Ratlosigkeit: wie soll es weitergehen? (Medikinet, Elvanse probiert, Mph AL und trazodon ausprobieren?)

Hallo,

ich versuche mich kurz fassen:

  • rezidivierende Depressionen und Angststörung/ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsakzentuierung seit Ewigkeiten, wg. Panikstörung Klinikaufenthalt 2012 und seither Venlafaxin (gute Wirkung gegen Panikattacken, antidepressiv naja, passiv dadurch?!)

  • ADHS-Diagnose August:

  • Medikinet gut 4 Wochen versucht; nach den üblichen nebenwirkungen am Anfang (Kopfschmerzen etc.) führten höhere Dosen (ab ca. 30-20) dann eher zu Anspannung, besonders unangenehm Druck auf der Brust (hatte damals eine Herzphobie mit üblen Panikattacken , das hat alles getriggert…), Aggression, Unruhe und besonders schlimm Gefühle von Depersonalisierung und mehrmals ne Panikattacke (durch Venlafaxin viele, viele Jahre gut im Griff, aber siehe Druck auf Brust)

  • Wechsel auf Elvanse: Einnahme seit September, sprich ca. 3 Monate. Wirkung inkonstant, Schwierigkeit zu verstehen wie es wirkt (macht mich traurig und sauer zugleich). Einerseits manchmal das stimmungsaufhellende und aktivierende Wirkung. Erschöpfung, Desorgnaisation, Demotivation und Depressivität aber auch durchaus nicht wenig vorhanden. Schlaf bei mir auch schon immer beschissen, gefühlt noch schlechter sprich Einschlafen konstant viel zu spät und viel zu wenig (5h im Schnitt, statt ~7h). Trotzdem würde ich sagen, dass elbanse insgesamt besser wirkt. Vielleicht bin ich mit meinen 70mg seit längerer Zeit zu hoch? 30mg und auch 50mg erschienen mir zu niedrig zu sein, vielleicht ist hier aber die Fallhöhe (Rebound?) ausschlaggebend, dass ich auch abends/nachts nicht abschalten kann.

  • ich überlege die Einnahme von Elvanse vorerst auszusetzen, heute nichts, morgen nichts… Keine Lust mehr, aber was dann?

  • ein zweiter Arzt (Zweitmeinung und Abklärung: Diagnose bestätigt, nach Schilderung der Wirkung/Erfahrung mit Medikinet und Elvanse: gut möglich, dass falsch postive ADHS Diagnose) hat mir Methylphenidat AL 10mg als 3. Medikament verschrieben, liegt hier, könnte ich nach mehreren Tagen Elvanse aussetzen nehmen, aber s. Negative Erfahrung mit Medikinet, Schiss vor zu krasser negativer Wirkung mit Aggressionen, Druck auf Brust, Unruhe und eben so ein Hauch von Depersonalisierung, Paranoia/Psychose (glaube Angst davor/Fokus darauf aber das reicht total aus, weiß jeder der mal sowas mit anschließenden Panikattacken hatte).

  • trazodon wurde mir off-label zum Schlafen verschrieben, angefangen mit 25mg bis 100mg, aber hier auch Schiss vor negativer Wirkung und möglicherweise Serotonin-syndrom. Venlafaxin und Elvanse sowie Venlafaxin und tramazol in Verbindung sind eigentlich potentiell riskant was das angeht, sollte mein Arzt, der das aufschreibt wissen oder?! will eigentlich am liebsten keine Medikamente mehr nehmen müssen, Venlafaxin absetzen z.B. ist evtl. Nur mit langem Anlauf oder aber auch nie möglich, jeder der das genommen hat weiß was ich meine (Brainzaps, emotionale Zusammenbrüche, habe Schiss vor Blödsinn, den ich Stand jetzt trotz Depressionen und diversen Problemen seit Ewigkeiten noch nicht in Erwägung gezogen habe…).

Kann mir jemand von euch helfen was ich machen kann?

Elvanse Aussetzen und MPH AL versuchen?
Trazodon off-label zum Schlafen probieren?

Kann irgendwer relaten und hat ähnliche Probleme gehabt und am besten auch eine Aufmunterung im Zuge von positiven Verbesserungen parat? Es geht nicht weiter, gefühlt ist so vieles Qual , zusammenreißen , Arschbacken zusammenpressen, vegetieren, was ist das für ein Leben?

Und was ist mit dem Venlafaxin, was ich seit über 11 Jahren nehme. Erst 150, seit Jahren 75mg (dadrunter fing es mit brainzaps, emotionalem breakdown und anderen sehr unangenehmen Effekten an, total abhängig von diesem Dreck :frowning: )

Erstmal weiterhin 75mg nehmen und evtl. sogar erhöhen, in der Hoffnung, dass es antidepressiv besser wirkt? (mein Arzt hat mal erwähnt zur besseren depressiven Wirkung, auf Dauer durch ein besseres AD austauschen evtl. bei besserer Stimulanzwirkung kein AD mehr notwendig, da nicht mehr depressiv, klar ein Träumchen, aber illusorisch, kann ich mir Stand jetzt leider überhaupt nicht vorstellen)

Venlafaxin, elvanse und trazodon werden in Kombination verstärkt (cyp2d6 Metabolisierung), d.h. auch potentiell gefährlich?!

Ich bin ratlos und bin gespannt, ob irgendwer etwas zu meiner Situation sagen kann. Ich hoffe es doch :confused:

Moin @Raphael

Wovon ich dir nur dringend abraten kann, ist, dass du trazodon und Elvanse kombiniert.

Wird beides über cyp2d6 metabolisiert, wodurch sich die Wirkung verstärkt / verstärken kann.

Ist leider offiziell nicht als Nebenwirkung gelistet, habe damit jedoch selbst massive negative Erfahrungen gemacht.

Das Problem ist, dass die Problematik auch erst nach Aufbau des Wirkpegel so richtig durch kommt…

Probiere selbst aktuell Mirtazapin (wird leider auch zumindest anteilig über cyp2d6 metabolisiert) in aktuell 7,5mg (nehme dazu noch Elvanse) und werde auch da in einer bis zwei Wochen wissen, wie es damit aussieht.

Nur als Gedankengang:
Hast du mal Elvanse ohne ein AD probiert?

Generell um zu sehen wie es solo wirkt?

Würde allerdings bedeuten dass du das AD im Vorfeld entsprechend lange nicht mehr genommen hast damit der Wirkspiegel abgebaut ist.

Habe bereits mehrfach mitbekommen dass das gut funktionieren kann.

Und wenn sich rausstellt dass du trotzdem noch ein AD brauchst, kannst du immer noch eins nehmen.

Vielleicht sogar eins was für dich besser klappt.

Braucht halt alles Zeit…

Zum schlafen bin ich übrigens ein Fan von Lavendelduft.

Der beruhigt und hilft beim Einschlafen :wink:

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Hallo,

hier ein paar allgemeine Infos zur Eindosierung von Stimulanzien bei ADHS.

1. Koffein komplett vermeiden
Wirklich wichtig: kein Koffein bei der Eindosierung von Stimulanzien. Nicht nur weniger, sondern ganz konsequent: Gar keines.

Koffein ist ein Adenosinantagonist, d.h. es hemmt Adenosin. Und Adenosin hemmt Dopamin. Im Ergebnis fördert Koffein Dopamin.
Oft werden Koffein und Stimulanzien jeweils allein gut vertragen, führen aber bei gemeinsamer Einnahme zu Kreuzwirkungen (z.B. einer Zittrigkeit wie bei einer Stimulanzienüberdosierung und/oder anderen gravierenden Nebenwirkungen).

Nach der Stimulanzien-Eindosierung, also wenn das passende Medikament und die passende Dosis gefunden wurden, kannst du bei neuem Koffeinkonsum problemlos erkennen, falls Nebenwirkungen aus diesem resultieren und nicht aus den Medikamenten.

Koffein findet sich in Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Cola, Energydrinks; verwandte Stoffe finden sich in dunklem Kakao.

2. Eindosierungsleitfaden lesen

3. Eindosierungshilfetabelle verwenden
Besonders wichtig für Frauen aufgrund des Monatszyklus.
Download hier:

https://adhs-forum.adxs.org/t/ein-dosierungshilfetabelle/7270

Dokumentiere deine Einnahme, Symptome und Nebenwirkungen täglich.
Bewerte immer nur den Durchschnitt von 3 Tagen und frühestens ab dem 5. Tag auf derselben Dosishöhe.
Bitte sieh von Anfragen im Forum zur Wirkung von Medikamenten ab, wenn du die aktuelle Dosis noch keine 5 Tage nimmst.

4. Arzt ist der Maßstab
Und klar: Alle Hinweise und Informationen hier im Forum und bei ADxS.org dürfen nie dazu führen, ärztliche Anweisungen zu missachten, sondern dienen stets nur dazu, mit dem Arzt besser kommunizieren zu können.

Hi,

ich werde das Trazodon nicht zum Elvanse nehmen, auch wenn es mir von dem Arzt verschrieben wurde und es hier auch seit Freitag rumliegt. Ist mir zu gefährlich…

Venlafaxin absetzen ist nicht möglich, nehme es seit 2012, demnach logischerweise KEIN Elvanse oder sonstiges Stimulanz ohne AD probiert. Ich wünschte es wäre so, ich könnte das AD einfach absetzen, aber das ist gerade bei Venlafaxin überhaupt nicht möglich… Desillusionierend… Elvanse habe ich das WE nicht genommen und lasse es auch erstmal…

@UlBre

Danke, aber das alles „weiß“ ich schon.

Möglichkeit für mich wäre es mit den 10mg MPH AL zu testen, mit mulmigem Gefühl (Medikinet im September lief ja nicht so gut, um es vorsichtig zu formulieren).

Einfach eine unbefriedigende und besch…eidene Situation für mich, mehr kann ich dazu nicht sagen :frowning:

Ja das ist wirklich alles ziemlicher Mist… und wenn man von einem AD nicht runter kommt - ganz große K**ke!

Mein Sohn hat wegen unterlassener ADS-Diagnose eine Krise bekommen und musste ein AD verschrieben bekommen. Davon kann er bisher nicht mehr runter… inzwischen hat ein anderer Arzt die Diagnose ADS gestellt und gsd kommt mein Sohn mit Medikinet klar…

Ich selber empfand Elvanse anfänglich auch als stimmungsaufhellend. Da ich es seit Jahren täglich nehme, fällt es mir jetzt nicht mehr so auf…

Aber ich hoffe, dass mein Sohn vielleicht im Frühjahr nochmal versuchen darf, das Sertralin abzusetzen - vielleicht gelingt es ja dann, wenn er das Medikinet hat.
O
Vielleicht wäre ja auch Elvanse für ihn ganz gut… aber nur, wenn es auch lang genug wirkt am Tag…

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Habe nun nach 4-5 Tagen Pause von Elvanse und Sonstigem (also nur mein Venlafaxin, was ich ja nicht einfach pausieren kann) heute mal wieder 50mg genommen und war im Büro.

Ich frage mich wie viel Placebo ist, aber so meine Eindrücke:

Wirkdauer schätzungsweise 3-5 Stunden (ich kann es schwer einschätzen, nervt mich):

(eher) Positiv:

aktiver/motivierter +
euphorisiert +
stimmungsaufhellend +
entspannter +
gleichgültiger + (jedoch positiv, weniger Ängste/Sorgen gefühlt)

körperliche Auffälligkeiten, eher neutral bis etwas störend:

erhöhter Harndrang
erhöhter Kreislauf
Hände/Finger waren was ziemlich kalt (habe ich aber letzte Zeit häufiger, ist mir nur heute extrem aufgefallen)

Negativ:

  • gefühlt wenig Fokus/Konzentration (schneller abgelenkt, mehr Multitasking), kam mir auch hier und da was zwanghaft vor
  • nach einigen Stunden die allseits bekannte Prokastination
  • etwas verwirrt/ so als wären zu viele Sinne zu stark stimuliert worden, damit zusammenhängend (?) nachmittags eine Müdigkeit und etwas gereiztsein (durch Überanstrengung?!)
  • Ich habe auch einfach viel Stress auf Arbeit, den ich mir selbst mache…
  • gefühlt mehr Grübeln, Sorgen, nach dem ich gefühlt stundenlang eher „locker“ und entspannt drauf war und trotzdem aktiv war (aber nicht gezielt und nicht auf die wichtigen Dinge beschränkt)
  • gefühlt mehr Hektik/Hyperaktivität (noch im Rahmen)
  • Im Laufe des Nachmittags (nach Wirkende?) höre/stelle mir beim lesen eines Textes die Person/Stimme vor, kann aber auch daran liegen, dass ich heute müde bin und etwas wenig geschlafen habe. Passt aber zu einigen der anderen Punkte

Überdosiert habe ich mich nicht gefühlt, aber vielleicht baut sich das wieder etwas auf über die Tage? Ich würde weiter die 50mg nehmen ( mir bleibt gefühlt nichts anderes übrig, vor MPH AL habe ich irgendwie Schiss…)

Ab spätem Nachmittag bzw abends geht es mir nun wieder etwas schlechter. Ich frage mich was ich so alles gemacht und geschafft habe. Brauche für alles zu lange, komme gefühlt nicht von der Stelle, andererseits ist da eine Stimme in mir die schreien will: Und wenn? Dann fliegst du eben raus oder sie kündigen dich (würde so nicht passieren), mir sind diverse Fehler in meiner täglichen Arbeit aufgefallen, nichts weltbewegendes, aber das lässt die Zweifel weiter steigen. Ich passe so nicht in diesen Büroalltag. Zu anstrengend die Basics, zu schnell ablenkbar, zu wenig Motivation und zu viel Langeweile. Mir fällt auch noch meine Vergesslichkeit auf, also neben dieser Selbstunsicherheit und den Selbstzweifeln auch irgendwie Angst/Befürchtung, dass ich verblöde und früher oder später dement werde.

Was mich aber am meisten frustriert ist die weniger konstruktive/produktive Arbeit. Ich habe so viel offen und der Druck steigt, den mache ich mir größtenteils selbst, eine bestimmte Kollegin (die genau das Gegenteil von mir ist und kein Maßstab für irgendjemanden sein sollte) stresst mich ohnehin ungemein. Und da frage ich mich wofür ich mir das alles eigentlich antue, wo ich doch mit mir schon so viel Arbeit habe. Ich frage mich auch, ob mein Arzt, meine Therapeutin, meine Freundin und andere damit richtig liegen, dass ich lieber arbeiten und mich dem stellen sollte, anstatt mich immer wieder oder langfristig krankschreiben zu lassen und dann zuhause mit schlechtem Gewissen und Passivität was mich nunmal auch deprimiert, versauere.

Heute bekam ich die Anmeldebestätigung der Schön Klinik Bad Bramstedt, voraussichtliche Aufnahme zwischen November und Dezember 2024. Hiervor habe ich auch Schiss, wäre aber wohl ein weiterer möglicher Schritt in die richtige Richtung. Bis dahin will ich aber noch möglichst viel erreichen, sonst wird der Aufenthalt nicht richtig genutzt denke ich mir (Venlafaxin ausschleichen, optimale Elvanse Dosis bzw. andere Medikation ausprobieren). Aber wie soll das denn alles funktionieren

Heute mal Elvanse 70mg statt 50mg und mal wieder die große Frage was ich noch machen könnte. Ob ich überhaupt so wie ich das mache das ganze Sinn hat. Ich bin unsicher wie immer, ich brauche mehr externe Zusprüche und Einordnungen, Bewertungen und Support. Dies ist auch ein gutes Stichwort: mein 1. ADHS Doc hat nur noch Termine frühestens Mai, eher Juni, ansonsten montags eine offene Sprechstunde morgens, d.h. da kann ich mir schon mal freinehmen, Wartezeiten dann mehrere Stunden und erst mittags zuhause, aber vielleicht ist das dann einfach so? Ist nämlich auch nicht ums Eck und anstrengend und was soll ich denn überhaupt sagen? Schäme mich, weil ich (wie auch in psychotherapeutischen Behandlungen und meinen stationären Behandlungen) irgendwie nicht so richtig vorankomme, sind vielleicht meine Erwartungen zu hoch und vielleicht gar nicht erreichbar? Konkret gibt es Dinge, die sich verbessert haben, aber auch noch genug Dinge, die mich belasten, in denen ich keine Fortschritte gemacht habe. Es ist eher die Unzufriedenheit und meine Ungeduld und mein niedriges Selbstwertgefühl und -liebe. Demut und Registrierung von Dingen, die gut sind, die ich (und auch viele andere wohl) ausblende und nicht wahrnehme wegen der ganzen „Probleme“. Nicht lösungsorientiert und Blick nach vorne, Ziel(e) anpeilend und Schritt für Schritt, kontinuierlich… für mich ist dann letztlich so viel Aushalten, unter Widerwillen MACHEN und TUN, am besten 3 Dinge gleichzeitig, anstatt bewusst, achtsam und stetig ein paar kleine Schritte zu machen.

Qualvoller/anstrengender Sprint „KOMM JETZT, ICH MUSS ES MACHEN, MIR BLEIBT NICHTS ANDERES ÜBRIG, ICH WILL NICHT/ICH KANN NICHT…“ versus behutsamer/bedachter Marathon unterteilt in viele, viele Schritte und Zwischenstationen. Das war schon immer mein Riesenproblem, ich wünschte so sehr, ich wäre anders, ich kann das schwer akzeptieren. Das hat was von einem Unwetter… einem Sturm, rau und grau, unruhiges Meer, getrieben sein, unbeständig und ohne Identität und Ziel. Hat wenig Wertigkeit, hört sich das traurig an, so weit will ich nicht gehen, kurzer Exkurs in meinen „Inneres“, weiter geht’s…

Ritalin AL habe ich irgendwann mal Mitte Dez. letzten Jahres mehrere Tage genommen, 10mg dann 20mg, sogar 20-10, habe da nicht so viel gespürt, vielleicht hätte ich mal geduldiger sein sollen, aber Elvanse scheint vom Gefühl her (eher) das richtige zu sein als Medikinet (was nicht gut ging mit 40-20 bzw. 30-20, zu viele körperliche NW und das ganz OHNE KAFFEE und vor allem geistige/mentale Nebenwirkungen, die mich zurück in eine vergessen geglaubte Zeit zurückkatapultierten, mit Panikattacken, latentem Angstlevel… gut, dass das weggegangen ist / dank Venlafaxin?!) - und Ritalin geht ja eher in Richtung Medikinet als in Richtung Elvanse. Ich wünsche irgendwie ich könnte noch mehr probieren (Amfetaminsaft, ähnliche Präparate). Vielleicht wird mein Klinikaufenthalt in Bad Bramstedt irgendwann Herbst/Winter 2024 mich weiterbringen? Jedenfalls habe ich einen extremen Schiss davor, dass ich einen festen Termin erhalte (7-10 Tage vorher).

Ich wiederhole mich teilweise, glaube, dass das aber nicht schaden kann? Es ist auch immer wieder eine Art Hilfeschrei (jetzt nicht, aber ich bin schon abhängig von der Reaktion… darüber definiere ich mich auch ein stückweit leider…) Das ist auch so ein leidiger Leitsatz von mir: ich nerve und störe bestimmt, denke ich mir gerade, ich sage/schreibe zu oft ähnliches, es geht ja auch nicht richtig voran, wenig Neues, kein gutes Gefühl… :frowning:

Die bekannten Effekte von Elvanse (wie viel davon kommt, schwer zu sagen):

insgesamt aktivierter, meist besser gelaunt (am liebsten so wie ein wohliges Hintergrundrauschen, heute ist das weniger würde ich sagen, aber es ist da), gesprächiger, insgesamt die Punkte, die mich erfreuen, wenn auch irgendwie tagesabhängig…
Was hier jedoch was kontraproduktiv ist, ein wohlbekanntes Phänomen bei mir (zu wenig Stimuli, zu schnell gelangweilt?): ich mache mehrere Sachen gleichzeitig, bin auch schneller abgelenkt irgendwie? Gleichzeitig ist da ein Prokrastinieren einerseits (ich stelle mir immer wieder den Timer heute´, damit ich mal 20-30 Minuten was an meinen Bergen an Arbeit abarbeite, finde aber immer einen Weg dann doch eher was anderes zu tun… auf der anderen Seite vermischt sich das auch mal andererseits mit Hyperfokus (oder ich verwechsele hier was), das hat auch irgendwie was Zwanghaftes andererseit. Ich kann diese genannten Punkte auch echt schwer auseinanderhalten:

Vieles: Multitasking(Hyperaktivität) - Getriebensein/Tun/Machen - Eines: Hyperfokus

Chaos, aber mir geht es bis später nachmittags/abends nicht schlecht damit. Dann kommen das schlechte Gewissen, Gereiztsein, Müdigkeit/Schlappheit, teils richtig krasse Konzentrationsschwierigkeiten (so als würde ich innerlich Schielen/verschwommen Sehen, könnte nicht fokussieren, Birnchen was angebrannt? So fühlt es sich was an…)

Körperliche Symptome sind schon seit längerem schwitzige Hände/Füße (versuche meinen Kaffeekonsum jetzt mal von 3-4 Kaffee auf 1-2 Kaffee spätestens bis frühen Nachmittag runterzuschrauben) und schnellerer Puls hier und da
Und das leidige Thema Schlaf, das wird irgendwann wohl Böse enden, wenn ich das nicht in den Griff kriege… trotz Einnahme am Vormittag bin ich meistens spät abends/nachts irgendwie noch zu wach. Bin und war immer schon die übelste Nachteule, das war zu Zeiten des Studierens noch optimal, aber jetzt als „verantwortungsbewusster“ Erwachsener mit Vollzeitarbeit (wenigstens etwa 50% Homeoffice) ist das nicht ohne: unter der Woche ca. 5 Stunden im Schnitt, statt der benötigten ±7 Stunden und am Wochenende werden dann die 10-12 Stunden, die ich unter der Woche Minus nachgeholt: vorletztes Wochenende war ich ja sehr depressiv und das war beschissener als es überhaupt sein kann.
Ich hatte zudem auch mal wieder Gedanken die Beziehung zu meiner Freundin zu beenden, habe ich, wenn ic hdas Gefühl habe es ist alles Scheiße und ich kann nicht mehr, alle nerven mich besonders das nervt extrem, will meine Ruhe, will mich verkriechen wie eine Schnecke in ihr Häuschen, dazu leider ziemlich starke Gedanken „es“ einfach mal zu tun, 36 Jahre Strampeln und Rumeiern und Rumvegetieren sollten reichen, besser wird es nicht wozu also noch weitermachen? Das ging zum Glück gegen Sonntag was weg, meine Freundin ist da auch sehr empathisch und rücksichtsvoll und hat mir gesagt ich soll auf mich achten und mir gewisse Arschtritte gegeben, mich zum Spazieren getrieben, mich zum Spielen und Abschalten bewegt, das war wichtig und richtig! Und dieses Wochenende hatte ich weniger mit Depressionen zu kämpefn, aber mit extremer Müdigkeit und Schlappheit, in Zahlen: unter der Woche im Schnitt knapp unter 5 Stunden Schlaf. Am Wochenende jeweils 13-14 Stunden, heißt an den zwei Tagen am Wochenende mehr Schlaf als unter der Arbeitswoche an 5 Tagen. Das kann für Herz/Organe, Psyche nicht gut gehen und auf Dauer brenne ich vermutlich aus oder drehe komplett durch?! Sorry für die vielen Infos, bitte gerne was dazu sagen, egal ob negativ oder positiv, Rückmeldungen brauche ich irgendwie mehr als mir lieb ist (wäre lieber unabhängig und für mich alleine, aber so ganz ohne geht es leider nicht… schizoid oder nur dieser sehr introvertierte Teil in mir (ich kann auch extrovertiert und gesellig/offen/lauter sein…) und nicht belastungsfähig?

Was mir auch noch aufgefallen ist, weiß nicht genau, ob es überhaupt von Elvanse kommt oder so grundsätzlich: Ich war schon immer eher skeptisch, misstrauisch, beobachtend. Letzte Zeit fällt mir öfter auf, dass ich das teilweise echt was stärker habe oder fällt es mir nur so auf? Das ich öfters mal Gedanken ins Paranoide gehend habe (NOCH NICHT PATHOLOGISCH würde ich sagen und hoffe es zudem umso mehr :smiley: ). Da kommt bei mir die Angst hoch, dass da mehr dran ist an (Paranoia/Schizophrenie)… es ist noch nicht ganz extrem würde ich sagen, aber es ist vorhanden. Vielleicht (wenn ich so darüber nachdenke, weil mein ADHS-Arzt es mal in einem Zusammenhang genannt hat, dass ich durch Medikamente öfter so depressive Stimmungen habe: ) weil ich durch die Medikamente „aufmerksamer“ und aktiver „lebe“/tue ? Oder vielleicht ist dies ein Zeichen, dass es zuviel ist? Die 70mg heute fühlen sich nicht viel anders an als die 50mg gestern, wenn ich länger darüber nachdenke, dann wird meine Einschätzung und Bewertung aber auch verwischt, ich zerdenke und zerdenke, dabei reichte es nur in sich zu horchen und zu „fühlen“ und darauf zu vertrauen? Mit Misstrauen und Skepsis, diesmal nicht nach außen (die anderen wollen mir schlechtes, wollen mich verarschen, wollen mich klein halten, das meine ich NICHT so wie ich es schreibe, nicht so krass, aber schon irgendwie habe ich öfter solche Gedanken und Gefühle… diese sind auch sehr gut aus meiner Familienbiographie herleitbar, auch mit familienfremden Autoritäten (Triggerpunkt, bspw. Kommentar meiner Chefin, Blicke, obwohl insgesamt alles eher positiv wird übermäßig negativ interpretiert, fühle mich wie der kleine Junge, der nicht verstanden wurde und „MAL WIEDER“ schlecht behandelt wird und den keiner mag, Danke an alle Autoritäten in meinem Leben, die mich verletzt haben… wie viel ist Sensibilität oder auch Narzissmus? Vielleicht wollte ich als was Besseres/der Beste wahrgenommen werden, nie genug erhalten, immer enttäuscht? Ich weiß es nicht und das ist nicht schön, weil ich so eigentlich nicht sein will :frowning: )

Zum Schluss neben dieser immer wiederkehrenden Fragestellung „ja was ist es denn?“: Wie viel Narzissmus und Egoismus stecken in mir? Borderline? Wie viel rezidivierende Depressionen, zwanghaftes/paranoides und schizoides Verhalten gehört fest zu meinem Charakter oder darauf, wie auch Verletzungen und Narben durch frühere traumatische Erlebnisse und Bedingungen (mich nervt gerade mein Ausschweifen und Gebrabbel, ich lasse es trotzdem stehen!) - wie viel ADHS ist da denn wirklich??? Darum auch die Frage daran anschließend: Wie viel bringt/hilft mir die Medikation tatsächlich? Ich stelle mir gerade bildlich vor (kann sowas normalerweise nicht so gut, aber es ist gerade so), wie ich total aufrecht und freudig auf einem Pferd in den Abgrund reite…

Ernsthaftes Feedback ist sehr erwünscht, ich glaube aber tatsächlich, dass ich hier (mal wieder?) den Vogel abschieße mit dem ausausufernden „Tagebucheintrag“… :smiley: SORRY :frowning: LG!

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Elvanse und Venlafaxin vertragen sich laut Wechselwirkungen nicht gut, hatte aber bei 70mg Elvanse und 225mg Venlafaxin 0 Probleme. Wenn ich die Wechselwirkungen meiner Medikamente anschaue, müsste ich schon längst weg vom Fenster sein, aber diese sind meist ja nur potenziell vorhanden und müssen nicht bei jedem auftreten.

Die Ärzte müssen mittlerweile ein Programm nutzen was alle Medikamente die man bekommt untereinander abgleicht und dann mit grün, gelb oder rot anzeigt ob ok oder nicht. Rot bedeutet geht gar nicht, gelb heißt soviel wie beobachten. Bei meinen steht überall grün. Also diese Wechselwirkungschecks im Internet nehmen ja auch nur die Infos aus dem Beipackzettel, das Ärzteprogramm ist da deutlich verlässlicher.

Paar Tage Pause und dann direkt 50mg Elvanse kann nur in einer Überdosierung enden, dafür sprechen deine negativen Reaktionen, du bist eindeutig überstimuliert. Ich kam auch mit 70mg relativ klar, bis ich Pause gemacht hab und längere Zeit auf 30mg war, seitdem ist alles darüber furchtbar in Kombi mit meiner Angsterkrankung. Die Toleranz bei Amphetamin baut sich sehr schnell wieder ab und ruckzuck ist die vorherige Dosis zuviel.

Man sollte bei Elvanse im Gegensatz zu Methylphenidat einen ganzen Monat zwischen einer Dosiserhöhung lassen. Was ist denn mit 30mg? Wie gehts dir damit?

Deine Angsterkrankung ist aufjedenfall sehr stark im Vordergrund, ich erkenne mich in dir überwiegend wieder. Die kann eigenständig sein oder in Abhängigkeit mit dem ADHS, weswegen wie dein Arzt schon sagte, es sein kann dass du es absetzen kannst wenn dein ADHS gut eingestellt ist. Depressionen sind nämlich auch oft begleitet von Ängsten. Insgesamt ist deine Diagnosenkombi sehr typisch für ADHSler, fehlt eigentlich nur noch eine Persönlichkeitsstörung um es abzurunden, du bist also kein Einzelfall.

Die negativen Wirkungen von Medikinet sind übrigens ganz einfach Angstsymptome, alle Stimulanzien können das triggern und verstärken. Ich bin damals auf Ritalin auch durchgedreht, die erste Tablette war nahe an einer Panikattacke. Gestern hab ich Abends eine genommen, weil Elvanse bei mir nicht ausreichend wirkt (kann wie gesagt nicht höher als 30mg, weil sonst die Angst in den Vordergrund tritt) und siehe da, das hat wunderbar gewirkt ohne Angstproblematik, da die allgemein seit der damaligen Ritalineinnahme besser geworden ist. Aber wohl noch nicht besser genug, für Elvanse. Elvanse stimuliert halt auch deutlich mehr als Methylphenidat, weswegen das eher Ängste triggert.

Hast du einen Therapeuten? Du solltest dir einen an die Seite holen. Deine Angststörung ist extrem massiv ausgeprägt, besonders das Hypochondrische. Du achtest sehr viel auf dein Inneres und die Körperwahrnehmung was dich in Dauerstress versetzt. Ich kenne das sehr gut. Das muss unbedingt behandelt werden.

Venlafaxin aufjedenfall so lassen wie es ist, nicht absetzen. An das absetzen sollte man erst gehen, wenn die ADHS Medikation passt. Mich kitzelt es auch in den Fingern, das zu reduzieren (bin bei 150mg) aber solange die ADHS Medikation nicht passt, wird das in Depressionen und mehr Angst enden. (Venlafaxin ist glaube ich sogar 4. Wahl bei ADHS, wobei es nur minimale Verbesserung zeigt, weswegen es ansich total ungeeignet ist, aber besser als nichts)

Falls es irgendwann zum Absetzen kommt: um Venlafaxin schonend abzusetzen stellt man normal auf Fluoxetin um und setzt das langsam ab, weil Fluoxetin sich so langsam im Körper abbaut, dass das Gehirn genug Zeit hat sich anzupassen und diese Brainzaps usw nicht auftreten. In Deutschland ist dieser Weg eher Unbekannt weil die Psychiater sich oft nicht bewusst sind, wie schlimm das Absetzen bei Venlafaxin ist, aber in den USA ist das ganz normal (bekannt als Effexor-Prozac-Bridge). Glaube aber das ist mit Elvanse nicht kompatibel, bin mir gerade nicht sicher, aber das spuckt das Programm beim Arzt ja dann aus.

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Hi @YellowShard93

ich nehme das Venlafaxin seit 2012 (150mg lange Zeit, jetzt aber auch schon eine längere Zeit glaube seit 2018/2019 herum 75mg), ADHS-Medis angefangen erst im August. Aber ja Mirtrazapin zum Schlafen verschrieben von Psychiaterin vor ewig langer Zeit (aus Angst eben, dass da schlimmere NW und im schlimmsten Fall das Serotoninsyndrom eintritt) oder eben Trazodon, beides zum Schlafen: nicht genommen, will auch nicht so viel nehmen, irgendwann reicht es.

Du meinst nach Wochenende OHNE Elvanse kann ich nicht wieder mit 50mg starten? Heute ist ja Dienstag, normalerweise nehme ich 50mg die letzte Zeit.

Ich habe ja mit 30mg gestartet, da habe ich nicht so viel gemerkt, gefühlt mehr negative Symptome, fühlt sich irgendwie unterdosiert an. Ich könnte es nochmal ausprobieren mit 20-30mg, aber gefühlt ist das zu wenig, 70mg wohl dann zu viel. Soweit war ich auch schon… ODER aber die richtige Dosis ist noch höher/noch niedriger als dieser Bereich 20-70mg… mit 10mg fühlte ich mich mehrere Tage (da ging es mir generell schlecht, war AU und wollte das ich irgendwie voran komme…) nicht gut. Bin dann wieder zurück zu 30mg, später zu 50mg.

einerseits gut zu wissen, das mit der PS macht mir jedoch was Angst. Ich habe diagnostiziert ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstruktur. Mehrmals Borderline/Narzissismus (da Angst, dass es auf mich zutrifft) sowohl bei langjähriger Psychotherapeutin, Psychiaterin und anderen Psycho-Fachärzten/-leuten immer wieder klar abgewiesen. Wohl aber (Psychotherapeutin) wenn dann etwas schizoides, wenn auch nicht krass ausgeprägt. Das sei aber genau das Gegenteil vom Narzissten so in etwa, daher auch ein Ausschlusskriterium (mehr oder weniger?!)

interessant, denn unter Elvanse (auch überdosiert) fühle ich mich besser als unter Medikinet damals (Einstiegsmedikament). Das hat Unruhe, Aggressionen, komische Gedanken (Ängste?) und letztlich Panikattacken ausgelöst. Die hatte ich gut 10 Jahre bis auf 2-3 (ist ja nichts) Attacken sehr, sehr gut im Griff (Venlafaxin!!!) Meine Erfahrung wäre also genau gegenteilig zu deiner. Vielleicht ist Ritalin besser, hatte es (Ungeduldigkeit… :confused: ) leider nur 4-5 Tage getestet. Habe nicht viel gespürt, aber zumindest auch nicht viel negatives wie bei Medikinet (Herzrasen, Druck, Kopfschmerzen… später fing es dann an mit Unruhe/Aggressionen etc. wobei es für mich auch nicht einfach ist auseinander zuhalten was kommt vom entsprechenden ADHS-Medikament, was sind weitere Faktoren die reinspielen. Ich bin grundsätzlich oft gestresst, schlafe immer spät, aktuell sehr spät, kann nicht so gut abschalten, das war schon immer so leider… paradoxerweise (ich weiß nicht, ob das so gut zusammenpasst, finde aber schon) bei Cannabis Angst und Panik gekriegt, weil mich das so runtergeholt hat PLUS bewusstseinsverändernde Faktoren, die ich wahrgenommen habe und ausgeflippt bin… leider ist das nichts für mich (schade eigentlich…)

wie schon erwähnt ja und „story of my life“. Scannen (außen) und auch mich selbst, ängstlich-vermeidende Akzente. Mein Fluchtinstinkt/Widerstand ist oft groß. War aber auch mal schlimmer und glaube (hört sich doof an) es gibt schlimmere Fälle. Aber ja, ich habe dieses ängstliche, sensible und eben dieses Paranoide (Hypochondrie ist damit auch sehr gut verbunden/daraus resultierend).

krass, das macht mir ja richtig Hoffnung, denn vor diesen Brainzaps habe ich richtig viel Respekt und Angst, merke es ja auch, wenn ich bspw. mal 28/30 Stunden kein Venlafaxin genommen habe: 1 Gedanke AAAAAAAAAH, direkt nehmen! Schlimm was da so nach 24 Stunden etwa passiert, früher oder später je nach dem. Also das wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind. Wer es nicht erlebt hat kann sich nicht vorstellen wie UNANGENEHM sich das anfühlt…) Das werde ich mal ansprechen. Ich habe es ja auch oft gemerkt: unter 75mg geht es nicht gut und vielleicht ist ja selbst DAS zu wenig? Habe es auf eigene Faust damals reduziert und dabei geblieben, 37,5 war dann nach 3-4 Monaten zu heftig… aus „bringt gar nichts, will es nicht mehr nehmen“ zu „scheiße, das bringt wohl doch was?“

Kompliziert alles :confused:

Ach, wegen Serotonin-Syndrom mach dir da mal keine Sorgen! Was ich vor meiner ADHS Diagnose an Substanzen gemixt habe um mich irgendwie in den Griff zu kriegen, die allesamt auf Serotonin gehen…so schnell geht das nicht.

Ok, nur ein Wochenende ohne Elvanse sollte nicht viel an der Toleranz machen…dachte das war deutlich länger…klar kannst da die normale Dosis wieder nehmen.

Warum macht dir eine PS Angst? Im wahrscheinlichsten Fall ist es Borderline, da hat man teils narzisstische und schizoide Züge und viele sind (sorry) zu blöd es zu erkennen, weil Borderline sehr komplex ist. Man nennt es ja so, weil es an viele andere Diagnosen angrenzt, aber keine erfüllt und deswegen eine eigenständige Diagnose ist. Der richtige Begriff ist ja emotional-instabile Persönlichkeitsstörung. Borderline ist mittlerweile eigentlich veraltet, vorallem weil der Begriff zu negativ behaftet ist.

Cannabis ist absolut kontraproduktiv bei ADHS und Angstproblematik, beides wird dadurch auf Dauer massiv verstärkt. Lass bloß die Finger davon, auch wenn es ADHSler geben mag, die auf Cannabis schwören. Auf Dauer macht es aber nur noch unruhiger.

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naja, das Risiko ist trotzdem da und mit ner Angststörung… :smiley:

nein, ich hatte mal ne zeitlang (da war ich aber auch krank) über die feiertage mal so 5-7 Tage nichts. Ansonsten mache ich meistens nur das Wochenende Pause, weil ich da auch sehr lange penne (s. Problem mit dem Schlaf…)

tja und das ist auch meine Angst. Bisher immer negiert, meine Therapeutin hat mich mehrmals lange versucht mental gerade zu drücken „ich hatte und habe genug BPS Patienten, sie passen da überhaupt gar nicht rein“ … ach ich weiß es auch nicht, wenn ich BPS habe, dann auf jeden Fall nicht stark, aber gewisse Tendenzen… ADHS und BPS sind ja in gewissen Punkten sehr ähnlich/kaum voneinander klar zu trennen und BPS ist schneller diagnostiziert als eben ADHS… ich weiß es nicht :frowning: aber nicht gut, dass so nochmal zu hören.

Cannabis nie wieder… 15 Jahre, zum ersten mal gekifft, mit etwas Bier… hat schön Panikattacken fürs Leben provoziert inkl. mehrjähriges Gefühl, dass bald die Schizophrenie/psychose ausbricht… nicht schön. Also das werde ich auc hnie wieder probieren!

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Hey @YellowShard93,

Ich finde ein paar deiner Aussagen ein bisschen schwierig:

Woher hast du das? Das hab ich noch nie gehört oder gelesen.

Das ist deine Mutmaßung (die ja stimmen kann), aber du weißt es nicht!

Ich finde das irgendwie schwierig. Auch wenn es stimmen mag, du bist dir so sicher in deinen Aussagen, als wärst du der behandelnde Arzt…

Du bist nicht @Raphael s Arzt und da würde ich mich mit solchen Empfehlungen sehr zurück halten! Es geht ja eher um die Formulierung, alternativ wäre z.B. „Ich an deiner Stelle würde das Venlafaxin erstmal nicht absetzen.“

Noch nie gelesen, woher hast du das? Soweit ich informiert bin, ist Venlafaxin komplett ungeeignet ADHS zu behandeln.

Das finde ich richtig fahrlässig zu sagen! Da kannst du einfach nicht von dir auf andere schließen, weil das schlicht nichts aussagt. Natürlich sollte man das Serotonin-Syndrom auf dem Schirm haben und bei 2 serotonerg wirkenden Medikamenten vorsichtig sein und ärztlich gut beraten.

Finde das wirklich kontraproduktiv.

Meine Absicht ist es nicht, dich hier zurecht zu weisen. Und ich meine das auch nicht böse, sondern eher als konstruktive Kritik. Ich hoffe, du verstehst das? :slight_smile:

Liebe Grüße!

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Aussage 1: Mein Psychiater

Aussage 2: das liest man aus den Symptomen, wenn man selbst schon öfters überdosiert war (Ich bin EX-Straßenamphetaminkonsument) dann erkennt man das.

Aussage 3: Ich hab genau das selbe Krankheitsbild, mittlerweile ist es besser, aber bei mir war es genau so ausgeprägt. Im Prinzip hätte ich „“ hinzufügen müssen, als Zitat meines behandelnden Arztes.

Aussage 4: Nein, das ist mit Absicht ganz klar so formuliert. Ich hab das in seiner Situation hinter mir und es wird in einer Katastrophe enden. Dazu muss ich nicht sein Arzt sein. Ich merke seinen Druck wie er es absetzen will, aber die Zeit ist noch nicht reif.

Aussage 5: Puh, aus einer Übersicht über ADHS Medikation. Das Venlafaxin nicht wirklich geeignet ist, habe ich ja erwähnt.

Aussage 6: Weißt du wieviel Konsumenten ich kenne, die mehr als 2 serotonerg wirkende Substanzen mischen und keiner davon ein Syndrom entwickelt hat? Das Risiko ist natürlich immer da, aber so schnell geht das nicht.

Aussage 7: Was ist daran kontraproduktiv? Borderline und ADHS ist eine typische Kombination und passt zu seinen Beschreibungen der Symptome. Bei mir wurde jahrelang ADHS nicht diagnostiziert weil man alles auf mein Borderline geschoben hat.

Ich hab mehrere Fachbücher gelesen, immer wieder Psychiatrieaufenthalte mit Kommentaren im Bericht, dass ich „sehr dem Personal zugewandt bin“ weil ich die bis auf den letzten Nerv über ihr Fachwissen ausfrage und setze mich mit dem Ganzen seit 15 Jahren ausseinander und jeden Arzt quetsche ich aus, ob er noch Infos für mich hat, die mir unbekannt sind.

Ich weiß nicht wie man Schizophrenie behandelt, ich weiß nicht wie man Anorexie diagnostiziert und ich hab keine Ahnung welches Medikament bei Autismus ideal ist, aber ich besitze soviel Fachwissen über Angststörungen, Borderline und Substanzen die aufs Gehirn wirken (Egal ob Drogen, ADs, Neuroleptika oder sonst was) dass ich hier ganz genau weiß was ich schreibe. Dafür brauche ich keinen Doktortitel.

Natürlich bin auch ich nicht perfekt und vor Fehlern nicht geschützt, aber das ist ein Arzt genauso wenig.

Tut mir leid, aber ich pausiere grad meine Medikation und bin etwas (sehr) gereizt heute.

Zudem mag ich es absolut nicht, wenn ich mich rechtfertigen soll, wieso ich welche Äußerung treffe, denn wenn ich von etwas keine Ahnung habe oder mir nicht sicher bin, dann sag ich nichts dazu. Aber hier ist der Fall sowas von glasklar, da leg ich meine Hand ins Feuer für jede meiner Aussagen.

Aber ich lass es hiermit auch. Ich hab unzählige Gespräche wie das hinter mir, wo Leute kommen und mich kritisieren wollen aber gar nicht meinen Hintergrund kennen. Es ist einfach nur noch mühsam und verdirbt mir die Laune.

Hey @YellowShard93 ,

Ich zweifel ja gar nicht an, dass du viel weißt und gut informiert bist. Mir geht es eher darum, dass man von eigenen Erfahrungen (inkl. denen von X anderen) nicht auf andere schließen sollte. Und wenn doch, dann eher in Form von „Bei mir ist das ähnlich, ich kenne das so…“.

Was du aber tust sind Ferndiagnosen stellen - das ist ja etwas ganz anderes. Es geht um die Formulierung von dem, was du sagst. Inhaltlich (bis auf die 2-3 Punkte) mag das ja stimmen, aber du kannst es trotzdem nicht 1:1 auf eine dir vollkommen fremde Person im Internet münzen.

Ich hab auch jahrelang Venlafaxin genommen und das absetzen war der Horror. Deshalb würde ich das natürlich nur dann empfehlen, wenn es ärztlich gut betreut wird! Das sind aber andere Aussagen als „Venlafaxin auf jeden Fall nicht absetzen.“
Verstehst du, was ich meine?

Auch ich bin jahrelang mit einer (falsch diagnostizierten) BPS rumgelaufen - also auch da hab ich Wissen. Trotzdem würde ich es mir niemals anmaßen zu glauben, jemand anderem eine Diagnose geben zu können. Auch schrieb @Raphael ja mehrmals, dass es bei ihm schon oft ausgeschlossen wurde. Wenn ich dann an seine Angsterkrankung denke, dann macht es doch absoluten Sinn, dass es sich mies anfühlt, das geschrieben zu bekommen.
Denn das macht ja auch die Angsterkrankung: Schon ist der Zweifel wieder gesäht und das ist doch nicht hilfreich.

Ich weiß, dass du hier helfen möchtest und das ist auch echt toll! Meine Kritik an dich ist nicht aus irgendwelchen besserwisserischen Gründen oder weil ich es toll finde, dass jemand sich rechtfertigen soll. Es sollte wirklich nur konstruktive Kritik sein, kein bisschen böse gemeint - kannst du das annehmen? :slight_smile:

Das versteh ich, das machts natürlich umso schwieriger dann sowas zu lesen.

Ich hoffe, ich konnte das hier etwas aufklären!

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An deiner Stelle würde ich mich noch mal bei denen melden und meine akute Situation schildern. Vielleicht, könnten sie den Beginn der Maßnahme vorverlegen. Oder sie haben Tipps oder Anlaufstellen, die dich bei der Überbrückung der Zeit bis zur Maßnahme unterstützen. Mir kommt es so vor, als benötigst du dringend nen Profi, der dich durch deinen Dschungel an Ängsten, Befürchtungen, Erfahrungen, Zuskunftsvisionen, emotionalen Verstrickungen, Selbstsabotagen, körperlichen Reaktionen, gefühlten und realen Diagnosen, Wirkungen und Nebenwirkungen führt.

Ich drück dir die Daumen, dass du da durch kommst!

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Das Ding ist: ich bin teilweise (das ist dann wohl mit Sicherheit dieser ängstliche Teil in mir) ziemlich leicht zu beeinflussen, was Krankheiten und anderes angeht. Ich finde es auch nicht so toll und hilfreich, dass mir jemand sagt du hast Borderline (hat mir bisher noch nie jemand so gesagt weder in Foren, in echt, seitens diverser Ärzte/Psychotherapeuten/Psychiater etc. Das EINZIGE mal, dass mir eine emotional-instabile Persönlichkeitsakzentuierung (!) diagnostiziert wurde war 2012 in der Schönklinik Bad Arolsen, komplett andere Lebensphase, absolut fertig da angekommen, Panikattacken ohne Ende, viele Konflikte im richtigen Leben auf allen Ebenen und derjenige der mir die Diagnose gab war der (sehr) junge Psychotherapeut. Auf Nachfrage, Rücksprache mit anderen Psychotherapeuten vor Ort und auch später zuhause, wurde das alles relativiert bzw. immer wieder dementiert. Meine hypochondrische/ängstliche, sensible, misstrauische, leicht paranoide Art erlaubt es mir SELTEN etwas zu akzeptieren und so stehen zu lassen. Da gab es früher (vor Venlafaxin?!) so oft heftigste Zustände, Probleme auf allen möglichen Ebenen… weiß gar nicht wie ich alles immer geschafft habe ob SChule, Studium,… andere hätten sich 3x umgebracht/wären komplett durchgedreht. Ich finde das aber nicht bemerkenswert stark und kann das schwer wertschätzen, weil ich IMMER noch durch diese Phasen der Depression, Zweifel/Unsicherheit und diversen Problemen gehe und das Abschalten, Schlafengehen,den Alltag einigermaßen gut hinrkiegen eine Herkulesaufgabe ist.

Und dann lese ich nett gemeinte Dinge, die mich aber auch ein stückweit verunsichern und auch runterziehen, entwerten was ich bisher gemacht habe, Bemühungen und Kämpfe für was? Zum Durchhalten, Überleben, ohne wirkliche Ziele. Das hört sich so phlegmatisch und polemisch an, ich übertreibe gerade auch etwas.

Also wenn ich BPS haben SOLLTE, dann ist das aber ON TOP und meiner Meinung nach auch nicht stark ausgeprägt. Wäre aber natürlich für mich beschissen:

Einerseits bin ich dem so oft nachgegangen und habe Fachleute „genervt“, auch im Privaten, meine Freundin… mein Vater (Arzt) war damals immer besonders da, wenn es mir nicht gut ging, deswegen ging es mir auch öfters mal nicht gut (Frage und Aussage in einem)

Und zu den ganzen Diagnosen, den ambulanten Psychotherapien, stationären Behandlungen, Gruppentherapien (aktuell, seit mehreren Jahren!) soll ich jetzt DOCH noch BPS haben? Es reicht doch was ich hatte und habe und es ist nervig und anstrengend genug wie ich einigermaßen so durchs Leben komme… wo soll ich denn anfangen, wo kann ich Fortschritte machen?

Ich weiß nicht was ich dazu noch sagen kann, habe auch oft das Gefühl, dass ich mich nur wiederhole und mit dem Wissen und dem Mindset, dass man NIE so richtig „normal“ funktioniert und immer wieder Probleme hat macht einen im Alter nicht glücklicher und zufriedener.

In 1 Woche habe ich einen Termin beim 1. ADHS-Doc, muss nochmal besprechen wg. Elvanse und (WIEDER MAL) wegen Venlafaxin/weiteren Möglichkeiten. Das Trazodon was er mir verschrieb (wie auch meine Psychiaterin vor vielen Jahren Mirtazapin verschrieben hat) habe ich ja aus Angst und auch was Sturheit nicht genommen. Es reicht doch auch mal, ich will das es voran geht (jedenfalls der Teil, der nicht Selbstsabotage betreibt und Trübsal bläst → inneres Kind?) beim anderen ADHS-Doc, der die Diagnose ja bestätigt hat und nach Schilderung der vorigen Diagnose und Medikation ohne großen Erfolge von einer mögliche falsch-positiven Diagnose sprach, bin ich die Woche darauf. Aber auch das strengt an und ich weiß gar nicht, was ich da sagen will, das Ritalin was er mir verschrieben hat nahm ich ja nur so 4-5 Tage. Er könnte mir aber zumindest das Elvanse verschreiben: können mehrere Ärzte einem Elvanse verschreiben oder gibt es da Ärger mit/von der KK?

Jedenfalls geht mir alles einfach nur auf die Nerven. Vollzeitjob, Stress, ich kann mir einige Dinge leisten, aber so richtig Interesse außer zocken und rumgammeln ist da nicht wirklich. So bleibt es beim tun, machen, nachdenken, probieren, nachdenken ohne großen Ertrag und Fortschritte, wenig effektiv und produktiv (Erwartungen zu hoch/unrealistisch/falsche Leitsätze?) dazwischen immer wieder Pausen, rumgammeln, aber dann doch wieder zusammenreißen, „Ach Scheiß doch auf alles/F**kt euch alle!“, damit ich nicht durchdrehe… was ist das denn für ein Leben? Auf der Arbeit und sonst sehen mich alle als normalen/stabilen,kommunikativen/empathischen Typen, aber diese Maske aufzubehalten und das Zusammenreißen ist ziemlich anstrengend. Merke ich ja immer im Büro/wenn ich länger in so unangenehmen Situationen bin. Ach… blablabla, was hat das jetzt gebracht? Das habe ich so oder so ähnlich nicht nur HIER schon oft gesagt, geändert hat sich für mich nicht viel. Würde gerne akzeptieren und einfach dumm und normal durch das Leben gehen. Freuen auf den/die jährlichen Urlaub/e (den ich das letzte mal vielleicht vor 15 Jahren gemacht habe), auf irgendwas hinarbeiten, Ziele haben, wissen was einem wirklich wichtig ist, das tun was einem wirklich gut tut und anderes meiden… aber mein Hirn ist komisch…

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