Mein ADS-ler hat sich bisher so halb „durchgemogelt“, weil er immer im Kopf ausrechnet, die Reihen aber nicht wirklich auswendig weiß - oder zumindest nicht ausreichend.
Ich habe ihm schon so oft erklärt, dass er die Malreihen wirklich auswendig wissen muss - „wie aus der Pistole geschossen“ - weil das jetzt einige Jahre in Mathematik eine der Grundlagen ist.
Er weiß immer nur, warum er das nicht braucht.
Jetzt stehen die Divisionen an und ich merke, jetzt fällt es ihm langsam auf den Kopf, dass er die Malreihen maximal so lala auswendig kann.
Wir arbeiten bereits mit der Anton App (Lernapp für Kinder bis 6. Schulstufe). Aber vielleicht hat jemand noch weitere Ideen konkret für lernunwillige ADS-ler.
Karten / Zettel mit allen Zahlen - vorne das Ergebnis, hinten die möglichen Rechnungen: Beispiel 12 vorn wäre hinten 2x6 und 3x4 und auch 4x3 und 6x2 (die Umkehrung wird oft nicht mitgelernt)
Ich hatte als Kind eine Matrix bis 20 zum Spicken…
Ich habe früher das kleine und das große Ein mal Eins auswendig lernen müssen und meine Eltern haben das mit mir immer jeden Abend 20 min lang in spieerischer Weise als Wettbewerb gestaltet so das der Ehrgeiz besser als mein Vater oder meine Mutter zu sein geweckt hat
Es wird wahrscheinlich nur über was gehen wo du seinen Ehrgeiz weckst und im Zweifel die gesamte Familie jeden Abend gemeinsam übt
Das war viel später. Auf jeden Fall nicht in der Grundschule…
Die Matrix hatte ich zufällig, weil mein Vater das als Schriftsetzer-Aufgabe hatte. Kann mir das sehr gut vorstellen, wie sehr man sich da konzentrieren muss. Schriftsatz bedeutet ja kopfstehend spiegelverkehrt lesen - und dann noch rechnen…
Aber sowas in der Art kann man auch bis zehn anfertigen. Wäre vielleicht eine gute Übung. Oder ein spiel draus machen (oder gibts das schon?)
Ja aber wieso Händisch ich kenn das halt jetzt nur von manchen Kindern oder Menschen mit Dyskalkulie. Ich check das grad wirklich nicht kann hier aber nicht wirklich was Sinnvolles beitragen. Verkrümmel mich wieder, aber auf so ein Mal Ding hätte ich tatsächlich Lust.
Gibt Fidget Toys dazu, Plopper wie Luftpolster-Folien. Solche Fidget-Spinner hier verknüpfen auch gleich x und / auf Vorder- und Rückseite. Als Selbermach-Variante ggf. auch solche Puzzle hier aus Pappe denkbar.
Das große 1x1 ist maximal Fleißaufgabe zum lernen mit >10 ist halt nur reine Fleißaufgabe zum lernen, weil man es echt nicht braucht.
Die Malreihen bis 10-er Reihe reichen.
Wobei klar sowas wie 11-er, 12-er und teils zumindest 13 Reihe kann man auch ohne groß lernen auswendig.
Mir geht es wirklich um Tipps zum Auswendiglernen und nicht zum Verstehen. Sprich wie bringt man einen ADS-ler sowas langweiliges einfach zu lernen? Und klar gibt es keine momentane Belohnung, sondern die Belohnung ist nur langfristig, dass man die nächsten Jahre in Mathematik schafft/übersteht. Das ist für meinen Sohn jetzt kein Argument.
Unter händisch rechnen, verstehe ich auf Papier einfach eine Malrechnung (Multiplikand und Multiplikator mehrstellig) runterrechnen.
Analog händisches dividieren - auf Papier Division durchführen.
Sprich das Gegenteil von Kopfrechnen (ohne Taschenrechner!), wenn du so willst.
Hast du mal mit Gamefication probiert? Also aus dem Lernen ein Spiel machen?
Zum Beispiel könnte es verschiedene Levels (2er-Reihe, 3er usw. sind je ein Level), in die man aufsteigen kann, Punkte sammeln etc. Ooder wenn ihr kreativ seid, könnt ihr auch ne ganze Story draus spinnen. Z.b. Eine Landkarte mit Gegnern etc. kreieren und immer wenn X Minuten gelernt wurde oder X Rechnungen absolviert wurden, kommt man einen Schritt weiter oder kriegt einen neuen Ausrüstungsgegenstand oder Fähigkeitspunkte, die man dann braucht um die Gegner aus dem Weg zu räumen. Wenn er das mag, kann das Geschichtenspinnen und Zeichnen sehr anregend sein.
Ooder du weichst ins Digitale aus (ich kenne dieses Anton App nicht - vieleicht deckt das meinen Vorschlag schon ab, dann sorry fürs unnötige Gedöns). Ein Beispiel ist die Seite blooket.com, da kann man sich gratis registrieren und Karteikarten erstellen (mit Antwortauswahl oder mit Antwort Einschreiben) und dann gibt es verschiedene Spielmodi. Je nach Modus ist aber die Spielzeit fast höher als die Lernzeit - wenn das Lernen dadurch aber lustvoller und motivierter ist, kann das durchaus effektiver sein, als langes angestrengtes Büffeln. (Das verwende ich manchmal in der Schule z.B. beim Konjugieren, kommt sehr gut an, fast zu gut. Kann dir gerne auch helfen/Tipps geben, falls das was wäre)
Keine Ahnung, ob das bei euch funktioniert, aber mir hatte eine Tempochallenge geholfen: so schnell aufsagen wie ich kann. Oder einen Timer stellen beim Aufgabenlösen. Er muss sich dann nur mit sich selbst vergleichen. Mit Zeitdruck lernt es sich ja fast schon zwangsläufig, weil man es sonst nicht schaffen würde.
Woher haben kinder eigentlich immer dieses „brauch ich nicht?“ Wollen die alle hilflos bleiben oder was?
Sird das nicht auch täglich in der Schule in Mathe abgefragt? In der zweiten Klasse war das täglich 15 min wo es in der gesamten Klasse abgefragt wurde.
Belohnung:
keine 30 min Auswe ndig lernen und abfragen wie Vokabeln => kein TV Programm/ Serie/ Handyspiel nachdem er lechtzt bis die Pflicht erfüllt ist.
Du lernst für die Schule dafür bekommst du für dich spaßbringende Zeit.
Das muß und kann man doch als Regel/ Familienregel aufstellen denn es wird doch auch beigebracht das man Menschen/ Familie etc nicht beleidigt oder verletzt und so kann man doch auch vereinbaren das es zu erbringende Pflichen gibt und wenn man die erfüllt hat auch Zeit für Spaß und Freude.
Zu einer Familie gehört doch ganz selbstverständlich das es Pflichten gibt die erfüllt werden müssen und dann auch jeder seine bedingten Freiheiten bekommt und das sowas in einer Familie auch sehr wichtig ist
So einem Kind würde ich das Taschengeld kürzen und die Chance anbieten, sich Centbeträge zu verdienen, indem es innerhalb einer festgelegten Zeit möglichst viele Aufgaben löst. Dann muss er die Reihen lernen, um schnell genug zu werden, damit es nennenswerte Beträge werden. Gut wäre auch die Chance, ein bisschen über das bisherige Taschengeld hinauszukommen durch besonders starken Einsatz. So eine kleine gamifizierte Realwelt-Simulation tut einem „Brauch ich nicht“-Kind ganz gut.
Taschengeld bekommt er noch keines, da kann ich nichts streichen.
Handy hat er auch noch keines.
Fernsehen setzen wir unter der Woche schon ein, damit wir ihm die Hausübungen abpressen - das ist seeeehr anstrengend schon jeden Tag… Videospielen darf er unter der Woche nicht.
Tja, leider kann ich ihm nicht mehr viel streichen.
Belohnungen locken ihn leider nicht wirklich, wenn er etwas absolut nicht machen will.