Tochter, 7 Jahre, massive Probleme in der Förderschule

Guten Morgen!

Danke für eure schnellen Reaktionen!
Ich gebe ihr heute 15mg und schaue was passiert.

Wir hatten mit 3 Tagen 5mg gestartet, dann 3 lang 10mg, dann 3 Tage 15mg. Dann sind wir auf 20mg hoch gegangen. Also nach neun Tagen waren wir dann bei 20mg angelangt. Ich versuche heute, die Ärztin anzurufen und es auch noch mal mit ihr zu besprechen.

Viele Grüße
tricky

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20 mg retardiert ist auch schon eine sehr ordentliche Dosis.

Weinerlichkeit und Trauer gehören da absolut nicht hin!!

Wie ist es heute mit 15mg?

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Alle drei Tage steigern ist außergewöhnlich schnell und 20 mg Kapsel ist bei einer 7-jährigen außergewöhnlich viel - wobei ich nicht sagen möchte, dass es nicht Menschen dieses Alters geben kann, für die diese Dosis richtig ist. Aber wenn man so viel steigert, ist die Gefahr groß, dass man nicht richtig wahrnimmt, welche Dosis die eigentlich beste war.

Hallo an alle!

Erstmal, entschuldigt die späte Rückmeldung! Es war doch einiges los in der Zwischenzeit!

Also, ich hatte an diesem darauffolgenden Morgen entschieden, 15mg zu geben und habe das anschließend mit der Ärztin telefonisch besprochen. Diese meinte dann, man sollte nochmal 10mg probieren.

Also hat meine Tochter dann mit 10mg in die erste Schulwoche gestartet. Ich bekam gleich mal am Tag 3 einen Anruf, dass es ab mittags bei ihr kippt.
In der gleichen Woche hatte ich dann mit ihr einen erneuten Termin bei der Ärztin, dort haben wir abgesprochen, dann doch wieder mit 15mg zu gehen.

Das war vor ca 1,5 Wochen. Demnach ist sie letzte Woche mit 15mg in der Schule gewesen.
Ich hatte dann am Ende der Woche einen Anruf von der Lehrerin, die mir schilderte, wie positiv alles jetzt läuft. Sie kann sich konzentrieren, macht gerne beim Unterricht mit, beteiligt sich in den Stuhlkreisen und erzählt da gerne. Außerdem lässt sie sich quasi gar nicht mehr von anderen provozieren, bleibt da komplett cool und reagiert wenn überhaupt verbal darauf.

Leute, ich habe geheult nach dem Telefonat! Und auch jetzt wenn ich darüber nachdenke und schreibe, mir kommen die Tränen! Ich bin so erlöst und so froh, dass es endlich voran geht! Es war so ein steiniger und harter Weg bis hierhin und ich hatte wirklich schon fast die Hoffnung verloren. Aber jetzt kann ich endlich positiv in die Zukunft blicken. Meine Tochter kommt gut gelaunt aus der Schule, ist zufrieden mit und stolz auf sich. Endlich kann sie den Anschluss finden, den sie so lange schmerzlich vermisst hat.
Sie ist nach wie vor unter dem Medikament noch sie selbst aber in einer „besseren“ Variante. Was nicht heißen soll, dass sie vorher oder ohne schlechter war. Aber es tut ihr einfach so gut und das merkt man ihr wirklich an.
Klar, abends wenn die Wirkung dann nachlässt, merkt man wieder, wie schwierig alles für sie ist. Dann ist sie wieder konfrontiert mit ihren ganzen Gefühlen und dem ganzen „Durcheinander“ in ihrem Kopf.

Noch ein Wort zu der potentiellen kognitiven Einschränkung. Die Lehrerin sagte mir, dass sie erwartungsgemäß nicht auf dem Stand sei, dass sie einfach in die zweite Klasse weitergehen könnte, bzw. Einfach den Stoff davon bearbeiten könnte. Aber sie ist auf einem ganz okayen Stand wenn man bedenkt, wie viel sie im letzten Jahr verpasst hat und die Lehrerin möchte sie jetzt an dieser Stelle abholen. Ich war zwar wirklich skeptisch, aber der Wechsel der Lehrerin war das beste was passieren konnte. Diese Lehrerin ist wesentlich engagierter und nicht so zaghaft wie die vorherige. Sie kann sich offenbar durchsetzen und sagt, wo es langgeht. Auf die gute Art. Das gibt eindeutig Halt und Orientierung.
Jedenfalls wird jetzt, wo sie sich endlich besser konzentrieren kann, erst deutlich wie clever sie eigentlich ist. Sie versteht die Inhalte nämlich und kann diese dann auch selbstständig bearbeiten, sie braucht niemanden, der sie von A bis Z durchleitet.

Ich bin wirklich mehr als nur zufrieden. Ich hab das Gefühl, jetzt kann alles endlich nur noch besser werden. Meine Tochter kann jetzt endlich glücklich sein und ich auch. :star_struck:

So viel erst mal hierzu.

Viele Grüße,
Tricky

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Wow, das ist so schön das zu hören!!! :heart_eyes: Das freut mich so sehr für euch :heart:

Es ist schon unglaublich, welchen Unterschied die Medis machen können. Man vergisst es zwischendurch wieder, aber ich hatte auch einige solche Momente.

Da redet man sich jahrelang den Mund fusselig um dem Kind beizubringen, Konflikte zu lösen und mit Gefühlen umzugehen etc, und dann kommt da so eine kleine Pille und plötzlich klappt das alles quasi von einem Tag auf den anderen :exploding_head: Und statt nach 5 Minuten auszurasten, um sich zu schlagen oder weinend nach Hause zu rennen spielt das Kind plötzlich drei Stunden friedlich mit den anderen Kindern auf der Strasse :flushed:

Wegen dem Abend - wir haben dann nach einer Weile auf Concerta umgestellt, da läuft die Wirkung am Abend sanfter aus.

Ach ja und toll dass sie jetzt eine so gute Lehrerin hat! Ich wünsche euch, dass ihr nun endlich mal etwas durchatmen könnt.

Noch etwas: @tricky_af du kannst soooo stolz auf dich sein!!! Habe gerade nochmal den ersten Post durchgelesen - ohne dich hätte das auch ganz anders ausgehen können :anguished: Deine Tochter kann sooo froh sein, dich als Mama zu haben :heart:

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Super!!! Das freut mich sehr für Euch :smiling_face_with_three_hearts:

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Das sind so wunderbare Nachrichten!
Einfach nur wow! Ich bin unglaublich stolz auf dich, dass du als Mutti all das für und mit deinem Kind erreichen konntest.

Deine Erleichterung kann ich gut nachvollziehen und deine Worte transportieren dieses positive Gefühl bis hier hin :blush:

Jetzt bleibt nur ein großes „Weiter so“!

Mit Hilfe der Medikamente und der Lehrerin habt ihr nun die Möglichkeit, zu heilen und aufzubauen.

Es freut mich wirklich sehr, dass es bei euch so eine positive Wendung gab! Du kannst dir da wirklich auf die Schulter klopfen und stolz sein.

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