Retardiert oder unretardiert, wie einnehmen

Ich habe medikinet adult 20er und 10er… ( eingestellt vom Arzt auf 30mg am Tag (die sind retardiert - was wohl lediglich langzeitwirkend heißt?!

Schnellwirkende habe ich aber ebenfalls in 10mg die für Erwachsene normaler Weise nicht empfohlen werden… steht nicht retardiert drauf

Nach meines Erachtens kann ich mit den Schnellwirkende besser umgehen… ( da nimm ich die gleiche Dosis am Tag ( 30 mg

Ist das bei euch ähnlich??
Deswegen denke ich darüber nach nur die Schnellwirkende zu benutzen
Die Funktionieren auch besser zur direkten Konzentration beim Sport

Ja die Adulten sind langzeitwirkend, die meisten sagen retardiert. Für die Erwachsenen heißen die Adult und sind aber äquivalent zu Medikinet reatrd für Kinder.
Die schnellwirkenden (unretardiert) wird halt der Wikrstoff sofort freigestetzt.

In 10mg Medikinet Adult sind quasi 2x 5mg unretardiert.

Da die unretardierten für Erwachsene nicht zugelassen sind ist echt nervig für uns.

Ich habe 10mg Adult mit der Dosiereung 10mg/10mg/10mg

10mg habe ich auch die unretardierten. Die Teile ich auf 5mg und manchmal auch auf 2,5 mg.
Ich spüre da auch etwas schneller die Wirkung und etwas deutlicher.

Ich nutze beides und setzte es je nach Tagessituation ein.

Das kannst du relativ einfach erkennen, weil die langzeitwirkenden sind immer Kapseln, und die kurzwirkenden sind immer Tabletten. (Schnell wirkend wäre irreführend, denn die Zeit bis die Wirkung eintritt ist dieselbe, aber die Kapseln wirken eben doppelt so lange.)

Und wenn du die gleiche Dosis am Tag nimmst, musst du bei den kurz wirksamen Tabletten natürlich die halbe Dosis doppelt so oft nehmen, also 15 mg sofort und 15 mg zu einem späteren Zeitpunkt, das machst du dann auch?

Und bei den Kapseln- nimmst du die 20-er morgens und die 10-er mittags? Die Tabletten müsstest du dann viermal nehmen (also 10, 10, 5, 5 mg) für dieselbe Wirkung.

Verstehe ich nicht.

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Bei den schnellwirkenden ( es sind Tabletten ) nehme ich auf Anhieb 20mg und werfe dann wenn die Wirkung nachlässt im 10 mg takten nach… ( wenn ich ein Tischtennis-Spiel im Verein mache werfe ich dann beim einspielen also 10 mg nach, dann ist die Konzentration bei Spielbeginn da.

Also eigentlich nehme ich dann insgesamt 40mg

Die Kapseln geben den Wirkstoff ja in Interwallen ab,
Wenn ich aber Zeitpunkte im Leben abschätzen kann wann die Konzentration höher sein sollte ist es doch im Alltag besser zu nutzen, oder?

Hallo Gorgy,

darf ich sagen, dass sich dabei meine Stirn leicht kräuselt?

Ich finde es wesentlich besser, eine gleichbleibende Wirkung über den Tag anzustreben und daher täglich dieselbe Menge zu denselben Zeiten zu nehmen. Das heißt, natürlich ändern sich auch bei mir die Zeiten jeden Tag ein Bisschen je nachdem wann ich aufstehe, aber eben die Rhythmen sind dieselben jeden Tag.

Wenn du morgens gleich 20 mg unretardiert nimmst, dann kann ich verstehen dass du die Tabletten als besser empfindest. Für dieselbe Wirkung müsstest du ja gleich eine 40-er Kapsel nehmen.

Und bitte vermeide es zu warten bis du merkst dass es nachlässt- dann ist es natürlich zu spät. Denn bis die Tablette wirkt braucht sie ja 25-30 Minuten. Du musst nachnehmen eine halbe Stunde bevor es erfahrungsgemäß nachlässt. Die Berg-und-Talfahrt schlaucht total.

Eigentlich dürften drei Tabletten über den Tag nicht reichen, eine Kapsel schon gar nicht? Als ich noch Tabletten genommen habe, nahm ich 5x am Tag, heute nehme ich morgens eine Kapsel, mittags eine Kapsel und spätnachmittags eine (halbe) Tablette.

Und wenn du dann für dich eine Einstellung gefunden hast, die eine kontinuierliche Wirkung bis zum Abend bringt, brauchst du auch nicht mehr immer in dich reinhören (das nervt auf Dauer auch) und musst auch nicht bei Tischtennis oder sonst einem Anlass extra was nehmen.

Ich finde es total wichtig, bis ca. 20:00 Wirkung zu haben, weil gerade am frühen Abend ganz viel in der Familie läuft und mein „impulsives Ich“ :roll: eine Zumutung für Frau und Kind(er) ist. Und für mich selbst auch, Gelassenheit ist unbezahlbar.

Und wenn du viele Jahre ein Medikament jeden Tag nimmst (ich mache das seit 2003), wird es ein unspektakulärer Bestandteil des Lebens. Ich würde nicht auf so Wörter wie einwerfen oder nachwerfen kommen.

Der Beitrag ist eben erst dazu gekommen. Nein, eine Einnahme nach Bedarf bringt nach meiner Erfahrung nichts. Also erstmal, die Kapseln sind so konzipiert dass du die Intervalle gar nicht bemerken solltest. Das gelingt leider nicht immer, aber es ist das Ziel.

Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Dosis über den Tag ausreichend ist, nicht zu niedrig und nicht zu hoch (ich nehme morgens eine stärkere Kapsel als mittags, aber im Ergebnis ist es gleich) und vor allem ohne Unterbrechung. Nähme ich dann mehr um in einer bestimmten Situation besonders konzentriert zu sein ginge das schief, dann wäre ich nur zappelig.

Umgekehrt, wenn du das Gefühl hast eine bestimmte Dosis für deine Tischtennisrunden nehmen zu müssen um dann besonders konzentriert zu sein, dann bist du ohne Tischtennis möglicherweise unterdosiert. Oder wie oben schon vermutet nicht unterbrechungslos dosiert.

Wie alt bist du? Wann wustest du bei dir das du ad(h)s hast? Und wie lange nimmst du medikinet oder ähnliche Medikamente (Drogen… :roll_eyes:

Denke Infos nehme ich gerne an
Grade bei Tischtennis ist das seltsam bei mir ( durch hyper fokussieren und rummschreien in meine Leistungen gekommen… ( jetzt Medikamente


Die gibts übrigens auch mit 5 mg.

Kannst du damit besser Sport treiben?,
Sollte ich Hyper fokussieren nicht mehr anstreben?

Ich merke gerade, wir haben den Vorstellungsthread von Mlan gekapert. Tut mir leid. Vielleicht sollten wir den Teil ab heute 19:36 abtrennen (ich müsste mal Ulbre fragen wie das geht).

Edit: So, geschafft, wieder was gelernt. :smiley:

Ich hoffe jeder findet das Thema wieder. :lol:

Achso, neues threat

Ich bin 54 und habe meine Diagnose 2003 mit 37 bekommen. Seitdem nehme ich Methylphenidat.

Drogen? Nee, noch nie. Okay, bis zum oben genannten Zeitpunkt schwarzen Tee, und zwar sehr starken und mehrere Kannen pro Tag.

Wann wusste ich das? Rückblickend verwunderlich, dass ich es nicht wusste. Denn unser großer Sohn nahm seit 2000 Ritalin, seitdem beschäftige ich mich mit dem Thema- allerdings erstmal ohne das auf mich zu beziehen. :lol:

Dann fand ich bei einer Tagung auf einem christlichen Büchertisch ein Buch über ADHS bei Erwachsenen, das war dann der Augenöffner.

Edit: Du hast den neuen Thread entdeckt, da bin ich aber beruhigt. :sunglasses:

Ist es ‚‘ ach du schreck! ‚‘, von Arno Backhaus?

Dann kannst du dich genau in mich einfühlen,… bei mir ging an dieser Stelle mit 39 das Licht auf… Seit42 bekomme ich Ritalin offiziell ( jetzt bin ich 44


Ich weiß, aber die gibt es nur als 50 Stück
die 10mg auch mit 100 und ist etwas günstiger und komme dann ja noch länger bei 5mg damit hin und kann auch auf 2,5 mg vierteln.

Ich habe auch diese 100er Pack, kann man halbieren ( blau, ganz bisschen grüne Packung - TAD Pharma

Nein, es war Eins nach dem Anderen von Lynn Weiss. Arno Backhaus kenne ich zwar schon lange, aber sein ADS-Buch erschien erst später.

Diese Buch interessiert mich und demnach ist es eine Empfehlung von dir ( eins nach dem anderen ist ja unsere Schwäche, diese Schwäche erkenne ich jetzt sehr stark da man instinktiv versucht alles durch Selektierungszwang an zu gehen

Bist du demnach ein gläubiger Mann?

Das AD(H)S nicht immer in so harmonische Familiensituationen führen muss wie bei dir ist dir bewusst ( empfindest du das als großes Geschenk?

Hallo Gorgy,

ich habe das Buch gestern noch mal angeguckt und muss dir leider sagen: Nein, ich kann es nicht empfehlen. Es war das erste, aber nicht das beste Buch über ADHS bei Erwachsenen, das ich gelesen habe. Aber um Parallelen zu entdecken und den Weg bis zu meiner Diagnose in Gang zu setzen reichte es.

Ja, ich glaube an Jesus. :smiley:

Oh ja, das ist mir sehr bewusst und ich empfinde es täglich als Geschenk.

Warum du es nicht empfehlen kannst, würde mich interessieren.