Peter- Pan oder Wendy

"Das Peter-Pan-Syndrom bezeichnet in der Regel Männer???, die…

  • sich unreif verhalten
  • Tagträumen nachhängen
  • keine Verantwortung übernehmen wollen
  • sprunghaft, narzisstisch und beziehungsgestört sind
  • nicht zu tiefen Gefühlen fähig sind"

"Wendy-Syndrom klingt zunächst nicht nach einer ernsthaften Bezeichnung, vielmehr nach einer ausgedachten Krankheit. Dahinter steckt jedoch ein Phänomen mit zwei Seiten, das einen Gegenpart braucht. Wendy ist eine weibliche Figur in einer Kindergeschichte von James M. Barrie.

Sie ist die ältere Schwester von Peter Pan. Der unbekümmerten Hauptfigur der gleichnamigen Erzählung, die nach Nimmerland gebeten wird, um sich dort um die „verlorenen Jungs zu kümmern“. Wendy willigt unter der Bedingung ein, zusammen mit ihren beiden Brüdern nach Nimmerland reisen zu dürfen.

Die Insel ist ein Fantasieort, an dem Kinder nie erwachsen werden, an dem es allerdings reale Gefahren in Person von Indianern, Meerjungfrauen, Piraten und Feen gibt. Wendy, obschon selbst noch nicht erwachsen, übernimmt die Rolle der Mutter und sorgt für Essen, saubere Wäsche und unterrichtet die Kinder sogar.

Angelehnt an diese Geschichte spricht man bei Frauen vom Wendy-Syndrom, wenn diese sämtliche Aufgaben erledigen und die komplette Verantwortung für alles übernehmen"

Wendy-Syndrom: Vorsicht vor zu viel Unterstützung

Allmighty:

  • sich unreif verhalten: ja
  • Tagträumen nachhängen: ja
  • keine Verantwortung übernehmen wollen: jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
  • sprunghaft, narzisstisch und beziehungsgestört sind: Allmighty jung: ja; Allmighty alt: Jein
  • nicht zu tiefen Gefühlen fähig sind: Jein.

Wendy ist bei mir weniger ausgeprägt und ernährt sich aus meinen Schuldgefühlen, Anpassungsversuchen und Normalitätsversuchen. Ich mag sie zwar nicht, aber sie umzubringen würde ein Leben in Einsamkeit bedeuten.

Peter-Pan ist zwar lustig, aber ich kann ihn unmöglich voll ausleben. Bisschen Veratwortung muss ja sein.

So frage ich mich, ob ich das Peter-Pan- Syndrom habe, das meistens aus einem Trauma resultiert, oder ist das ganze Kindische in mir Adxs bedingt durch die Entwicklungsstörung? Wo sind die Unterschiede?

Das Kindische in mir hindert mich sehr, sowohl in meinem Gefühlsleben (Langweile, immer auf der Suche nach dem Kick usw.) als auch nach außen durch spontane, kindische, unüberlegte, riskante, kostenspielige, kleine und große Entscheidungen und Verhaltensweisen, durch Trotzigkeit, das nicht Raffen von der erwachsenen Welt da draußen u.v.m.
Bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen
:kaffeekochen

Also ich würde erstmal unterscheiden zwischen kindisch und kindlich.
Kindisch ist eher negativ besetzt und steht für albernes , trotziges und unreflektiertes Verhalten, während kindlich gleichsetzt wird mit kindlicher Neugier, dem Wissensdurst und der kindlichen Unschuld und Naivität. Letztere Eigenschaften werden ja eher positiv gesehen.

Peter-Pan-Syndrom ist kein wissenschaftlicher Begriff. Hier wurden von einem Autor verschiedene Symptome populärwissenschaftlich zu einer „psychischen Eigenart“ zusammengefasst, da sie offenbar oft gemeinsam auftreten.

Selbst ein Blinder mit Krückstock - zumindest hier im Forum - sieht sofort die große Überschneidung mit ADHS, insbesondere bei Männern mit ADHS. Es stellt sich also die Frage: Haben diese Leute wirklich das Peter-Pan-Syndrom oder einfach nur ADHS?

Dich, liebe allmighty, möchte ich daher beruhigen: Du hast keine zusätzliche psychische Störung, die Symptome sind Ausdruck deiner ADHS, wobei sie meiner Beobachtung nach tatsächlich häufiger bei Männern vorkommen.

Es ist sicher kein Zufall, dass John Ratey, Co-Autor des ADHS-Klassikers „Zwanghaft zerstreut“ sich mit dem Peter-Pan-Syndrom befasst hat, nämlich im Rahmen der Beschreibung sog. Schattensyndrome. Das sind seiner Ansicht nach leichte Formen psychischer Störungen, wobei er das Peter-Pan-Syndrom als hirnorganisch verursacht sieht.

Und das im Gegensatz zu der Konnotation bei den Symptomen, die eine Verursachung durch eine Bindungsstörung zu Vater und Mutter suggerieren.

Nachtigall, in hör dir trapsen…


Bei mir ist es leider sowohl als auch.

Also @Addy_Haller , es hängt mit der Entwicklungsverzögerung bei der Adxs zusammen?
Wenn ja, frage ich micht, ob diese Entwicklungsstörung ein bereits vollendeter Prozess ist?
Ich will nicht mehr, dass mich jeder Schritt und jede Entscheidung in Richtung „erwachsen werden“ in eine Midlife-Crisis wirft.

Als Kind habe ich gehofft auch nach Nimmerland zu kommen :lovedumb Hat leider nie geklappt, Peter Pan war wohl zu sehr in Tagträumen versunken :neiiin

Ok back to topic :smiley:

Hört sich für mich ehrlich gesagt nach ADxS Symptom umdeutung an. Bzw. wie ein Erklärungsversuch aus der Zeit wo noch kein ADxS bei Erwachsenen diagnostiziert wurde.
@allmighty ich glaube auch dass es die ADxS Symptome sind die du bei dir wieder erkennst.

Liebe Grüße, Nymphaea

…vorsicht Schreibdurchfall !!! :mrgreen: :wink:

Ach man arme Wendy , die vielleicht einfach nur so ist wie sie ist und das alles gerne gemacht hat und nun hat sie eine Störung

Armer Peter Pan , der „nur“ zeigt wie scheiße das mit dem Erwachsenwerden nunmal ist , und das es so schön ist ohne Verantwortung versorgt zu werden.

Vielleicht alles nur Ausdruck einer stinknormalen spätbubertierenden Adoleszenskriese ? Es fehlt einfach Folge 2 wo dann alle durch ihre Kriese durch sind , ab und zu ins Nimmerland abtauchen Kind sein dürfen um vom Alltag Pause zu machen.
Vielleicht wäre ja Wendy’s nächster Schritt gewesen den Jungs beizubringen glückliche Erwachsen zuwerfen ?

Peter Pan und Und Wendy halten als Syndrom gesehen doch genau den Finger in unsere Wunde angeblich nicht neurotypisch sein zu können weil man nicht will und das es nur daran liegt nicht Erwachsen werden zu können .
Also wenn wir Peter Pan und Wendy in uns beseitigt haben dann sind wir gesund und dann wie weg gezaubert auch unser ADHS , oder was?

Ich möchte nicht die Erwachsen missen , die das Kind in sich bewahrt haben und es leben lassen. lasst uns das Kind, das Kindliche in uns bewahren , sonst wird es kalt hier auf der Erde .

((Songtext gelöscht, Mod))

[/quote]

Liebe allmighty , du hattest keine einfache Kindheit und wenn was von „Peter Pan und Wendy“ in dir sein sollte , dann ist es ein Versuch mit den Wunden klarzukommen oder etwas auszugleichen. Doch dann sind es keine Feinde sondern Freunde die dir irgendwie helfen wollen. Sie kommen einfach nur zutage, weil die nicht sehen was du als Erwachsen sehr wohl mit Verantwortung alles kannst und wenn es die Wendy in dir gibt, dann lass sie sorge für dich selbst tragen und nicht für andere. das tut dem Peter Pan gut und dann ist er beruhigter und der Alltag weniger wild.

Aber mach dich selbst nicht so wild mit irgendwelchen Dispositionen die du alles noch haben kannst, denn ADHS ist neural und das macht zusätzliche „qual“ du bist so gut wie du bist, weil du doch täglich versuchst dein Bestes zu geben und sehr wohl versuchst Verantwortung zu übernehmen mit den Dingen die du im Gepäck trägst. Und ich glaube auch das du Verantwortung übernimmst für die Dinge die dir manchmal passieren,

Peter Pan ist für mich nämlich auch ein Spiegel der Eiskalten Erwachsnen Welt , So grau wie die Zeitdiebe bei Momo. Peter Pan ist für mich auch ein Symbol welches auf die Erwachsenenwelt richtet , eine kindliche Warnung mit viel Warheit, die Erkennt das längst nicht alles was die Erwachsenen machen erstrebenswert ist und man sich einfach vor der destruktiven Erwachsenenalltagskacke schützen möchte.
Ich finde z.B sich vor Lohnsetuerjahresasugleich schützen zu wollen ist doch nur das es mehr Spaß macht statt dessen in Bäume rumzuklettern, was körperliche und psychisch gesehen uns Erwachsenen viel mehr bringen würde.
stellt euch vor statt Lohsteuerjahresausgleich wird freies wildes klettern im Wald verordnet,
Was von beiden würde wirklich mehr an Lebensqualität und auch Erwachsenenfähigkeit für unseren Alltag bringen.???

Nicht nur Peter Pan und Wendy gehören behandelt , sondern auch die Erwachsenenwelt

In Peter Pan und Wendy steckt für mich auch ganz viel Weisheit, wenn man es einfach anders betrachtet.

Mich haben Momo, das Lied von Tabaluga und Peter Pan immer tief berührt und mir gesagt, dass ich das kindliche in mir wie einen Schatz bewahren soll!!!

…schreibdurchfall zuende :mrgreen:


Es kommt drauf an, ob man es als Verzögerung oder als andere Entwicklung sieht.

Ich habe erst vor wenigen Tagen in einem anderen Thread erwähnt, dass ich persönlich an letzteres glaube. Daraus folgt für mich, dass ich vermutlich gar nicht mehr erwachsen (im neurotypischen Sinne) werde.

Und frage mich auch: Muss man das denn unbedingt?

Und deshalb werden ADHSler dann oft jünger geschätzt als sie sind @Addy_Haller ?

Ja, ich denke, dass der ganze Habitus insgesamt zu wenig erwachsen wirkt. Ein „richtiger“ Erwachsener ist eben in jeder Hinsicht kontrolliert, und das geht einem ADHSler natürlich eher ab. Stattdessen regiert das Lustprinzip, und das ist ja sonst nur den Kleinkindern vorbehalten. „Richtige“ Erwachsene sollen nicht irgendwelche spinnerten Ideen verfolgen, sondern einfach brav ihre Brötchen verdienen, und gut is.

Gerade die Hypies sind aber auch im fortgeschrittenen Alter oft ziemlich drahtig und wenig gesetzt. Dass es auch das Gegenteil gibt, weiß ich natürlich auch, aber das ist auch nicht gerade erwachsenenlike und zeugt von wenig Selbstkontrolle.

Ich denke, da kommen äußerliche und Attribute eines eher kindlichen Verhaltens und Gefühlslebens zusammen.

Ich glaube, wenn man einen erwachsenen ADHSler mal genau beobachtet, fallen einem Dutzende Dinge auf, die „unerwachsen“ wirken.

Schau dir seine Schuhe an und wie er sie auszieht, und du weißt Bescheid… :wink:

Über die Handtaschen der Damen sprachen wir ja auch schon… :wink: :wink:

Das sagen Dünne gerne, weil sie meinen, dass ihre Dünnität ihr Verdienst sei. Und nicht nur in Bezug zu ADHS. Eigentlich hätte ich von einem „Buddy“ hier solche Pauschalitäten nicht erwartet. Zumal das nicht stimmt. Dicke ADHSler werden mutmaßlich auf Basis solcher Stereotype weniger diagnostiziert.

Dünne UND dicke Menschen mit ADHS haben ein Problem hauptsächlich mit SelbstREGULATION. Also mit der Fähigkeit, z.B. Emotionen runterzuregeln. Die Kapazitäten in bewusster SelbstKONTROLLE sind bei allen Menschen stark beschränkt und werden bei Menschen mit ADHS deutlich stärker für Kleinigkeiten in Anspruch genommen. Das kann man in etwa vergleichen mit der Kapazität des Gedächtnisses, also Arbeits- vs. Langzeitgedächtnis.

Dicke Menschen sind meist diejenigen, bei denen das Gehirn unter Stress unendlich nach Nahrung giert, weil es nicht in der Lage ist, auf körpereigene Energiequellen (=Fett) zurückzugreifen. Das ist eine Frage der Konstitution UND eine Frage der Stressbelastung bzw. eine Kombi aus beidem.

<LINK_TEXT text=„https://www.amazon.de/Das-egoistische-G … 355008854X“>https://www.amazon.de/Das-egoistische-Gehirn-sabotiert-eigenen/dp/355008854X</LINK_TEXT> bzw. Selfish-Brain-Theorie – Wikipedia

Hinzu kommt, dass bei chronischem Stress der Grundumsatz sinkt und meist das Viszeralfett steigt (und dann ein tödliches Eigenleben entwickelt)

Das Problem ist, dass man Dicke ihre scheinbare „Unerwachsenheit“ ansieht.
Bzw. man sieht sie, und schließt unreflektiert auf ihre „Willensstärke“ - was ausgemachter Bullshit ist.
Die Konsequenz ist ein zusätzlicher sozialer Druck der den Stress zusätzlich verstärkt.
Die Stigmaforschung hat da eindeutige Aussagen zu.

Auch Deiner Aussage zum Lustprinzip stimme ich nicht zu. Seit wann hat das denn mit Lust zu tun? Machen wir die Dinge, die wir tun, denn aus Lust? Fühlt sich das gut an? Glaubst Du ernsthaft, Dicke essen aus Lust?? Definitiv nicht. Diese Impulse, die wir ausagieren, sind der bewussten Willensbildung vorgelagert und damit dem Willen nicht wirklich zugänglich. Sprich: Aufgrund unserer Konstitution brauchen wir deutlich mehr Energie und Kraft, uns gegen Dinge zu wehren, die bei anderen einfach so funktionieren.

Seit ich medikamentiert bin und mutmaßlich so ticke wie Normalos merke ich, wie einfach das Leben sein kann.

So habe ich das nicht gemeint und es offenbar missverständlich ausgedrückt.

Gemeint habe ich, dass dicke Menschen von anderen als weniger erwachsen wahrgenommen werden, weil sie vermeintlich ein Problem mit der Selbstkontrolle haben. Das hat aber nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun.

Auch dass mit dem Lustprinzip habe ich nicht auf das Thema Gewicht bezogen. Mir ging es darum, dass das Problem, sich für weniger spannende Dinge schlecht motivieren zu können (für spannende dagegen schon) eben nicht als besonders erwachsen wahrgenommen wird.

Also bei mir macht das keinen Unterschied ob nach Körperbau jemand auf mich erwachsen wirkt .

Ganz im Gegenteil ich habe Persönlichkeiten vor Augen die Übergewicht haben, aber mit einer tollen Ausstrahlung und die für mich sehr verantwortungsvolle Erwachsene sind.

Danke für die Richtigstellung!
Du siehst, ich bin an dem Punkt äußerst empfindlich - schließlich habe ich über mich selbst vor nicht allzulanger Zeit ebenso gedacht und kann bis heute nicht glauben, dass ich so wenig Instinkt und Vorstellung über mich selbst hatte.

Letztlich hätte ich anhand Deines vorherigen Posts sehen können, dass wir da auf einer Linie liegen.


Letzteres, oder? Gilt das nicht auch für „Neurotypische“? die sind ja letztlich auch alle verschieden, haben Stärken und Schwächen und bekommen ihr Leben auch mehr oder auch weniger in den Griff.

Nein. Muss man nicht. Das Konzept taugt als Leitlinie z.B. für schulpädagogische oder sonderpädagogische Zielvorstellungen, sagt aber nichts aus über eine gelungene Lebensführung. Da sind ein paar Domänen festgelegt (soziales Leben, Normen und Werte, Geschlechtsrolle etc.) auf die man das Augenmerk richten sollte, damit Junior nicht irgendwie gegen die Wand läuft sondern ein eigenständiges Leben führen kann.
Wir können meist ein eigenständiges Leben führen - mit gewissen Einschränkungen, die häufig durch die Gabe von Medikamenten leicht ausgeglichen werden können.
Menschen mit Handicaps sprechen gerne davon, dass man nicht behindert sei, sondern behindert werde.
Als Teil einer vielfältigen Gesellschaft sollten wir uns auf unser Recht berufen, dass wir nicht aufgrund von Normen und Stereotypen, den ohnehin die allermeisten Menschen nicht (mehr) entsprechen, in unserer Lebensführung behindert werden. Wir haben - wie alle anderen auch - das Recht, dass z.B. Ausbildung, Universität, Schulungen, Weiterbildungen, Arbeitsplätze auch auf unsere Anforderungen angepasst werden können.

Eine Frage stellt sich bei mir durch das Thema:
Was ist denn Eure Vorstellung von Erwachsensein? Und: könnt Ihr der entsprechen?

@Hibbelanna
Ich bin sehr froh, dass das geklärt ist. Schließlich stimme ich die ja in allem Gesagten 100%ig zu. :slight_smile:

Das mit der eigenen Vorstellung von erwachsen sein ist eine interessante Frage. Ich denke mal drüber nach…

Dass man sich in vielen Situationen erwachsen verhält, mehr überlegte als spontane und riskante Entscheidung trifft, gefährliche Situationen erkennt und keine Gefahr provoziert, die eigene mentale und körperliche Möglichkeiten richtig einschätzt, Kinderkriegen oder Hausbauen als nicht das Ende seines Lebens sieht, ständig seine Interessen ändert und sich ständig langweilt u.v.m.
Nein, weder fühle ich mich erwachsen noch werde ich immer so behandelt.


Interessanter Gedanke. Wie kommst du darauf?

Fakt ist, dass meine Probleme tatsächlich erst mit beidem richtig anfingen. Von daher ist es vielleicht gar nicht so unerwachsen , auf beides zu verzichten?

Auf Kinder habe ich verzichtet.
Das Haus steht bereits. Während des Baus wollte ich nichts damit zu tun haben. Habe alle Entscheidungen meinen Mann überlassen.
Wie ich darauf komme weiß ich nicht, es fühlt sich einfach so.


dito.

Trotzdem - aufs Haus könnte ich verzichten (wobei, bei meinen Gehalts- und Rentenaussichten ist es gut, nicht zur Miete zu wohnen). Aber auf die Kinder zu verzichten? Never ever!!! Das hat mir schon die Dynamik und exakt die Herausforderung gebracht, die ich brauchte.

Aber: ein Unterstützungsnetzwerk hätte mir geholfen.
Man sollte sich mal hinsetzen und rückblickend Gedanken darüber mache, was einem am besten geholfen hätte in dieser harten Phase.
Das wäre sicherlich hilfrei für die Nachkommenden…

@Hibbelanna gute Idee… das mit dem Netzwerk… ohne Verwandte und nur mit vollzeit arbeitenden Single-Freunden, die keine Kinder haben, sieht es bei uns auch mau aus mit Unterstützung… diese Freundschaften sind auch eh schon eingeschlafen, weil die sich wundern, wie ich so eine Glucke werden konnte… und das mit den rätselhaften Besonderheiten haben sie natürlich auch nie verstanden, woher auch, wir haben es ja auch nicht verstanden…

Die befreundeten Eltern der anderen Kinder helfen da ja nicht, wenn bei uns kein Kind übernachten kann… weil wir alle abends und generell zu reizüberflutet und die Eltern generell zu überfordert sind…

Leih-Oma wäre schön gewesen, haben keine gefunden… sowieso wäre auch da die Frage gewesen, ob die Person schon gelernt hat, mit zwei Kindern gleichzeitig umzugehen und dann noch einfühlsam und stressresistent genug zu sein…