Genau DAS spielt für mich auch mit rein, Danke fürs in Worte fassen, ich habe gerade überlegt, ob wir hier jetzt rein weiblich sozialisierte Wesen sind, die sich über einen männlichen Abgang austauschen ![]()
Nein, dass sind meine Worte. Ich habe mich etwas schlau gemacht was alles auf ihn zukommen würde. Diese Art der Therapie ist ja nun mal völlig anders als die, die ich von meiner Angsttherapie kenne.
@Sugar Ich gehöre ja auch zu den empathischen Menschen, neige leider auch dazu, mich zu wenig abzugrenzen.
Daran habe ich allerdings mit der Therapeutin ausgiebig gearbeitet. Und ich meine, erfolgreich. Ich merke jetzt viel schneller, wenn ich manipuliert werde, und kann mich wehren.
Und ich finde nicht mehr für schlechtes, schädliches Verhalten mir gegenüber Entschuldigungen… z.B. schwierige Kindheit, schlechte Erfahrungen, ADHS, falsche Freunde etc…
Wenn mich jemand schlecht behandelt, ist es mir inzwischen völlig egal, warum er meint, das tun zu müssen - ich möchte das nicht und entferne die Person aus meinem Umfeld.
Okay, was genau meinst Du denn damit?
SO eine Riesenumstellung war das für mich z.B. nicht. Im Gegenteil, ich habe konstant Momente, in welchen ich merke, dass ich gar keine Strategie mehr benötige für meinen Alltag. Sorry, ich stehe vielleicht auch gerade auf dem Schlauch ![]()
schmeiß mich weg…
Ja, hierzu muss ich sagen das die Anmerkung in Klammern von mir stammt. Er hat das nie so klar formuliert, zielte aber darauf ab.
Seine Begründung warum er die andere nicht mag ist, dass sie ihm das Gefühl gibt etwas falsch gemacht zu haben. Er hinterfragt sofort sein Verhalten und glaubt ich wäre „sauer“ auf ihn. Nur weil ich mal grüblerisch oder etwas in Gedanken war.
Mit dem jetztigen Gedanken an die Trennung am Freitag muss ich mir fast ein Lachen verkneifen Galgenhumor off
und ich wusste nicht, ob ich das wirklich im Forum schreiben sollte
sehr gut
Liebe @Sugar so traurig es ist wenn eine Beziehung zu Ende geht, so kann der Entschluss eine Beziehung zu beenden manchmal eben trotzdem die richtige Entscheidung für beide sein.
Vor allem dann wenn beide Seiten zum Ergebnis kommen, wenn manchmal auch einer schneller als der andere, dass es schlussendlich längerfristig das beste für beide ist wenn man sich trennt.
Wenn auch in den meisten Fällen meistens nur einer beider Partner die Trennung aussprechen muss.
In dem geschilderten Fall von Dir, war es jetzt halt Dein Ex der diese Rolle übernommen hatte, in einem anderen Fall, vielleicht früher mal, warst Du vielleicht die jenige die sich „von jemand getrennt hatte“.
Klar ist derjenige der von einem anderen verlassen wurde zuerst einmal nicht „erfreut“, vor allem weil die Trennung meistens unerwartet und plötzlich kommt, und man sich irgendwie überrumpelt fühlt, und dann natürlich auch weil man sich meistens tief verletzt fühlt wenn man verlassen wurde.
Jedenfalls sind das alles absolut verständliche Reaktionen die Du gezeigt hast, und ich persönlich finde es wirklich sehr stark von Dir wie Du jetzt mit allem abschliessen kannst, und Deinen Weg sehr selbstbewusst weiter gehst.
Was Deinen Ex angeht, denke ich persönlich jetzt mal, dass es für ihn vermutlich nicht so „einfach“ war mit dem Schluss machen, denn ich persönlich glaube nicht das irgend jemand gerne in der Haut eines „Schlussmachers“ drin steckt.
Wie auch immer, ich persönlich vermute jetzt jedenfalls mal das sich Dein Ex nicht gut gefühlt hatte als er mit Dir Schluss gemacht hatte.
Aber das er anscheinend aus seiner Sicht jetzt einfach Schluss machen musste, weil er sich eben derzeit einfach nicht in der Lage dazu sieht um eine gesunde Partnerschaft mit Dir, oder allgemein, egal mit wem, führen zu können, oder zu wollen, denn eine Beziehung zu führen erfordert viel Kraft, die er derzeit einfach nicht hat.
Insofern finde ich es von Deinem Ex eigentlich sehr ehrlich, oder vielleicht sozusagen sogar aufrichtig, wenn er entschieden hat, dass er Dich nicht weiterhin mit seinen eigenen Problemen belasten will.
Und Du magst ja der Typ Mensch sein der in einer Beziehung immer alles „gemeinsam“ machen will, aber es gibt eben auch Menschen die das Bedürfnis haben das sie mit gewissen Dingen „alleine“, oder „auf ihre eigene Art“ umgehen müssen.
Wie auch immer, ich denke er wollte Dich „nicht belasten“, und seien wir ehrlich, auf Dauer hätten Dich seine Probleme „belastet“, dass wurde ja jetzt gegen Ende immer klarer.
Wie auch immer, früher oder später wird er etwas unternehmen müssen um sich selbst zu helfen, nur ist er anscheinend noch nicht am absoluten Tiefpunkt angekommen wo er klar erkennen kann was er unternehmen sollte , oder sogar muss, so tragisch das für aussenstehende ist wenn sie bei solchen Dramen zusehen müssen.
Wie auch immer, hoffen wir für Deinen Ex das er sich bald professionelle Hilfe sucht und seinen bisherigen Umgang mit seinem ADHS und auch seinen Depressionen bald ernsthaft in Angriff nimmt.
Dir liebe @Sugar wünsche ich alles Gute und alles Liebe und Kraft auf Deinem weiteren Lebensweg.
Liebe Sugar,
als ich deinen Beitrag gelesen habe, war ich wirklich sprachlos – es war, als hättest du meine Gedanken aufgeschrieben. Fast jedes Detail trifft auch auf meine Partnerschaft zu, sogar dieselben Sätze wie: „Ich kann dir nicht geben, was du brauchst“, oder „Das wird nicht funktionieren.“ Ich dachte für einen Moment wirklich, ich hätte den Beitrag selbst geschrieben.
Mein Partner hat AD(H)S, wurde aber erst spät diagnostiziert. Bupropion hat ihm anfangs sehr gut geholfen – er war zugänglicher, ausgeglichener, wir konnten wieder Nähe spüren. Dann kam der Wechsel zu Elvanse, und seither erkenne ich ihn kaum wieder: emotional distanziert, oft kühl, gleichzeitig aber innerlich sehr getrieben. Er „funktioniert“ für die Arbeit, wirkt aber zu Hause oft verwirrt, unnahbar oder schnell gereizt. Gespräche drehen sich oft im Kreis oder kippen plötzlich – Nähe oder Leichtigkeit sind kaum noch möglich.
Ich habe vieles versucht – mit Geduld, Verständnis, Rückzug, Gesprächsangeboten. Und doch prallt es oft an ihm ab, als wäre ich nicht mehr erreichbar für ihn. Das macht auf Dauer sehr müde und traurig. Auch ich frage mich, ob Elvanse hier nicht mehr schadet als hilft – zumindest in dieser Dosierung, ohne begleitende Therapie.
Danke, dass du deine Geschichte geteilt hast. Es tut gut zu wissen, dass man mit diesen Erfahrungen nicht ganz allein ist. Wenn du magst, können wir gerne im Austausch bleiben. Ich wünsche dir sehr, dass sich etwas klärt – für dich und für euch.
Herzliche Grüße
Hi Sugar,
ich habe mir Deine Schilderung gerade durchgelesen. Und mir fällt vor allem auf, daß Du offensichtlich nicht die Rolle eines Partners, sondern die Rolle eines Betreuers übernommen hast. Als alter Süchtler muss ich Dich warnen. Du schlitterst auf diese Weise mit großen Schritten in die Co-Abhängigkeit.
Wenn Du Ihm Alles abnimmst und ihm dauernd hilfst, dann kann und wird er nie das Bedürfnis haben, zu lernen selbst Verantwortung für sich zu übernehmen.
Und auch Dich wird das auf Dauer krank machen.
Ihr seid gerade auseinander? Dann fange eine neue Beziehung mit Ihm nur dann an, wenn Du es schaffst, alle Verantwortung bei Ihm selbst zu lassen und ihn ansonsten einfach so wie er ist zu akzeptieren.
Kannst Du das nicht, dann lass es. Du bist nicht sein Arzt.
Als meine Mutter starb sah ich es nicht ein der Erwartung einer „braven Tochter“ zu entsprechen und meinen Vater , der noch fitt und gesund war mit „allem“ zu versorgen. Vor allem weil mein größerer Bruder mit im Haus lebt.
Er hat mir mal gesagt , dass ihm das zunächst gewurmt hat , vor allem auch wegen der Nachbarn und deren Erwartungen an mich als Tochter , aber im Nachgang sogar gut fand.
Weil er nun die Dinge selber kann und er irgendwie stolz auf sich selber sei , weil er glaubt dass meine Mutter dass von oben sieht und eben so Stolz auf ihn sei .
Außerdem hat er sich mal tierisch gefreut als er so ein speziellen Eintopf von Muttern versucht hat nachzukochen, der uns gar noch besser schmeckte als von ihr damals . ( wobei ich glaube es lag an Maggie) ![]()
Maria Montessorie sagt in der Pädagogik „ Hilf mir es selbst zu tun“ und ich glaube das gilt für jedes Alter.
Und wer etwas nicht versucht selbst zu tun oder zu verändern (egal ob es gelingt oder nicht) der will eigentlich nicht oder dem sind andere Lebensinhalte wichtiger .
Noch ein Gedanke
Als selbst Betroffener kenne ich den Vorwurf falscher Wahrnehmung . Das ist für Betroffene vor allem schmerzhaft entwertend.
Was bringt Dich auf die Idee er würde „falsch“ wahrnehmen? Hast Du schon einmal in Betracht gezogen, daß er einfach ANDERS wahrnimmt als Du? Das ist nämlich was ADxSler ausmacht. Ihr Gehirn funktioniert anders als das Gehirn neurotypischer Menschen.
Dadurch wird unsere Wahrnehmung aber nicht falsch.
Tipp: Es kann durchaus mehrere richtige Wahrheiten geben. Einfach davon auszugehen, daß Deine neurotypische Wahrheit die Richtschnur sei, kommt bei mir ziemlich unsensibel rüber.
Nebenbei, Sugar war seit August nicht mehr im Forum.
Hab ich gar nicht drauf geachtet. Aber aufgrund mancher der vorherigen Antworten nehme ich mal an, daß meine Gedanken auch an die Adresse anderer Angehöriger nicht verschwendet sind.
Lieber @Falschparker vielen Dank für die Info
, aber trotzdem finde ich persönlich die Beiträge hier echt voll lieb und voller Anteilnahme. ![]()
Aber eben, nicht desto trotz, vielen Danke für Deine „nicht unbedeutende Info an uns ALLE“. ![]()
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wenn wir ganz genau sind (jetzt habe ich nämlich auch nachgesehen), dann war Sugar seit Ende Oktober nicht mehr im Forum. Aber Ende August hat Sie das letzte Mal was geschrieben.
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