Psychiater hat Praxis kurzfristig geschlossen

Hallo zusammen. Vielleicht hat jemand einen Tipp. Mein Psychiater musste krankheitsbedingt kurzfristig seine Praxis schließen. Nun bräuchte ich aber eigentlich ein neues Rezept für mein Lisdexamfetamin. Ich habe bereits bei der Vertretung einen Termin vereinbart, aber er kann erst im Januar. Meine Hausärztin sagt, sie darf es mir nicht aufschreiben. Ich habe hier sämliche Psychiater und Neurologen a telefoniert, niemand kann mich aufnehmen. Was könnte ich noch versuchen um bis Januar auf mein Medikament zu warten? Ich bin momentan sehr darauf angewiesen, da ich eine Weiterbildung angefangen habe​:sweat_smile: und lernen ohne Medikament ist, naja, nicht so effektiv..

Wenn eine Praxis geschlossen wird lassen sich dennoch Unterlagen anfordern, da diese 10 Jahre vom Arzt aufbewahrt werden müssen.
Ein Hausarzt darf keine Erstverschreibung von BtM ADHS Medikamenten ausstellen, aber er darf Folgeverordnungen auf Grundlage des Facharztberichts und des Medikationsplans vom Psychiater estellen.
Hat deine Hausärztin überhaupt was in diese Richtung erwähnt oder von vorne rein direkt abgeblockt?
Ich würde es an deiner Stelle nochmal ansprechen mit diesem Hintergrund und deiner Problematik, die du im Post geschildert hast.
Unmediziniert durch die Gegend laufen wenn obendrauf zusätzlich noch neue berufliche Werdegänge eingeschlagen werden ist ja schon fahrlässig vom Arzt.

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Also die Hausärztin darf selbstverständlich, aber ihr ist vielleicht der Aufwand für BTM-Rezepte zu hoch. Klar, wenn sie die nicht hat, „darf“ sie nicht.

Okay, der Vertreter kann im Januar einen Termin machen und nicht vorher. Aber ein Rezept ausstellen kann er dir auch ohne Termin. Du musst ja irgendwie klar kommen, wie stellt er es sich denn vor, was seine Patienten tun sollten, falls er mal kurzfristig ausfällt?

Schlimmstenfalls frag in der Ambulanz der nächsten psychiatrischen Klinik nach. Ein schriftliches Dokument deiner jetzigen Medikation hast du (oder hat deine Hausärztin) ja hoffentlich? Und falls nicht, druckt dir deine Apotheke aus, was du bisher bekommst.

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Danke für die schnelle Antwort. Die Hausärztin meinte, sie darf keine Betäubungsmittel verschreiben. Sie hat wohl was vom Psychiater aber nichts in dem was über die Medikamente steht. Ich hab mir aber immer meine Rezepte in der Apotheke kopieren lassen, hätte also schon einen Nachweis. Ich werde mir aufjedenfall mal das Schreiben welches der Hausärztin vorliegt geben lassen. Der Psychiater ist leider gar nicht mehr erreichbar, wüsste also nicht wie ich von im noch Unterlagen bekommen kann :-/

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Sie meinte sie würde in teufelsküche kommen wenn sie es mir verschreibt :sweat_smile:

Das mit der Ambulanz werde ich versuchen. Danke​:+1:

Mein Hausarzt und auch seine Praxisvorgängerin verordnen mir seit 2004 meine ADHS-Medikamente und die beiden haben noch keine Teufelsküche von innen gesehen.

Natürlich will er alle ein, zwei Jahre einen Psychiaterbericht vorgelegt bekommen.

Edit: Na gut, wenn im Bericht nichts vom Medikament steht, ist das natürlich doof.

Aber ausrechnet das lässt der Psychiater weg?? Und abgesehen davon, jede Hausärztin ist doch sowieso bemüht, einen Überblick zu haben, welche Medikamente ihre Patienten insgesamt bekommen, also auch die sie nicht selbst verordnet?

Dem ist wohl so, dass kann wirklich zu Schwierigkeiten führen.

Siehe im Orginal S. 22

Ich bekam im Notfall erst seitens meines Hausarztes ein Rezept, nachdem ein Bericht vom Psychiater vorlag. Diagnose vom Psychotherapeuten sowie Nachweis der Rezepte aus der angeschlossenen Apotheke reichten nicht.

Nun bekomme ich auch in Notfällen trotz aller Nachweise nichts mehr , da es dort mal Probleme gab.

Es darf auch nicht jeder Arzt BTM verschreiben.

Was ist dass den für ein lustiger Vertretungsarzt wenn er nicht dafür sorgen kann , dass seine zu vertretenden Patienten medikamentös versorgt werden ???

Vielleicht könnte der Vertretungsarzt bei dem du dann ja einen Termin hast , deine Hausärzten Übergangsweise um die Übernahme der Medis bitten.

Ansonsten vielleicht direkt zu Praxis fahren und um eine Lösung bitten.

Wieso hat der Vertreingsarzt erst im Januar Zeit?

Er ist der Vertretungsarzt und eigentlich ja für sofort wenn der Arzr in Urlaub ist oder krank ist da, sonst macht ein Vertretungsarzt keinen Sinn.

Nimm dir deind Unterlagen und nimm viel Zeit mit und setz dich ins Wartezimmer mit der Aussage du brauchst heute hier eine Lösung die Vertretungsregelung ist ja für solche Fälle getroff worden und ich meine auch vorgeschrieben damit eben kein Patient im Regen stehen muß

Knall hart ins Wartezimmer mit den Berichten und wenn du hast den Rezeptkopien beim Vertretungsarzt und sagst du brauchst heute noch eine Lösung und wirst nicht eher grge

Falls du dich nicht alleine traust mit Eltern oder Freun .Die Anwesenheit gibt etwas mehr Vertrauen und es gibt die Gewissheit wenn etwas übergriffig werden sollte dann nicht alleine zu sein

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Ich denke, dass der Vertretungsarzt überrannt wurde mit neuen Patienten. Mein Psychiater hat ja kurzfristig komplett zu gemacht, das heißt alle Patienten stehen jetzt beim Vertretungsarzt an. Ich war tatsächlich schon vor Ort und habe nochmal auf meine Dringlichkeit hingewiesen und auch vorgeschlagen kurzfristig bei abgesagten Terminen zu kommen. Leider hat das alles nicht geholfen…

Hab mir von meiner Hausärztin einen Vermittlungscode für die 116117 ausstellen lassen. Leider gibt es selbst damit keine Termine im Umkreis von 100 km.

Von meiner Krankenkasse wurde mir noch empfohlen einen Hausarztvermittlungsfall bei meiner Hausärztin an zu fragen. Da machen die einen Termin für mich aus, das geht dann wohl schneller.. Mal gucken ob das was bringt.

Wenn das auch nicht geht, werde ich nächste Woche zur Ambulanz gehen. Bleibt mir dann ja nix anderes übrig

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Leider hat meine Hausärztin wohl keine Zulassung für BTM. Sie darf es somit nicht aufschreiben…

Und der Vertretungsarzt wurde wahrscheinlich einfach überrannt und kommt nicht hinter her. Vielleicht hilft es ja wenn meine Hausärztin dort anruft und eine Hausarztvermittlung macht.. Ich werde aufjedenfall nächste Woche berichten wenn ich bei ihr war

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Was sicherlich funktionieren würde ist ein Termin beim Privat Psychiater als Selbstzahler.
Ich weiß nicht ob das für dich eine Option ist, da es finanziell eine andere Nummer ist.
Aber wenn das derzeit wirklich so aussichtslos ist und du bereits die Psychiater und Neurologen abtelefoniert hast, dann schätze ich wäre das eine kurzfristige Option die du nutzen könntest, um zu überbrücken.

Genau das. Sag ihr das. Vielleicht meint sie, sie hätte keinen Nadeldrucker für solche Rezepte - man kann sie aber auch von Hand ausfüllen. Es geht ja nicht um eine Erstmedikation.

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Eben, in Ausnahmefällen.
Wenn das hier bestritten wird, wäre das ein Fall für die Kammer.

So etwas gibt es nicht. Die Dame belügt dich.

Du kannst bei ADxS.org Adressen von Ärzten und Therapeuten mit Bezug zum Thema ADHS anfordern, sofern du zusagst, deine eigenen Erfahrungen mit den von dir kontaktierten Adressen später zurückzugeben.
ADxS führt über 40.000 Adressen in Deutschland (von rund 7.500 wissen wir, dass sie ADHS behandeln oder diagnostizieren; die weiteren 33.000 könnten dies anhand ihrer Fachrichtung tun). Daneben führen wir mehr als 3.000 Adressen in Österreich und über 1.250 Adressen in der Schweiz, die ADHS behandeln oder diagnostizieren.
Inzwischen haben wir in D auch 2.000 Adressen zu ASS.

Du musst dort eine existierende PLZ angeben, dann bekommst du die 90 nächstgelegenen Adressen zugemailt.

Hier ist der Link zur Anleitung:

Viel Erfolg :slight_smile:

Wenn sie eine Zulassung und BTM Rezepte noch nicht oder nicht beantragt hat , dann darf sie es nicht.

Meine Fachärztin für Psychosmatik und Psychotherapie konnte mir auch kein BTM verschreiben, weil sie die Rezeptzulassung inc. Rezept nicht hatte.

Eine Zulassung braucht sie nicht.
Vielleicht hat sie kein Formulare angefordert.
Das ist ungefähr so, wie wenn sie sagt, sie hat keine Patiententoilette, weil sie kein Klopapier gekauft hat.

Sorry, dass ich jetzt mit KI antworte. Falls deine KI schlauer ist als meine (Google Sicheingabe) würde mich das Ergebnis sehr interssieren…

Nein, ein Hausarzt benötigt keine spezielle kostenpflichtige BtM-Zulassung (Erlaubnis nach § 3 BtMG), um BtM-Rezepte ausstellen zu dürfen. [1, 2]

Als approbierter Arzt mit gültiger ärztlicher Tätigkeit ist der Hausarzt grundsätzlich berechtigt, Betäubungsmittel zu verordnen. Dafür müssen jedoch folgende Schritte beachtet werden: [1, 2]

  • Personenbezogene BtM-Nummer und Rezeptbezug: Um die gelben Betäubungsmittelrezepte zu erhalten, muss der Arzt einmalig eine Erst-Anforderung bei der Bundesopiumstelle (BfArM) stellen. [1, 2]
  • Nachweis der Approbation: Dem Erstantrag muss eine Kopie der ärztlichen Approbationsurkunde (oft beglaubigt) beigefügt werden. [1]
  • Individuelle Codierung: Nach der Prüfung erhält der Arzt eine persönliche BtM-Nummer. Die gelben Rezepte sind fortlaufend nummeriert und fest an diesen Arzt gebunden (auch in einer Gemeinschaftspraxis muss jeder Arzt seine eigenen Rezepte nutzen). [1, 2]
  • Ausnahme (Erlaubnis nach § 3 BtMG): Eine echte, aufwändige Erlaubnis zur Teilnahme am Betäubungsmittelverkehr (Handel, Herstellung, Abgabe von Vorräten) ist für eine normale Hausarztpraxis nicht nötig, es sei denn, die Praxis lagert größere Bestände oder betreibt einen eigenen BtM-Vorrat, der über den normalen Praxisbedarf hinausgeht. [1, 2]

Und wenn der Arzt das nicht gemacht hat, dann darf er nicht……

Wenn er kein Klopapier kauft…

Das ist keine Zulassung, das ist eine Anforderung, also rechtlich deutlich weniger als ein Antrag.

Der einzige Unterschied, dass er das Papier, das er hier braucht, nicht in jedem Supermarkt bekommt, sondern nur bei einer Stelle, die einen schrägen Namen hat.
Was ist das für eine Rechtfertigung?

Wenn der Arzt die Sicherheitsvorschriften nicht einhalten kann darf er auch nicht.

Weiß zwar nicht wie seriös das jetz ist, aber vielleicht hilft es um passend zu recherchieren