Sicherung der Diagnose mit Medikation?

Hallo zusammen,

Dieser Thread ist zwar schon super alt, aber da ich gerade eine ähnlich merkwürdig Situation erlebt habe, dachte ich schreib ich hier einfach mal rein.

Ich befinde mich derzeit in der Diagnostik bei einem Arzt und Therapeuten der selber ADHS hat. Wir gehen dort keine Fragebögen durch sondern reden einfach im Rahmen von Therapiesitzungen.

Nach zwei Sitzungen teilte er mir mit, dass er gerade in seinem Kopf die Diagnose gesichert habe. Nach der dritten Sitzung hat er mir Medikinet verschrieben.

Meine Erfahrungen damit waren durchwachsen. Bei 10-10-0hat es gut gegen die innere Unruhe und die Anspannung gewirkt und ich habe einen kleinen Effekt auf die Konzentration festgestellt - allerdings nicht den ganzen Tag über sondern nur in einzelnen Situationen. Die Wirkdauer war bei mir allerdings nur ca. 3 Stunden, was echt doof war als die Wirkung plötzlich mitten am Tag während der Arbeit nachließ und ich quasi im Meeting „eingebrochen“ bin - war plötzlich total unkonzentriert und hippelig. Also hoch auf 20-20-0. Die Wirkung war ähnlich, eher unkonstant aber wieder gute Wirkung auf die Anspannung und Unruhe. Dafür war die Wirkdauer länger, ca. 5 Stunden. Aber abends hatte immer wieder diese „Einbrüche“ und war wieder total angespannt und meine Gedanken kreisten.
Heute habe ich dann mal 30mg probiert. Das fand ich aber eher unangenehm. War wieder etwas unruhiger und habe mich irgendwie komisch gefühlt. Am Ende der Wirkdauer dann totaler Einbruch. Komplett hippelig, keine Konzentration, Mega fieses Gefühl. Die zweite Dosis hab ich dann gar nicht mehr genommen.

Konnte dann kurzfristig in die Praxis kommen. Das Fazit meines Therapeuten: wenn ich so auf die 30mg Medikinet reagiere, kann ich kein ADHS haben. Dass ich mich bei 10 und 20mg besser gefühlt habe läge daran, dass mich das Amphetamin positiver bestimmt hätte.

Ich bin gerade echt verzweifelt. Ich war und bin mir immer noch so sicher, dass ich ADHS habe. Ich verrenne mich eigentlich nicht so in etwas.

Bitte macht mir Mut :slightly_frowning_face:

War es den unretardiertes Medikinet oder Medikinet Adult? Und wieviel Tage hast du jeweils die Dosis beibehalten und wann erhöht ?

@Nelumba_Nucifera

Es war Medikinet Adult.

Ich habe zunächst einen Tag 10-10-0 genommen. Da mein Therapeut schon meinte, dass das zu wenig für mich wäre (bin übergewichtig), habe ich direkt am darauffolgenden Tag hochdosiert auf 20-20-0.

20-20-0 habe ich eine Woche lang genommen.

Und heute dann einmalig 30-0-0.

Hast du ausreichend zur Einnahme gegessen und auf Koffein verzichtet?

@Nelumba_Nucifera

Koffein habe ich gar nicht zu mir genommen. An den ersten beiden Tagen hab ich mittags ne Cola getrunken, bis mir aufgefallen ist, dass das ja auch Koffein ist :see_no_evil:

Vor der Einnahme habe ich immer etwas gegessen. Heute Morgen allerdings nur ne kleine Banane weil ich keine Zeit und keinen Hunger hatte. Die meistens anderen Tage morgens ein Brötchen und mittags ne normale Portion Mittagessen aus der Kantine.

Ich bin außerdem seit der ersten Einnahme erkältet und bekomme irgendwann in den nächsten 2-3 Tagen meine Tage. Weiß nicht ob das auch ne Rolle spielt.

Der Zyklus spielt bei uns Frauen difinitiv eine Rolle .
Ich musste bei Medikinet Adult nach 2 ½ h was essen damit die zweite Phase auch gut funktioniert, vielleicht hattest du deswegen nach 3h schon das Gefühl das es nicht mehr wirkt .
Dann steht die Höhe der Dosis nicht unbedingt in Verbindung zum Gewicht .
Die abendlichen Probleme könnten ggf mit einer dritten Dosis aufgefangen werden .

Ich würde Erkältung und Menstruation abwarten und dann noch mal neu starten .

Passend in der Mitte noch was essen und vielleicht 20/10/10 versuchen wenn für deinen Arzt ok?

Die Aussage von ihm zu der Wirkung/ Auswirkung bei dir kann ich nicht nachvollziehen habe ich so auch noch nicht gehört .

Okay danke für deine Empfehlung. Ich bespreche das mal mit meinem Arzt. Hoffe er lässt mich einen weiteren Versuch machen. Er hat sich jetzt nämlich glaube ich auf einen Mix aus verschiedenen Persönlichkeitsstörungen eingeschossen, die zusammen ähnliche Symptome wie ADHS verursachen und möchte, dass ich eine Therapie machen.

Therapie schön und gut aber mein Bauchgefühl schreit, das ist es nicht oder zumindest nicht alleine. Vor allem weil ich die Symptome eigentlich alle habe - und ich habe mich wirklich gut informiert. Und alle schon seit meiner frühen Kindheit.

Kann es auch sein, dass Medikinet nicht das richtige Medikament ist? Oder muss man eine bestimmte Reaktion auf Psychostimulanzien zeigen, um zu wissen ob sie überhaupt in Frage kommen?

Puh Mix aus Persönlichkeitsstörungen klingt ja nicht sehr Hilfreich . Vor allem wenn es so wäre könntest du ja trotzdem noch ADHS haben und behandeltes ADHS hilft einem ja auch bei den anderen Baustellen .
Therapie machen wäre doch eh immer hilfreich und auch hier könnte die Medikation helfen.

Medikinet kann auch das falsche Medikament sein, was man aber nach so kurzer Zeit noch nicht sagen kann, zumal Zyklus und Erkältung noch dazu kam und das passende Essen zu den Phasen auch noch fehlte.

10 mg und 20 mg haben ja schon mal was bewirkt nur der Rebound war stark , was am Anfang auch nicht unnormal ist. Ich hatte am Anfang auch meine Probleme damit, deswegen bin ich irgendwann auf 10/10/10 gegangen und später konnte ich es mit unretardiertem angleichen.

Nicht jeder Arzt hat Frauen und den Zyklus mit im Blick.
Eine Medikamentenwirkung ist nicht grundlegend ein Beweis für ADHS oder nicht ADHS. Es kann auch sein das Komorbitäten durch die Medikation verstärkt werden .

Natürlich ist es gut wenn ein Arzt auch multifaktoriell schaut und nicht nur auf Medikamente baut , aber in deinem Falle finde ich es voreilig und es gibt ja auch noch andere Medikamente .

Ich weiß natürlich nicht wie gut du mit dem Arzt klarkommest und wieviel die eigene Meinung und das Buchgefühl zählt.

Es ist in diesem Falle ja auch nur meine Einschätzung und Idee dazu auf dem ersten Blick und ich bin ja keine Arzt. Vielleicht hat hier noch jemand anders eine Idee?

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Danke für deine Mühe und dein Verständnis @Nelumba_Nucifera

Ich finde es grundsätzlich gut, dass er auch nach anderen Ursachen schaut. Aber diese schnelle Diagnose und das schnelle Zurücknehmen der Diagnose haben mich super verunsichert. So sehr, dass ich jetzt auch nicht mehr weiß, ob ich ihm vertraue.

Er stellt es so dar, als ob ich nur einen Teil der Symptome hätte und die anders erklärbar wären . Vor allem meine ständige Unruhe und das Zappeln (was ich schon als kleines Kind hatte) wertet er nun, nachdem das Medikinet nicht so gewirkt hat, wie es sollte, als Nervosität, die ich nur als Unruhe wahrnehme. Aber ich kann Unruhe und Nervosität sehr wohl unterscheiden und als Kind war ich definitiv nicht nervös sondern eher unbedacht, impulsiv und ungestüm und habe kaum über irgendetwas nachgedacht.
Wir haben aber überhaupt noch nicht über alle Symptome gesprochen. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass ich sie fast alle habe und zwar schon immer. Die meisten habe ich einigermaßen im Griff, z.B. in dem ich mir ständig Listen schreibe und Erinnerungs Apps verwenden damit ich nichts vergesse - das wertet er glaube ich eher als Kontrollzwang. Das Ding ist aber, dass ich das eigentlich hasse aber ohne leider nicht funktioniere.
Dass ich nicht gut zuhören kann und gedanklich abschweife oder z.B. beim Autofahren träume wertet er als Überlastung. Aber auch das sind Dinge, die schon immer so waren und ich war sicher nicht mein ganzes Leben lang überlastet.
Es gibt noch unzählige andere Beispiele… vieles haben wir wie gesagt gar nicht besprochen, denn es war kein Strukturiertes Gespräch sondern ein: erzählen Sie mal mit jeder Menge nachfragen. Bin auch ne Menge losgeworden, daher wahrscheinlich die zunächst positive Diagnose am Anfang aber eben nicht alles.

Heute, ohne Mediknet, merke ich übrigens, dass meine Vorhensweise wieder chaotischer geworden ist. Ich springe wieder zwischen Räumen hin und her und mache Dinge nicht zu Ende bzw. Lasse mich immer wieder von was anderem ablenken. Aber vermutlich wird das nur als Einbildung gewertet.

Es ist alles so frustrierend! :disappointed_relieved: Ich dachte ich hätte endlich mein fehlendes Puzzle Teil und jetzt wird es mir wieder weggenommen.

Nun ja, da dein Arzt auch ADHS hat passt es irgendwie auch mal eben aus dem Bauch heraus eine Diagnose an den Diagnosevorgaben vorbei zu machen und dann doch wieder was anderes in Erwägung zu ziehen. :sweat_smile:
Bei meinem damaligen Psychotherapeuten der die Diagnostik gemacht hat vermutete ich auch ADHS und ich fühlte mich darin gut verstanden aber er hat dann auch immer mal wieder so Eingebungen von neuen Diagnosen.

Ich bin mal ganz schnell wegen einer anderen Sache bei einer Traumtherapeutin geflüchtete. Ich hatte eine PTBS aufgrund eines Auslösers als Erwachsene bei einer kritischen Autobahnfahrt. Die blöde Kuh begann dann alles auf meine Kindheit zu schieben und lies mich quasi damit in einer Belastungsresktion sitzen . Die neue Ärztin schlug die Hände überm Kopf zusammen was da abgegangen war.

Will dir damit sagen bevor du zig neue Diagnosen an den Hacken bekommst macht vielleicht ein Wechsel Sinn .

Du kannst aber auch den Arzt bitten dir noch Zeit mit dem Thema ADHS und der Medikation zu geben um selber Klarheit zu bekommen . Er hat schon recht das manche Symptome sich übersschneiden aber da er in der Diagnostik auch den Kindheitsfragebogen nicht gemacht hat finde ich fehlt da was wichtiges .

So wie du schreibst macht es glaube ich Sinn dass du auf deinem Bauch hörst und nicht einen Arzt allein über deine Zukunft entscheiden lässt .

Ich habe aber auch immer wieder die positive Erfahrung gemacht , dass ich manchmal in einer Therapie Kontra gab und drum bat meinen Weg zunächst mitzuverfolgen und es dann einen guten Weg ging .

Hast du schon eine Selbstdiagnostik gemacht ? Vielleicht gibt dir dass mehr Klarheit ?

Und diese blöde Kuh wollte mir auch noch ADHS „aberkennen“ und meinte weil Medikinet wegen Zyklus anders wirkt , dass dies das Indiz sei kein ADHS zu haben da Ritalin immer wirkt , sonst hat man es nicht :crazy_face: und es hätte nur biografische Ursachen aus der Kindheit.

Mein diagnostizierender Therapeut, mein verschreibender Facharzt und meine Traumärztin fand das ziemlich schräg was die Dumme Kuh meinte da alle verzapfen zu müssen .

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Ich habe den großen Symptomtest hier auf Adxs.org gemacht und hatte 37 von 43 Symptomen. Dieser hat mich erst bestärkt, mich um eine Diagnostik zu bemühen.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht etwas mehr zu den Rahmenbedingungen schreiben: ich habe zunächst nirgendwo einen Termin erhalten und mich daher einen privaten Therapeuten gewendet. Der hat mich dann ermutigt, mich um ein Kostenerstattungsverfahren bei der Krankenkasse zu bemühen. Dafür ist die Grundlage u.a. Vorher mal in einer psychotherapeutischen Sprechstunde gewesen zu sein. Da war ich auch und es gab natürlich keinen Therapieplatz. ABER die Therapeutin hat mir angeboten mit mir im Rahmen von probatorischen Sitzungen zu eine ADHS Diagnostik zu machen, die von der Kasse bezahlt wird. Sie hat nicht viel Erfahrung mit ADHS aber hat sich wohl weil sie noch andere Patienten mit dem Verdacht hat, zuletzt verstärkt eingelesen. Ich war auch zweimal da aber dann bekam ich kurzfristig die vermeintliche Diagnose von meinem privaten Therapeuten und auch die Medikamente und habe die anderen Termine abgesagt, weil ich dachte: jetzt habe ich ja was ich wollte, er kann Medikamente verschreiben und wenn es mit dem Kostenerstattungsverfahren kappt, kann ich da auch ne Therapie machen.

Habe aber jetzt noch mal bei der Kassen Therapeutin angerufen und kann zum Glück noch zweimal kommen, dass wir da die Diagnostik abschließen können. Sie geht mit mir allerdings „nur“ jede Menge Fragebögen durch. Also komplett andere Vorgehensweise. Weiß nicht, was da richtig ist.

Aber würde dann mit diesem Ergebnis wieder zu dem privaten Therapeuten gehen und ihn bitten sich das mal anzuschauen.

Und diese blöde Kuh wollte mir auch noch ADHS „aberkennen“ und meinte weil Medikinet wegen Zyklus anders wirkt , dass dies das Indiz sei kein ADHS zu haben da Ritalin immer wirkt , sonst hat man es nicht :crazy_face: und es hätte nur biografische Ursachen aus der Kindheit.

Mein diagnostizierender Therapeut, mein verschreibender Facharzt und meine Traumärztin fand das ziemlich schräg was die Dumme Kuh meinte da alle verzapfen zu müssen .

Oh Mann, klingt so, als ob für dich der Weg auch nicht einfach gewesen wäre. Zum Glück hast du dich für dich selbst eingesetzt und dich an jemanden gewendet, der dich versteht.

Das bestärkt mich aber darin, dass eine Zweitmeinung wichtig ist.

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Bei so viel Punktzahl macht es doch auch voll Sinn der Sache nachzugehen :+1:

Hey das klingt doch voll gut dass du es so regeln konntest .
Und Fragebögen und ein geführtes Interview sind Bestandteile einer Diagnostik.

Bin mal gespannt wie es weitergeht :+1:

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So habe ich es nicht verstanden. Ich glaube, dieser Arzt war durchaus verantwortungsvoll:

Je mehr Erfahrung man hat, desto mehr kann man von starren Fragenkatalogen abweichen.

Aus meinem Verständnis sind Diagnoskriterien doch dazu da um eine Diagnose dann konkret zu bestätigen , also in einem Bericht müsste dann doch stehen wonach diese Diagnostik gemacht wurde , weil es ja in diesem Fall um ja auch um Medikation geht. Ein nachfolgender Arzt würde ja danach fragen, aber ist auch eine nur eine Vermutung .

ich hatte es jetzt schon dreimal dass es aus dem Erfahrungswert und aus dem Bauch heraus eine Diagnose gab, die sich z.B. nach der einer Diagnotik nicht bestätigte . Hier hat es mich zu meinem Vorteil gerettet dass die Diagnose nach genauen Vorgaben was anderes ergab

Kurzes Update: ich war gestern kurzfristig zur dritten Diagnostik Sitzung bei der Kassen-Therapeutin. Habe ihr von meinen Erfahrungen erzählt. Und sie fand es auch komisch. Sie meinte sie würde nicht so schnell Diagnosen verteilen und vor allem ADHS und Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert man nicht mal eben so - allerdings meinte sie, dass sie grundsätzlich ein eher vorsichtiger Mensch ist.

Zu Wirkung der Medikamente kann sie als Psychologin nicht viel sagen aber ihrer Erfahrung aus Tagekliniken nach bricht man nicht schon nach einer merkwürdigen Reaktion die Medikation ab und man testet auch über einen längeren Zeitraum als eine Woche. Sie würde noch mal einen Versuch wagen - nur sagt halt der private Psychiater&Psychotherapeut, dass er mir die nicht mehr guten Gewissens weiter verschreiben würde :woman_shrugging:t2:

Ich bekomme jetzt noch ein paar Fragebögen zugeschickt, die ich ausfüllen muss. Aber auf Basis der Sitzungen sieht so schon alle Anzeichen bei mir. Am Freitag bekomme ich das finale Ergebnis.

Nur hat sie eben wenig praktische Erfahrung.

Kann ich mich dann also drauf verlassen, wenn sie mit den Fragebögen gearbeitet hat oder brauche ich dann eine Drittmeinung? Denn dann hätte ich ja eine Diagnose und eine Nicht-Diagnose :see_no_evil:

Ich dachte ich gebe hier man ein kurzes Update:

Ich habe noch von der (unerfahrenen) Psychologin meine Diagnose erhalten. Bei ihr hatte ich 3 Sitzungen, in der wir das DIVA Interview durchgegangen sind und uns auch meine Zeugnisse sowie zwei Schreiben zur Verhaltenbeobachtung aus dem Kindergarten angeschaut haben. Zusätzlich habe ich noch die HASE Fragebögen ausgefüllt. Alle waren wohl auffällig.

Bei dem Psychiater war ich auch noch mal um meiner Wut Luft zu machen :joy: Er war dann aber tatsächlich recht verständnisvoll, fast ein wenig betroffen. Er meinte dann, er hätte die ADHS Diagnose gar nicht ausgeschlossen. Er hatte nur meine Angespanntheit im Rahmen der Sitzungen als so starkes hyperkinetisches Syndrom fehlinterpretiert, dass er eine deutlich stärkere Wirkung des Medikinets erwartet hätte.

Ich habe bei ihm jetzt auch noch mal zwei Fragebögen ausgefüllt (CAARS für die ADHS und SKID II für eine eventuelle Persönlichkeitsstörung). Die werden gerade ausgewertet. Medikinet soll ich nun doch in der Dosierung 20-20-10 weiter nehmen.

In der Medikamenten Pause hatte ich bemerkt, dass mein Vorgehen wieder deutlich unstrukturierter wurde und ich wieder mehr zu Überforderung geneigt habe. Kann sein, dass mir die Wirkung nicht so auffällt, weil ich nur sehe, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es gerne hätte. Aber wenn alles gut ist, bemerke ich nichts. Muss das jetzt mal beobachten.

Habe leider immer noch die Probleme am Ende der Wirkzeit „in ein Loch zu fallen“ - nach meinem Verständnis aus diesem Forum ist das Rebound? Das ist etwas weniger schlimm wenn ich am Ende noch ne 10er Dosis nehme. Bin trotzdem am überlegen, ob ich, wenn ich mit meiner Medikinet Packung am Ende bin, mal darum bitte, Elvanse ausprobieren zu dürfen. Da scheint ja der Rebound weniger schlimm zu sein und man hat nicht das Problem immer zur Einnahme etwas essen zu müssen.

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So weit ich mich erinner nimmst du 3x am Tag unretardiertes Medikinet? Das ist für einen ganzen Tag viel zu wenig.
Ich nehme bis zu 3x am Tag 10mg Medikinet Adult, was rein rechnerisch . 6x am Tag 5mg unretardiert wäre.

Also du hast das volle Potential von Methylphenidat noch gar nicht ausgeschöpft , da es ja noch weitere Möglichkeiten an Dosierung und unterschiedliche Retardierungen gibt.

Ich nehme Medikinet Adult - das ist doch retardiert oder? Bei 20-20-10 bin ich auf 50mg pro Tag. Da ist sicher noch Luft nach oben aber 30-30-0 hat sich nicht gut angefühlt, vielleicht auch weil ich zu schnell aufdosiert habe. Daher wollte ich jetzt erst mal für mindestens eine Woche 20-20-10 nehmen.