Tochter, 7 Jahre, massive Probleme in der Förderschule

Geht mir absolut genauso! Ich kann deren Verhalten einfach nicht nachvollziehen! Ich frage mich inzwischen, ob es eher ein Wollen, als ein Können ist. Weil es riecht verdammt danach.

Absolut! Hier sind es auch zwei, plus die SozPäd Leitung, die noch mit herumspringt.

Das wäre hier auch das mindeste gewesen aus meiner Sicht. Das allermindeste, dass man hier einfach mal vorab mit mir redet.
Aber dennoch: Die Aussage der Lehrerin, dass sie schon andere schwierige Kinder dabei hatte im Chor und meine Tochter deshalb nicht mal dabei sitzen konnte, lässt mich einfach nur fassungslos sein. Wieso haben die anderen schwierigen Kinder einen Platz dort und meine Tochter nicht?

Das ist ja mal eine Sache, da hoffe ich einfach, dass es nicht so ist. Ich wünsche mir da echt einfach einen IQ im Normalbereich.

Ja definitiv. Zum Glück sind es nur noch 3 Wochen.

Auch so ein Ärgernis: Ich erreiche die Zuständige einfach nicht und nie. Die sind völlig überlastet dort, keiner geht ans Telefon, keiner reagiert auf Mails.

Dein Wort in Gottes Ohr. Da bin ich echt Schisser bei sowas und ich habe da wahrscheinlich auch erst Ruhe, wenn ich mit eigenen Augen sehe, dass alles in Butter ist :see_no_evil:

Ja, es ist wirklich erstaunlich, wie viel Last das schon mal von den Schultern nimmt. Ich dachte halt immer, ich habe alleine Schuld daran, dass alles so ist, wie es ist.
Sicher mache ich nach wie vor nicht alles perfekt, wer kann das schon, aber wenigstens dieses blöde Gefühl ist jetzt mal weg :blush:

1 „Gefällt mir“

Hallo in die Runde,

es ist ein bisschen Zeit ins Land gegangen und ich wollte mal ein Update geben.
Aktuell sind wir in den Sommerferien, die Eindosierung von Medikinet hat sich dann doch noch länger verschoben als ich zunächst annahm.
Wir haben am vergangenen Samstag mit 5mg retard gestartet, am vierten Tag dann auf 10 mg retard erhöht. Bis hierhin läuft soweit ich das beurteilen kann alles recht gut.
Ich kann bisher keine Nebenwirkungen entdecken.

Insgesamt erscheint meine Tochter mir ruhiger und entspannter zu sein. Zu einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit kann ich aktuell noch nichts sagen.
Wir haben jetzt noch etwa 1,5 Wochen Ferien übrig bevor dann die Schule wieder los geht.
Ich bin ehrlich gesagt deshalb relativ angespannt. Ich hoffe, dass die 20mg retard, die sie dann ab Samstag bekommt, dazu führen, dass in der Schule alles wesentlich besser läuft als bisher.

Zwischenzeitlich kam mir auch der Gedanke, dass meine Tochter bisher ja leider nicht sehr viel vom Lernstoff erhalten hat. Die Rückführung auf eine reguläre Schule könnte sich also mit einer Rückversetzung in eine niedrigere Klassenstufe gestalten.
Das wäre natürlich wirklich suboptimal, da sie ja schon acht wird und jetzt die erste Klasse nochmal wiederholen soll.

Ich habe die vergangenen Ferienwochen dafür genutzt, täglich mit ihr zu üben und obwohl es in weiten Teilen schwierig war, bemerke ich doch eine Verbesserung bei ihr. Ich hoffe somit, dass ich die Rückstufung in die erste Klasse doch noch auf den letzten Drücker irgendwie verhindern kann. Drückt mir mal die Daumen :blush:
Außerdem möchte ich in einem Gespräch mit der Schule erreichen, dass sie nach den Ferien wieder die reguläre Zeit in die Schule gehen kann.
Dieses ewige Ausschließen muss endlich aufhören.

Im Gespräch mit meiner Tochter habe ich auch wieder bemerkt, wie sehr sie das alles belastet. Sie ist absolut hin und hergerissen zwischen, gar nicht erst hinwollen, und, genausolang hin dürfen wie alle anderen auch.
Sie thematisiert das alles jetzt wieder häufiger und sie wird jedes Mal auch sehr emotional dabei.
Vllt hat noch jemand Ideen, wie ich sie hier gut begleiten kann?
Ich verstehe sie sehr gut, dass sie am liebsten gar nicht mehr hinwill, ich hadere dann aber auch mit mir, ihr das zu sagen. Es gibt ja eigentlich keine andere Option, als weiterhin in die Schule zu gehen.

Viele Grüße
Tricky

2 „Gefällt mir“

Liebe @tricky_af ,

dass tut mir so leid für deine Tochter und häufig glaube ich, dass einfach das Kind nicht so gesehen wird, mit seinen Bedürfnissen, wie es ist und eben was es braucht. Irgendwie wird versucht „etwas“ passend zu machen, was so nicht passen kann.

Diesen Fehler, weil es von mir erwartet wurde und ich dadurch unter druck und Überforderung geraten bin, habe ich auch einmal gemacht und muss sagen ich bereue es sehr .

Aus irgendeinem Grund kann deine Tochter nicht anders, irgendwas passt für sie nicht. Sonst würde sie sich nicht so verhalten.
Eventuell ist es ihr zu laut, oder sie versteht den seltsamen Belohnungsplan nicht und die sind häufig seltsam.

Zeigt deine Tochter zu Hause ähnliches Verhalten?

Schön wäre wenn es deine Tochter schafft, herauszufinden, was genau sie braucht, um nicht aggressiv reagieren zu müssen. Und was bisher für sie nicht eingehalten wird.

Ich denke je mehr man deine Tochter bestraft, für etwas für was sie ja ganz offensichtlich nichts kann, desto schwieriger wird ihr Verhalten werden.

Nur denke ich auch, dass Medikamente eine Erleichterung darstellen könnten mit gleichzeitiger Therapie und einen Neuanfang mit Schulwechsel. Dann hat deine Tochter auch vielleicht eine Chance auf Freundschaft. Niemand wird denke ich gerne Ausgeschlossen und jeder möchte auch verstanden werden.

Alles Gute für dich und deine Tochter

1 „Gefällt mir“

Hallo @tricky_af , ich habe jetzt hier nicht alles gelesen, nur den letzten Austausch zwischen Dir und @Hobbyhopper bevor Du Dich nun wieder zurück gemeldet hast um weiter zu berichten.

Nun würden mich ein paar Fragen an Dich interessieren.

Erstens warum es so schwer für Dich ist, zu akzeptieren das Deine Tochter vielleicht schlicht und einfach intellektuell nicht in der Lage dazu ist um in einer regulären Schule die Leistungen zu erbringen die dort von Schülern erwartet werden?.

Zweitens ob Du Dich vielleicht schon mal damit auseinander gesetzt hast ob vielleicht eine andere Schule als eine staatliche in Frage kommen könnte?, z.B. eine Montessori Schule?, oder eventuell eine Rudolf Steiner Schule?, oder irgend eine andere Privat Schule die eventuell für Deine Tochter geeignet sein könnte?.

Denn wenn Deine Tochter jetzt mit 8 Jahren noch mal in die erste Klasse einer regulären staatlichen Schule gehen müsste, wäre das ein Schritt wo man die Langzeit Folgen nur schwer abschätzen könnte.

Respektive „Langzeit Folgen“ ja auch nur, wenn Deine Tochter die Wiederholung in der regulären staatlichen Schule überhaupt schaffen würde.

Denn wenn nicht, dann steht sie wieder am Anfang, dann muss Deine Tochter wieder in die Förder Schule zurück, hat aber dort dann kostbare Zeit verloren, und ausserdem wäre ihr Selbstwertgefühl vermutlich extrem stark angeschlagen.

Denn sagen wir Deine Tochter „versagt“ erneut, dann spürt sie wieder wie enttäuscht Du eigentlich von ihr bist, und könnte dann eventuell das Gefühl bekommen, dass Du sie möglicherweise nicht so liebst wie sie eben ist.

Was ich häufig mit Kindern mache um herauszufinden, was sie brauchen und sich wünschen. Ist Malen oder Playmobil zum Beispiel. Du könntest ihr zum Beispiel vorschlagen ein Bild zu malen, von ihrer Traumschule. Wie es perfekt für sie wäre und sie sich wohlfühlen kann. Oder eben ein Rollenspiel mit Playmobil wir spielen jetzt mal perfekte Schule, wie müssten wir spielen, dass Schule toll ist und du dich wohlfühlen kannst…

1 „Gefällt mir“

Hallo an alle und danke für eure Antworten!

Ja das ist definitiv ein Teil davon. Auch das ewige Ausschließen ist für sie ein Riesen Problem.

Ja, es war auch zuhause schon immer problematisch mit ihr. Wutanfälle sind an der Tagesordnung bei uns.

Die Therapie wird beginnen. Den Schulwechsel behalte ich als As im Ärmel.

Weil ich daran einfach nicht glaube. Sie hat Schwierigkeiten sich auf Sachen zu fokussieren, die sie anstrengen. Wenn sie das allerdings schafft, hat sie kaum Verständnisprobleme bei zB Mathe und Deutsch. Das sehe ich wenn ich zuhause mit ihr die Aufgaben bearbeite. Sobald sie sich fokussiert, muss ich eigentlich gar nicht mehr helfen.

Ja das habe ich. Wir haben allerdings keine davon in der Nähe und eigentlich würde ich gerne Umzüge weiter weg vermeiden wenn es irgend geht.

Man muss dazu sagen, sie ist ein Kann-Kind, wurde also auch erst mit knapp sieben Jahren eingeschult. Deshalb wird sie schon acht dieses Jahr. Nichtsdestotrotz möchte ich natürlich nicht, dass sie das erste Jahr wiederholen muss.

Viele Grüße
Tricky

2 „Gefällt mir“

Liebe @tricky_af was bitte ist denn ein „Kann Kind“?, sowas habe ich ja noch nie gehört.

Und klar, wenn Du in Zukunft dann vielleicht die Hausaufgaben für sie machst, und ihr vor Prüfungen Tage vorher versuchst den Lernstoff einzutrichtern, dann „kann“ sie vielleicht auf diesem Wege in die reguläre Schule übertreten.

Aber was meinst Du wie lange das dann so weiter gegen soll?, willst Du dann 9 Schuljahre lang jeden Tag die Hausaufgaben für Deine Tochter machen?.

Oder mit ihr jeden Tag extrem viel Lernstoff büffeln, ihr Quasi vorsorglich das Gehirn mit möglichst viel Lernstoff vollquetschen, in der Hoffnung das sie dann so ihre Prüfungen schaffen könnte, und dann so durch ihre gesamte Schulzeit kommen könnte?.

Wobei die Lehrer*innen das natürlich merken werden wer in Wahrheit die Aufgaben macht, und dieser Weg für Deine Tochter sicher sehr schwer werden wird, da hinter allem immer ein grosser Druck von Dir stehen wird.

:adxs_wink: liebe Frau @AbrissBirne
Kann-Kind, bedeutet so viel wie, sie kann bereits eingeschult werden, könnte aber auch noch ein Jahr zu Hause bleiben.

Hängt hier in D mit dem Alter des Kindes zusammen, gibt es das in der CH nicht?

1 „Gefällt mir“

Liebe @Silberlocke also bei uns sind die Kinder zwischen 6-7 wenn sie eingeschult werden, mit 8 eingeschult zu werden ist normalerweise zu spät.

Und das wäre ja hier das Problem, dass die Tochter 8 wäre wenn sie die erste Klasse wiederholt.

Jedenfalls hatte das @tricky_af weiter oben ja geschrieben, weil sie gerne möchte das ihre Tochter in die reguläre staatliche Schule gehen kann, statt in eine Förder Schule, wo es anscheinend Probleme gibt, und Schulprobleme halt leider oft sofort auftauchen, sobald die Kinder in die Schule müssen.

Manchmal aber auch schon früher, heisst es bereits im Kindergarten klar wird das dass Kind vielleicht vor der Einschulung z.B. Hilfe durch Ergo oder andere Therapien braucht, um das Kind vorzubereiten, oder z.B. eine alternative Schulform für das Kind zu finden, da Privat Schulen „glaube ich“ meistens auch recht ausgebucht sind.

Aber das kennst Du ja sicher auch?, ich glaube „keine Probleme in der Schule“ gibt es garnicht, die Familie wo da alles immer reibungslos funktioniert, die möchte ich erst mal sehen.

Egal, den Ausdruck „Kann-Kind“ habe ich in der Schweiz jedenfalls bis heute tatsächlich noch nie gehört. :crazy_face: :laughing:

1 „Gefällt mir“

Hat alles Vor- und Nachteile, geht ja schon mit dem Geburtsmonat los @AbrissBirne , mein Maikind war auch ein „Kann-Kind“ damit immer und nicht zu knapp, der jüngste in der Klasse.

Würde ich heute auch nicht mehr so machen, lieber ein Jahr mehr „nur Kind sein“ bevor das ganze Schultheater los geht.

OK, mit dem Wissen von heute, würde ich so einiges anders machen, aber damals, Vollzeit auf Schicht und Kind hatte Lust auf Schule, alles klar.

1 „Gefällt mir“

Liebe @Silberlocke ja klar, hinterher sind wir ja immer schlauer, also wem sagst Du das?. :wink:
Und ja, ich würde heute auch gewisse Dinge anders machen als früher. :people_hugging:
Aber c’est la vie halt, oder?. :heart:

1 „Gefällt mir“

Liebe Tricky,

Du hast auch geschrieben, dass der Vater Autist ist. Da die Schwierigkeiten so massiv sind, scheint mir das sehr wahrscheinlich, dass unter dem ADHS auch eine ASS steckt.

Die tritt vermutlich erst dann richtig zum Vorschein wenn das ADHS medikamentös gut behandelt ist.

Es tut mir unendlich leid, dass Euer Weg so hart ist.
Es ist bei uns ähnlich schlecht gelaufen. Es bedeutet sooo viel Schmerz. Für Euch beide …. Ich finde es sehr gut, dass Du Deiner Intuition folgst!!!

Die Medikamente sind gut und wichtig. Ihr braucht zu dem eine gute verhaltenstherapeutische Begleitung, um Sicherheit im Umgang mit anderen zu entwickeln und Selbstbewusstsein aufzubauen plus eine qualifizierte Schulbegleitung.

Das Wiederholen einer Klasse finde ich übrigens gar nicht sooo schlimm. Es ist im Moment doof- keine Frage, aber später wird niemand danach fragen, ob und wieso eine Grundschulklasse wiederholt wurde.
Es könnte sogar für den Moment Druck rausholen und Euch Zeit verschaffen, Euch zu ordnen. Wie auch immer es weitergeht. Gib nicht auf :heart:

1 „Gefällt mir“

Hallo in die Runde :blush:

Nein, absolut nicht. Ich habe bisher noch nie ihre Aufgaben für sie gemacht und habe das auch nicht vor. Es geht mir auch nicht darum, ihr irgendwas aufzuzwingen, was einfach über ihre Kompetenzen geht.
Ich möchte hier nochmal ein kleines bisschen ausholen, um vllt einiges verständlicher zu machen: Meine Tochter hatte schon seit Beginn des Kindergartens mit 3 Jahren, sehr große Probleme dort klar zu kommen. Sie hat auch von Seiten der Kita da nicht wirklich Unterstützung erfahren, alle waren einfach immer nur heillos überfordert mit allem. Wir Eltern haben natürlich überall Unterstützung gesucht, aber das war alles ziemlich erfolglos. Weder das SPZ noch sonstige Einrichtungen konnten irgendwas konkretes feststellen. Auch in der zweiten Kita zeigten sich die Probleme im Sozialverhalten (hauen, treten, schreien, usw.) sehr deutlich. Obwohl ich sämtliche Energie darauf eingesetzt habe, dass sie einen Integrationsplatz in der Kita bekommt und der sogar noch genehmigt wurde, hat die Kita dann plötzlich kurz vor knapp gesagt, dass sie das alles ja doch nicht leisten könnten, obwohl sie zuvor meinten, es sei die einzige Option. Wie auch immer. Nachdem sie dann über Monate nur 3 Stunden in die Kita kommen durfte, an keinerlei Ausflügen, Projekten, Angeboten teilnehmen durfte (was die Situation immer weiter zugespitzt hatte, was aber keiner hören/glauben wollte), habe ich mich schließlich im April 23 dazu entschieden, meine Tochter einfach die letzten Monate vor der Einschulung selbst zuhause zu betreuen. Ging weil ich im Homeoffice arbeite.
Dementsprechend hat meine Tochter in die Schule gestartet, ohne die Chance zu haben, vorher schon mal sanft da dran geführt zu werden, wie andere Kinder im letzten Kita-Jahr.
Wie dem auch sei, die Schule lief erst mal ein halbes Jahr lang ganz okay an, dann begannen die Schwierigkeiten eben wieder stärker zu werden.
Und ja, wir waren zwischenzeitlich (Mitte 22 bis Anfang 23) auch in der Vitos (KiJu Psychiatrie). Dort wurde ganz normal in alle Richtungen getestet, Autismus ist es nicht, das wurde dieses Jahr auch nochmals bekräftigt. Aber für eine ADHS Diagnose war sie damals einfach noch zu jung. Die wird erst ab 6 Jahren gemacht.

Ja, so war es auch bei uns. Es war definitiv alles schon sehr klar, wir haben Logopädie, Ergotherapie, Wahrnehmungsspielgruppe, Psychomotorikgruppe, alles abgeklappert. Die Entscheidung für die Förderschule fiel auch schon vor der Einschulung.

Ja, in Deutschland ist der Stichtag für die Einschulung der 30.6. des jeweiligen Jahres. Wer bis zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt ist muss in die Schule, wer danach bis zum 31.12. des selben Jahres geboren wurde, kann in dem Jahr schon mit 5 eingeschult werden, oder eben ein Jahr später mit 6 Jahren.

Ich finde es im Moment einfach ungünstig, weil es einfach wieder eine Niederlage ist für sie. Zumal sich die Schule entschieden hat, die neuen Erstklässler und einige Zweitklässler zusammenzulegen. Deshalb finde ich, dass man sie auch einfach offiziell in der zweiten Klasse belassen kann, und sie bekommt aufgrund des Nachteilsausgleich dann sowieso für sie passenden Lernstoff. Zudem würde ich ihr einfach gerne erst mal die Chance geben, mit dem Medikament, dass es jetzt besser für sie läuft. Ich sehe beim gemeinsamen Üben ja durchaus, dass es möglich ist. Sie kann beispielsweise auch Sätze lesen und den Sinn erfassen. Addieren und Subtrahieren hat sie auch drauf, jetzt nach den knapp 6 Wochen Übungszeit. Dementsprechend möchte ich ihr, wie gesagt, einfach mal die Chance lassen, das alles zu reißen und sie jetzt nicht schon wieder erneut ausbremsen. Das war auch die Empfehlung der Psychiaterin, mit der ich zuletzt am Freitag sprach. :blush:

Das ist keine Option :blush:

Grüße an alle und Danke für eure Rückmeldungen, Gedanken und Ideen :smiling_face:

6 „Gefällt mir“

Ja Wahnsinn, was Ihr alles schon versucht und durchgemacht habt.
Du investierst hier so viel Kraft und Herzblut! WIE GUT, dass Dein Kind Dich hat!!!

Ich kann immer nur wieder sagen, dass ich der Überzeugung bin, dass eine solide vertrauensvolle Bindung zwischen Eltern und Kind hier die WICHTIGSTE Voraussetzung für alles ist. Und so, wie Du das beschreibst, kann ich nur davon ausgehen, dass Dein Kind genau weiß, was es Dir bedeutet. Oft unterschätzen Außenstehende das eigentliche Problem, das durch den ADHS -Mist entsteht: das miese Selbstwertgefühl.
ADHS-Kinder brauchen eine extra Portion Liebe ….und natürlich Erfolgserlebnisse.
Ich verstehe, dass Du ihr hilfst, in der zweiten Klasse zu bleiben. Ich glaube, ich würde das genauso machen.

6 „Gefällt mir“

Übrigens möchte ich noch eins hinzufügen:
Bei meinem Sohn ist eine ASS mehrfach(!) „ganz ausgeschlossen“ worden.

Jetzt ist er 8 Jahre alt und der Autismus ist so deutlich, dass er sogar für Laien offensichtlich ist.
Das hat mein Vertrauen in eine sichere psychologische Diagnostik nachhaltig erschüttert.

Bei uns hat eine Ergotherapeutin mit Spezialisierung auf ADHS/ Autismus eine erneute Diagnostik angeregt und fundiert argumentiert.

Ich kann daher nur empfehlen, sich spezialisierte (!) Therapeuten zu suchen. Im langfristigen Arbeiten treten vielleicht doch noch wichtige Aspekte zum Vorschein, die noch nicht zum Tragen kamen.

Liebe Grüße

3 „Gefällt mir“

Hallo an alle!

Vielen Dank für die lieben Worte. Fühle mich leider meist nicht als die beste Mutter. Eben weil ich knapp 8 Jahre dachte, alles sei meine Schuld. Naja.

Ich werde es im Hinterkopf behalten.

Ja, ich halte es für das Beste.

Ich muss jetzt nochmal eine Frage in die Runde werfen.
Wir sind ja jetzt aktuell bei 20 mg retard.
Seit Sonntag sind es die 20.
Ich weiß nicht, was ich von allem halten soll. Dienstag waren wir bei meinem Vater zu Besuch, sie hat sich dort 2 Stunden mit einer Barbie beschäftigt. Toll, könnte man jetzt denken. Aber sie ist SO ruhig, dass es fast schon gruselig ist. Da ist nicht mehr das quirlige, aufgeweckte Kind, was ich kenne. Gefühlt ist es ein anderes. Heute waren wir im Wildgehege. Sie schaukelte 5 Minuten, dann wollte sie heim. Sie wollte nicht spielen, sie wollte die Tiere nicht anschauen oder füttern. Gar nichts. Auch wenn wir zusammen Übungsaufgaben machen ist sie sehr anders als sonst. Aber leider nicht konzentriert. Sie beginnt schnell zu weinen, ihre Themen sind dann der anstehende Beginn und die Veränderungen in der Schule. Sie weint dicke Kullertränen, die mich ehrlich gesagt fertig machen. Da sind so viele Emotionen und ich kenne eigentlich nur das wütende Kind. Teilweise bin ich damit überfordert, gebe ich ehrlich zu. Aber da gewöhne ich mich noch dran.
Dennoch überlege ich, ob 20 mg nicht einfach zu viel des Guten sind? Wie gesagt, sie ist sonst ja nicht so, auf dm Spielplatz ist sie sonst nicht zu bremsen, sehr aktiv, auch interessiert an allem möglichen. Ich merke schon, dass sie im Gespräch jetzt zusammenhängender spricht, sie springt nicht mehr von einem Thema zum nächsten und so.

Wie habt ihr die Eindosierung erlebt? Sollte ich es noch ein paar Tage mit 20 mg Laufen lassen oder wieder zurückgehen auf 15mg und sehen ob das besser passt? Alle im Umfeld sagen, sie sind erschrocken über die massive Veränderung. Ich bin sehr hin- und hergerissen.

Vielleicht habt ihr ein paar Tipps?

Viele Grüße
Tricky

Liebe Tricky,

auf jeden Fall würde ich mit der Dosis runtergehen!
ich muss nochmal nachfragen: sind das 20 mg Medikinet retardiert?

Was mich stutzig macht, ist dass Du keine Besserung der Konzentration feststellst.

Hello :slight_smile:

Ja genau das sind 20mg Medikinet retardiert.

Ich weiß auch nicht, bei dem erledigen von den Übungsaufgaben kommt sie mir nicht krass viel konzentrierter vor.
Gut, das ewige in der Luft herumschauen, mehr Pausen als Arbeiten ist jetzt weg. Ist halt auch etwas schwierig weil sie eben jetzt jedes Mal weint… Und man sie deswegen kaum ans arbeiten bekommt. Vielleicht überlagert sich das für mich auch nur etwas.

Kann ich jetzt morgen früh einfach wieder 15mg geben?

Heute habe ich mit der Lehrerin gesprochen. Ich bin ehrlich gesagt fast vom Glauben abgefallen als sie mir schilderte, dass sie jetzt ernsthaft mit Multiplikation und Division anfangen wollen und im Zahlenraum bis 100 rechnen wollen.
In Deutsch soll es um Satz- und Wortarten gehen :scream:
Was für ein Tempo legen die denn heutzutage vor, Mann. Was das vor 30 Jahren auch schon so? :face_with_peeking_eye:

Also ja das mit der zweiten Klasse ist jetzt offen. Wir werden sehen wie das jetzt abläuft. Sie hat mir aber gesagt, wir werden auch eine Zurückstufung in die erste Klasse keinesfalls mit der Kleinen thematisieren. Ich fand das sehr gut von ihr, da sehe ich schon mal, dass die Frau ein Mindestmaß an Empathie hat. Das war ja bei der vorherigen Lehrerin nicht so wirklich gegeben. Es besteht also Hoffnung. Wenigstens ein kleines bisschen.

Viele Grüße
Tricky

3 „Gefällt mir“

Also wenn ich das oben richtig verstehe, habt ihr am 10.8. mit 5mg Medikinet retard begonnen, am 14.8. auf 10mg erhöht und dann am 17. bereits auf 20mg?

Ich würde auch zurück auf 15 gehen. Entweder ist die Dosis zu hoch oder die Steigerung ist einfach zu schnell (oder beides). Mein Sohn hatte das auch als die Dosis zu hoch war. Wir sind ins Hallenbad gegangen (das liebt er!). Nach 10 min ist er zu mir gekommen, hat gesagt ihm sei langweilig und er wolle nach Hause gehen :flushed: Weinerlich war er nicht, aber sehr negativ, kalt, abweisend.

Ich plädiere inzwischen immer dafür, im Zweifel die Dosis lieber etwas tiefer zu halten, und dann vielleicht nach ein paar Wochen, wenn man wirklich das Gefühl hat, es ist zu wenig, nochmals eine Erhöhung wagen. Es kann wirklich sein, dass 20 jetzt zu viel sind, nach ein paar Wochen mit 15 aber dann gut vertragen würden.

1 „Gefällt mir“

Ja, kannst du :+1:

2 „Gefällt mir“