Sicherung der Diagnose mit Medikation?

:crazy_face:Sorry , ich war oben den Threadanfang nur überflogen und du warst ja gar nicht der Threadersteller sondern es war im damals gar schon Februar 22 jemand anders :see_no_evil::hear_no_evil:

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Ich weiß nicht, ob das hier jemanden interessiert, aber ich gebe trotzdem noch mal ein Update.

Ich hab nun von der Kassenpsychologin meine offizielle Diagnose erhalten. Sie hat das DIVA-5 Interview mit mir gemacht und ich habe die HASE und KATE Fragebögen ausgefüllt. Insgesamt hatte ich 4 Sitzungen bei ihr.
Eine Persönlichkeitsstörung sieht sie nicht. Ich hatte beim SKD II Fragebogen einige Kreuze bei Zwanghaftigkeit gemacht, aber nachdem sie mich zu den Situationen befragt hat, sieht sie das eher als Überkompensation - z.B. viele Listen pflegen, lange arbeiten…

Der private Psychiater konnte mir guten Gewissens keine Diagnose erteilen. Er meinte ich hätte mich zu viel mit der Materie beschäftigt (könnte er nicht unrecht haben), so dass ich unwissentlich und unwillentlich jeden Fragebogen verfälschen würde. Das wäre zwar nicht ADHS untypisch sich da so reinzufuchsen aber am Ende habe ich mir damit selbst ein in Bein gestellt.

Leider war ich in den Sitzungen bei ihm auch nicht so ADHSig wie ich dei meiste Zeit über bin. Zwar körperlich unruhig aber ich konnte mich recht gut auf das Gespräch konzentrieren. Zudem hab ich wohl ziemlich viel Druck gemacht weil mir das alles viel zu langsam ging und ich mit der Unsicherheit gar nicht klar kam. Für ihn bin ich also voll zwanghaft :woman_shrugging:t2:
Er meinte er schließt die Diagnose nicht aus und wenn mir Medikinet hilft, soll ich mir mit der Diagnose der Kassentherapeutin verschreiben lassen aber er kann’s nicht verschreiben weil er ja keine Diagnose gestellt hat, das wäre dann inkonsistent. Naja eigentlich sagt er zunächst das wäre ja besser weil ich es dann auch von der Kasse bezahlt bekommen würde, nach ein paar mal nachfragen meine er würde es auch nicht verschreiben. Ich könnte aber gerne ne Therapie bei ihm machen und wenn ich will können wir das ja ADHS nennen… äh nee sorry, entweder ich hab’s oder ich hab’s nicht. Und ich will auch kein Medikinet wenn’s mir nicht zusteht.

Jedenfalls hat mein Kopf dann irgendwann getilt. Ich bin aufgesprungen und aus dem Raum gelaufen, wieder gekommen, konnte keinen Gedanken fassen, hab meine Autoschlüssel durch die Gegend geworfen, dann aus Versehen noch den Beistelltisch umgeworfen … also war nicht so der Knaller :see_no_evil:

Heute weiß ich überhaupt nicht mehr was ich glauben soll. Hab ich bei der anderen Psychologin auch das Ergebnis verfälscht? Oder würde die sowas im geführten Inview erkennen? Insgesamt hatte ich bei ihr o.g. Probleme gar nicht. Da ging alles relativ zügig und war transparent und strukturiert. Wir hatten zwar ein paar Terminabstimmungsprobleme weil ich die Mails nicht richtig gelesen habe und ich war einkam zu spät weil ich Unterlagen im Auto habe liegen lassen aber sonst alles gut. Hab mich da recht wohl gefühlt. Aber nur weil ich dachte ich bekomme da was ich will?

Bei der Zwanghaften Persönlichkeitsstörung gehe ich ja noch teilweise mit. Manchmal werde ich zwanghaft wenn ich das Gefühl habe, mit entgleitet alles oder wenn die Situation ungewiss ist und ich auf den Wohlwollen anderer Menschen angewiesen bin. Aber für jemanden der zwanghaft ist, ist meine Wohnung ganz schön chaotisch, verliere ich ganz schön viele meiner To Listen oder vergesse sie zu pflegen und ändere ganz schön häufig meine Pläne, vergesse Rechnungen zu bezahlen oder verpenne Termine… irgendwie erklärt sie halt nur einen Bruchteil meines Lebens.

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Sorry für den langen Text. Eigentlich war ich mir nicht mal sich ob ich mit meiner evtl.-doch-nicht-Diagnose noch hier im Forum abhängen darf/sollte.

Sorry, ich weiß nicht, was ich hier gemacht habe. Mein Beitrag erschien doppelt. Kann ich leider nur bearbeiten und nicht löschen.

Hallo Dachshund!
Oh mensch, das klingt ja alles ziemlich hanebüchen was du da erlebt hast. Das tut mir leid.

Also du hast jetzt eigentlich zwei ADHS-Diagnosen und eine Nicht-Diagnose? Eine vom ersten Arzt, der auch ADHS hatte, eine von der Therapeutin und die Nicht-Diagnose vom Privat-Psychiater?

Ich würde da pragmatisch denken: Zwei Diagnosen trumpfen eine Nicht-Diagnose. :wink:

Aber du hast ja trotz allem beim Medikinet eine Wirkung gespürt, aber auch einen starken Rebound? Es könnte ja aber durchaus sein, dass du von einem der anderen Medikamente profitierst. Medikinet ist ja für viele nicht optimal und mit Ritalin, Elvanse und Co. läufts dann besser.

Ganz ehrlich, falls du einen Tipp willst: Ich würde wahrscheinlich ganz von vorne anfangen und mir einen Arzt suchen, der wirklich was von ADHS versteht. Die Diagnose der Therapeutin mitbringen und ggf. nochmal ein Diagnoseverfahren des neues Arztes durchlaufen. Zwangsstörung ist ja immerhin auch eine Komorbidität von ADHS und kein Ausschlusskriterium.

Das hier macht mich übrigens am meisten wütend:

Wissen darf doch kein Ausschlusskriterium für eine Diagnose sein? Viele von uns wäre ohne das Wissen darum ja gar nicht mal auf die Idee gekommen sich testen zu lassen. Diese Entvalidierung der eigenen Wahrnehmung des Patienten finde ich unsäglich. Als Mensch vom Fach müsste er ja die Werkzeuge in der Hand haben um das beurteilen zu können, statt die Leute in so einer Grauzone im Stich zu lassen.

Ich wünsche dir viel Kraft! :four_leaf_clover:

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Danke für deine Worte @chmura :heart:

Nee leider habe ich einen Diagnose und eine Nicht-Diagnose. Der private Psychiater hatte erst ne ADHS mündlich diagnostiziert und die Diagnose dann wieder zurückgenommen. Da kann ich mir dann jetzt wohl aussuchen was ich glauben will.

Ich bin mir halt nicht sicher, ob ne Drittmeinung helfen würde, wenn das stimmt, dass ich meine Antworten verfälsche. Ich hab mich schon sehr ausgiebig mit dem Thema ADHD beschäftigt. Ich habe sogar meinen CAARS Fragebogen selbst ausgewertet weil mir das alles zu lange gedauert hat :see_no_evil:

Für ne Therapie spielt es vermutlich keine Rolle ob man ADHS hat oder nicht, oder? Man definiert ja wahrscheinlich bestimmte Problembereiche an denen man arbeiten will und kriegt dann Strategien an die Hand - so stelle ich es mir jedenfalls vor :sweat_smile:

Und mit den Medikamenten hast du recht, das wäre sinnvoll da mal ein anderes auszuprobieren. Die meisten hier im Forum scheinen ja am meisten von Elvanse zu profitieren. Ich muss nur einen Psychiater finden, der mir glaubt…

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Ich finde es wirklich ein Unding, das einem hilfesuchenden Patienten zu unterstellen. Wenn es Anzeichen gibt, dass man sich Medikamente erschleichen will, ok. Aber unwillentliche Verfälschung unterstellen ist ein starkes Stück für einen sowieso schon zweifelnden Menschen. Genau deshalb denke ich, dass du von einer Drittmeinung profitieren willst. Gerade wenn es doch 50/50 ist brauchst du einen Tie-Breaker. Das würde ich mir in so einer Situation glaube ich wünschen.
Insbesondere, wenn du überlegt ob andere Medis vielleicht hilfreich sind. Ist natürlich wieder ein langwieriger und aufreibender Prozess. Aber irgendwann muss der sich doch mal lohnen!

Nur meine Erfahrung: Meine letzte Therapie (vor der Diagnose) ist gefühlt verpufft und ich erhoffe mir, dass ich mit ADHS Diagnose und entsprechender Behandlung dort endlich Fortschritte mache. Die besten Strategien nutzen nämlich nicht viel, wenn die spärlichen exekutiven Funktionen einen daran hindern diese auch umzusetzen. Das heißt aber nicht, dass man nicht auch vor der Diagnose schon eine Therapie beginnen kann (und auch sollte, wenn man die Gelegenheit hat). :smiley:

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Ich versuche das mal für mich zusammenzufassen:

  • Du hast bei dem ADXS-Test 37 von 43 Punkten.
  • Du hast eine Diagnose von einer noch unerfahrenen Psychologin
  • Du hast eine ausstehende Diagnose von einem Therapeuten, der davon ausgeht, dass du die Diagnose manipulierst.
  • Du nimmst Medikinet und es verbessert deine Situation.

Ich schreibe mit Absicht „manipulierst“, denn er sagt, du hättest dich ja schon sehr damit beschäftigt. Und deshalb traut er der Diagnose nicht.

Wenn ich mir das anschaue, bleibt für mich zunächst die Frage:
Warum solltest du, bewusst oder unbewusst, manipulieren? Bringt dir das irgendwo irgendeinen Vorteil?

Ich gehe mal davon aus, dass du nicht manipulierst. Dann bleibt für mich ein eindeutiger ADXS-Fragebogen, eine ausführliche(!) Diagnose und Medikinet mit positiver Wirkung.

Das klingt für mich sehr eindeutig nach ADHS.

Wie ist es denn für dich?
Du hast geschrieben, dass du dich darin wiederfindest. Dann glaube dir doch selbst. :slight_smile:

Ich glaube nicht, dass du eine dritte Meinung brauchst, sondern hier eher etwas mehr Vertrauen in dich und dein Bauchgefühl.

Ich wünsche dir, dass sich das positiv klärt und gut weitergeht!

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Danke für die Zusammenfassung @nick :heart:

Er meinte ich klammere mich da verzweifelt an einen Strohhalm und will unbedingt, dass er die Lösung ist. Kann schon sein. Jedenfalls ist es ein Erkläransatz für gefühlt einfach alles in meinem Leben.

Ich selbst sehe die Zwanghaftigkeit (die sich bei mir erst im frühen Erwachsenenalter und auch nur in bestimmten Situationen eingestellt hat) auch einfach als Reaktion auf die vielen Dinge, die vorher ständig schief gelaufen sind. In der Regel will ich nicht mal initial kontrollieren sondern erst dann wenn ich das Gefühl habe, es geht wieder etwas schief.

Und Listen schreibe ich z.B. erst seit 5-6 Jahren weil ich gemerkt habe, dass sie helfen. Mit der Erinnerungsfunktion meines Handys arbeite ich auch erst seit kurzem. Am Anfang habe ich gehasst, mir Erinnerungen zu machen :see_no_evil:

Ich möchte eigentlich meinem Bauchgefühl vertrauen. Und ist mir auch noch nie passiert, dass ich mich in etwas verrannt habe. Ich bin eher so der Typ „wird schon nicht so schlimm sein“ und „Medikamente helfen auch nur denen, die dran glauben“. Aber ich bin halt auch kreativ und kann mir Dinge gut vorstellen.

Und im Moment bin ich wirklich etwas verzweifelt weil mein Stresslevel (nach Stress auf der Arbeit, Jobwechsel aus dem Ausland und Umzug inkl. Größerem Haushalt) so stark zugenommen hat, dass ich komplett Entspannungsunfähig geworden bin. Und obwohl seit Monaten eigentlich alles wieder okay ist, ich meinen neuen Job und das Haus mag, bin ich immer noch endgestresst. Dazu habe ich sämtliche Struktur verloren. Ich hab nicht mal mehr nen vernünftigen Tagesrhythmus und weiß gar nicht wo ich anfangen soll, wieder alles in Ordnung zu bringen. Alles überfordert mich gerade obwohl es doch so einfach sein müsste: einfach mal pünktlich aufstehen und ins Bett gehen, einfach mal rechtzeitig einkaufen (und wissen was man überhaupt braucht oder will) und dann kochen bevor die Lebensmittel alle verderben, überhaupt mal regelmäßig zu essen und zu trinken, von zum Sport gehen will ich gar nicht reden…

Ich muss dazu sagen, dass mein Bauchgefühl und ich sowieso ne schwierige Beziehung haben weil ich lange Bauchgefühl und Impulsivität nicht auseinander halten konnte…

Ach ja und Entscheidungen kann ich auch nicht gut treffen… daher dachte ich ja: super wenn beide die Diagnose bestätigen, ist es sicher. Naja der Schuss ist wohl nach hinten losgegangenen.

Ich konnte aber den privaten Psychiater auch nicht dazu bewegen mit zu sagen, dass er ADHS ausschließt. Kann er nicht meinte er. Dafür hätte ich zu viele emotional instabile Persönlichkeitsanteile. Na toll.

Guter Hinweis @chmura Das heißt, wenn ich wirklich an die Diagnose glaube, muss ich einen Therapeuten finden, der das auch tut und ADHS berücksichtigt.

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Als ich bei meinem Psychiater mit Diagnose wegen der Medikation landete, da war ich noch ziemlich ruhig da mehr oder weniger grade aus einem BirnOut raus. Und er führte das Gespräch gut und ich hatte dadurch Struktur
Dann war ich ja immer bei ihm unter Medikation.
Dann kam meine PTBS hoch und er erlebte ein aufgescheuchtes Huhn unter Kontrawirkung :crazy_face:
Ich glaube so 4 Jahre später als es mir wieder gut ging und ich in einer Auslassphase bei ihm war da erlebte er mich zum ersten Mal in echt ADHS :crazy_face:
Er hat halt ADHS und die Komirbitäten gesehen und mich drin begleitet.
Bzw hat er der Diagnose des Psychologen geglaubt.

Bezüglich des „manipulierens“ der Fragebögen etc.
Du lügst ja nicht oder gibst Falschangaben sondern kannst einfach durch die Auseinandersetzung präziser Antworten.

Ich hatte auch immer mal Sorge das ADHS doch nicht passt . Hab dann mal die Fragrbögen ehrlich aber so geschönt wie möglich ausgefüllt und scorte immer noch auf ADHS🤪

Ist keine schöne Situation in der du steckst. Vertraue dem Bauchgefühl sonst würde es dich nicht so aufwühlen, weil eigentlich würde man sich doch freuen wenn man eine Diagnose nicht hat. In deinem Falle löst es Frust und Panik aus weil dir mit der Aberkennung auch die Chance auf Hilfe verloren geht .

Ist doch voll schräg vom Arzt. Wäre ja so als ob ein Augenarzt sagt, man hätte extra die Zahlen im Sehtest schlecht gelesen , damit man eine schlechtere Brille bekommt und einem dann keine Brille verschreiben.

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Genau das habe ich auch gemacht :rofl: Da ist mein score auch immer noch eindeutig. Hab sogar mal meine Eltern ausfüllen lassen - wobei mein Vater absolut nicht an ADHS glaubt - und auch die sind auffällig.

Es gibt halt ein paar Dinge, bei denen ich mir erst im Verlauf der letzten Monat eingestanden habe, dass ich sie habe bzw mache - z.B. dass ich zu Stimmungsschwankungen neige. Hätte ich vorher kategorisch verneint. Weil ich ja eigentlich immer neutral oder positiv bin - es sei denn mich ärgert jemand oder etwas oder es ist zu laut/zu hell/riecht zu stark oder es sind zu viele Menschen da. Oder die Menschen sind zu langsam oder stehen im Weg.
Oder dass ich Probleme beim organisieren habe. Ich bin Projektleiterin, da ist man doch super im Organisieren! Aber stehen andere auch immer 30 Minuten völlig überfordert vor 5 verschiedenen aber eigentlich simplen Aufgaben und wissen absolut nicht was sie damit tun sollen? Ich muss dann erst mal versuchen auf Papier zu ordnen, weil ich das im Kopf nicht kann. Das Ergebnis ist zwar am Ende okay aber der Weg dahin…

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Zu viel mit der Materie beschäftigt? Er kann es nicht verschreiben, weil es inkonstistent wäre? Was für ein Spinner.

Nimm den Typ doch nicht zu ernst. Du hast von der Psychologin eine Diagnose und er hatte zunächst gerade in seinem Kopf die Diagnose gesichert, also wenn er jetzt nicht dazu stehen will, sein Problem, mach es nicht zu deinem.

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Danke euch allen fürs aufbauen :heart: ich hab echt noch nie so ein nettes Forum gesehen.

Es fällt mir zwar immer noch schwer und ich bin weiterhin verunsichert, aber ich denke, ich werde mir dann mit meiner Diagnose einen neuen Psychiater und einen neuen Therapeuten suchen. Dann dauert es eben etwas.

Würdet ihr dem Neuen denn jeweils erzählen, dass es eine Nicht-Diagnose gab? Oder einfach so tun als wäre die Sache ganz klar und als gebe es nur die eine Diagnose?

Hallo Dachshund,

ich würde zuerst mal die Wortwahl ändern. Es gab ja gerade keine Nicht-Diagnose in dem Sinne, dass ein Arzt gesagt hätte, du habest keine ADHS.

Sondern der Arzt wollte sich, aus nach meiner Meinung absurden Argumenten, nicht (mehr) auf ADHS festlegen und daher gar nichts bescheinigen. Ausgeschlossen hat er ADHS ja nicht, was er dir auch ausdrücklich sagte.

Du hast also eine positive Diagnose und einen Arzt, der keine Aussage in die eine oder andere Richtung treffen wollte. Das ist keine Nicht-Diagnose, sondern es ist nichts. Und nichts musst du auch nirgends erwähnen.

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Danke @Falschparker! Da hast du wahrscheinlich recht!

Ich glaube ich hatte gerade (zur Abwechslung mal) Glück. Bin an eine psychiatrische Instutsambulanz eines kleines Krankenhauses ca. 45 Minuten von meinem Wohnort geraten. Die sind eigentlich auf ADHS bei Kindern spezialisiert aber offenbar behandeln sie auch Erwachsene. Hab denen am Telefon am Ende doch mein Leid geklagt :sweat_smile::see_no_evil: sie meinten direkt zu dem Psychiater sollte ich mal besser nicht mehr gehen. Sie glauben dem Urteil der Psychologin weil die Diagnose professionell gestellt wurde und würden daher nicht neu diagnostizieren. Ich kann ab 29.01. zur Eindosierung kommen :tada::confetti_ball: Soll mir nur darüber im Klaren sein, dass ich dann für ein paar Monate alle 3-4 Wochen, kommen müsste. Erst danach könnte man die Abstände auf 6 Monate ausdehnen. Das klang für mich auf jeden Fall auch schon mal viel besser als „Hier sind 20mg Medikinet, nehmen mal sofort 2 davon am Tag“.

Bei meinem Hausarzt war ich heute auch und der hat netterweise noch mal Medikinet auf Privatrezept verschrieben weil ich ja vorher schon mal ein Privatrezept hatte - hatte das Original zum Glück noch. Hab ihn aber um 10mg gebeten. Dann kann ich nämlich 20-10-0 oder 20-10-10 nehmen. Das reicht glaube ich völlig aus und dann ist der Rebound auch nicht so fies.

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Yesss! Das sind doch mal gute Neuigkeiten. Drücke dir die Daumen, dass deine Odysee damit bald ein glückliches Ende findet! :tada:

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Ich muss mal ein bisschen Partei ergreifen, für die Aussage des Psychiaters bezüglich der Tests. ADHS ist ja eine klinische Diagnose und keine Diagnose, die man alleine an den Testbögen fest macht. Wenn man sich ausführlich mit der Diagnose beschäftigt hat, dann fallen die Selbsttests tatsächlich durchaus positiver (im Sinne von höherem Score) aus. Das hängt schon auch mit der eigenen Erwartungshaltung ab und hat nichts mit absichtlich Manipulieren zu tun. Dazu kommt noch, dass es Fragen in den Tests gibt, die überprüfen, ob eine Antwort immer gleich ausfällt, egal wie die Frage gestellt wird. Ist das nicht der Fall, dann spricht man von Inkonsistenz (also das ist einfach ein Messwert), das ist nichts abwertendes. Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass der Psychiater zunächst etwas zurückhaltend war. Vielleicht wollte er sich auch erstmal noch ein klinisches Bild machen (also z. B. das Verhalten usw. während der Termine beobachten). Ich finde das im Großen und Ganzen jetzt nicht unprofessionell, mit einer Diagnose vorsichtig zu sein, die ja schon einiges verändert.

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@Albinomaus ich finde das gut das Du darauf hinweist das eine wirklich gute Adhs Abklärung Zeit braucht.
Wenn es darum geht nur so schnell als möglich eine Adhs Diagnose zu bekommen, dann liegt das anscheinend daran das jemand „unbedingt“ eine Adhs Diagnose bekommen will, aber anscheinend weniger daran das man die Diagnose wirklich gründlich macht.
Ich selbst habe monatelang auf meine Diagnose von meiner auf Adhs spezialisierten Fach Psychologin gewartet, aber das war es mir Wert, denn ich wäre nie mit einer halbbatzigen Diagnose zufrieden gewesen.

Ja genau das meinte ich. Ich persönlich würde irgendwann anfangen, an meiner Diagnose zu zweifeln, wenn ich das Gefühl hätte, dass die Diagnose zu oberflächlich gestellt wurde. Was nicht heißen soll, dass eine schnelle Diagnose automatisch falsch ist (oft springt einen das ADHS regelrechtan). Aber so für meine eigene Überzeugung wäre mir eine fundierte Diagnostik wichtig.