Ritalin unretardiert bei Ersteinstellung

Du bist jetzt etwas leichtfertig mit einem Korruptionsvorwurf.

Der auch noch unplausibel ist. Die Pharmafirmen wollen Geld verdienen mit Retardkapseln, solange sie unter Patentschutz stehen. Mit unretardierten Tabletten, die jeder nachmachen kann, können sie keinen großen Profit mehr machen. Dafür wird keine Firma einen Arzt bestechen.

@Justine Das ist jetzt eine interessante Perspektive. Den erwachsenen ADHS-lern, die vor 2011 mit Methylphenidat behandelt wurden, blieb ja nicht anderes übrig als unretardiertes MPH. Was sie selbst bezahlen mussten - aber die noch teureren Retardkapseln wären demgegenüber der pure Luxus gewesen.

Ab 2011 (Zulassung von Medikinet Adult) und noch mehr ab 2015 (Zulassung von Ritalin Adult) war es dann genau umgekehrt - die Kapseln werden von den Kassen übernommen, aus eigener Tasche Tabletten zu bezahlen ist im Vergleich natürlich teurer.

Wie mensch eindosiert wird, entscheidet sich damals wie heute durch finanzielle Sachzwänge, und nicht dadurch was vielleicht sinnvoller wäre.

Untersucht wird ja alles Mögliche, ich kann mir gar nicht vorstellen dass noch niemand das Eindosieren mit Tabletten oder Kapseln verglichen hat - dennoch sagt der von dir zitierte Rosenfluh-Text, die Dosisfindung mit Tabletten sei nicht evidenzbasiert. Spannend.