@schlingelprinz Natürlich! Das mache ich immer wieder. Nur momentan ( besonders nach der Wirkung) klappt es nur bedingt.
Schreiben tue ich sehr viel, bin aber am überlegen, zusätzlich ein Tagebuch hier zu starten, mich also quasi zuzumuten.
Ja dann, manchmal hilft es einfach nur zu Wissen das jemand mitliest ohne es zu bewerten. Mein Neurologe, Psychiater hat mir die Möglichkeit geboten dies per Email zu tun bei ihm. Ob er alles gelesen hat weiß ich bis heute nicht, ist mir auch egal, es hat auf jeden fall sehr gut getan. Bei wichtigen Sachen hatte er mir Natürlich geantwortet, also gehe ich davon aus das er sie wenigstens immer überflogen hat. ![]()
Ich kann nur Sagen, dass es die Hölle ist soviel Scheiße allein im Kopf mit sich rumtragen zu müssen die schlagartig Wochen-, Monatelang, Tagtäglich einem durch den Kopf geht. Ich hatte zeitweise Angst der erklärt mich für Psychotisch, hat er aber nicht. Ich bekomme weiterhin Elvanse und meine Diagnosen sind die gleichen geblieben. ADHS mit verdacht auf ASS.
Das Glück hat halt nicht jeder diese Möglichkeit zu bekommen, aber das Forum kann ja die gleiche Funktion erfüllen. ![]()
Edit: Wenn du die Kraft hast dann hau in die Tasten und mach ein Tagebuch hier im Forum ![]()
Lanafee1 als ich deinen Eingangstext gelesen habe, dachte ich nur „Hut ab“. So viele Baustellen und doch schon so viel geschafft. Sei stolz auf das, was du bisher geleistet hast.
Ich wundere mich, dass du Elvanse erst 13 Uhr nimmst. Ich stelle mir am Wochenende sogar den Wecker auf um 8 Uhr, damit ich es nicht zu spät nehme (bin bei 70 mg).
Einen Rebound hatte ich mit Elvanse noch nie. Direkt gehört habe ich das auch noch nicht. Eher das Elvanse gerade in dieser Beziehung sehr sanft ist. Am Anfang waren bei mir übrigens auch mehr Nebenwirkungen als jetzt. Mit 70 mg habe ich eigentlich keine mehr. Außer natürlich, dass ich abends die Müdigkeit nicht mitbekomme. Ich denke, dass es so lange wirkt. Man sollte davon ausgehen, dass Elvanse bis zu 12 Stunden wirkt.
Wenn du aber schon mit 30 mg zu viel hast, dann glaube ich auch, dass es nicht passt. Bei Medikinet, sagt mein Arzt, wären das wie 15 mg. MIT Medikinet hatte ich nen Rebound und wurde depressiver, sodass mein Partner schon sein Veto einlegte zu diesem Medikament. Und da nahm ich zusätzlich schon Bupropion 300 gegen Depression. Also das passte dann auch nicht zu mir.
Das mit deiner Schilddrüse sollte jedoch erstmal eingestellt werden. Ich habe auch Hashimoto. Und das soll ja auch viel Einfluss haben. Ohne da richtig eingestellt zu sein, sagte mein Arzt, sollte man nicht mit ADHS-Medikamenten rumprobieren. Also erstmal das in Ordnung bringen und dann kannst du noch viele andere Sachen ausprobieren . Es gibt so viele Möglichkeiten. Es wird sich schon was passendes für dich finden lassen. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, und wünsche dir die Kraft dafür. Gib die Hoffnung nicht auf!
@skatermaus danke für deine Rückmeldung!
Bei mir wirkt Elvanse nur 4 Stunden und ich muss es einteilen, wann ich es am dringendsten benötige. Vom Rebound auch bei Elvanse habe ich hier schon öfter gelesen, dass ist nicht so ungewöhnlich. Bei Medikent war es heftiger.
Meine Endokrinologin ist der Meinung, ich bräuchte keine Hormone für die Schilddrüse. Selen würde reichen. Ich bin mir da nicht sicher, da meine Antikörper bei 700 sind. Termin zur Zweitmeinung habe ich allerdings erst im Juni 24
700? Das ist wahnsinnig hoch.
Ich habe den Wert runterbekommen mit Ernährung (wenig bis kein Zucker) also Low carb und ganz wichtig…wenig Stress! Ich versuche auch so wenig wie möglich Jod zu mir zu nehmen. Das verarbeitet die Drüse nicht mehr und bei mir bilden sich dann sonst kleine Knötchen bzw. kapselt sich das Jod ein. Die sind dann mit jodarmer Ernährung wieder weggegangen.
Ich war 6 Monate krankgeschrieben auf Depression und in der Zeit der Einstellung auf Elvanse. Da ist der Wert dann von 600 auf 250 gefallen. ![]()
Ich nehme mittlerweile thyroxin 112. angefangen habe ich mit 75 vor 14 Jahren. Ich bekam Hashimoto nach der Geburt meines Sohnes. Meine Schilddrüse ist kaum noch vorhanden, weil ich auch ewig mit so hohen Werten rumgerannt bin. Wichtig ist wohl das Verhältnis zwischen T3 und T4. Wenn nur der TSH Wert geprüft wird, bist Du nicht automatisch gut eingestellt. Ich fühle mich zb am wohlsten wenn ich leicht in der Überfunktion bin. Die meisten Ärzte versuchen aber immer auf den Mittelwert zu kommen.
Ich glaube, seit ich mit Elvanse eingestellt bin, habe ich auch weniger Stress. Mein wert ist zwar nicht normal, aber gut ist bei mir schon unter 250😅
Ach so, ich nehme auch viel Magnesium und Phenylalanin und Tryptophan . Ist bei ADHS biochemisch sehr sinnvoll für Ruhe und besseren Schlaf.
Ich WEIß das der Wert hoch ist, aber wie gesagt, die Endokrinologin meint, Selen und Vit.D reichen aus.
Mein Hausarzt ist noch der Meinung, dass der TSH Wert ausschlaggebend ist🤷♀️
TSH ist bei mir bei 1,82 (0,30 -4,0)
Ft3: 2,76 (1,60 -3,90)
Ft4: 8,0 ( 7-14,8)
MAK : 710 (< 20)
Momentan bin ich in einer sehr depressiven Phase und frage mich, ob es vielleicht dich mit der SD zu tun hat.
Ernähre mich sehr gesund! Kein Getreide, wenig Fleisch, viel Fisch und Gemüse. Aber Schoki brauch ich gerade
Liebe Lanafee,
erstmal eine Umarmung für dich.
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ich bin zu fokussiert zu antworten, weswegen ich jetzt alle Antworten nicht gelesen habe um abzuwägen ob ich mich wiederholen könnte.
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Ich vertrage 30mg auch nicht. Bin deswegen fast verzweifelt, weil die Wirkung top ist und man anfangs Überdosierung nicht einschätzen kann.
Ich hatte sämtliche Dosen probiert & hatte iwann eine Pause von einer Woche eingelegt (war auch furchtbar fertig durch diesen ganzen Kram) und dann habe ich ganz unten mit der Dosis von neuem begonnen und siehe da: nie wieder rebound. Keine Überdosierungssymptome mehr.
Und : bei mir hält es auch da nur 4-5 h.
Da ich das weiß, nehme ich nach 4h eine erneute Mini Dosis und es wirkt dann wieder top.
Das ich abends ohne Dosis bin, ist manchmal doof, aber machbar.
Schlafprobleme kommen vom Adhs & nicht vom Medi. Das hält eh nur bis 19 Uhr vllt. Merke nicht mal krass den Übergang abends zum adhs Zustand.
Meine Dosis beträgt: 5mg. Bei pms 7,5 mg oder mehr.
Ja, ich zerkleinere alles und trinke es in Wasser aufgelöst.
Mein Doc weiß davon & befürwortet es.
Übrigens mein Verdacht: der rebound bei Elvanse war gar keiner, sondern ein Symptom der Überdosierung.
Meine Frage: wenn dein Kind autistisch ist, könnte es bei dir auch vorliegen im Sinne von AuDHS? Habe recherchiert und mitbekommen das Menschen mit einer ASS verschiedene Wirkungen auf Stimulanzien haben können (zb gar keine als nonresponder, oder total empfindlich. Deswegen checke ich bei mir noch ab ob bei mir Autismus vorliegen könnte. Beim Testen von 5mg Medikinet zwischenzeitlich musste ich den Notarzt rufen, weil ich es nicht vertragen habe).
Vllt ist das deine Antwort.
Alles Liebe!
Bei mir liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ASS zusätzlich vor, laut meines Neurologen, Psychiater, ich bekomme 70mg Elvanse. ASS kann man nicht behandeln, damit muss lernen umzugehen, dazu muss aber erstmal das ADHS vernünftig behandelt sein. Die Dosierung ist halt wirklich das Rätsel schlecht hin, da gibt es nicht viel Evidenz zu, es gibt aber auch genug Doppel Diagnosler die hohe Dosen Stimulanz ( Elvanse ) benötigen. Wollt ich mal noch einwerfen.
Hallo zusammen
Mich würde interessieren woran man Autismus bemerkt.
Liebe Grüße Tilla
hier kannst du mal reinschnuppern wenn dich die Thematik interessiert.
Hallo Schlingelprinz
Danke für den Link. Ich habe den Test gemacht und die geben keine Antwort mit der ich etwas anfangen kann. Habe nochmal einen ähnlichen Test gemacht und es ist möglich das Autismus vorliegt. Ich werde meinen Psychiater fragen ob er einen Test mit mir machen kann. Ich habe bei psychischen Krankheiten wahrscheinlich in den Glückstopf gegriffen. Erst die schwere Depression dann ADHS was ich schon lange vermutet habe und nun wahrscheinlich auch Autismus.
Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche dir frohe Weihnachten.
Tilla
Gibt kein Schalter das man irgendwas hat, die Grenzen sind fließend. Wenn du den Verdacht hast, würde sich ja eine Abklärung empfehlen. Daher mit dem Arzt besprechen.
ADHS und ASS sind keine Psychischen Krankheiten, wollte ich nur mal anmerken. ![]()
Wir sind alle ein bisschen schräg manchmal aber ok wie wir sind aber auch nicht vor Krankheiten geschützt.
Dir auch frohe Weihnachten.
Hallo Schlingelprinz
Ich hatte schon lange den Verdacht auf ADHS und Autismus. Ich hoffe der Psychiater kann mir da helfen. Für mich ist es ein Weg mich besser zu verstehen. Und nicht den Rest meines Lebens immer kompensieren zu müssen. Heute gehe ich nicht auf die Weihnachtsfeier weil ich das Geplapper und Musik nicht ertragen kann. Sonst komme ich da raus und bin aufgeputscht und total erschöpft. Und Einsamkeit macht mir nichts aus im Gegenteil da geht es mir ausgesprochen gut.
Liebe Grüße Tilla
Aber nicht zum „Einsiedlerkrebs“ werden. ![]()
„Einsamkeit, eine Quelle sich selbst zu trinken aber darin ertrinken sollte man nicht.“
Hallo Schlingelprinz
Morgen kommt meine Familie und da ist immer was los.
Liebe Grüße Tilla
Liebe @Lanafee1
Ich hoffe dir geht es mittlerweile besser.
Du kannst sehr stolz auf dich sein, du hast schon so viel erreicht und bist eine Kämpferin, Gib nicht auf !
Das Gefängnis der Scham ist mir ebenfalls sehr bekannt, es hindert dich an allem, lähmt dich, verbietet dir das reden, verbietet dir Selbstliebe und Selbstfürsorge.
Die Scham ist so heimtückisch, da sie im Keller modert und das ganze Haus verpestet.
Die Ketten der Scham zu sprengen erfordert viel Mut und Kraft, was du beides schon so oft bewiesen hast.
Und weil du dies getan hast, weißt du auch, dass der Scham einen Arschtritt zu verpassen und darüber zu sprechen (mit einer Freundin, einem Freund, Familie oder professioneller Stelle) die beste Möglichkeit ist der Scham ihren Platz zu zeigen und zwar nicht in deinem denken, handeln und erleben sondern weg, dort wo sie hingehört - Auf einem Blatt Papier, als einfaches Wort und nicht als Gift deiner Seele.
Versuch dich zu befreien, rede weiter über deine Sorgen und Ängste, spüre die Scham die dich zurück halten will, nimm sie an und sprich. Viel Erfolg :)!
Ich schreibe eine Art Gedankentagebuch, wo ich meinen Gehirnwirrwa reflektiere und somit ein Teil der aktuellen Problematik identifizieren kann. Das hat mir in vielen Situationen geholfen, weil oft eine Dynamik beim Schreiben entstanden ist, wo ich auf einmal Gefühle wie wut, Trauer, Scham und angst identifizieren konnte, die ich dann mit meinem Therapeuten oder einer nahestehenden Person besprechen konnte. Es ist wichtig, dass du dich nicht vor dir selber schämst, wenn du vor deinem Blatt Papier sitzt und aufschreibst, dass du schon 3 Ü-Eier gegessen hast und richtig Bock drauf hast noch weitere 5 zu essen und dabei eine abgedrehte Kinderserie zu gucken. Istn ganz plattes Beispiel, dass die Ü-Eier für irgendein Laster stehen und die Kinderserie etwas (von Außenstehenden möglicherweise als) peinliches darstellen sollte klar sein. Ich möchte damit sagen, dass du die Gedanken haben darfst und du NICHT diese Gedanken sind. Du hast die Wahl ob du dich mit den Gedanken identifizierst und ihnen nachgehst oder nicht und das Schreiben ist eine richtig gute Möglichkeit, diese Gedanken abzugeben und ziehen zu lassen. Lies dir die Seiten am besten nicht nochmal durch, sei denn du brauchst Informationen daraus. Es geht um das los lassen, das ok sein lassen und das herausfinden der eigentlichen Problematik.
Ich habe jetzt über ein halbes Jahr Elvanse 50 mg genommen und war bis vor kurzem so sehr zufrieden, endlich das machen zu können, das leisten zu können was ich vorher aus ADHS Gründen nie so geschafft habe. „So klar kommen wie die anderen“ jeder von uns kennt diesen bescheuerten Wunsch.
Ich hab kein Koffein zu mir genommen, bis zu einem Zeitpunkt im Urlaub. Kaffe hab ich immer geliebt und aufgrund der Medikation weggelassen. Naja ich habe das Gefühl, dass ich mir mit Koffein die Wirkung des Elvanse zerschossen habe. Also ob durch das pushen der Wirkung von elvanse durch Koffein die 50 mg Richtung, keine Ahnung 70 mg aufwärts, und somit auch eine Art Toleranz gesteigert wurden. So, dass wenn ich dann 50mg genommen habe, diese nicht mehr gereicht haben, um den selben Effekt zu erzielen wie vor der Koffein Elvanse Kombination.
Verwirrend, weil ich gerade im selben Reboundloch stecke wie du es kennst.
Die Wirkung ist nun nicht mehr so lange wie vorher und der Rebound ist heftig. Habe angefangen sehr depressive Züge zu haben, die ich normalerweise nicht habe. Ich habe das Elvanse dann im Krankenschein 5 Tage nicht mehr genommen und habe wieder angefangen zu fühlen, sensible (positiv) auf meine Frau zu reagieren und das schöne Gefühl von liebe und geliebt werden gespürt. Klar war das sprunghafte und das Energiepulverfass wieder da nur war ich nicht mehr in so einem leistungs- pragmatisch denken und handeln - Erledigungswahn.
Habe jetzt auf 40 mg runterdosiert (trinke seit 2 Wochen keinen Koffein haltigen Kaffee) am ersten Tag merke ich wieder den Rebound und die stark negativen Auswirkungen.
Ich habe auch gemerkt, nach dem ich von hohen Ross des Erledigungswahns und endlich funktionieren wahns runter gekommen bin, dass ich höchstwahrscheinlich überdosiert war, dass es so nicht weiter gehen kann, da ich meine schönen Charaktereigenschaften 'verloren" habe und meiner geliebten Frau das Leben mit mir echt erschwert habe.
Die Libido wie du sie angesprochen hast, ist ebenfalls weg gewesen. Ich war ein funktionierender Roboter.
Alles ab zu setzen nochmal mit 5mg an zu fangen, scheint mir in meiner Situation die beste Lösung zu sein. Ich werde natürlich mit dem Doc sprechen.
Was ich dir sagen möchte, dass du diese tiefen antriebslosen und miesen Zustände hast kann von elvanse und dem Rebound kommen. Ich habe es jetzt über eine längere Periode so erlebt, genau wie du es beschreibst. Habe den direkten Vergleich ohne bis komplett Elvanse nüchtern sein und wieder „ich“ sein und anschließender Medikation (heute um genau zu sein) und negativen Auswirkungen. Es trifft so auf deine beschriebene Situation zu.
Viel zu viel geschrieben
Meine Empfehlung um deiner Situation etwas unter die Arme zu greifen
-Bewegung und frische Luft ohne Musik und Bildschirm (Sport oder einfach Yoga, ne kleine Runde um den Häuserblock)
- Die Medikamente auch gerne nach Absprache Weg zu lassen um einmal Abstand zu gewinnen.
- dir eine berufliche Auszeit zu gönnen (auch wenn’s nur 1 oder 2 Wochen sind) obwohl du ein verdammt schlechtes Gewissen deinen Verpflichtungen gegenüber hast und von deinem ich muss noch dies, ich muss noch das und meine Kollegen sind dann alleine und ich will sie nicht in Stich lassen denken geplagt wirst. Das kennen wir hier alle viel zu gut und es ist vollkommen ok, du hast verdient dich zu lieben und dir diese Art der Erholung zu gönnen. Du MUSST gar nichts (klar hast du dein Kind und andere Sachen), du weißt wie ich das meine

Liebe dich, denn das hast du verdient. So sehr!
Ich hoffe ich konnte dir etwas Mut machen oder dich verwirren, vielleicht auch beides ![]()
Erstmal Respekt für dein Durchhaltevermögen. Das klingt alles andere als einfach bei dir.
Ich kann leider jetzt nicht direkt einen Tipp geben, aber mir tun sich auch beim Lesen der Antworten darauf und beim lesen in anderen Verläufen verschiedene Fragen auf, die ich gern mal an alle weitergeben möchte.
Und zwar: Wie und warum Ärzte / Psychiater eigentlich so unterschiedlicher Meinung sein können.
Bei mir war es in Kurzfassung so:
Ich bin irgendwann wegen Depressionen, Burnout, Schlafstörungen und völliger Antriebslosigkeit, krasser PDMS, Panikattacken, Unkonzentriertheit usw. zum Arzt gegangen. Darauf hin folgte Sertralin gegen Depressionen, was erstmal ein Anfang war. Jeder machte es mich lediglich stabil und mit höherer Dosis frei von meinem PDMS. Auch Zwangsgedanken hörten auf. Allgemein war ich mehr happy.
Antrieb und Konzentration waren jedoch nach wie vor nicht vorhanden. „Sinnlosigkeit/Gleichgültigkeit“ oder „freezing“ war auch noch da.
Ich war mir sicher dass ich AD(H)S hab, weil ich mir sowas seit Jahren schon dachte. Lies mich also noch darauf testen und bekam das Ergebnis nach ein paar Wochen vom Mischtypen (also wechselnd ADS u. ADHS) Impulsiv bin ich meist nur mit Grund, einen Tag bin ich totaler „Zappelphillip“ den anderen Tag könnte ich stundenlang ruhig und bewegunslos auf einen Wand starren. Als hätte ich mehrere Persönlichkeiten in mir…
Ich durchlief mehrere Ärzte, welche auch alle super freundlich waren und mir bis heute kompetent erscheinen.
Jedoch sagte Arzt Nr. 1 ich müsse bevor ich was gegen ADHS einnehme UNBEDINGT Sertralin gegen Depressionen absetzen, da man das auf keinen Fall zusammen nimmt. Hier las ich aber schon oft, dass viele es zusammen einnehmen. Auch @Lanafee1 nimmt ja einiges zusammen, wie ich lesen konnte.
Als ich Sertralin ausgeschlichen hatte, begann ich mit Medikinet. Das erhöhte meinen Blutdruck sehr und die Wirkung war für die Nebenwirkungen viel zu gering. Dann sollte ich mit Elvanse beginnen, etwas neues probieren. Dieses Mittel hilft mir und ist 1. Wahl der bisherigen ausprobierten Medikamente für mich.
Ein Satz klingt mir aber noch nach. Mir wurde sehr empfohlen, zwischen Medikinet und Elvanse etwas Zeit vergehen zu lassen, sprich 1 - 2 Wochen. Das wäre besser für den Körper. So der Arzt.
HIER JEDOCH lese ich in den Antworten, dass es Personen gibt, die beides sogar zusammen, bzw. abwechselnd nehmen. WIE KANN DAS SEIN?
Wäre cool wenn ihr Antworten für mich habt. Sorry wenn mein Text zu lang ist, für eine eigentliche Antwort.
Aber ich bin echt verwirrt.
Weiter gehts noch:
Als Elvanse dann alleine zwar einen guten Job machte (hinsichtlich der Wirkung von max. 6 h) , ich jedoch wieder unter dem für mich wirklich krassesten PDMS litt und mein Zyklus mir zusätzlich die Wirkung von Elvanse tagesabhängig ruinierte und ich mich nicht jeden Tag gleich auf die Wirkung verlassen konnte, empfahl mir der mittlerweile 3 oder 4 Arzt, ich solle Sertralin zusammen mit Elvanse nehmen, von was ein Vorgänger Kollege mir aber unbedingt abriet. Wie kann es sein, dass alle das selbe studieren und es zu so unterschiedlichen Anweisungen kommt? Das ist keines Weges despektierlich gemeint oder so.
Bin jetzt total verwirrt und frage mich weil ich manchmal den Eindruck von Dissoziation habe, ob ich überhaupt richtig diagnostiziert sein kann? Oder gar etwas ganz anderes mein Problem ist.
Sorry hab mich echt versucht, kurz zu fassen.
Falls die Fragen kommen: Es sind deswegen soviele Ärzte, weil es ein UNI Gebäude mit einer psychiatrischen Ambulanz ist. Es sind quasi alles Kollegen und manchmal wechselt jemand die Station, dann kommt der nächste Arzt.
Ich schaffe es bei dem langen Text und vielen Fragen leider nicht extra noch zu gendern oder ähnliches. Verzeihung bitte ![]()
EKG und Blutbild by the way immer ok und ohne Auffälligkeiten. Bis auf die Leberwerte die minimal erhöht sind, was auf den Tabletten Konsum und mäßiges Übergewicht zurück zuführen ist.
Und zu @lanifee1 noch mal: Habe nach dem die Elvanse Wirkung vorbei ist, auch mit den von dir aufgeführten Punkten zu kämpfen:
• werde gestresster
• impulsiver
• innerer Schmerz
• Unruhe
• Sinnlosigkeit
• Schusseliger
• Traurigkeit
• kaum Antrieb
Alkohol konsumiere ich strikt 0,0 seit ca. 15 Jahren. War nie abhängig, es bekommt und schmeckt mir einfach nicht. Jeder Tropfen würde nur sinnlos Migräne auslösen bei mir.
Ich habe nach länger Einnahme von Medikinet vor den Umstieg auf Elvanse auch pausiert. Einfach auch um den Unterschied dann auch feststellen zu können und weil ich für meine eigens Gefühl es irgendwie auch aus dem Körper haben wollte. Ich meine mich zu erinnern , das auch nichts dagegen gesprochen hätte direkt überzugehen , mein Arzt fand die Pause aber in meinem Falle definitiv besser. Ich habe dann etwas länger wie paar Tage , ich glaube sogar 14 Tage pausiert was mein Arzt gut fand , es war aber auch in einer ruhigen Urlaubsphase .
Dann habe ich Elvanse genommen und der Versuch es mit Medikinet zu kombinieren kam erst viel viel später nach dem ich Elvanse länger genommen hatte und meine Arzt es als mögliche Option sah, da ich durch meine niedrige Dosis Elvanse nicht so lange Wirkung hatte .
Probieren und Kombinieren tut mein Arzt bei mir auch deswegen etwas „mutiger“ weil ich in beidem eine niedrige Dosis habe.
Dazu kommen durch andere Einflüsse das es pro und Kontra zu beiden Medikamenten bei mir gibt und wir noch immer ein wenig im Feinschliff der Kombination sind .
Ich kann selber ausprobieren, weil ich ein gutes Gespür für mich habe andersherum weil ich sehr feinfühlig bin und oft aus kleinste Veränderung reagiere alles mit bedacht .
Es gibt bei mir psychische Situation da muss ich halt schauen wie ich mit der Medikation hantiere . Es ist aber alles in Absprache mit dem Arzt .
Mein Arzt hat viele Patienten, die funktionieren einmal nach Standard eindosiert auf Standard und bei einigen muss er halt individuell schauen . Aber erst geht es wenn möglich nach Standard .
Du wirst unterschiedliche Aussagen dazu finden und bekommen .
Ich habe da meinem Arzt vertraut, weil er mich am besten kennt und würde was dass betrifft auch nichts eigenständiges machen.
Wenn einer hier von seiner Medikations Kombi schreibt ist ja ein Iststand aber nicht unbedingt wie er dahin gekommen ist oder warum ein Arzt es so entschieden hat.
Ich kann dir auch nicht sagen ob ne Kombi grundlegend geht ob was dagegen spricht.
möchte als kleinen „Anhänger“ noch das Thema Rebound und Zyklus (bezogen auf mich, dieser Text war ursprünglich von mir an Fachpersonal gerichtet) ansprechen - denn ich persönlich habe generell ab dem Einsetzen des Hormonzyklus nicht nur
- stärkere Symptome während der Periode oder
- eine höhere nötige Medikamentendosis, sondern insbesondere
- eine Veränderung in der Stärke/Vorhanden sein des Rebounds bemerkt.
Dieser äußert sich (bei mir) in einer stärkeren (Adhs-)Symptomatik, sobald die Konzentration des Medikaments ihren Höhepunkt erreicht hat und langsam abnimmt ( nach etwa 3 Stunden). Das ist mir deshalb so wichtig zu erwähnen, da mir dies die meisten Probleme im Alltag einbringt sowie die Eindosierung, welche ich seit 3 Monaten ständig ändern muss (und oft über- und unterdosiere), stark erschwert.
Denn wird die Dosis während der Periode erhöht und ist letztlich für den „normalen Alltag“ zu hoch, zeigt sich das auch (bei mir) in einem stärkeren Rebound und folglich dem Problem, nicht mehr zu wissen, ob man gerade über oder unterdosiert. (Oder selbst am Rad dreht und das Problem ist).
Die stärkeren Symptome des Rebounds werden (bei mir) tatsächlich besser, wenn um diesen Zeitraum (3 Stunden nach Einnahme) herum eine weitere Medikamentengabe erfolgt. (Dosis muss auch hier passen und muss vor einer stärkeren Rebound Symptomatik erfolgen!)
Das klappt/ist bei passender Medikamenteneinstellung gut, nicht aber, wenn die Medikamentendosis schon zu Beginn an diesem Tag nicht gepasst hat
(Zb. aufgrund des veränderten Bedarfs im Verlauf des Zyklus).
(Und wenn man dadurch das Gefühl hat, dass die Symptome besser werden, tendiert man (ich) zu der höheren (scheinbar nötigen) Dosis, der Rebound wird stärker und ein Teufelskreis beginnt )