

Noch ein paar andere Fragen:
Hattest du Koffein während der Elvane-Einnahme komplett weggelassen?

Wie hast du eindosiert? Welche Startdosis, welche Sprünge, welche Zeit bis zur jeweiligen Erhöhung?

Akut würde ich mal deine Ärztin ansprechen, ob eine schleichende Ausdosierung von Elvanse die Absetzerscheinungen mildern könnte. Das wäre zumindest ein häufiges pharmakologisches Vorgehen in solchen Fällen.

Vielleicht hilft das hier zum Verständnis

Entzug, Absetzerscheinungen.
Wie auch immer man es nennen mag.

Wenn man über längere Zeit täglich eine Stimulanzie eingenommen hat - die da oben etwas verändert und nebenbei den Körper ankurbelt - und sie dann abrupt weglässt, dann verändert sich da oben eben wieder was (zurück).

Nach ein paar Tagen ist so langsam kein D-AMP mehr im Organismus. Das Hirn muss gegensteuern und Schwankungen nach besten Kräften ausgleichen.
Das merkt man dann natürlich.

Wie nach Antidepressiva ja auch, wenn die Neurochemie ins Schwanken kommt.