Tochter, 9, und Unklarheiten bzgl. Diagnose

Die Vertretung ist die KJP, von der wir weggegangen sind, weil wir dort unzufrieden waren (und die sich geweigert hat, Intuniv zu verschreiben) :see_no_evil:

Aber ich habe die beste Apotheke der Welt, ich bekomme es auf Einsatz und bekomme das Geld dann zurück, wenn ich das Rezept habe phew

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Der restliche Tag war heute sehr gechillt. Sie ist noch immer sehr zwanghaft, Stimmung war heute aber durchwegs gut. Sollte das so bleiben, hätte ich die Hoffnung, dass auch die Zwänge nach und nach zurückgehen werden, da die ja immer zeitverzögert kommen und auch zeitverzögert wieder verschwinden (soll heißen, sie kommen nicht sofort, wenn der Stresspegel steigt, sondern erst nach einiger Zeit und bleiben dann auch noch eine Weile, wenn der Stresspegel schon wieder niedriger ist).

Ich hoffe sehr, dass es diesmal passen wird mit dem Medikament. :fist:

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Danke, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt :see_no_evil::joy::hugs:

Es wird weiterhin sukzessive besser bisher.

Die Müdigkeit der ersten 2 Tage ist komplett weg und sie ist wieder lebhaft wie immer, das ist gut.

Was mir momentan noch nicht so gefällt, ist der Einfluss auf den Schlaf. Sie schläft seither viel weniger tief, wacht öfter auf, träumt sehr intensiv, ist sehr früh wach morgens.

Außerdem habe ich schon den Eindruck, dass man die abflachende Wirkung ein paar Stunden vor der nächsten Gabe deutlich merkt. Nachdem die am Nachmittag ist, ist sie immer ab Mittag labiler stimmungstechnisch.

Ich überlege daher, ob ich es ihr nicht lieber morgens geben sollte. Deutschsprachig findet man dazu ja kaum etwas, aber auf englisch gibt es sehr unterschiedliche Berichte bzgl. Einnahmezeitpunkt und für manche Menschen funktioniert morgens wohl wirklich besser.

Momentan kann ich aber natürlich nicht beurteilen, ob sie dann zum Peak hin (also mittags) zu müde wäre, weil den hat sie ja bisher immer verschlafen und ich kann die Auswirkungen daher noch nicht beurteilen. Hm. Wahrscheinlich hilft auch hier mal wieder nur ausprobieren.

Guten Morgen,

na klar! Morgens geben, machen auch viele, sobald die Müdigkeit weg ist ! Wenn Du mit mir Dosierung höher gehst, kannst Du auch morgens und abends geben. Die Tabletten dürfen nur nicht geteilt werden, weil dann die gleichmäßige retardierte Wirkstoffverteilung wegfällt.
Liebe Grüße

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Habe es heute dann morgens gegeben. Keine Müdigkeit tagsüber, das ist schon mal gut. Mal schauen, wie/ob sich der Schlaf wieder verändert bzw. bessert. Dauerhafte Schlafprobleme wären leider ein No-Go.

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Heute Nacht (gestern erster Tag mit Intuniv morgens statt abends) keinerlei Schlafprobleme, so darf es diesbzgl. gerne bleiben :slightly_smiling_face:

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Seit wieviel Tagen bekommt sie jetzt Intuniv?
Wie waren Grundstimmung und-spannung heute?

Seit 8 Tagen.

Die ersten 2 Tage zähl ich mal nicht, weil da war sie zwar absolut tiefenentspannt, aber auch komplett banane :see_no_evil: :joy:

Seither wird es eigentlich kontinuierlich besser. Sie ist immer noch sehr schnell sehr emotional, aber es ist jetzt wenn dann eher Trauer oder Angst statt Wut. Sie kann sich öfter selber regulieren. Und sie schafft es mittlerweile sehr oft, zu sagen, wenn es ihr zu viel ist anstatt gleich zu explodieren. Zwänge werden ganz langsam weniger. Es gibt wieder bissi mehr Freude und Leichtigkeit. Also es könnte schon sein, dass da was Gutes draus wird :pray:

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Guten Morgen…Seit 8 Tagen erst.
Das muss man wirklich noch abwarten. Trübsinnsphasen hatten wir bei der Eindosierung auch. Als die massive Grundspannung nachließ. Unter der Wut lag Trauer und Frustration.

Bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.
1mg ist ja eine sehr geringe Dosierung. Sollte das schon ausreichen, wäre der Plasmaspiegel interessant…

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Ich glaub jetzt persönlich eher nicht, dass 1mg schon reicht, aber mal sehen. Es ist momentan auch alles schwer zu trennen, wir sind umgezogen (innerhalb der Siedlung, aber trotzdem ist das ja eine große Veränderung), wir fahren am Montag auf Urlaub (und auch Vorfreude ist für meine Tochter großer Stress) usw.

Anfang August hat sie jedenfalls den ersten Diagnostik-Termin uuund wir das Kennenlern-Gespräch bzgl Assistenzhund :tada:

Heute war der Schlaf jedenfalls auch wieder gut und normal :slightly_smiling_face:

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Kurzes Update: Schlaf ist nach wie vor gut, also die Umstellung auf Intuniv morgens scheint in ihrem Fall richtig gewesen zu sein.

Ansonsten ist es komisch. Aber wir sind halt auch gerade auf Urlaub und das ist zwar einerseits schön, aber auch ein bisschen viel für sie.

Sie ist nach wie vor weniger impulsiv bzgl. Wut und Aggression. Aber sie wirkt sehr gedrückt von der sonstigen Stimmung her. Sie lacht kaum und wenn sie sich freut, schlägt das eigentlich gleich mal um in Weinen. Das ist nicht gut.

Ich bin mittlerweile wirklich sehr unsicher, wie ich weitertun soll. Ich hab keine Ahnung, ob eine Steigerung nach 3 Wochen sinnvoll ist, wenn sie jetzt schon so reagiert. Kann diese gedrückte Stimmung auch bei Intuniv noch besser werden, wenn dann die für sie optimale Dosis erreicht wäre? Oder muss ich eher davon ausgehen, dass das immer mehr würde je höher die Dosis? Das ist ja doch anders als mit Stimulanzien. Macht es mehr Sinn, ZUERST bei noch niedrigerer Dosis irgendwann einen Versuch der Kombination mit Stimulanzien zu machen, oder sollte man da erst bis zur Zieldosis hochdosieren mit Intuniv? Ich wünschte, ich müsste darüber nicht so viel selbst nachdenken oder hier fragen, aber die KJP wird mir da halt leider auch nicht viel raten können :neutral_face:

Ich möchte ungern am Ende des Sommers mit 4mg Intuniv und einer dann tatsächlich depressiven Tochter dastehen und dann erst mühsam wochenlang wieder runter dosieren müssen, weil man Intuniv ja nicht einfach absetzen kann :see_no_evil:

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Da die volle Wirkung nach 3 Wochen kommt, würde ich nicht sofort nach 3 Wochen erhöhen, sondern noch 1-2 Wochen erstmal beobachten.

Ich kann aber deine Gedanken verstehen, dieses permanente überlegen.

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Finde das irre schwer zu beurteilen.

Und ja , das ist ein verfluchter Nachteil der Spiegelmedikamente, dass sie ausgeschlichen werden müssen!

Ich habe bei der Eindosierung 3 Wochen und 3/4 Tage abgewartet, bis ich erhöht habe. Ich bin damit ganz gut gefahren.

Bei meinem Sohn war die Wirkung bezüglich SchlF ja völlig anders, der war abends wie abgeschossen bei der Eindosierung und schlief dann auch lang und tief.
Zu ruhig, zu wenig Lebendigkeit, zu wenig lachen, das fiel uns auch auf. Das besserte sich im Verlauf deutlich.

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Komisch ist halt, dass das nicht von Anfang an da war. Also klar, die ersten 2 Tage war sie ziemlich weggetreten, aber danach war sie lebendig usw. Die letzten Tage wird das aber sukzessive immer schlimmer mit dieser Freudlosigkeit. Das lässt mich dann schon zweifeln, ob eine Erhöhung überhaupt sinnvoll sein könnte.

Eine Glaskugel wäre halt schön, ihr kennt das ja :see_no_evil:

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Zwischenstand: ich bemerke nach wie vor eine Verbesserung in mancherlei Hinsicht, aber momentan ist die noch so subtil, dass ich nicht finde, dass das ihre sehr gedämpfte Stimmung irgendwie „wert ist“.

Unklar ist mir eben, ob es sinnvoll wäre, vor einer etwaigen Erhöhung zuerst mal zu testen, was passiert, wenn ich es mit Ritalin kombiniere.

Nur so als eine Möglichkeit:
Man kann auch 1 und 2 mg abwechselnd geben, so dass man im Schnitt 1,5 mg hat.

Was du aber zuerst ausprobieren solltest ist schwierig. Das mit Ritalin ist wahrscheinlich schneller ausprobiert.

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Ja stimmt, das mit 1mg und 2mg abwechselnd hatte ich auch im Hinterkopf, wäre vielleicht sinnvoll, weil sie ja offenbar doch recht sensibel auf egal was reagiert und da möglichst kleine Schritte sicher gut sind.

Ich denk mir halt, bzgl Stimulanz dazukombinieren, dass es besser ist, das vor jeder etwaigen Dosissteigerung bzgl Intuniv zu probieren, weil sonst die Gefahr besteht, dass ich ihre optimale Dosis verpasse (sofern es die halt gibt). Weil vielleicht wäre die ja bereits bei 1 oder 2mg in Kombination mit Stimulanz gegeben und wenn man erst zur Zieldosis hochgeht und erst dann das Stimulanz dazugibt, bekommt man das ja gar nicht mit :woman_shrugging: