Bo scheisse ey,
dann kann ich ja nur froh sein , dass ich in der Kindheit und Jugendzeit auch als Mädchen dem vollen hyperaktiven Bild entsprach , ansonsten wäre ich da auch wohl woanders verortet worden.
Wow, das ist tatsächlich sehr Interessant ![]()
Das bestätigt auch nochmal wie oben beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, der WURS-K würde meine Probleme nicht gut erfassen.
Danke, danach werde ich fragen!
Ich bin mir nur aktuell nicht sicher, ob ich mir weiter Hoffnungen machen sollte. Vielleicht haben die anderen oben ja einfach Recht und ich hab irgendwas anderes und es ist nur Zufall, dass die ADHS Tests bei mir einigermaßen anschlagen.
Ehrlich gesagt weiß ich einfach nicht mehr so richtig was ich denken soll… vor dem Test war ich mir fast sicher ADHS vom vorwiegend-unaufmerksamen-Typ zu haben, jetzt bin ich nurnoch verwirrt ![]()
Ich weiß ich sollte mich auf die Erfahrung meiner Therapeutin verlassen, aber:
So ähnlich geht es mir eben leider auch.
Laienmeinung und Küchentischpsychologin hier:
Gedanke 1:
Nehmen wir mal an, du hast kein ADxS, weil du den Cut-Off Wert nicht erreichst (den ja irgendwann mal wer mehr oder weniger subjektiv festgelegt hat), aber trotzdem hast du all die Probleme, die zur erhöhte Punktzahl geführt haben.
Dann hast du zwar keine Diagnose, trotzdem aber Symptome. Und das nicht zu knapp.
Ich würde die Therapeutin mal auf Medikamente ansprechen. Schlechter als Medikamente gegen Depression können sie auch nicht sein. Im besten Fall helfen sie dir aber. Im schlechtesten Fall machen sie einfach nix und die Suche geht weiter. Dann stehst du aber zumindest diagnostisch nicht auf der Stelle sonder irgendwas bewegt sich.
Gedanke 2:
Nur der Vollständigkeit halber würde ich dir noch empfehlen, dir mal was über Masking und Stimming anzuschauen. Es gibt da mehr im Bereich Autismus, aber durchaus auch viele Videos auf YouTube über die Ausprägung bei ADHS. Vieles auf Englisch. Oftmals haben wir uns den natürlichen Drang nach Stimming abtrainiert und machen das nur noch subtil und versteckt.
Ich zappel auf Arbeit auch nicht rum, weil ich gelernt habe mich anzupassen. Aber ich tippe leise mit den Fingern aneinander, atme rhythmisch, bewege die Zehen, spiele an der Kleidung usw.
Eventuell beantwortest du Fragen mit nein, weil du die individuelle Ausprägung nicht kennst und dir einfach die Beispiele aus der Praxis fehlen.
Das ist ähnlich wie beim Autismus. Die alten Tests erfassen auch viele Bereiche und Symptome nicht. Vor allem sind die Frage sehr stereotyp gestellt, so dass man z.B. als Mädchen oder Frau nicht darauf kommt, dass einen das Erfragte ebenfalls betrifft.
Gedanke 3:
Falls du ADxS hast, kann sich das je nach Lebensbereich und Umgebung trotzdem stark unterschiedlich zeigen. Auf Arbeit habe ich deutlich weniger Probleme, weil ich aber auch in einer sehr strukturierten Umgebung arbeite. Nämlich in einer Förderschule, die eben speziell auch für von ADxS betroffene Kinder gemacht ist. Völlig klar, dass ich da weniger Symptome zeige.
Die Symptome kommen ja erst dann an die Oberfläche, wenn die Anforderungen die vorhandenen Strategien zur Kompensation und die vorhandenen Kompetenzen übersteigen.
@Schusselflummi Vielen Dank, dass du die Ungenauigkeit beim Diagnoseverfahren bei dem Unaufmerksamen-Typ nochmal hervorgehoben hast. Das hilft sehr! Ich merke so langsam, dass ich da echt Glück mit meiner Psychiaterin hatte…
@swent Ich finde den ersten Gedanken von @Hobbyhopper nicht schlecht! Vor allem der Versuch, die Medikamente zu bekommen.
Ich mache derzeit meine ersten Erfahrungen mit Ritalin adult. Und erst jetzt fallen mir manche ADHS-Dinge an mir so richtig auf, welche ich vorher für nicht wirklich vorhanden gehalten habe! Mit dem Kontrast, welchen ich aber jetzt durch die Medikamente erfahre, sehe ich mein ohne-Medis-Verhalten aus ganz anderen Augen. Z.B. dachte ich, dass ich nicht wirklich ein Problem damit habe, den roten Faden in einem Gespräch zu halten. Denkste, Puppe
Ich war vor kurzem zum Kaffee die Familie besuchen, viele Gespräche am Tisch, bis in den Abend. Gegen Abend, als die Wirkung der Medis nachließ, kam ich mir fast dement vor, so oft hab ich einen Gedankensprung gehabt mitten im erzählen und wusste dann nicht mehr, was ich die 5 Sekunden davor eigentlich sagen wollte…
Wenn du unentdecktes, unbehandeltes ADHS hast, dann ist das für dich dein „Normal“. Da manchmal zu erkennen, dass etwas eben nicht normal ist, kann sehr schwer sein ![]()
Danke für die Wertvollen Tips!
Also wie oben beschrieben hätte ich gedacht, dass dafür die Diagnose erstmal sicher gestellt sein muss, ich bin etwas verwundert, dass das auch ohne geht. Aber das eigentliche Problem ist vermutlich, dass meine Therapeutin soweit mir bekannt keine ärztliche Zulassung hat um Medikamente zu verschreiben. Falls ich dem nachgehen will, müsste ich mich also vermutlich woanders vorstellen (und dort erstmal erneut die Diagnose durchlaufen, vermutlich wird das einige Zeit dauerrn).
Kann gut sein, ich weiß zumindest selbst von mir, dass ich je nach Situation mich „automatisch“ mehr oder weniger ruhig verhalte, man ist halt darauf trainiert bestimmten Erwartungen gerecht zu werden… Werde mich da mehr einarbeiten aber spontan würde ich sagen, dass weder mein Arbeitsumfeld, noch mein privates Umfeld mich nicht als Hyperaktiv oder zappelig wahrnehmen.
Vielleicht sollte ich die Leute mal genau dazu befragen ![]()
EDIT:
Also der Plan ist aktuell, dass ich bei meinem nächsten Treffen mit meiner Therapeutin die eventuellen Probleme des HASE anspreche, den unaufmerksamen Typ festzustellen und so wie @Schusselflummi geschrieben hat mal, nach dem DIVA-5 frage.
Zusätzlich hake ich aber zu den Medikamenten nach und frage sie, was sie davon hält.
Ich möchte halt trotz Allem offen bleiben für andere Diagnosen. Mittlerweile fühlt es sich eher so an als müsste ich sie von der Diagnose überzeugen, es fühlt sich unehrlich an. Das ist irgendwie auch garnicht was ich wollte, ich hätte einfach gerne ne Diagnose die passt und meine Probleme erklärt. Medis die im Alltag etwas helfen wären natürlich ein tolles Extra.
… Bis dahin versuch ich weiter zu reflektieren, und arbeite mich mal in Masking und Stimming ein.
Ich verstehe absolut was du meinst und finde es auch sehr gut, dass du dich in Sachen Diagnose nicht in eins fest beißt.
Das ist ja gerade das, was viel bei Ärzten kritisiert wird. Sie legen sich vorschnell auf eine Diagnose fest und machen sich dann alles passend. Ob das für den Patienten passt oder nicht ist egal.
Und kein ADxS zu haben wäre ja auch eine gute Sache
Vorausgesetzt, man findet dann eine Erklärung, die besser passt.
In Sachen Differentialdiagnostik kennen sich andere sicherlich besser aus. Meine Hyperfixierung beruht gerade nur auf ADxS und ASS. Also, was der Laie halt so wissen kann, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
Was ich aber mit meiner Tochter gemacht habe war, die gängigen Komorbiditäten und Fehldiagnosen der Reihe nach abzuklappern.
Wir sind Symptomlisten und Beschreibungen durchgegangen und haben geschaut, was davon passt und was nicht. Vor allem auch angegebene Ursachen der Störungsbilder angeschaut und in der Biografie nach Hinweisen gesucht. So konnten wir vieles sehr schnell ausschließen und sind dann doch wieder beim AuDHS-Spektrum gelandet. Aber das ist ja individuell und gerade bei Erwachsenen mit Komorbiditäten komplizierter, weil diese dann die Grunderkrankung überschatten können.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg! Und von meiner Seite aus möchte ich dir sagen, dass ich es sehr gut finde, wie du allem auf die Spur gehst und so offen und bedacht vorgehst. Komplement und Anerkennung dafür!
Wenn es eine Psychologische Psychotherapeutin, aber nicht Ärztin oder Ärztliche Psychotherapeutin ist, kann sie keine Medikamente verschreiben.
Wenn also nur Therapeutin, dann vielleicht den Wunsch nach Medikation eher weglassen.
Also, nur damit sie dir das schlimmstenfalls nicht irgendwie komisch auslegen könnte. Aber da kannst du sie natürlich am besten einschätzen.
Auf den Diagnosekriterien und Fragebögen würde ich auf jeden Fall herumreiten und da etwas versuchen anzustoßen, um nochmal genauer hinzuschauen.
Woanders Termine zur Diagnostik zu bekommen ist schwierig genug und es wäre blöd, wegen einer unvollständigen Diagnostik knapp daran vorbeizusausen.
Und zum Reflektieren vielleicht (neben Symptom Listen und Alltags Beispielen) hier auch mal diverse Neuvorstellungen in der entsprechenden Kategorie durchforsten.
Manchmal erkennt man so Merkmale an sich selbst und brauchte bloß jemanden, der es für den eigenen Kopf gut beschreibt.
Oder es kommen vielleicht verschiedene Begriffe darin vor, denen man dann nachgehen und sich so ebenfalls entdecken könnte ![]()
Mir hat sowas damals zumindest sehr geholfen ![]()
Hallo Lea,
das sehe ich nicht so. Ja, normalerweise läuft das Ablenken nicht bewusst.
Ich kenne aber auch sehr gut das was swent beschreibt: Ich drücke mich um etwas herum und suche mir eine andere Beschäftigung, um etwas zu tun und nicht immer an das eigentlich Wichtige zu denken. Und ich glaube, das ist ebenfalls ADHS-typisch.
Lieber @swent ,
herzlich willkommen im Forum! ![]()
Schuldbewusst??
Das solltest du nicht sein. Das durch Medikamente einfachere Leben ist nichts, worauf wir kein Recht hätten!
Ich empfehle dir, wenn du eine ADHS-erfahrene Psychiater*innenpraxis gefunden hast, dort den Test von deiner Therapeutin nicht zu verschweigen, sondern diesen dort vorzuweisen. Denn der Test sagt ja eigentlich nicht aus, keine ADHS, sondern keine ADHS mit Hyperaktivität.
Vielleicht kriegst du auch schneller einen Termin, wenn du sagst dass eine Diagnostik bereits vorliegt. Und gute ADHS-Spezis kennen die Schwäche der einzelnen Testverfahren.
Ich würde offen damit umgehen, dass du dir von Medikamenten eine Verbesserung der Lebensqualität erhoffst. Ein schlechtes Gewissen ist nach meiner Meinung unangebracht.
Vielleicht kannst du deiner Therapeutin auch einmal den von @Schusselflummi zitierten Text ausdrucken und betonen, dass auch ADHS ohne H ein anerkanntes Störungsbild ist.
Kriegt man die ausgefüllten Fragebögen denn wieder mit?
Werde ich aufjedenfall dann ausprobieren, habe gesehen hier im Forum hat einer das MVZ Christophsbad in Göppingen erwähnt, das wäre zumindest für mich zu erreichen.
Ich denke auch, dahinter stehen ist die richtige Entscheidung, aber da meine Therapeutin eh nix verschreiben darf vermutlich auch eher sinnlos aktuell. Ein Geheimnis will ich aufjedenfall nicht daraus machen.
Ich will ihr echt nix unterstellen, aber ich habe da gar kein gutes Gefühl, sie schien schon relativ unzufrieden damit, dass ich auf den Test bestanden, obwohl sie in einem Termin zuvor meine Vermutungen erstmal ausgeräumt hatte. Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das WRI-V bei mir positiv, die ADHS-DC nur positiv auf ADS (DSM5?) und die beiden WR-SB und WURS-K knapp negativ… ich bin mir nicht sicher, ob das Testresultat ein anderes wäre, wenn ich zwei Punkte mehr gehabt hätte.
Aber ich denk da auch schon wieder zu viel drüber nach, ich rede einfach mit ihr und dann weiß ich mehr. Der nächste Termin ist übrigens erst am Anfang nächsten Monats, dauert also noch etwas bis ich ein tatsächliches Update posten kann ![]()
Wenn du dir unsicher bist, würde ich eine Zweitmeinung einholen. Gegebenenfalls würde ich auch überhaupt nicht sagen, dass bereits eine Diagnostik stattgefunden hat. Damit verschafft man sich vielleicht eine gewisse Objektivität der diagnostizierenden Person.
Was ich aber zu bedenken gebe ist: ADHS Symptome sind nicht exklusiv Menschen mit der Diagnose ADHS vorbehalten. Alle Symptome, die ADHSler haben, können Menschen ohne ADHS genauso haben. Es hat nur jemand irgendwann mal den Schwellenwert festgelegt, ab dem eine Diagnose gestellt wird. Es kann also auch sein, dass jemand ADHS-typische Symptome zeigt und auch darunter leidet, und dann doch keine Diagnose gestellt werden kann, weil der Schwellenwert nicht übertreten wird.
Damit will ich nicht sagen, dass ich glaube, dass du definitiv kein ADHS hast. An deiner Stelle würde ich es woanders noch mal anschauen lassen.
Vielleicht schon, frag mal, aber ich dachte eher an deine oben zitierte Zusammenfassung, die hast du ja sicher auch schriftlich?
Ich meinte eher dann wenn du eine Arztpraxis suchst.
Ah so, sie wusste also vorher was raus kommt, dann musste sie nur die richtigen Fragen stellen? Und zu sagen dass du keine ADHS mit Hyperaktivität hast, ist ja nicht falsch, aber auch nicht das was du wolltest.
Ah mist, ich wünschte ich hätte das oben doch nicht geschrieben
, jetzt bereue ich es…
Ich glaub ich muss sie nun doch in Schutz nehmen; ich hatte bisher eigentlich nie ein Problem mit ihr und hab mich sehr gut aufgehoben und verstanden gefühlt. Und obwohl sie nichts von dem Test und meiner Vermutung hielt, hat sie trotzdem den Test mit mir relativ zügig durchgezogen. Soweit ich es beurteilen kann, hat sie die Fragen im Interview neutral gestellt und ausgewertet.
Es hat lediglich ein „Gschmäckle“ weil:
a) Sie zuvor ziemlich sicher war, dass ich kein ADxS habe/meine Ausprägung viel zu schwach ist
b) Sie zuvor schonmal von einem Test abgeraten hat, da es wohl schon mehrfach vorgekommen ist, dass Patienten den Cutoff knapp verfehlt haben und dann sehr enttäuscht waren (kann ich verstehen) → heißt aber auch, dass sie da anscheinend immer sehr strikt nach Anleitung bewertet?
c) Sie ziemlich unzufrieden rüberkam in der Stunde, als wir das Interview geführt hatten
Bitte entschuldigt, dass ich mich hinreißen lassen habe und sie in unnötig schlechtem Licht dargestellt habe.
Ich war ansonsten immer sehr zufrieden mit ihr. Vielleicht hatte sie da nur keinen guten Tag und vielleicht sollte ich für eine Diagnostik eh zu einem Spezialisten gehen?
Kein Problem, wir kennen sie ja nicht und daher hast du keinen Schaden ihr gegenüber angerichtet. (Und wenn wir sie doch kennen lernen, wissen wir nicht dass sie es ist, wir werden also nicht wegen dir voreingenommen sein.)
Viele Gesprächspsychotherapeut/innen unterbewerten unbewusst den Effekt, den eine medikamentöse Behandlung der ADHS haben kann, weil sie eben davon überzeugt sind, was sie selbst machen, wenn du verstehst was ich meine.
Die von dir aufgezählten a, b und c ergeben sich auseinander, denke ich. Da ihre Klient*innen ein klar positives Ergebnis zu verfehlen pflegen, erhalten sie wohl auch keine medikamentöse Hilfe (wenn sie nicht trotzdem woanders hingehen) und sie sieht keine entsprechenden Erfolge.
Würde sie den Hilfesuchenden empfehlen, dennoch eine Psychiaterpraxis aufzusuchen und dort auf einem Versuch mit Medikamenten zu bestehen, sähe das wohl anders aus.
Und schwach ausgeprägt erscheint die eigene ADHS oft nur so lange, wie man eine Behandlung nicht probiert hat. Denn das Überraschende sind ja (jedenfalls bei mir war es so) die positiven Effekte in Bereichen, an die man gar nicht gedacht hat. Plötzlich sieht man, was alles noch zu ADHS gehört!
Hab eben nochmal über die oberen Nachrichten drüber gelesen und irgendwie ging der Teil zuvor wohl an mir vorbei; also das würde mich auch echt brennend interessieren, wie ich da geantwortet habe. Da ich im Unaufmerksam-Teil bei den anderen Bögen die höchste Ausprägung habe, scheine ich hier aus dem Raster rauszufallen. Ich schätze mal dafür muss ich bis zur Besprechung warten. Den WR-SB findet man vermutlich nicht einfachso im Netz, um das nachzuvollziehen oder? ![]()
Vielleicht hier? Ich habe mir den Thread nicht durchgelesen. Aber vielleicht ist da ein Link.
Hast du eigentlich auch den IDA-R Fragebogen gemacht? Sehe ich bei deiner Auflistung nicht.
Dort finde ich nämlich die Beispiele gut. Da wird nicht nur gefragt, ob man sich gut konzentrieren kann, sondern bei Bedarf kann der Interviewer noch auf Beispiele zurück greifen. Ob man lange Texte lesen kann, mit Gedanken an Einzelheiten fest hängt und dergleichen.
Außerdem ist dort die Auswertung so dargestellt, dass man auch ohne Hyperaktivität die Diagnose bekommen kann, allerdings müssen dann noch sogenannte Zusatzkriterien erfüllt sein. Dazu zählt Beeinträchtigung in mehreren Lebensbereichen, Symptome vor dem 12. Lebensjahr und noch andere.
Aber die Seite mit der Auswertung gibt ganz klar vor, dass auch bei fehlender Hyperaktivität eine ADHS vorliegt, dann eben der unaufmerksame Typ.
Für Diagnostiker finde ich den Fragebogen ganz gut strukturiert. Man kann sich sozusagen an einem Diagramm entlang hangeln und bekommt gesagt, was bei Erfüllung oder Nicht-Erfüllung der einzelnen Testabschnitte jeweils raus kommt.
Ich an deiner Stelle würde mich, glaube ich, besonders fragen, warum der WR-SB so grenzwertig ist, also was du da geantwortet hast. Diese Fragen würde ich vermutlich nochmal mit der Therapeutin durchgehen.
Ne, nur die oben genannten. Ja, werde aufjedenfall fragen, was sie von anderen Fragebögen hält, u.A. wurde hier ja auch DIVA -5 genannt.
Werde ich tun, empfinde ich auch als komisch.
Mal ganz andere Frage, sofern das mit der Diagnose doch irgendwie noch klappen sollte → müsste ich mich nicht bei einem Arzt eh neu vorstellen und evtl. neu die Diagnostik machen, falls ich Medikamente versuchen möchte? Ich vermute mal selbst mit einer Diagnose von meiner Therapeutin würde eine geeignete Stelle mich selbst nochmal Testen wollen?
Falls du Medikamente nehmen möchtest, brauchst du einen Arzt, der die Diagnose angibt. Ich habe hier im Forum sehr unterschiedliche Berichte gelesen, ob Diagnosen von Psychotherapeuten akzeptiert werden oder nicht. Viele scheinen es nicht anzuerkennen.
Ich denke mal, das eine ist der Umgang in der Therapie. Wenn du die Therapie weiterführen möchtest, ist es wohl sinnvoll, dass deine Therapeutin und du mit den richtigen Ursachen arbeitet.
Wenn du eine medikamentöse Behandlung möchtest, ist es vermutlich sinnvoll, einen Arzt zu finden, der ADHS diagnostizieren kann.
Das glaube ich auch und ist schade.Weiß nicht ob bei mir in der Klinik nach einem bestimmten Schema vorgegangen wurde. Eher nicht.
Wenn die in der Klinik meiner Fährte gefolgt wären wäre man im Dschungel gelandet.
Hatte aber Adhs gar nicht auf dem Schirm. War ja eigentlich in einer Tagesklinik gegen Depressionen wegen einer beruflichen Odysee geprägt von Niederlagen.
Ich nahm an daß ich zwanghaft sein muß weil ich in der Arbeit alles sehr oft kontrolliere was ich mache.Jedenfalls viel öfter als die anderen. Dann stimmt ja was nicht mit mir.
Der Stationsarzt hat mich dann sehr genau befragt( bin ihm sehr dankbar) und dann festgestellt daß kein einziges Kriterium was eine Zwangsstörung bedingt auf mich zutrifft.
Ein weiterer Arzt in der Visite hat es dann auf den Punkt gebracht und es für sehr wahrscheinlich gehalten daß ich alles kontrolliere was ich tue ,weil sonst großes Chaos wäre.
Somit war dann einiges geklärt und klar bezüglich Adhs.(für mich jedenfalls)
Aber ich denke mir schon manchmal daß eine andere Art der Befragung mit weniger Umsicht auch ein anderes (falsches) Bild hätte ergeben können.
Alle Fragen bzgl ob ich gut funktioniere hätte ich nämlich mit „Ja“ beantwortet. Schließlich bin ich in der Arbeit pünktlich und erledige die Aufgaben fristgemäß und so gut wie fehlerfrei.
ABER die Frage ist halt zu welchem Preis!!!
So eine Adhs Diagnose ist schon komplex.
Von Vorteil war für mich auch daß ich mich in der Tagesklinik sehr gut aufgehoben gefühlt habe. Im Nachhinein hat das bewirkt daß die Adhs Symptome mehr in Erscheinung traten.Und war selber erstaunt daß ich in einem vertrauensvollem Umfeld sehr sehr kommunikativ bin ( z.B wie ein Wasserfall rede )und sehr an allem interessiert bin. Bin in der Klinik von einem Hyperfokus in den nächsten gehüpft.