Hallo an alle!
Erstmal, entschuldigt die späte Rückmeldung! Es war doch einiges los in der Zwischenzeit!
Also, ich hatte an diesem darauffolgenden Morgen entschieden, 15mg zu geben und habe das anschließend mit der Ärztin telefonisch besprochen. Diese meinte dann, man sollte nochmal 10mg probieren.
Also hat meine Tochter dann mit 10mg in die erste Schulwoche gestartet. Ich bekam gleich mal am Tag 3 einen Anruf, dass es ab mittags bei ihr kippt.
In der gleichen Woche hatte ich dann mit ihr einen erneuten Termin bei der Ärztin, dort haben wir abgesprochen, dann doch wieder mit 15mg zu gehen.
Das war vor ca 1,5 Wochen. Demnach ist sie letzte Woche mit 15mg in der Schule gewesen.
Ich hatte dann am Ende der Woche einen Anruf von der Lehrerin, die mir schilderte, wie positiv alles jetzt läuft. Sie kann sich konzentrieren, macht gerne beim Unterricht mit, beteiligt sich in den Stuhlkreisen und erzählt da gerne. Außerdem lässt sie sich quasi gar nicht mehr von anderen provozieren, bleibt da komplett cool und reagiert wenn überhaupt verbal darauf.
Leute, ich habe geheult nach dem Telefonat! Und auch jetzt wenn ich darüber nachdenke und schreibe, mir kommen die Tränen! Ich bin so erlöst und so froh, dass es endlich voran geht! Es war so ein steiniger und harter Weg bis hierhin und ich hatte wirklich schon fast die Hoffnung verloren. Aber jetzt kann ich endlich positiv in die Zukunft blicken. Meine Tochter kommt gut gelaunt aus der Schule, ist zufrieden mit und stolz auf sich. Endlich kann sie den Anschluss finden, den sie so lange schmerzlich vermisst hat.
Sie ist nach wie vor unter dem Medikament noch sie selbst aber in einer „besseren“ Variante. Was nicht heißen soll, dass sie vorher oder ohne schlechter war. Aber es tut ihr einfach so gut und das merkt man ihr wirklich an.
Klar, abends wenn die Wirkung dann nachlässt, merkt man wieder, wie schwierig alles für sie ist. Dann ist sie wieder konfrontiert mit ihren ganzen Gefühlen und dem ganzen „Durcheinander“ in ihrem Kopf.
Noch ein Wort zu der potentiellen kognitiven Einschränkung. Die Lehrerin sagte mir, dass sie erwartungsgemäß nicht auf dem Stand sei, dass sie einfach in die zweite Klasse weitergehen könnte, bzw. Einfach den Stoff davon bearbeiten könnte. Aber sie ist auf einem ganz okayen Stand wenn man bedenkt, wie viel sie im letzten Jahr verpasst hat und die Lehrerin möchte sie jetzt an dieser Stelle abholen. Ich war zwar wirklich skeptisch, aber der Wechsel der Lehrerin war das beste was passieren konnte. Diese Lehrerin ist wesentlich engagierter und nicht so zaghaft wie die vorherige. Sie kann sich offenbar durchsetzen und sagt, wo es langgeht. Auf die gute Art. Das gibt eindeutig Halt und Orientierung.
Jedenfalls wird jetzt, wo sie sich endlich besser konzentrieren kann, erst deutlich wie clever sie eigentlich ist. Sie versteht die Inhalte nämlich und kann diese dann auch selbstständig bearbeiten, sie braucht niemanden, der sie von A bis Z durchleitet.
Ich bin wirklich mehr als nur zufrieden. Ich hab das Gefühl, jetzt kann alles endlich nur noch besser werden. Meine Tochter kann jetzt endlich glücklich sein und ich auch. 
So viel erst mal hierzu.
Viele Grüße,
Tricky